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Nationalökonomie bei Schmoller und Menger

Titre: Nationalökonomie bei Schmoller und Menger

Recension Littéraire , 2007 , 10 Pages , Note: 1,00

Autor:in: B.A. Malte Gaier (Auteur)

Gestion d'entreprise - Histoire Economique et Sociale
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Inhalt:
I. Nau, Heino H. [Hrsg.]: Gustav Schmoller: Historisch-ethische Nationalökonomíe als Kulturwissenschaft. Ausgewählte methodologische Schriften. Marburg, 1998.

II. F. A. HAYE K [Hrsg.]: Carl Menger- Gesammelte Werke. Band II: UNTERSUCHUNGEN ÜBER DIE METHODE DER SOZIALWISSENSCHAFTEN UND DER POLITISCHEN ÖKONOMIE INSBESONDERE (1883). 2. Aufl., Tübingen, 1969.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Nau, Heino H. [Hrsg.]: Gustav Schmoller: Historisch-ethische Nationalökonomie als Kulturwissenschaft. Ausgewählte methodologische Schriften. Marburg, 1998.

II. F. A. HAYE K [Hrsg.]: Carl Menger- Gesammelte Werke. Band II: UNTERSUCHUNGEN ÜBER DIE METHODE DER SOZIALWISSENSCHAFTEN UND DER POLITISCHEN ÖKONOMIE INSBESONDERE (1883). 2. Aufl., Tübingen, 1969.

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert und kontrastiert die methodologischen Positionen von Gustav Schmoller und Carl Menger, den Hauptvertretern des historischen Methodenstreits, um die wissenschaftstheoretischen Fundamente der Nationalökonomie jener Zeit zu ergründen.

  • Historisch-ethische vs. exakt-theoretische Nationalökonomie
  • Methodenstreit: Induktion versus Deduktion
  • Rolle von Werturteilen und psychologischen Annahmen
  • Verständnis wirtschaftlicher Gesetze und Ursachenforschung
  • Bedeutung der Geschichte und sozialer Institutionen

Auszug aus dem Buch

Die Volkswirtschaft als System und Untersuchungsgegenstand

Die Volkswirtschaft sieht Schmoller als die „Hauptsache“ einer Nation von wirtschaftlicher Seite, dagegen wird einer nach außen verbindenden Wirtschaft, der Weltwirtschaft, ein geringer Zusammenhalt zugesprochen, jedoch mit der Präambel, dieser Status sein in der Zukunft durchaus entwicklungsfähig- eine vorsichtige Prognose, die unter Berücksichtigung heutiger globalwirtschaftlicher Verhältnisse verifiziert wurde. Volkswirtschaft ist als ein System einzelner, zueinander in Wechselwirkungen stehenden Einzelwirtschaften zu sehen, die sowohl wirtschaftliche Handlungen des Volkes, die staatliche Finanzwirtschaft wie auch unterschiedliche Kooperationswirtschaften umfasst.

Im Bereich der Wissenschaft konstatiert Schmoller ein Defizit in den Wandlungen des Untersuchungsobjektes von der Volkswirtschaft hin zur Sozialwirtschaft oder im anglo-amerikanischen akademischen Gebrauch auf die Economics: Die Beschränkung auf Wertbildung und Güterverteilung wie auch des Ausschlusses einer staatlichen Interventions und Handlungsfähigkeit unter der Grundannahme rein abstrakter Wirtschaftssysteme greift für ihn zu kurz und schließt- als deduktive Position- die „soziale Seite“ also handelnde Menschen und ihre Gesellschaft fälschlicherweise aus. Dabei sei gerade zu berücksichtigen, wie gesellschaftliche Prozesse und menschliche Handlungen und Bedürfnisse ablaufen: Die Volkswirtschaft sei deshalb nur verständlich durch eine Einbeziehung aller gesellschaftlichen, kulturellen und staatlichen Aspekte. Diese Perspektive sei weiterhin die Ausgangsposition der Gesellschaftswissenschaften.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Nau, Heino H. [Hrsg.]: Gustav Schmoller: Historisch-ethische Nationalökonomie als Kulturwissenschaft. Ausgewählte methodologische Schriften. Marburg, 1998.: Dieses Kapitel erläutert Schmollers Verständnis der Volkswirtschaft als ethische, historische Kulturwissenschaft, die auf Beobachtung, Induktion und der Einbettung wirtschaftlicher Vorgänge in soziale und kulturelle Zusammenhänge basiert.

II. F. A. HAYE K [Hrsg.]: Carl Menger- Gesammelte Werke. Band II: UNTERSUCHUNGEN ÜBER DIE METHODE DER SOZIALWISSENSCHAFTEN UND DER POLITISCHEN ÖKONOMIE INSBESONDERE (1883). 2. Aufl., Tübingen, 1969.: Dieser Abschnitt analysiert Mengers Plädoyer für eine theoretisch-exakte Nationalökonomie, die mittels deduktiver Verfahren und individueller Nutzenmaximierung als Ausgangspunkt allgemeingültige wirtschaftliche Gesetze ableiten will.

Schlüsselwörter

Nationalökonomie, Methodenstreit, Gustav Schmoller, Carl Menger, Historische Schule, Induktion, Deduktion, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsgeschichte, Werturteile, Wirtschaftstheorie, Methodik, Sozialwissenschaften, Individualismus, Kollektivismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den methodologischen Gegensätzen zwischen Gustav Schmoller und Carl Menger, die den sogenannten Methodenstreit in der Nationalökonomie des späten 19. Jahrhunderts prägten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die wissenschaftstheoretischen Ansätze, insbesondere die Kontroverse zwischen historisch-empirischer Beobachtung und theoretisch-deduktiver Gesetzesfindung in den Sozialwissenschaften.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die grundlegenden Positionen beider Autoren hinsichtlich der Definition, der Methode und des Erkenntnisziels der Nationalökonomie gegenüberzustellen und kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit analysiert die in den Quelltexten beschriebenen Methoden, namentlich Schmollers Fokus auf induktive, historisch-ethische Verfahren und Mengers Fokus auf deduktive, exakt-theoretische Ansätze.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in zwei große Analyseschritte, die detailliert die methodologischen Schriften von Schmoller einerseits und Menger andererseits untersuchen und deren jeweilige Kritik am Gegenüber herausarbeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Nationalökonomie, Methodenstreit, Induktion, Deduktion, historische Schule, theoretische Wissenschaft und wirtschaftliche Gesetze.

Wie unterscheidet Schmoller die Volkswirtschaftslehre von anderen Wissenschaften?

Schmoller sieht die Volkswirtschaftslehre als ethische Wissenschaft, die eng mit der Geschichte, der Psychologie und den sozialen Prozessen verknüpft ist, im Gegensatz zu einer rein abstrakten theoretischen Ökonomie.

Warum lehnt Menger die "historische Methode" als exakte Wissenschaft ab?

Menger kritisiert die historische Methode als unzureichend für die Ableitung exakter, raum- und zeitunabhängiger Gesetze, da sie sich seiner Ansicht nach in empirischen Details verliert und die theoretische Stringenz vermissen lässt.

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Résumé des informations

Titre
Nationalökonomie bei Schmoller und Menger
Université
University of Vienna  (Institut für Wirtschafts- u. Sozialgeschichte)
Cours
Wirtschaftsgeschichte und Wirtschaftsphilosophie
Note
1,00
Auteur
B.A. Malte Gaier (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
10
N° de catalogue
V82696
ISBN (ebook)
9783638885812
Langue
allemand
mots-clé
Nationalökonomie Schmoller Menger Wirtschaftsgeschichte Wirtschaftsphilosophie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
B.A. Malte Gaier (Auteur), 2007, Nationalökonomie bei Schmoller und Menger, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82696
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