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Gruppen und Lebensformen in der Stadt um 1200

Title: Gruppen und Lebensformen in der Stadt um 1200

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 28 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Christiane Hamen (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Im 12. und 13. Jahrhundert erfuhren die Städte eine Umwandlung und der Grundstein zur Unabhängigkeit der Stadt wurde gelegt. Die gesellschaftliche Entwicklung war durch eine gewisse Mobilität und Differenzierung geprägt. Um 1200 entstand in den Städten eine ständig größer werdende Ungleichheit zwischen den verschiedenen sozialen Bevölkerungsgruppen, die aber dennoch miteinander verbunden blieben.
Daher wollen wir uns in dieser Arbeit, indem näher auf die einzelnen Gruppen in den Städten und deren Lebensformen eingegangen wird, mit der städtischen Bevölkerung um 1200 beschäftigen. Im besonderen soll dargestellt werden, wie sich die städtische Führungsschicht im 13. Jahrhundert herausgebildet hat und wie sie in dieser Zeit organisiert wurde. Des weiteren soll auch näher auf die Organisation der Stadtverwaltung eingegangen werden; die Stadt als Kollektiv und die Gruppen die sich dahinter verbergen, sollen näher beleuchtet werden.
Der Verweis auf die gesellschaftliche Geschichte der Bischofsstädte Köln, Worms und Mainz soll helfen die Entwicklung anschaulicher darzustellen. Daher sollen in diesem Zusammenhang auch die Literatur und Quellen erwähnt werden, die dieser Arbeit als Grundlage dienten und die einen besonderen Einblick in die Geschichte dieser drei bedeutenden Städte erlauben, nämlich der Aufsatz von Gerold Bönnen , in welchem die Entwicklung der Stadtgemeinde und Stadtverfassung in Worms sehr gut dargestellt wurde, sowie die Arbeiten von Ludwig Falck und von Paul Strait .
Zu Beginn wird, im Hinblick auf eine Gesamtdarstellung, kurz die gesamte städtische Bevölkerung umrissen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Gesamtbild der städtischen Bevölkerung

2. Gruppen in der Stadt um 1200

2.1. Der Stadtbürger

2.2. Das Patriziat

2.2.1. Ministerialen

2.2.2. Finanzielle Grundlage des Patriziats

2.2.3. Muntmannen

2.3. Mitwohner, Pfahlbürger, Ausbürger und Gäste

2.4. Kanonikerstifte

3. Die städtische Selbstverwaltung

3.1. Der Stadtrat

3.1.1. Bürgermeister

3.2. Richerzeche in Köln

3.3. Meliores

3.4. Wehr- und Steuerhoheit

Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht den gesellschaftlichen Wandel sowie die Herausbildung städtischer Führungsstrukturen und Verwaltungsorgane in deutschen Bischofsstädten, insbesondere in Köln, Worms und Mainz, um das Jahr 1200.

  • Soziale Differenzierung und Schichtung innerhalb der städtischen Bevölkerung.
  • Herausbildung und Organisation der patrizischen Führungsschicht.
  • Entwicklung städtischer Selbstverwaltungsformen und des Stadtrats.
  • Die Rolle der Kirche und der Kleriker im städtischen Kontext.
  • Bedeutung von Wehr- und Steuerhoheit für die städtische Autonomie.

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Ministerialen

Ursprünglich waren die Ministerialen unfrei. Dienstrechtlich, wie vom Gerichtsstand her, waren sie an den Dienstherrn gebunden. Dies widersprach jedoch dem bürgerlichen Begriff von Freiheit und Gleichheit vor Gericht. Die Stellung der Ministerialen sollte also in dieser Zeit einen Umschwung erfahren. Zuerst wollen wir jedoch auf ihre Bedeutung in einzelnen mittelalterlichen Städten eingehen.

In Köln spielten die Ministerialen keine so bedeutende Rolle wie in Worms. Das lag daran, daß Köln ein Zentrum des Fernhandels war. Im 12. Jahrhundert waren die Ministerialen im städtischen Leben tätig, aber im Laufe der Zeit übernahmen die Bürger die Pflichten der städtischen Gemeinschaft. Nach und nach wurden hier die Ministerialen neben dem bürgerlichen Patriziat in die Ratsverfassung eingegliedert. Um 1198 wurden sogar von den 40 Ratsmitgliedern 12 der Ministeralität entnommen und 28 den Bürgern. Auch in Mainz gingen mehrere Ministeralien ins Patriziat über. Ministerialen und Stadtbürger erschienen hier um 1200 immer mehr als Kollektiv. Nach Schulz bildeten in Mainz „Ministerialität und Patriziat eine wesensbestimmende Einheit“.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung umreißt den gesellschaftlichen Wandel und die zunehmende soziale Differenzierung in Städten um 1200 und definiert das Ziel der Arbeit, die städtische Führungsschicht und Verwaltung zu untersuchen.

1. Gesamtbild der städtischen Bevölkerung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die heterogene Zusammensetzung der Stadtbevölkerung, von Ackerbürgern und Handwerkern bis hin zur städtischen Obrigkeit und den rechtlosen Unterschichten.

2. Gruppen in der Stadt um 1200: Hier werden die verschiedenen sozialen Gruppen, ihre Lebensformen und ihre rechtliche Stellung innerhalb des städtischen Gefüges analysiert.

3. Die städtische Selbstverwaltung: Dieses Kapitel behandelt die Entstehung und Aufgaben der städtischen Verwaltungsorgane wie des Stadtrats und erläutert die Bedeutung von Privilegien sowie der Wehr- und Steuerhoheit.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass sich um 1200 ein Wandel hin zu einer autonomen städtischen Ordnung vollzog, in der sich ein vermögendes Patriziat als politische Elite etablierte und vom Stadtherrn unabhängige Institutionen schuf.

Schlüsselwörter

Mittelalter, Stadtgeschichte, Patriziat, Stadtverwaltung, Stadtrat, Bürgerrecht, Ministerialen, Soziale Differenzierung, Köln, Worms, Mainz, Richerzeche, Autonomie, Stadtgemeinde, Lebensformen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die gesellschaftliche Entwicklung und den Wandel der Lebensformen in deutschen Bischofsstädten (Köln, Worms, Mainz) um das Jahr 1200, insbesondere die Entstehung neuer städtischer Führungsschichten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die soziale Schichtung, die Entstehung des städtischen Patriziats, die Herausbildung des Stadtrats als Verwaltungsorgan sowie die Rolle von Geistlichkeit und rechtlichen Sonderstellungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die städtische Führungsschicht im 13. Jahrhundert organisierte und wie die Stadtverwaltung als Kollektiv nach und nach Autonomie gegenüber den traditionellen Stadtherren erlangte.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung von Primärquellen (Urkunden) und relevanter fachwissenschaftlicher Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung der verschiedenen Bevölkerungsgruppen, der finanziellen und sozialen Grundlagen des Patriziats sowie eine Analyse der städtischen Selbstverwaltung, insbesondere des Stadtrats und der Richerzeche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Patriziat, Stadtverwaltung, Stadtrat, Ministerialen, soziale Schichtung und städtische Autonomie charakterisiert.

Welche Rolle spielten die Ministerialen für die Stadtentwicklung?

Ministerialen, die ursprünglich unfreie Dienstleute waren, stiegen in den Städten auf, nahmen vermehrt städtische Funktionen wahr und verschmolzen in vielen Fällen mit der aufstrebenden fernhändlerischen Oberschicht zum Patriziat.

Wie unterschied sich die Stellung der „Richerzeche“ in Köln?

Die Richerzeche war ein exklusiver Zusammenschluss der reichsten Geschlechter in Köln, der als erstes autogenes Selbstregierungsorgan eine Schlüsselstellung in städtischen Ämtern einnahm und Macht ausübte.

Was bedeutete die Übernahme der Wehr- und Steuerhoheit?

Die Übernahme dieser Rechte durch die Stadtgemeinde symbolisiert die Emanzipation von der stadtherrlichen Gewalt; die Bürger organisierten nun eigenverantwortlich ihre Verteidigung und die Finanzierung städtischer Belange.

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Details

Title
Gruppen und Lebensformen in der Stadt um 1200
College
University of Heidelberg  (Historisches Seminar)
Course
Hauptseminar: „Kultureller Wandel in Gesellschaft, Bildung und Politik vom 12. zum 13. Jahrhundert“
Grade
1,5
Author
Christiane Hamen (Author)
Publication Year
2003
Pages
28
Catalog Number
V82377
ISBN (eBook)
9783638879590
Language
German
Tags
Gruppen Lebensformen Stadt Hauptseminar Wandel Gesellschaft Bildung Politik Jahrhundert“
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christiane Hamen (Author), 2003, Gruppen und Lebensformen in der Stadt um 1200, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82377
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