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Lobbying bei der EU-Umweltpolitikformulierung

Die Rolle der Euro-Umweltverbände bei der Beratung der Kommission

Title: Lobbying bei der EU-Umweltpolitikformulierung

Seminar Paper , 2006 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Yvonne Wahl (Author)

Politics - Environmental Policy
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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Politikformulierung am Beispiel der Umweltpolitik. Wie in diesem Formulierungsprozess Interessen eingebracht werden können, wer auf Ebene der EU den institutionellen Auftrag hat, Umweltpolitik zu formulieren und welche Rolle Euro-Umweltverbände bei der Beeinflussung der Umweltpolitik spielen können, wird im Folgenden erläutert. Dabei wird der Abhängigkeit der Verbände von den Eigenschaften des sie umgebenden politischen Systems und der Anpassung an dieses System besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Abschließend wird der älteste dieser Euro-Umweltverbände, das Europäische Umweltbüro (European Environmental Bureau, EEB), beispielhaft näher betrachtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Lobbying

3 Die institutionellen Besonderheiten der Kommission

3.1 Anknüpfungspunkte für Lobbyisten

3.2 Erschwernisse für die Anknüpfung durch Umweltverbände

4 Verbände und ihre Lobbying-Aktivitäten

Beispielhafte Betrachtung des Europäischen Umweltbüros

5 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Euro-Umweltverbänden bei der Einflussnahme auf den Politikformulierungsprozess der Europäischen Kommission. Dabei wird analysiert, wie diese Verbände trotz spezifischer institutioneller Hürden und Ressourcenbeschränkungen ihre Interessen in die EU-Umweltpolitik einbringen können.

  • Grundlagen und Definitionen des Lobbying im EU-Kontext
  • Strukturen und Arbeitsweise der Europäischen Kommission
  • Anknüpfungspunkte und Hemmnisse für die Interessenvertretung von Umweltgruppen
  • Strategien zur Ressourcenmobilisierung und Zusammenarbeit
  • Fallstudie: Das Europäische Umweltbüro (EEB) als Akteur der Umweltpolitik

Auszug aus dem Buch

3.1 Anknüpfungspunkte für Lobbyisten

Da das Ziel der GD Umwelt die Verbesserung des Umweltschutzes ist (s.o.), ist sie von Natur aus gegenüber Umweltinteressen empfänglich. Die GD Umwelt sichert dabei europäischen Umweltverbänden einen privilegierten Zugang gegenüber anderen Interessen zu (Hix 1999, 197 zitiert nach Knill 2003, 103). Die Beamten der KOM leben generell von der Integration und wollen sie daher vorantreiben. Eine Harmonisierung von Politikfeldern auf hohem Niveau ist deshalb in ihrem Interesse (Eichener 2000, 191).

„Der Kommissionsbeamte, der den Auftrag erhalten hat, einen Richtlinienvorschlag zu formulieren, bedarf der Unterstützung mit Informationen, Expertise, Textvorschlägen, Legitimation und politischer Unterstützung, wenn er den Vorschlag erfolgreich durch die Untiefen des Entscheidungsverfahrens navigieren will.“ (Eichener 2000, 192).

Diese Aussage unterstreicht, dass es nicht nur im Interesse der Kommissionsbeamten ist, mit Lobbyisten zu kooperieren, sondern dass sie auf Unterstützung von außerhalb tatsächlich angewiesen sind.

Außerdem ist die bereits angesprochene begrenzte Finanz- und Personalausstattung ein Grund für die Offenheit der KOM gegenüber organisierten Interessen und die Abhängigkeit der KOM von diesen Gruppen, da sie leichten Zugang zu Fachwissen ermöglichen (Sturm/Pehle 2001, 121; Knill 2003, 101; Mazey/Richardson 2002, 146). Laut Eichener (2000, 271) wird von Seiten der KOM nach diesen organisierten Interessen gesucht, bevor eine Gesetzesinitiative angestoßen wird. Dabei werden auch konkrete Ausarbeitungen erwartet, die dann immer wieder wörtlich, zum Beispiel in der endgültig veröffentlichten Richtlinie, nachzulesen sind. Für den Interessenvertreter sind also die Erfolgsaussichten hoch, wenn er sich mit der Formulierung von Textentwürfen beschäftigt (Eichener 2000, 200).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert den Rahmen der Arbeit, der sich auf den Prozess der Politikformulierung innerhalb der EU-Umweltpolitik unter Berücksichtigung der Rolle von Euro-Umweltverbänden konzentriert.

2 Lobbying: Dieses Kapitel erläutert den Begriff des Lobbying, dessen Definition sowie die Bedeutung und Intransparenz informeller Einflussnahme in modernen pluralistischen Demokratien.

3 Die institutionellen Besonderheiten der Kommission: Hier werden die Struktur der Europäischen Kommission, ihre Generaldirektionen und der spezifische Stellenwert der GD Umwelt untersucht.

3.1 Anknüpfungspunkte für Lobbyisten: Dieser Unterpunkt beleuchtet, warum die Kommission auf externe Informationen und Kooperationen angewiesen ist und welchen Zugang dies Umweltverbänden ermöglicht.

3.2 Erschwernisse für die Anknüpfung durch Umweltverbände: Dieses Kapitel analysiert Hindernisse wie fehlende Vorhersehbarkeit, die Zerstückelung des Politikprozesses und die Tendenz der Kommission zur Vereinzelung bei der Konsultation.

4 Verbände und ihre Lobbying-Aktivitäten: Es werden die Aufgaben und Herausforderungen von Euro-Verbänden sowie die Notwendigkeit von Fachwissen und persönlichen Kontakten für erfolgreiche Lobbyarbeit dargestellt.

Beispielhafte Betrachtung des Europäischen Umweltbüros: Anhand des EEB wird geprüft, wie theoretische Annahmen zur Einflussnahme in der Praxis umgesetzt werden und mit welchen Dilemmata ein solcher Dachverband konfrontiert ist.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert, dass der Einfluss der Umweltverbände zwar vorhanden, jedoch durch institutionelle Gegebenheiten und Ressourcenbeschränkungen begrenzt ist.

Schlüsselwörter

Lobbying, Europäische Kommission, Politikformulierung, Umweltpolitik, Euro-Umweltverbände, Interessenvertretung, GD Umwelt, Europäisches Umweltbüro, Einflusslogik, Policy-Cycle, Institutionelle Anknüpfungspunkte, Ressourcenabhängigkeit, Interessenbündelung, Lobbyisten, EU-Gesetzgebung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Grenzen von Euro-Umweltverbänden, ihre Interessen in die Politikformulierung der Europäischen Kommission einzubringen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen Lobbying-Strategien, die institutionellen Bedingungen der Europäischen Kommission und die spezifische Situation der Umweltverbände in diesem Prozess.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, welche Rolle Euro-Umweltverbände bei der Beratung der Kommission spielen und wie sie trotz systemischer Hürden Einfluss auf umweltpolitische Entscheidungen nehmen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine politikwissenschaftliche Analyse auf Basis der Politikfeldanalyse durchgeführt, ergänzt durch eine beispielhafte Fallstudie zum Europäischen Umweltbüro (EEB).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den Institutionen der EU, den konkreten Anknüpfungspunkten für Interessenvertreter, den Barrieren bei der Lobbyarbeit sowie den Strategien und Strukturen der Verbände.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Lobbying, Europäische Kommission, Umweltpolitik, Interessenvertretung, Europäisches Umweltbüro (EEB) und der politische Entscheidungsprozess.

Warum ist die GD Umwelt für Lobbyisten besonders relevant?

Die GD Umwelt benötigt für die Ausarbeitung von Richtlinien Fachwissen und Unterstützung, was Umweltverbänden einen privilegierten Zugang ermöglicht, sofern sie entsprechende Expertise liefern können.

Was ist das „strategische Entscheidungsdilemma“ der Verbände?

Verbände stehen vor der Herausforderung, sich auf die informellen Spielregeln der Kommission einzulassen, um Zugang zu erhalten, ohne dabei ihre eigenen Positionen durch zu hohe Anpassung zu verwässern.

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Details

Title
Lobbying bei der EU-Umweltpolitikformulierung
Subtitle
Die Rolle der Euro-Umweltverbände bei der Beratung der Kommission
College
University of Lüneburg  (Zentrum für Demokratieforschung)
Course
Umweltpolitik: Einführung in die Analyse eines Politikfeldes
Grade
2,0
Author
Yvonne Wahl (Author)
Publication Year
2006
Pages
21
Catalog Number
V82429
ISBN (eBook)
9783638878333
Language
German
Tags
Lobbying EU-Umweltpolitikformulierung Umweltpolitik Einführung Analyse Politikfeldes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Yvonne Wahl (Author), 2006, Lobbying bei der EU-Umweltpolitikformulierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82429
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