Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Economía de las empresas - Contabilidad e impuestos

Bisherige (Nicht-)Besteuerung privater Veräußerungsgewinne, geplante Änderungen und Auswirkungen der Abgeltungssteuer

Título: Bisherige (Nicht-)Besteuerung privater Veräußerungsgewinne, geplante Änderungen und Auswirkungen der Abgeltungssteuer

Trabajo Escrito , 2007 , 19 Páginas

Autor:in: Tobias Sick (Autor)

Economía de las empresas - Contabilidad e impuestos
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Einführung der Abgeltungssteuer in Deutschland im Rahmen der Unternehmensteuerreform 2008. Nach Beschlüssen der Bundesregierung sollen private Veräußerungsgewinne aus Wertpapieren, Investmentanteilen und Anteilsverkäufen an Kapitalgesellschaften ab dem Veranlagungszeitraum 2009 unabhängig von der Haltedauer mit einem Pauschalsteuersatz besteuert werden. Dieser soll eine Höhe von 25 Prozent (plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer) haben und für alle Veräußerungsgewinne ab dem 01. Januar 2009 angeschaffter Wertpapiere gelten. Dieses Reformvorhaben zieht einen grundlegenden Wandel innerhalb des Einkommensteuerrechts nach sich, der die Abkehr von der „synthetischen Einkommensteuer“ zur Folge hat.

Nach einer ausführlichen Darstellung der geplanten Änderungen wird auf die vorhandenen rechtlichen Bedenken - u.a. die Ungleichbehandlung von Betriebs- und Privatvermögen und Ungleichbehandlungen innerhalb des Privatvermögens - eingegangen. Danach erfolgt eine Analyse der ökonomischen Auswirkungen und Folgen auf den Kapitalmarkt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Derzeitige Rechtslage

2.1 Private Veräußerungsgeschäfte - § 23 EStG

2.2 Veräußerung wesentlicher Beteiligungen - § 17 EStG

3. Geplante Änderungen und deren Folgen

3.1 Geplante Änderungen

3.2 Rechtliche Bedenken

3.2.1 Ungleichbehandlung von Betriebs- und Privatvermögen

3.2.2 Ungleichbehandlungen im Privatvermögen

3.3 Ökonomische Auswirkungen und Folgen für den Kapitalmarkt

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die geplante Einführung einer Abgeltungssteuer auf private Veräußerungsgewinne sowie deren Auswirkungen auf die langfristige private Altersvorsorge und den Kapitalmarkt. Dabei wird untersucht, inwiefern die geplanten steuerlichen Neuregelungen zu rechtlichen Ungleichbehandlungen zwischen Privat- und Betriebsvermögen führen und welche volkswirtschaftlichen Konsequenzen daraus resultieren können.

  • Analyse der derzeitigen Rechtslage privater Veräußerungsgeschäfte
  • Kritische Würdigung der geplanten Einführung der Abgeltungssteuer
  • Untersuchung rechtlicher Bedenken bezüglich der Ungleichbehandlung von Vermögensarten
  • Bewertung ökonomischer Auswirkungen auf Kapitalmarkt und Investitionsverhalten
  • Diskussion potenzieller Auswirkungen auf die private Altersvorsorge

Auszug aus dem Buch

3.3 ÖKONOMISCHE AUSWIRKUNGEN UND FOLGEN FÜR DEN KAPITALMARKT

Eine generelle Besteuerung von Veräußerungen macht Kapitalumschichtungen teurer. Daher kann es als Folge zu so genannten „Lock-In-Effekten“ kommen. Die Auswirkung kann sein, dass wirtschaftlich notwendige Transaktionen durch eine Veräußerungsgewinnbesteuerung behindert oder sogar verhindert werden. Diese verringerte Kapitalmobilität steht jedoch dem wünschenswerten volkswirtschaftlichen Optimum entgegen, in dem der Faktor Kapital den Einsatz in seiner effizientesten Verwendung findet. Betriebs- und volkswirtschaftlich erstrebenswerte Effizienzsteigerungen werden folglich gehemmt.

Eine von StB Prof. Dr. Christoph Watrin und Dipl.-Kfm Hanno Benhof zitierte empirische Untersuchung hat gezeigt, dass bei den großen deutschen Banken und Versicherern vor Einführung des § 8b KStG die Körperschaftsteuer auf Veräußerungsgewinne eine Barriere für eine effiziente Kapitalallokation dargestellt hat. Nach der Körperschaftsteuer-Reform 2001 war es den untersuchten Banken und Versicherungen möglich, sich von uneffizienten Kreuzbeteiligungen steuerneutral zu trennen. Diese Effizienzsteigerung spiegelte sich anschließend auch in den Aktienkursen wieder. Ob eine generelle Besteuerung privater Veräußerungsgewinne nach dem 01. Januar 2009 angeschaffter Wertpapiere zu gesamtwirtschaftlich bedeutsamen Lock-In-Effekten führt, bleibt aber abzuwarten.

Nach den Vorstellungen der Bundesregierung soll die Abgeltungssteuer steuerliche Anreize für eine Verlagerung inländischen Kapitals in das Ausland mindern. Die laufende Ertragsteuerbelastung auf Kapitalgesellschafts- und Anteilseignerebene soll demnach insbesondere unter Berücksichtigung des geplanten Teileinkünfteverfahrens (bei Erträgen im Betriebsvermögen) deutlich um etwa 12 Prozentpunkte sinken (vgl. Tabelle 1). Ob jedoch die Gesamtsteuerbelastung unter Berücksichtigung der geplanten Verschärfungen bei der körperschaftsteuerlichen Bemessungsgrundlage (Einschränkungen bei der Abzugsfähigkeit von Zinsen, Wegfall des Gewerbesteuer-Betriebsausgabenabzuges und Abschaffung der degressiven AfA) sinkt, hängt vom Einzelfall ab.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit privater Altersvorsorge und kritisiert die geplante Abgeltungssteuer auf Veräußerungsgewinne als Gefahr für langfristige Aktien- und Fondsinvestments.

2. Derzeitige Rechtslage: Dieses Kapitel erläutert die steuerliche Behandlung von privaten Veräußerungsgeschäften nach § 23 EStG und wesentlichen Beteiligungen nach § 17 EStG unter geltendem Recht.

3. Geplante Änderungen und deren Folgen: Hier werden die Reformpläne zur Abgeltungssteuer detailliert beschrieben sowie rechtliche Bedenken und ökonomische Konsequenzen für den Kapitalmarkt analysiert.

4. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die Kritik an der geplanten Steuer zusammen und schlägt alternative Modelle zur steuerlichen Entlastung langfristiger Vermögensbildung vor.

Schlüsselwörter

Abgeltungssteuer, Veräußerungsgewinne, Einkommensteuergesetz, Spekulationsfrist, Altersvorsorge, Kapitalmarkt, Lock-In-Effekt, Halbeinkünfteverfahren, Teileinkünfteverfahren, Investmentfonds, Kapitalanlage, Betriebsvermögen, Privatvermögen, Steuerreform, Inflationsgewinne.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit setzt sich kritisch mit der geplanten Einführung der Abgeltungssteuer auf private Veräußerungsgewinne in Deutschland auseinander.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen das geltende Steuerrecht, die Auswirkungen der geplanten Reform auf die private Altersvorsorge sowie die ökonomischen Folgen für den Kapitalmarkt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die rechtlichen und ökonomischen Auswirkungen der geplanten Besteuerung zu bewerten und darzulegen, warum diese für langfristige Anleger problematisch sein könnte.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Analyse des geltenden Steuerrechts (EStG), vergleicht aktuelle Reformpläne mit bestehenden Regelungen und zieht empirische Studien sowie steuerliche Gutachten heran.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen der derzeitigen Besteuerung (u.a. Spekulationsfrist) erläutert, gefolgt von einer Analyse der Reformpläne, deren rechtlichen Schwachstellen sowie ökonomischen Auswirkungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Abgeltungssteuer, Kapitalmarkt, Altersvorsorge, Veräußerungsgewinne und die damit verbundene steuerliche Ungleichbehandlung.

Warum wird die Ungleichbehandlung von Privat- und Betriebsvermögen kritisiert?

Der Autor weist darauf hin, dass betriebliche Veräußerungsgewinne vielfältig begünstigt sind, während die Besteuerung auf privater Ebene zu einer unverhältnismäßigen Belastung führen kann.

Welchen Einfluss könnte die Abgeltungssteuer auf deutsche Unternehmen haben?

Es besteht die Sorge, dass eine verstärkte Besteuerung zu Kursrückgängen führt, wodurch deutsche Unternehmen für internationale Investoren zum Übernahmeziel werden könnten.

Wie schlägt der Autor vor, das Problem der Inflationsgewinne zu lösen?

Der Autor schlägt vor, langfristige Veräußerungsgewinne weiterhin steuerfrei zu stellen, um die Besteuerung von bloßen Inflationsgewinnen zu vermeiden.

Final del extracto de 19 páginas  - subir

Detalles

Título
Bisherige (Nicht-)Besteuerung privater Veräußerungsgewinne, geplante Änderungen und Auswirkungen der Abgeltungssteuer
Universidad
Baden-Wuerttemberg Cooperative State University (DHBW)
Autor
Tobias Sick (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
19
No. de catálogo
V82095
ISBN (Ebook)
9783638892841
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bisherige Veräußerungsgewinne Auswirkungen Abgeltungssteuer
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tobias Sick (Autor), 2007, Bisherige (Nicht-)Besteuerung privater Veräußerungsgewinne, geplante Änderungen und Auswirkungen der Abgeltungssteuer, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82095
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  19  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint