Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › German Studies - Older German Literature, Medieval Studies

Gottesdienst und Frauendienst in den Liedern Rubins, Ulrichs von Liechtenstein und Hartmanns von Aue

Title: Gottesdienst und Frauendienst in den Liedern Rubins, Ulrichs von Liechtenstein und Hartmanns von Aue

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Corinna Roth (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Im Zentrum der Kreuzlieder zwischen dem späten 12. Jahrhundert und der Mitte des 13. Jahrhunderts steht überwiegend der Konflikt des Minnesängers zwischen Gottesdienst und Frauendienst. Abhängig vom Weltbild und den moralischen Wertvorstellungen des jeweiligen Minnesängers liegt der inhaltliche Schwerpunkt meist entweder auf der Gottesminne oder der Frauenminne.
Die Arbeit untersucht anhand von Definitionen die Kreuzlieder Rubins ("Got hât uns aber sîn gemant"; "Ich wil urloup von friunden nemen"), Hartmanns von Aue ("Ich var mit iuwern hulden, herren unde mâge") und Ulrichs von Liechtenstein ("Frauendienst") u. a. auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede und klärt die Frage, welches der beiden existenziellen Treueverhältnisse für den jeweiligen Minnesänger im Vordergrund steht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Fragestellung und Vorgehen

2. Kreuzlied und Hohe Minne: Eine Definition

3. Gottesdienst und Frauendienst in den Kreuzliedern Rubins

4. Gottesdienst und Frauendienst in Ulrichs von Liechtenstein Frauendienst

5. Zusammenfassung

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Konflikt und die Wechselwirkung zwischen dem Dienst für Gott und dem Dienst für die geliebte Frau im mittelalterlichen Minnesang, insbesondere in den Werken von Rubin, Ulrich von Liechtenstein und Hartmann von Aue, wobei der Fokus auf der unterschiedlichen Priorisierung dieser Verpflichtungen im Kontext von Kreuzliedern liegt.

  • Vergleich von Motiven der Gottesminne und Frauenminne
  • Analyse der Kreuzliedtypik bei Rubin und Hartmann von Aue
  • Untersuchung der Umdeutung des Kreuzzugs als Frauendienst bei Ulrich von Liechtenstein
  • Verhältnis von ritterlichem Pflichtbewusstsein und religiöser Verantwortung
  • Unterschiede zwischen klassischem Minnesang und der Dichtung des 13. Jahrhunderts

Auszug aus dem Buch

4. Gottesdienst und Frauendienst in Ulrichs von Liechtenstein Frauendienst

Wie schon in Rubins Analyse überschneiden sich auch im Folgenden die Untersuchung der für die Hohe Minne typischen Merkmale und die Klärung der Frage, inwieweit Ulrich von Liechtenstein den Gottesdienst auf dem Kreuzzug als Funktion des Frauendienstes auslegt, hinsichtlich der Beispiele. Aus diesem Grund werde ich gegebenenfalls anhand ein und derselben Strophe wieder auf beide Aspekte eingehen.

Anders als in den Kreuzliedern steht in den Liedern der Hohen Minne zum einen die Werbung um eine Frau im Vordergrund. Zum anderen unterwirft sich der Werbende, auch wenn er meist in derselben gesellschaftlichen Position wie die Herrin ist, immer dieser Frau. In diesem Zusammenhang spricht Müller davon, dass die „Minne [...] Züge religiöser Devotion [annimmt] (in Seligpreisungen der Geliebten und Selbsterniedrigungen des Liebhabers, im Martyrium für die Dame)“. Dieser Umstand erlaubt es der Dame, sich unnahbar und abweisend gegenüber dem Ritter zu geben („daz ir ir hôhen minnen solt mit dienst noch niht habt geholt“) und Forderungen an ihn zu stellen („ir müezet durch sî noch varn ein vart“).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Fragestellung und Vorgehen: Einleitung in die Thematik des Konflikts zwischen Gottesdienst und Frauendienst im Mittelalter sowie Vorstellung der zu untersuchenden Autoren und Zielsetzung der Analyse.

2. Kreuzlied und Hohe Minne: Eine Definition: Erarbeitung der literaturwissenschaftlichen Definitionen für das Genre des Kreuzliedes und den Begriff der Hohen Minne als Grundlage für die nachfolgenden Textanalysen.

3. Gottesdienst und Frauendienst in den Kreuzliedern Rubins: Untersuchung der Motive und der moralisch-religiösen Argumentationsweise in den Kreuzliedern von Rubin.

4. Gottesdienst und Frauendienst in Ulrichs von Liechtenstein Frauendienst: Analyse des Frauendienstes von Ulrich von Liechtenstein im Vergleich zu den gängigen Traditionen des Kreuzliedes, insbesondere unter dem Aspekt der Funktion des Gottesdienstes.

5. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse zur unterschiedlichen Gewichtung von Gottes- und Frauenminne in den untersuchten Werken.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Kreuzlied, Hohe Minne, Gottesdienst, Frauendienst, Minnesang, Rubin, Ulrich von Liechtenstein, Hartmann von Aue, Kreuzzug, Minneherrin, Gottesminne, Mittelalter, ritterliche Tugend, Pflichtbewusstsein, Literaturgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die thematische Verschränkung von religiösem Dienst und höfischer Minne in mittelalterlichen Kreuzliedern verschiedener Dichter.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Konflikt zwischen Gottesminne und Frauenminne, der moralischen Deutung des Kreuzzugs sowie der Darstellung ritterlicher Treue.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Unterschiede in der Motivik bei Rubin, Hartmann von Aue und Ulrich von Liechtenstein aufzuzeigen und insbesondere die Rolle des Kreuzzugs in ihren Liedern zu vergleichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die philologische Textarbeit mit der Auswertung von Fachliteratur verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition der Begriffe sowie die detaillierte Analyse der einzelnen Liedstrophen unter Berücksichtigung kreuzliedtypischer Merkmale.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kreuzlied, Hohe Minne, Gottesdienst, Frauendienst, Minnesang, ritterliche Tugend und Gottesminne sind zentral für das Verständnis der Untersuchung.

Wie unterscheidet sich Ulrich von Liechtenstein von Rubin?

Während bei Rubin der Gottesdienst eine eindeutige Priorität hat, ordnet Ulrich von Liechtenstein den Gottesdienst als Funktion dem Frauendienst unter.

Was besagt die „biblische Worte-Werke-Formel“ bei Hartmann von Aue?

Hartmann nutzt diese Formel, um den reinen Minnesang kritisch zu hinterfragen und die Bedeutung der Tat als Nachweis für eine wahre Gesinnung vor Gott hervorzuheben.

Excerpt out of 25 pages  - scroll top

Details

Title
Gottesdienst und Frauendienst in den Liedern Rubins, Ulrichs von Liechtenstein und Hartmanns von Aue
College
Technical University of Chemnitz
Course
Hauptseminar: Kreuzzugsliteratur des Mittelalters
Grade
1,7
Author
Corinna Roth (Author)
Publication Year
2007
Pages
25
Catalog Number
V82256
ISBN (eBook)
9783638869676
ISBN (Book)
9783638887748
Language
German
Tags
Gottesdienst Frauendienst Liedern Rubins Ulrichs Liechtenstein Hartmanns Hauptseminar Kreuzzugsliteratur Mittelalters
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Corinna Roth (Author), 2007, Gottesdienst und Frauendienst in den Liedern Rubins, Ulrichs von Liechtenstein und Hartmanns von Aue, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82256
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  25  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint