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Handelsintegration Europas und die Wirkung auf Grenzregionen

Titre: Handelsintegration Europas und die Wirkung auf Grenzregionen

Exposé (Elaboration) , 2005 , 25 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Iven Jainta (Auteur)

Economie politique - Relations économiques Internationales
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Handelsbarrieren sind zwischen den EU15-Staaten und den Beitrittsländern seit dem 01. Mai 2004 aufgehoben. Dennoch ist die Freizügigkeit der Arbeit innerhalb der Europäischen Union (EU) eingeschränkt. Die Einschränkungen resultieren aus der Annahme, dass eine Massenimmigration aus den osteuropäischen Beitrittsländern negativ auf die Arbeitsmärkte der EU15-Staaten wirkt. Die Beitrittsländer sahen die Gefahr, dass westeuropäische Produzenten die Märkte Osteuropas beliefern und so den Aufholprozess behindern könnten.
Im Rahmen der Erweiterung der Europäischen Union nehmen Grenzregionen aufgrund der räumlichen Nähe zu den neuen Mitgliedsstaaten eine besondere Stellung ein. Somit führen die mit der EU-Erweiterung einhergehende Handelsliberalisierung und Reduzierung von Grenzhemmnissen zu spezifische Effekten in Grenzregionen zwischen alten und neuen Mitgliedsstaaten der EU. Diese Effekte beziehen sich vor allem auf die Arbeitsmarktbedingungen in beiden Regionen, also auf die Beschäftigung und das Pro-Kopf-Einkommen. Mittel- bzw. langfristig werden insbesondere für die Grenzregionen zu den neuen Mitgliedsstaaten positive Effekte durch die Integration erwartet, da intensivierte grenzübergreifende Transaktionen zu starken Wachstumsprozessen in Grenzregionen führen können. Kurzfristig ist mit einem hohen Anpassungsdruck auf beiden Seiten der Grenze zu rechnen, der als Folge von erhöhtem Wettbewerb auf den Gütermärkten sowie auf dem Arbeitsmarkt entsteht. Die vorliegende Arbeit soll einen Überblick über die mit der Handelsintegration verbundenen Effekte (insbesondere auf den Arbeitsmarkt) in Grenzregionen geben. Dabei werden unterschiedliche theoretische Ansätze zur Erklärung herangezogen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Handelsintegration und die Wirkung auf Grenzregionen in der ökonomischen Theorie

2.1 Standortbedingungen in Grenzregionen

2.2 Grenzübergreifende Wechselwirkungen

2.2.1 Handel

2.2.2 Arbeitsmobilität

2.3 Handelsintegration und grenzübergreifende Arbeitsmärkte

3 Empirische Untersuchung grenzübergreifender Arbeitsmärkte in der EU

3.1 Methodisches Vorgehen und Datenerhebung

3.2 Empirische Ergebnisse

4 Zusammenfassende Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen der Handelsintegration auf Grenzregionen innerhalb der Europäischen Union, mit einem besonderen Fokus auf die Entwicklung der regionalen Arbeitsmärkte. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie sich der Abbau von Handelshemmnissen auf Beschäftigung, Lohnniveau und Arbeitsmobilität in grenznahen Gebieten auswirkt.

  • Analyse der Standorttheorie und der Neuen Ökonomischen Geographie (NÖG) im Kontext von Grenzregionen.
  • Untersuchung von Handels- und Migrationsprozessen als Transmissionskanäle der Integration.
  • Empirische Überprüfung von Arbeitsmarktungleichheiten mittels räumlicher Statistik (Moran's I).
  • Vergleich der Auswirkungen von EU-Erweiterung und bestehender Integration auf Grenz- und Nicht-Grenzregionen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Standortbedingungen in Grenzregionen

Zur Analyse der Integrationseffekte durch eine Veränderung von Standortbedingungen in Grenzregionen bildet die Standorttheorie einen angemessenen Ansatz. In Modellen werden der Zugang zu Inputfaktoren, vorhandene Kaufkraft, die Ausstattung mit Humankapital, die Anhäufung von Ersparnissen und die Infrastruktur in einer Region als wichtige Standortfaktoren herausgestellt. Räumliche Grenznähe kann die Standortfaktoren und damit die Attraktivität der Region als Produktionsstandort negativ beeinflussen. Dies gilt besonders für den Marktzugang, der durch das regionale Pro-Kopf-Einkommen, die Infrastruktur und die Bevölkerungsdichte beeinflusst wird. Die gesamte Wirtschaftslandschaft stellt ein Netzwerk von unterschiedlichen Wirtschaftsräumen dar. Staatsgrenzen verlaufen nicht parallel zu den Grenzen dieser Wirtschaftsräume und stellen Verzerrungen im Marktnetz dar. Dies führt zu einer Teilung von Wirtschafträumen und zu einer Reduzierung des Nachfragepotentials in Grenzregionen. Aus diesem Grund ist der Standort eines Unternehmens in einer Grenzregion mit wirtschaftlichen Nachteilen verbunden und schreckt vor einer Ansiedlung dort ab. Je größer das benötigte Marktgebiet eines Unternehmens ist, desto näher wird es sich am geographischen Zentrum eines Staates ansiedeln. Dies bedeutet geringe Wirtschafttätigkeit in Grenzgebieten und die Ansiedlung von Unternehmen, die kleine Marktgebiete benötigen. Demnach sind Grenzregionen Randgebiete, die durch ihre periphere Lage, die geteilten Marktgebiete und die eingeschränkte Möglichkeit der Unternehmen zur Realisierung von Größenvorteilen (Economies of Scale) benachteiligt sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der EU-Erweiterung ein und skizziert die Erwartungen an kurz- und langfristige ökonomische Effekte in Grenzregionen sowie die Zielsetzung der Untersuchung.

2 Handelsintegration und die Wirkung auf Grenzregionen in der ökonomischen Theorie: Hier werden theoretische Ansätze wie die Standorttheorie und die NÖG genutzt, um den Einfluss von Handelsströmen und Migration auf die Arbeitsmarktbedingungen in Grenzräumen zu erörtern.

3 Empirische Untersuchung grenzübergreifender Arbeitsmärkte in der EU: Das Kapitel erläutert die methodische Herangehensweise mittels räumlicher Datenanalyse und präsentiert die Ergebnisse zur Arbeitsmarktintegration in EU-Regionen.

4 Zusammenfassende Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, die darauf hinweist, dass trotz Integration weiterhin signifikante Grenzhemmnisse bestehen, die den vollständigen Faktorpreisausgleich einschränken.

Schlüsselwörter

Handelsintegration, Grenzregionen, Arbeitsmärkte, EU-Erweiterung, Neue Ökonomische Geographie, Arbeitsmobilität, Migration, Handelsliberalisierung, Standorttheorie, räumliche Autokorrelation, Moran's I, regionale Ungleichheiten, Beschäftigung, Pro-Kopf-Einkommen, Faktorpreisausgleich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ökonomischen Auswirkungen der europäischen Handelsintegration speziell auf die Arbeitsmärkte in Grenzregionen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Grenzregionen (Standorttheorie/NÖG), grenzübergreifende Handels- und Migrationsprozesse sowie die empirische Untersuchung von Arbeitsmarktunterschieden.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Grad der Arbeitsmarktintegration in EU-Grenzregionen zu bestimmen und zu bewerten, wie stark räumliche Distanz und institutionelle Hindernisse die Integration noch einschränken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung verwendet zur empirischen Analyse räumliche statistische Methoden, insbesondere die Messung von räumlicher Autokorrelation durch die Moran-Kenngröße.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Standortfaktoren und Wechselwirkungen sowie eine empirische Anwendung dieser Konzepte auf Daten von EU-Regionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Handelsintegration, Grenzregionen, Arbeitsmobilität und räumliche Autokorrelation charakterisieren.

Warum gelten Grenzregionen oft als benachteiligte Standorte?

Sie leiden häufig unter ihrer peripheren Lage, geteilten Marktgebieten und einer eingeschränkten Möglichkeit, Größenvorteile zu realisieren, da Staatsgrenzen das Marktnetz verzerren.

Welche Rolle spielt die "Immobilität" in der Untersuchung?

Die Immobilität wird als Begründung für die geringe Arbeitsmobilität angeführt, da Individuen oft nicht-transferierbare Vorteile (wie lokale soziale Netzwerke) höher bewerten als potenzielle Lohngewinne in anderen Regionen.

Bestätigen die empirischen Ergebnisse eine starke Marktintegration?

Die Ergebnisse deuten eher auf bestehende Hindernisse hin, da die räumliche Abhängigkeit der Arbeitsmärkte in internen Grenzregionen im Vergleich zu Nicht-Grenzregionen oft weniger stark ausgeprägt ist.

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Résumé des informations

Titre
Handelsintegration Europas und die Wirkung auf Grenzregionen
Université
RWTH Aachen University  (Lehr- und Forschungsgegiet Internationale Wirtschaftsbeziehungen)
Note
2,3
Auteur
Iven Jainta (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
25
N° de catalogue
V82730
ISBN (ebook)
9783638906357
ISBN (Livre)
9783640326655
Langue
allemand
mots-clé
Handelsintegration Grenzregionen Makroökonomie Europäische Union Europa Grenzregion Internationalisierung Grenzübergreifender Handel
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Iven Jainta (Auteur), 2005, Handelsintegration Europas und die Wirkung auf Grenzregionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82730
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Extrait de  25  pages
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