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Shiv Sena und CPIM - Wirklich so verschieden?

Titel: Shiv Sena und CPIM - Wirklich so verschieden?

Seminararbeit , 2005 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Patricia Piberger (Autor:in)

Ethnologie / Volkskunde
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit thematisiert allgemein die politische Macht zweier indischer Regionalparteien. Dabei werden jeweilige Mechanismen und Organisatonsprinzipien der spezifischen Machtausübung herausgearbeitet und verglichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Fragestellung

2. Die Shiv Sena Indiens

2.1 Ein Einstieg

2.2 „Ideologie“ der direkten Aktion

2.3 Gewalt als Mittel der Politik

2.4 Die Organisation der Partei

2.4.1 Der charismatische Anführer Bal Thackeray

2.4.2 Die Ortsgruppen (Shakhas)

2.5 Eine Zusammenfassung

3. Die CPIM Indiens

3.1 Ein Einstieg

3.2 Ideologie und Programmatik

3.3 Die Politik der CPIM

3.3.1 Die Landreform

3.3.2 Die Reform des Panchayati Raj (ländliches Kommunalsystem)

3.4 Mittel der Umsetzung

3.5. Eine Zusammenfassung

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Machtquellen und Mobilisierungsmechanismen zweier politisch gegensätzlicher indischer Regionalparteien, der hindunationalistischen Shiv Sena und der kommunistischen CPIM, um strukturelle Ähnlichkeiten trotz ihrer ideologischen Gegensätze zu identifizieren.

  • Analyse der Machtstrukturen von Shiv Sena und CPIM
  • Vergleich von Mobilisierungsmethoden und Anhängergewinnung
  • Untersuchung der Bedeutung lokaler Parteiorganisationen
  • Rolle von Führungspersönlichkeiten und Ideologie
  • Einfluss von sozio-ökonomischen Reformen auf die Wählerbasis

Auszug aus dem Buch

2.4.2 Die Ortsgruppen (Shakhas)

Die Shakhas der Shiv Sena stellen eine relativ autonome Macht der Partei auf lokaler Ebene dar, so finanzieren sie sich selber, können sich frei ihre Allianzpartner wählen und regionalspezifische Aktionen annähernd eigenständig durchführen. Ihre Anhänger werden Sainiks genannt und sind oft auch für die militanten Aktionen der Partei zuständig, die letztendlich dazu dienen sollen, die Mitglieder an der Macht zu Beteiligen (vgl. Kapitel 2.3). Sie selbst behaupten von sich, dass ihnen soziale Aktivitäten wichtiger sind, als aktive Politik. Angeführt werden sie von den jeweiligen Shakha Pramukhs, die Vorsteher der einzelnen Shakhas, deren “duty is to give advice and to make decisions.“ (Eckert 2003: 13).

Diese Ortsgruppen sind netzwerkartig über den ganzen Bundesstaat verteilt, an ihrem orangenen Anstrich zu erkennen und dienen als Anlaufpunkt für die Bevölkerung (ebd.: 16). In erster Linie schließen sich zwar Männer und Jugendliche der Bewegung an, doch ist interessanterweise festzustellen, dass es auch eigene Frauen-Shakhas (Mahila Aghadi) gibt, die eine neue Frauenrolle vermitteln sollen. Diese Rolle unterstreicht die Aktivität, Schlagkräftigkeit und Bedeutung der Frau, wobei die Stärkung des Ansehens auf den Führer Bal Thackeray zurückgeführt wird (Eckert 1999a: 30).

Allgemein setzen die Shakhas auf lokaler Ebene dort an, wo der Staat versagt und übernehmen die Problemlösung im sich verändernden urbanen Alltag, wie in Kapitel 2.2 bereits angedeutet. D.h. es werden Beratungen durchgeführt, Schutz gewährleistet, ambulante Dienste angeboten, infrastrukturelle Verbesserungen vorgenommen und bei der Arbeitsplatzsuche geholfen (Eckert 2003: 17) Dadurch wird nicht nur eine eigene Art von „Nachbarschaft“, sondern auch von „Lokalität“ erzeugt (ebd.: 8). In dieser ist festzustellen, dass die Legislative, Judikative und Exekutive zugleich von den Shakhas und den Sainiks ersetzt und übernommen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Fragestellung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob die Shiv Sena und die CPIM trotz gegensätzlicher Ideologien strukturelle Ähnlichkeiten in ihren Mobilisierungsmethoden aufweisen.

2. Die Shiv Sena Indiens: Dieses Kapitel untersucht die Regionalpartei Shiv Sena, ihre militant-direkte Aktionsweise, die Rolle von Gewalt und ihre hierarchische Organisationsstruktur.

2.1 Ein Einstieg: Dieser Abschnitt bietet einen einführenden Überblick zur Gründung und zum Erscheinungsbild der Shiv Sena.

2.2 „Ideologie“ der direkten Aktion: Es wird analysiert, wie die Partei durch ein variables Freund-Feind-Schema und eine pragmatische „Tat“-Orientierung Identitätspolitik betreibt.

2.3 Gewalt als Mittel der Politik: Der Abschnitt erläutert die zentrale Funktion von Gewalt als Mittel zur Mobilisierung, Profilierung und zur Legitimierung der Parteimacht.

2.4 Die Organisation der Partei: Hier wird die duale Struktur aus führerzentrierter Hierarchie und der relativen Autonomie der lokalen Organisationen beleuchtet.

2.4.1 Der charismatische Anführer Bal Thackeray: Der Unterpunkt behandelt die Rolle des Gründers und seine Bedeutung für die Loyalität und das Empowerment der Anhängerschaft.

2.4.2 Die Ortsgruppen (Shakhas): Diese Analyse zeigt, wie die Shakhas als lokale Anlaufstellen und Machtinstrumente der Partei fungieren.

2.5 Eine Zusammenfassung: Dieser Teil fasst die Quellen des Erfolgs der Shiv Sena zusammen, insbesondere das Zusammenspiel zwischen Bewegung, Partei und lokaler Organisation.

3. Die CPIM Indiens: Dieses Kapitel widmet sich der CPIM, ihrer ideologischen Grundlage sowie ihrer pragmatischen Umsetzung in der Regierungsverantwortung in Westbengalen.

3.1 Ein Einstieg: Einführung in die Entstehung und den parlamentarischen Prozess der größten kommunistischen Partei Indiens.

3.2 Ideologie und Programmatik: Darstellung der marxistischen Grundlagen der Partei im Kontrast zu ihrer pragmatischen Ausrichtung als Regierungspartei.

3.3 Die Politik der CPIM: Untersuchung der zentralen politischen Säulen Landreform und Armutsbekämpfung als Machtquellen.

3.3.1 Die Landreform: Analyse der strukturellen Veränderungen in der Agrarpolitik und deren Bedeutung für die Mobilisierung der Landbevölkerung.

3.3.2 Die Reform des Panchayati Raj (ländliches Kommunalsystem): Untersuchung der Dezentralisierung und wie die Kontrolle des ländlichen Kommunalsystems den Parteieinfluss sichert.

3.4 Mittel der Umsetzung: Dieser Abschnitt thematisiert die straffe Organisation und Gewerkschaftskontrolle der Partei als Mittel zur Massenmobilisierung.

3.5. Eine Zusammenfassung: Zusammenfassung der Erfolgsfaktoren der CPIM, insbesondere durch Agrar- und Reformpolitik.

4. Fazit: Das Fazit vergleicht die Mechanismen beider Parteien und zieht den Schluss, dass trotz ideologischer Gegensätze grundlegende, ähnliche Machtmechanismen der Mobilisierung existieren.

Schlüsselwörter

Shiv Sena, CPIM, Indien, Machtmechanismen, Mobilisierung, Ideologie, Pragmatismus, Shakhas, Panchayati Raj, Landreform, Bal Thackeray, Identitätspolitik, Politische Partizipation, Antidemokratische Parteien, Regionale Politik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Machtquellen und Mobilisierungsstrukturen zweier indischer Regionalparteien, der Shiv Sena und der CPIM, um trotz ihrer unterschiedlichen Ausrichtung strukturelle Gemeinsamkeiten aufzuzeigen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Ideologie und politischer Praxis, die Bedeutung charismatischer Führung, die Rolle von Gewalt sowie die Auswirkungen lokaler Verwaltungsreformen auf die Parteibasis.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, zu untersuchen, ob es trotz politisch widersprüchlicher Ausrichtungen strukturelle Ähnlichkeiten in der Methodik und Mobilisierung gibt, mit denen diese Parteien die Bevölkerung in Indien binden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine politikwissenschaftliche und ethnologische Analyse, die durch die Auswertung vorhandener Literatur, Dokumente der Parteien und bestehender Forschungsarbeiten zu den jeweiligen Parteien erfolgt.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden detailliert die Organisationsstrukturen, Ideologien und konkrete politische Maßnahmen (wie Landreformen bei der CPIM oder direkte Aktion bei der Shiv Sena) beider Parteien in ihren jeweiligen Regionalbeispielen dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Shiv Sena, CPIM, Machtmechanismen, Mobilisierung, Ideologie, Pragmatismus, Shakhas und Panchayati Raj charakterisiert.

Inwiefern spielt der Aspekt der Gewalt bei der Shiv Sena eine Rolle?

Gewalt wird bei der Shiv Sena nicht nur als Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele verstanden, sondern dient zudem als Mittel der parteiinternen Profilierung, der Legitimierung und zur fortwährenden Mobilisierung durch das Schüren von Konflikten.

Wie unterscheidet sich die Strategie der CPIM hinsichtlich der Einbindung von Minderheiten?

Im Gegensatz zur Shiv Sena, die oft durch Ausgrenzung und Feindbilder arbeitet, versucht die CPIM zunehmend, Minderheiten wie Scheduled Tribes und Scheduled Castes in ihre Organisation zu integrieren und durch spezifische Reformen sowie das Versprechen von Partizipation an sich zu binden.

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Details

Titel
Shiv Sena und CPIM - Wirklich so verschieden?
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Institut für Ethnologie)
Veranstaltung
Herrschaft und Performanz der Macht- Wahlen und Wahlkampf in Indien
Note
1,3
Autor
Patricia Piberger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
19
Katalognummer
V82119
ISBN (eBook)
9783638891035
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Shiv Sena CPIM Wirklich Herrschaft Performanz Macht- Wahlen Wahlkampf Indien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Patricia Piberger (Autor:in), 2005, Shiv Sena und CPIM - Wirklich so verschieden?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82119
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Leseprobe aus  19  Seiten
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