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Die Große Koalition unter Hermann Müller (1928 – 1930)

Title: Die Große Koalition unter Hermann Müller (1928 – 1930)

Seminar Paper , 2007 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Josef A. Schmid (Author)

History of Germany - World War I, Weimar Republic
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In der Forschung zur Geschichte der Weimarer Republik nimmt das zweite Reichskabinett Müller von 1928 bis 1930 einen besonderen Platz ein, da mit dem Rücktritt dieser Regierung auch der Weimarer Parlamentarismus sein Ende fand. Gerade die Frage nach den Gründen für das Scheitern der Weimarer Republik führt zwangsläufig zu der Frage, woran zuvor die Regierung unter Hermann Müller im März 1930 scheiterte.

In dieser Arbeit sollen vor allem einzelne Probleme der Großen Koalition unter Hermann Müller dargestellt werden, um die Schwierigkeiten hervorzuheben, denen die Regierung, angefangen von den Koalitionsverhandlungen vom Mai 1928 bis hin zum Bruch der Koalition im März 1930, gegenüberstand. Abschließend soll - das Vorwort wieder aufgreifend - noch einmal die Frage nach den Gründen des Scheiterns diskutiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Die Reichstagswahl vom 20. Mai 1928

2.1 Die Wahlergebnisse

2.2 Die Koalitionsverhandlungen

3. Koalitionskrisen und innenpolitische Konfliktherde

3.1 Panzerkreuzer A-Affäre

3.2 Ruhreisenstreit

3.3 Young-Plan

3.3.1 Inhalt

3.3.2 Kampagne gegen den Young-Plan von rechts

3.4 Weltwirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit

4. Die Gründe für das Scheitern der Großen Koalition

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die innenpolitischen Schwierigkeiten und Belastungen des zweiten Reichskabinetts unter Hermann Müller von 1928 bis 1930. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit strukturelle Krisen, außenpolitischer Druck durch die Weltwirtschaftskrise und die Unnachgiebigkeit der Koalitionsparteien zum Scheitern dieser letzten parlamentarischen Regierung der Weimarer Republik führten.

  • Analyse der Reichstagswahl 1928 und der schwierigen Koalitionsbildung.
  • Untersuchung zentraler Konfliktfelder wie der Panzerkreuzer-Affäre und des Ruhreisenstreits.
  • Bewertung des Young-Plans und der darauf folgenden Agitation durch rechtsnationale Kräfte.
  • Darstellung der Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf die Finanzierbarkeit der Arbeitslosenversicherung.
  • Diskussion der Gründe für das endgültige Scheitern der Großen Koalition im März 1930.

Auszug aus dem Buch

3.4 Weltwirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit

„Der Zusammenbruch spekulativer Börsengewinne in den USA stellte den auslösenden Faktor einer weltweiten Rezession mit ungeahnten Folgen dar.“ Deutschland litt unter der amerikanischen Finanzkrise am heftigsten in Europa, nachdem viele Kredite, die „seit 1924/25 in reichlichem Maße hereinströmte[n]“, weil „Weltkrieg, Inflation und Reparationen (…) die Kapitalbasis zerstört“ hatten, wieder zurückgefordert wurden. Die Abhängigkeit von den ausländischen Krediten offenbarte sich nun sehr deutlich, vor allem da „ein großer Teil dieser Gelder kurzfristig vergeben, [in Deutschland] aber langfristig angelegt wurde.“

Diese kurzfristigen und extremen finanziellen Belastungen hatten eine Kapitalknappheit, Absatzeinbußen und Preisverfall zur Folge, dem man mit einer Drosselung der Produktion begegnete. Dies führte unmittelbare zu einer Vielzahl von Arbeitsplatzverlusten. Unter diesen Vorraussetzungen rückte die 1927 eingeführte „Arbeitslosenversicherung in den Vordergrund des sozialpolitischen Konfliktfeldes.“ Der Träger der Arbeitslosenversicherung, die „Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung“, hatte Eigenmittel für durchschnittlich 800 000 Arbeitslose, sowie in Notfällen Gelder für die Unterstützung weiterer 600 000 Erwerbsloser. Die wirtschaftliche Situation ließ die Arbeitslosenzahl im Februar 1929 auf über 3 Millionen ansteigen. Die Versicherung geriet dadurch in „Finanzierungsschwierigkeiten, die nur mit Zuschüssen des Reichs behoben werden konnten.“ Dies konnte aber in Folge der Weltwirtschaftslage, die vor allem in Deutschland stark einschlug, keine langfristige Lösung darstellen. Die Erhöhung des Beitragssatzes für die Arbeitslosenversicherung um 0,5 % auf 3,5 % zum 1. Januar 1930 stellte einen ersten Schritt in Richtung der Sanierung der Finanzlage dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einleitung in die Bedeutung des Kabinetts Müller für den Weimarer Parlamentarismus sowie Diskussion erster wissenschaftlicher Forschungspositionen zur Regierungszeit.

2. Die Reichstagswahl vom 20. Mai 1928: Analyse des Wahlausgangs, der die Labilität der demokratischen Parteien offenbarte, und der komplizierten Regierungsbildung unter Hindenburg.

3. Koalitionskrisen und innenpolitische Konfliktherde: Detaillierte Darstellung der Belastungsproben für die Regierung, darunter die Panzerkreuzer-Affäre, der Ruhreisenstreit, der Young-Plan und die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise.

4. Die Gründe für das Scheitern der Großen Koalition: Abschließende Zusammenfassung, in der die Unvereinbarkeit der politischen Interessen und die Zuspitzung durch wirtschaftliche Nöte als Hauptfaktoren für den Zusammenbruch evaluiert werden.

Schlüsselwörter

Weimarer Republik, Hermann Müller, Große Koalition, Reichstagswahl 1928, Young-Plan, Weltwirtschaftskrise, Arbeitslosenversicherung, Ruhreisenstreit, Panzerkreuzer, SPD, DVP, Parlamentarismus, Hindenburg, politische Krise, Reparationen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Geschichte der Großen Koalition unter Hermann Müller in den Jahren 1928 bis 1930 und beleuchtet die Ursachen für deren politisches Scheitern.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Koalitionsverhandlungen, die Bewältigung innenpolitischer Krisen wie der Panzerkreuzer-Affäre, die Auseinandersetzung um den Young-Plan sowie die ökonomischen Herausforderungen durch die Weltwirtschaftskrise.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Schwierigkeiten der letzten parlamentarischen Regierung der Weimarer Republik aufzuzeigen und zu analysieren, warum diese schließlich im März 1930 zerbrach.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, basierend auf der Auswertung relevanter Fachliteratur und zeitgenössischer Quellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Wahlergebnisse von 1928, die Detaillierung spezifischer Koalitionskrisen und die Untersuchung der wirtschaftlichen Faktoren, die die Regierung unter Druck setzten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Weimarer Parlamentarismus, soziale Sicherung, Reparationspolitik und die Agitation rechter Oppositionsparteien charakterisiert.

Welche Rolle spielte die DVP bei der Auflösung der Koalition?

Die DVP agierte zunehmend im Interesse der Industrie und lehnte notwendige finanzpolitische Kompromisse ab, was laut Arbeit gezielt auf einen Bruch mit der SPD hinarbeitete.

Inwiefern beeinflusste die rechte Opposition den Regierungsalltag?

Gruppierungen wie die DNVP und NSDAP nutzten vor allem die Propaganda gegen den Young-Plan, um das Vertrauen in die parlamentarische Demokratie zu untergraben und die Regierung zu schwächen.

War das Scheitern der Regierung aus historischer Sicht vermeidbar?

Die Arbeit zitiert Historiker, die den Rücktritt der Regierung als das Ende der letzten Chance zur Stabilisierung des Weimarer Parlamentarismus interpretieren.

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Details

Title
Die Große Koalition unter Hermann Müller (1928 – 1930)
College
University of Augsburg
Grade
1,0
Author
Josef A. Schmid (Author)
Publication Year
2007
Pages
16
Catalog Number
V82018
ISBN (eBook)
9783638885607
ISBN (Book)
9783638888677
Language
German
Tags
Große Koalition Hermann Müller
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Josef A. Schmid (Author), 2007, Die Große Koalition unter Hermann Müller (1928 – 1930), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82018
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