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Die Heidenmission am Beispiel der Apg 10,1-48 und das Verhältnis der christlichen Gemeinde und der Synagoge am Beispiel von Apg 13,42-52

Title: Die Heidenmission am Beispiel der Apg 10,1-48 und das Verhältnis der christlichen Gemeinde und der Synagoge am Beispiel von Apg 13,42-52

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 40 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Saskia Reinkens (Author)

Theology - Biblical Theology
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Summary Excerpt Details

Im Verlauf dieser Hausarbeit möchte ich zentral über die in der Apostelgeschichte erkennbare Gemeindebildung informieren. Zunächst gebe ich Auskunft über die beginnende Heidenmission am Beispiel der Apg 10,1-48. Anschließend möchte ich wesentlich die Frage nach dem historischen Verhältnis zwischen Israel, Judentum und Kirche in den Vordergrund stellen. In diesem Zusammenhang scheinen vor allem der lukanische Bericht der Pauluspredigt und die sich anschließenden Ereignisse im pisidischen Antiochien (Apg 13,42-52) geeignet zu sein.
Es bleibt natürlich fraglich, ob alleinig auf dem Hintergrund dieser kurzen Textstelle objektiv Aufschluss über dieses zentrale Thema der lukanischen Theologie gegeben werden kann. Genauso wenig lässt es sich sicher sagen, ob sich die anhand dieser Stelle gewonnenen Erkenntnisse auf das gesamte lukanische Werk übertragen lassen.
Um diesen Bedenken entgegenzuwirken und auch um mich auf wesentliche Aspekte zu beschränken soll anhand der genannten Stelle abschließend versucht werden ein Missionsschema aufzuzeigen. Dabei stütze ich mich wesentlich auf die Untersuchung Anton Deutschmanns.
Der zu untersuchende Abschnitt gilt innerhalb der Forschung als eine der ausführlichsten Darstellungen der paulinischen Wirksamkeit in der Diasporasynagoge und der heidnischen Polis und kann durchaus als Grundlage zur Erarbeitung eines Schemas der paulinischen Mission herangezogen werden.

In einem ersten Schritt sollen nach der kurzen Zusammenfassung der aktuellen Forschungslage, wie etwa der Vorwürfe des Antijudaismus gegen Lukas und einiger anderer exegetischer Meinungen, theologische Implikationen in den unterschiedlichen Begrifflichkeiten untersucht werden. In einem nächsten Schritt wird der Abschnitt 10,1-48 und daran anschließend 13,42-52 einer Untersuchung unterzogen werden, anhand derer ich versuchen möchte, bestimmte Intentionen des Autors aufzuzeigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungslage

2.1 Frage nach dem Heil Israels

2.2 Der Vorwurf eines Lukanischen Antijudaismus

3. Judenchristen, Heiden, Gottesfürchtige und Proselyten

3.1 Begriffsklärungen

4. Die Apostelgeschichte

4.1 Der Verfasser der Apostelgeschichte

4.2 Die Adressaten der Apostelgeschichte

5. Die Apostelgeschichte 10,1-48

5.1 Der Hauptmann Kornelius

5.2 Die Bedeutung von Apg 10,1-48 im Hinblick auf die Heidenmission

5.3 Die Rolle des Petrus in der Apg 10,1-48

5.4 Anfänge der Heidenmission

5.5 Ergebnis der Untersuchung von Apg 10,1-48

6. Die Apostelgeschichte 13,42-52

6.1 Gliederung

6.2 Lukanische Komposition?

6.3 Die Paulusrede

7. Analyse von Apg 13,42-52

7.1 Bildung einer christlichen Gemeinde? (V42-43)

7.2 Eifer-Widerspruch-Lästerung (V44-45)

7.3 Verwerfung der Juden? (V46)

7.3.1 Die notwendige Zuwendung zur Synagoge

7.3.2 Der Weg des „ewigen Lebens“

7.3.3 Die Wende zum Heidentum

7.4 Die gesetzesfreie Heidenmission (V47)

7.4.1 Jes 49,6

7.4.2 Wer wird zum „Licht der Völker“?

7.5 Heidnische Reaktionen und Informationen zum weiteren Missionsverlauf (V48-49)

7.6 Reaktionen im Volk und seitens der Missionare (V50-51)

8. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das lukanische Verständnis der Gemeindebildung und das historische Verhältnis zwischen Israel, Judentum und der entstehenden Kirche. Zentral ist dabei die Frage, wie die Apostelgeschichte die Ausbreitung des Evangeliums von Jerusalem zu den Heiden legitimiert und ob dies zwingend mit einer Verwerfung des Judentums einhergeht.

  • Untersuchung der Heidenmission anhand von Apg 10,1-48 und Apg 13,42-52
  • Analyse der lukanischen Darstellung des Verhältnisses von Kirche und Synagoge
  • Diskussion der Vorwürfe eines lukanischen Antijudaismus in der Forschung
  • Exegese der Pauluspredigt im pisidischen Antiochien

Auszug aus dem Buch

Die Bedeutung der Apostelgeschichte 10,1-48 im Hinblick auf die Heidenmission

Betrachtet man die Apostelgeschichte in ihrer Gesamtheit, stellt man fest, dass es sich bei dem Abschnitt 10,1-48 um die längste Einzelerzählung innerhalb der Apostelgeschichte handelt. Der große Raum, den diese Erzählung einnimmt, kann als Hinweis darauf verstanden werden, dass dort etwas Wichtiges berichtet wird, dem entsprechend viel Platz eingeräumt werden muss. Pesch beispielsweise untergliedert die Apostelgeschichte 10,1-48 in acht Szenen.

Kornelius und der Engel (1-8) Kornelius erscheint während der Gebetszeit ein „Engel Gottes“ (vgl. Apg 10, 3). Dieser Engel verkündet Kornelius, dass die Gebete und Almosen des Kornelius zu Gott gelangt sind. Hier wird angedeutet, dass die Belohnung des Kornelius ansteht. Worin diese Belohnung jedoch besteht, bleibt unklar. Der Engel fordert Kornelius auf, nach Petrus zu schicken und diesen aus Joppe nach Cäsarea zu holen. „Damit ist die Schicksalsstunde der Heidenbekehrung durch den Gott Israels selber eingeleitet, nicht durch die Erscheinung des Messias“ (Mussner: 63). Das Geschehen verdeutlicht bereits hier die exklusive Initiative Gottes und lässt dem Folgenden einen besonderen heilsgeschichtlichen Rang zukommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsabsicht bezüglich der Gemeindebildung und des Verhältnisses von Judentum und Kirche.

2. Forschungslage: Überblick über die wissenschaftliche Diskussion, insbesondere zur Israelthematik und dem Vorwurf des Antijudaismus bei Lukas.

3. Judenchristen, Heiden, Gottesfürchtige und Proselyten: Definition der für die Apostelgeschichte relevanten Personenkreise und Gruppierungen.

4. Die Apostelgeschichte: Einordnung von Verfasser und Adressatengruppe sowie deren Bedeutung für das Verständnis der Schrift.

5. Die Apostelgeschichte 10,1-48: Untersuchung der Kornelius-Geschichte als zentrales Ereignis für den Beginn der Heidenmission.

6. Die Apostelgeschichte 13,42-52: Analyse der Gliederung, Komposition und der zentralen Paulusrede im pisidischen Antiochien.

7. Analyse von Apg 13,42-52: Detaillierte exegetische Untersuchung der Reaktionen von Juden und Heiden sowie der missionarischen Strategie des Paulus.

8. Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse und Beantwortung der Ausgangsfragen zur lukanischen Theologie.

Schlüsselwörter

Apostelgeschichte, Lukas, Heidenmission, Judentum, Kirche, Israel, Kornelius, Paulus, Synagoge, Gemeindebildung, Antijudaismus, Evangelium, Mission, Gottesfürchtige, Schriftlegende

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das lukanische Werk, um zu verstehen, wie das frühe Christentum seine Mission unter Heiden begründete und wie sich dabei das Verhältnis zur jüdischen Mutterreligion entwickelte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die Heidenmission, die Rolle Israels in der lukanischen Heilsgeschichte, das Verhältnis zwischen Synagoge und christlicher Gemeinde sowie die kritische Auseinandersetzung mit der Forschung zum lukanischen Antijudaismus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, zu klären, ob die Apostelgeschichte ein Bild von der Ablösung Israels durch die Kirche zeichnet oder ob die Heidenmission in eine bleibende Kontinuität mit Israel integriert bleibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theologische Hausarbeit, die auf exegetischer Textanalyse der Abschnitte Apg 10,1-48 und Apg 13,42-52 basiert und diese mit aktueller exegetischer Fachliteratur abgleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der Grundlagen der Forschung, Begriffsdefinitionen und eine detaillierte Analyse der spezifischen biblischen Textstellen, die die Mission von Paulus und Barnabas thematisieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Apostelgeschichte, Heidenmission, Israelthematik, Lukanischer Antijudaismus, Synagoge und Gemeindebildung.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Kornelius?

Kornelius wird als „gottesfürchtiger Heide“ verstanden, dessen Bekehrung als göttlich legitimierter Präzedenzfall dient, der den Heilsuniversalismus unterstreicht und Schranken zwischen Juden und Heiden überwindet.

Welche Bedeutung kommt der Paulusrede in Apg 13,42-52 zu?

Die Rede dient als Demonstration einer rechten Schriftauslegung, die die Heidenmission biblisch begründet und auf den Widerstand der jüdischen Hörer mit der Hinwendung zu den Völkern reagiert.

Kommt die Autorin zu dem Schluss, dass Lukas antijudaistisch geschrieben hat?

Nein, die Autorin widerlegt den Vorwurf eines generellen Antijudaismus, da Lukas auch Erfolge unter Juden berichtet und die Mission eher als einen von Gott gelenkten Prozess zur Einbeziehung der Heiden, nicht als Verwerfung Israels, darstellt.

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Details

Title
Die Heidenmission am Beispiel der Apg 10,1-48 und das Verhältnis der christlichen Gemeinde und der Synagoge am Beispiel von Apg 13,42-52
College
University of Cologne  (Seminar für katholische Theologie und Religionspädagogik)
Course
Apostelgeschichte
Grade
1,0
Author
Saskia Reinkens (Author)
Publication Year
2006
Pages
40
Catalog Number
V82288
ISBN (eBook)
9783638871914
Language
German
Tags
Heidenmission Beispiel Verhältnis Gemeinde Synagoge Beispiel Apostelgeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Saskia Reinkens (Author), 2006, Die Heidenmission am Beispiel der Apg 10,1-48 und das Verhältnis der christlichen Gemeinde und der Synagoge am Beispiel von Apg 13,42-52, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82288
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