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Kommunismus - Das Ende der Moderne?

Ein Essay über "Konsequenzen der Moderne" von Anthony Giddens

Title: Kommunismus - Das Ende der Moderne?

Term Paper , 2006 , 13 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Simon Eder (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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Die Moderne, als soziologisches Konzept, beschreibt eine Zeitspanne, die sich nur sehr schwer greifen lässt. Zumindest ist es schwierig zu sagen, wann sie tatsächlich anfing - manche sagen, mit dem Ausbruch der Französischen Revolution, andere meinen, mit dem Beginn der Industriellen Revolution. Gleichzeitig ist es nicht klar, durch welche Vorgänge die Moderne letztlich endete oder ob wir uns noch immer im Zeitalter der Moderne befinden. In diesem Essay soll versucht werden, dem Phänomen Moderne, mit Hilfe Anthony Giddens, auf die Spur zu kommen. Dazu sollen zunächst die Dimensionen der Moderne, im Genaueren Kapitalismus, Industrialismus, das Nationastaatskonzept
und die "Kontrolle über die Mittel zur Gewaltanwendung" des Nationalstaats, genauer beschrieben werden. Zusätzlich soll der oben genannten Frage nach dem möglichen Ende der Moderne nachgegangen werden. Giddens schlägt hierfür selbst in einem review essay vor, diese Frage anhand des Beispiels des Kommunismus zu erörtern. Es soll betrachtet werden, ob der Kommunismus selbst als Endphase der Moderne betrachtet werden kann und ob die Niederlage des Kommunismus nicht auch zugleich das Ende der Moderne bedeutet. Zuletz soll untersucht werden, inwieweit die Befunde über das mögliche Ende der Moderne auf das aktuelle Beispiel China angewendet werden können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I

II

III

IV

V

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht das soziologische Konzept der Moderne unter Einbeziehung der Theorien von Anthony Giddens. Das zentrale Ziel ist es, den Transformationsprozess der Moderne zu analysieren, insbesondere die Frage zu klären, ob der Zusammenbruch des sowjetischen Kommunismus als Scheitern der Moderne zu interpretieren ist oder ob sich die Gesellschaft in einem Übergang zu einer neuen, reflexiven Epoche befindet.

  • Dimensionen der Moderne (Kapitalismus, Industrialismus, Nationalstaat)
  • Die Rolle der Überwachung und Gewaltkontrolle
  • Der sowjetische Kommunismus als "Grenzfall" der Moderne
  • Die Theorie der reflexiven Moderne
  • Transformation und Modernisierung am Beispiel Chinas

Auszug aus dem Buch

I

Das wichtigste historische Ereignis für die Entwicklung hin zur Moderne stellt der aufkommende Kapitalismus während der Industriellen Revolution dar. Der Aufstieg des Kapitalismus spielte eine entscheidende Rolle für den Übergang von den Institutionen der traditionellen Welt zum gesellschaftlichen Leben der Moderne. Mit der Überwindung des Feudalismus und der Entstehung von Wissenschaft und Technologie durch die Bürger der neu entstandenen Städte während des sechzehnten und siebzehnten Jahrhunderts, gelang es, Güter in hoher Qualität herzustellen, welche nicht nur einem aus erlesenem Teil der Gesellschaft vorenthalten waren.

Ziel der Güterproduktion war es nicht länger, nur die Bedürfnisse der Bevölkerung zu stillen, das Augenmerk lag jetzt darauf, den höchst möglichen Profit zu erzielen. In diesem Zusammenhang wurde die Arbeitskraft des Einzelnen zu einem weiteren Gut, für welches der Industrielle zu zahlen hatte. Der Kapitalistische Arbeitsvertrag beinhaltete nicht länger die gesamte Person des Arbeiters, oder mit den Worten Anthony Giddens, er beinhaltete „(...) die Anstellung abstrakter Arbeit“. Dadurch verlor der Arbeiter seinen Status als Leibeigener, wodurch die Androhung von Gewaltanwendung aus dem Arbeitsvertrag ausgeschlossen wurde und „(...) in den Händen der staatlichen Autoritäten konzentriert“ wurde, was weiter unter genauer beschrieben werden soll.

Zusammenfassung der Kapitel

I: Dieses Kapitel erläutert die historischen Ursprünge der Moderne durch den Kapitalismus und die Industrielle Revolution sowie die Etablierung des modernen Staates.

II: Hier wird der Wandel der Moderne zur globalisierten Weltgesellschaft diskutiert und die Notwendigkeit einer reflexiven Betrachtungsweise der heutigen Epoche hervorgehoben.

III: Das Kapitel analysiert den sowjetischen Kommunismus als radikalen, aber gescheiterten Grenzfall der Moderne und hinterfragt dessen Rolle für die zeitgenössische Entwicklung.

IV: Es wird dargelegt, warum die Moderne nicht als gescheitert anzusehen ist, sondern sich unter postmodernen Bedingungen in eine reflexive Moderne transformiert hat.

V: Anhand des Beispiels Chinas wird untersucht, wie sich Transformationsprozesse in einer aufstrebenden Wirtschaft vollziehen, ohne dass ein Zusammenbruch der Moderne zu erwarten ist.

Schlüsselwörter

Moderne, Kapitalismus, Industrialismus, Nationalstaat, Anthony Giddens, reflexive Moderne, Sowjetunion, Kommunismus, Globalisierung, Organisation, Überwachung, Gewaltmonopol, soziale Transformation, China, Modernisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Einordnung der Moderne und der Frage, ob wir uns nach dem Scheitern des Kommunismus in einer nachmodernen oder reflexiven Ära befinden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition der Moderne nach Anthony Giddens, die Rolle des Staates und der Industrialisierung sowie die Analyse gesellschaftlicher Wandlungsprozesse.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu klären, ob der Zusammenbruch des sowjetischen Kommunismus das Ende der Moderne markiert oder ob es sich lediglich um eine Neuorientierung in eine reflexive Moderne handelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, wobei sie primär auf den theoretischen Rahmen von Anthony Giddens zurückgreift und diesen mit aktuellen soziologischen Debatten verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die vier institutionellen Dimensionen der Moderne, der Sonderfall des Kommunismus und der aktuelle Transformationsprozess am Beispiel Chinas detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Moderne, Kapitalismus, Industrialismus, Nationalstaat, reflexive Moderne und soziale Transformation.

Warum wird der Kommunismus als "Grenzfall" der Moderne bezeichnet?

Weil der Kommunismus die Tendenzen der Moderne, wie die totale Kontrolle durch den Staat und die Rationalisierung, bis zur Radikalität ausdehnte und damit deren Grenzen überschritt.

Welche Rolle spielt China bei der Argumentation der Moderne?

China dient als Beispiel dafür, dass trotz extremer Wachstumsraten kein Zusammenbruch der Moderne droht, sondern das Land den Weg der Modernisierung mit zeitlicher Verzögerung durchläuft.

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Details

Title
Kommunismus - Das Ende der Moderne?
Subtitle
Ein Essay über "Konsequenzen der Moderne" von Anthony Giddens
College
LMU Munich  (Institut für Soziologie)
Grade
2,0
Author
Simon Eder (Author)
Publication Year
2006
Pages
13
Catalog Number
V82685
ISBN (eBook)
9783638885775
ISBN (Book)
9783638895316
Language
German
Tags
Kommunismus Ende Moderne
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Simon Eder (Author), 2006, Kommunismus - Das Ende der Moderne?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82685
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