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Die Entstehung von Verhaltensstörungen aufgrund des Aufmerksamkeits-Defizit-Syndroms

Title: Die Entstehung von Verhaltensstörungen aufgrund des Aufmerksamkeits-Defizit-Syndroms

Examination Thesis , 2005 , 25 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Daniela Kapp (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge wird bei 3-5 Prozent aller Kinder ADS – das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom – diagnostiziert. Die Verteilung wird mit 4:1 zu Ungunsten der Jungen angegeben. Es gibt zur Zeit kaum eine andere psychische Störung, die mehr in der öffentlichen Diskussion steht.

Die Eltern der Kinder kämpfen gegen extrem belastende, diffuse Alltags- und Erziehungsprobleme. Häufig entstehen daraus Verhaltensstörungen bei den Kindern. Sie haben Ängste, werden aggressiv oder auch depressiv.

Die Bezeichnung ADS – Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom – bedeutet keine Diagnose im medizinischen Sinne. Sie „umfasst bestenfalls eine Zustandsbeschreibung des Verhaltens, erfasst bestimmte Auffälligkeiten der Begabungsstruktur oder beschreibt Kindergarten- oder Schulschwierigkeiten des Kindes.“ Diese Beschreibung spiegelt sehr gut die Ratlosigkeit wider, die bei Wissenschaftlern entsteht, wenn es darum geht, ADS einzuordnen – Krankheit oder nicht?

ADS äußert sich durch eine verzögerte Entwicklung; u.a. sind Motorik und Sprache oft davon betroffen. Dennoch verfügen diese Kinder über eine normale Intelligenz (ADS gibt es in allen Begabungslagen von hochbegabt bis geistig behindert).
Folgt man allerdings den Ansichten Hartmanns, so ist es völlig unangebracht, von Störungen zu sprechen bei Menschen mit ADS. Sie sehen die Welt einfach mit anderen Augen, haben ein anderes Zeit- und Aufmerksamkeitsempfinden, ihre Fähigkeiten könnten sich jedoch voll entfalten, wenn man diese Menschen nur entsprechend ihren eigenen (Konzentrations-)Fähigkeiten leben ließe.

Unabhängig von der wissenschaftlichen Auffassung: Fakt ist ganz offensichtlich der vorhandene Leidensdruck, sei es im Alltag oder in der Schule. Es besteht eine nachgewiesene Comorbidität zu aggressiven Verhaltensstörungen, emotionalen Auffälligkeiten, Schulleistungsproblemen und Interaktionsschwierigkeiten in der Familie.
Haben die Kinder, bei denen ADS diagnostiziert wird, eine Störung, weil sie „stören“? Liegt eine ernsthafte Erkrankung vor? Diesen Fragen soll im Folgenden nachgegangen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom

2.1. Ursachen für das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom

2.2. Symptome

2.2.1. Auffälligkeiten erster Ordnung

2.2.2. Auffälligkeiten zweiter Ordnung

3. Verhaltensstörung - Der Begriff

4. Formen von Verhaltensstörungen

4.1. Motorische Symptome

4.2. Vegetative Symptome

4.3. Affektive Symptome

4.4. Die Arbeits- und Spielhaltung

4.5. Das Sozialverhalten

5. Ursachen von Verhaltensstörungen

5.1. Konflikte

5.2. Überforderung

5.3. Frustration

5.4. Leistungsdruck

5.5. Die Kleinfamilie

5.6. Die soziale Umwelt

5.7. Berufstätigkeit der Mutter

6. Auswege – Perspektiven - Möglichkeiten

6.1. In der Familie

6.2. In der Schule

6.3. Medikamentöse Behandlung

6.4. Therapeutische Möglichkeiten

6.5. Die nicht-direktive Spieltherapie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehung von sekundären Verhaltensstörungen bei Kindern mit Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS). Dabei wird der Frage nachgegangen, ob ADS als behandlungsbedürftige Störung oder lediglich als eine andere Art der Wahrnehmung zu verstehen ist und welche Rolle das soziale Umfeld bei der Entwicklung psychischer Auffälligkeiten spielt.

  • Phänomenologie und Symptomatik des Aufmerksamkeits-Defizit-Syndroms
  • Differenzierung zwischen ADS und Verhaltensstörungen
  • Einflussfaktoren durch Familie, Schule und soziale Umwelt
  • Multimodale Therapieansätze und pädagogische Handlungsmöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

2. Das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom

Die international anerkannte Bezeichnung des Störungsbildes lautet nach DSM VI (Diagnostisch-statistisches Manual der amerikanischen psychiatrischen Gesellschaft): Aufmerksamkeitsdefizit- /Hyperaktivitäts-störung.

Das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, nachfolgend ADS genannt, ist eine häufige Ursache für die Entstehung einer sekundären Verhaltensstörung. In der Fachliteratur gibt es viele weitere Termini, die für diese Diagnose verwendet werden.

ADS ist keine Krankheit und beruht nicht auf einer Hirnschädigung – es ist also keine „schicksalhafte“ Behinderung – sagen die einen. (Viele Lehrer, Psychologen und andere, die mit ADS-Kindern arbeiten, vermuten einen Zusammenhang zwischen Kreativität und ADS!) Andere wiederum sprechen ganz deutlich von einer „Erkrankung“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Verbreitung von ADS und stellt die zentrale Frage nach dem Leidensdruck sowie der Einordnung als Störung oder individuelle Ausprägung.

2. Das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom: Dieses Kapitel definiert das ADS-Störungsbild, diskutiert verschiedene wissenschaftliche Theorien zu seinen Ursachen und beschreibt die klinische Symptomatik.

3. Verhaltensstörung - Der Begriff: Hier wird der Begriff der Verhaltensstörung definiert und als Reaktion auf belastende Umwelteinflüsse in Abgrenzung zu einer reinen Diagnose betrachtet.

4. Formen von Verhaltensstörungen: Das Kapitel kategorisiert verschiedene Symptome wie motorische, vegetative und affektive Störungen sowie Besonderheiten im Arbeits- und Sozialverhalten.

5. Ursachen von Verhaltensstörungen: Es werden die vielfältigen Einflussfaktoren analysiert, darunter familiäre Konflikte, Leistungsdruck, soziale Umwelt und die Rolle der Eltern.

6. Auswege – Perspektiven - Möglichkeiten: Dieses Kapitel stellt Lösungsansätze vor, die von familiärer Unterstützung über schulische Anpassungen bis hin zu medikamentösen und therapeutischen Interventionen reichen.

Schlüsselwörter

ADS, Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, Verhaltensstörungen, ADHS, Hyperaktivität, Pädagogik, Lernstörungen, Erziehung, Psychologie, Spieltherapie, Ritalin, Familienkonflikte, Teilleistungsschwächen, Förderung, Kindheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung von Verhaltensstörungen bei Kindern, bei denen ein Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) diagnostiziert wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Symptome von ADS, die Definition von Verhaltensstörungen, die Auswirkungen von familiären und schulischen Belastungen sowie Therapiemöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Leidensdruck von ADS-Kindern zu verstehen und Wege aufzuzeigen, wie durch eine veränderte Perspektive und gezielte Förderung positive Entwicklungschancen geschaffen werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit aktueller Fachliteratur und psychologischen Studien zur Thematik ADS und Verhaltensstörungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Symptomatik, die Ursachenforschung von Verhaltensstörungen sowie die Erörterung pädagogischer und therapeutischer Perspektiven.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie ADS, Verhaltensstörungen, Lernstörungen, multimodale Therapie und Erziehungsstile charakterisiert.

Warum wird der Begriff „Störung“ kritisch hinterfragt?

Die Arbeit hinterfragt, ob ADS tatsächlich eine Störung im pathologischen Sinne ist oder ob es sich um eine abweichende Art der Informationsverarbeitung handelt, die in unserer Gesellschaft mit den Anforderungen (z.B. Schule) kollidiert.

Welche Rolle spielt Ritalin in dieser Untersuchung?

Ritalin wird als eine mögliche, aber kritisch zu betrachtende „Notfall-Hilfe“ diskutiert, wobei die Arbeit betont, dass es keine langfristige Lösung ohne begleitende therapeutische Ansätze sein sollte.

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Details

Title
Die Entstehung von Verhaltensstörungen aufgrund des Aufmerksamkeits-Defizit-Syndroms
College
University of Hagen
Grade
2,3
Author
Daniela Kapp (Author)
Publication Year
2005
Pages
25
Catalog Number
V82343
ISBN (eBook)
9783638897983
Language
German
Tags
Entstehung Verhaltensstörungen Aufmerksamkeits-Defizit-Syndroms
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Kapp (Author), 2005, Die Entstehung von Verhaltensstörungen aufgrund des Aufmerksamkeits-Defizit-Syndroms, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82343
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