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Italien in Eichendorffs Marmorbild

Title: Italien in Eichendorffs Marmorbild

Term Paper , 2006 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sarah Monschau (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit geht es um das Italienbild in Eichendorffs Novelle "Das Marmorbild". Eichendorff selbst sagte über seine Beweggründe, die Novelle zu schreiben, er habe versucht, sich in die Vergangenheit und in einen fremden Himmelsstrich zu flüchten. Das Ziel seiner Flucht, der fremde Himmelsstrich, von dem er spricht, ist wohl Italien. Es klingt nach einer gewissen Sehnsucht nach diesem „fremden“ Land. Diese Vermutung liegt noch viel näher, bedenkt man, dass in vielen Werken Eichendorffs Italien eine wesentliche Rolle spielt. Ein ausreichender Grund, das Italienbild in Eichendorffs Marmorbild genauer zu untersuchen. Zu diesem Zweck soll zunächst das sich wandelnde Italienbild der Romantik dargestellt werden. Von diesem Überblick ausgehend soll geprüft werden, welche gängigen Bilder, Vorstellungen und Topoi der mittleren und Spätromantik sich in dem Werk "Das Marmorbild" wiederfinden lassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung zum Thema dieser Arbeit

2 Italienbild in der Romantik

2.1 Frühromantik

2.2 Mittel- und Spätromantik

3 Italien in Eichendorffs Novelle: Das Marmorbild

3.1 Venus – die auferstandene Göttin

3.2 Der dämonische Donati

3.3 Die Spezifität der Tageszeiten im mediterranen Klima

3.3.1 Der südliche Mittag

3.3.2 Laue Abende und Nächte

4 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Italienbild in Joseph Freiherr von Eichendorffs Novelle Das Marmorbild. Ziel der Untersuchung ist es, die Rolle Italiens als Ort des Geschehens sowie dessen Bedeutung für die Handlung anhand ausgewählter Aspekte der Spätromantik herauszuarbeiten und dabei die Transformation romantischer Topoi aufzuzeigen.

  • Wandel des Italienbildes innerhalb der romantischen Literatur
  • Die Figur der auferstandenen Göttin Venus als zentrales Motiv
  • Der dämonische Charakter von Donati als Ausdruck des unheimlichen Italiens
  • Einfluss des mediterranen Klimas und der Tageszeiten auf die Wahrnehmung
  • Gegenüberstellung von heidnischer Verführung und christlichem Glauben

Auszug aus dem Buch

3.1 Venus – die auferstandene Göttin

Die Göttin Venus ist vielen Werken der Romantik gemeinsam. Dazu schreibt Pabst: [...] ein beständiges Wiederkehren und Fortzeugen des alten Themas vom Liebesverlangen der toten oder degradierten Göttin, die aus der Tiefe emporsteigt und den Kampf mit den Lebenden und ihrem neuen Gott aufnimmt. [...], ihre Zeit ist die Nacht, ihr Aufenthalt ist unter der Erde, im Stein, im verschlossenen, unbetretbaren, dunklen Raum. Ihre Heimat ist in der Mehrzahl der Fälle Italien, die römische Campagna, die Toskana, die Welt des Mittelmeers.

Wie bereits erwähnt, orientiert sich die Spätromantik stark am vorreformatorischen Mittelalter. Aus dieser Zeit stammt auch das Motiv der auferstandenen heidnischen Götter. Im Mittelalter wurden eben diese antiken Götter, besonders die Göttinnen Venus und Diana, zu wahren Teufeln erklärt, die als Gespenster zu bestimmten Zeiten ihre Gräber verlassen und Verderben bringen. In dieser Vorstellung werden Venus und Diana oft miteinander verschmolzen. Von beiden sagt man, dass sie nach dem Sieg des Christentums zu liebestollen Teufelinnen geworden seien. Die auferstandene Venus ist auch das dominierender Motiv in Eichendorffs Novelle Das Marmorbild, wobei sich auch hier eindeutige Wesenszüge der Diana in der Venusfigur wiederfinden, besonders auffällig in dem Moment, in der die Dame von der Jagd heimkehrt (S. 37).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung zum Thema dieser Arbeit: Vorstellung von Eichendorffs Werk sowie Erläuterung der Motivation zur Untersuchung des Italienbildes im Kontext der Spätromantik.

2 Italienbild in der Romantik: Darstellung der unterschiedlichen Perspektiven auf Italien, vom Verherrlichung der Renaissance in der Frühromantik bis hin zur Dämonisierung in der mittleren und Spätromantik.

3 Italien in Eichendorffs Novelle: Das Marmorbild: Analyse zentraler Motive wie der Venusfigur, der dämonischen Gestalt Donatis sowie der atmosphärischen Bedeutung von Tageszeiten und Klima in der Novelle.

4 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Einschätzung, wie Italien in der Novelle als gefährlicher, verführender Ort gezeichnet wird, dem der Protagonist durch seinen Glauben entkommt.

Schlüsselwörter

Italienbild, Eichendorff, Das Marmorbild, Spätromantik, Venus, Heidentum, Dämonie, Mittelalter, Verführung, Christentum, Mediterranes Klima, Zeitstruktur, Donati, Florio, Romantische Topoi

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das spezifische Italienbild in Joseph von Eichendorffs spätromantischer Novelle Das Marmorbild und analysiert, wie das Land als literarischer Schauplatz funktionalisiert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Rezeption der Renaissance, das Motiv der auferstandenen heidnischen Götter, die dämonische Darstellung von Charakteren und die atmosphärische Bedeutung von Licht, Klima und Tageszeiten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es zu prüfen, welche gängigen Bilder und Topoi der mittleren und Spätromantik in das Werk einfließen und welche Bedeutung die Rolle Italiens für den Handlungsverlauf einnimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, die auf einem Vergleich der Novelle mit zeitgenössischen romantischen Konzepten und Forschungsliteratur zum Italienbild basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Venusfigur als antikes Motiv, den dämonischen Charakter Donatis und die atmosphärische Gestaltung durch die spezifische Wirkung des mediterranen Klimas auf die Figuren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Italienbild, Eichendorff, Spätromantik, Venus-Motiv, Heidentum versus Christentum und die dämonische Symbolik der Landschaft.

Inwiefern unterscheidet sich Eichendorffs Italienbild von anderen Autoren der Zeit?

Die Arbeit zeigt, dass Eichendorff zwar die zeitgenössische Dämonisierung Italiens aufgreift, seine Figuren jedoch – anders als bei manchen anderen Theoretikern – einen hohen gesellschaftlichen Stand wahren und nicht zwingend einer "Halbwelt" angehören.

Welche Rolle spielt der Sonntag in der Novelle laut der Analyse?

Der Sonntag fungiert als Tag des Christentums, an dem die heidnischen Mächte und insbesondere die Erscheinungen der Venus ihre Macht verlieren oder sich vor dem kirchlichen Einfluss zurückziehen müssen.

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Details

Title
Italien in Eichendorffs Marmorbild
College
University of Cologne  (Institut für Deutsche Sprache und Literatur )
Course
Novelle
Grade
1,3
Author
Sarah Monschau (Author)
Publication Year
2006
Pages
16
Catalog Number
V82512
ISBN (eBook)
9783638898157
Language
German
Tags
Italien Eichendorffs Marmorbild Novelle
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Monschau (Author), 2006, Italien in Eichendorffs Marmorbild, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82512
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