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Die Farbsymbolik in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm

Title: Die Farbsymbolik in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm

Term Paper , 2005 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: M.A. Melitta Töller (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung .................................................1
2. Licht und Finsternis - Die Nichtfarben.............1
2.1 Leben und Sterben - Weiß ..........................2
2.2 Trauer und Tod - Schwarz...........................4
2.3 Das Zwischenreich - Grau ...........................5
3. Aufmerksamkeitsfänger - Die reinen Farben .....6
3.1 Liebe und Gefahr - Rot ...............................6
3.2 Vernunft und Neid - Gelb.............................8
3.3 Ferne und Traumwelten - Blau .....................8
4. Seltene Akteure – Die Mischfarben.................9
4.1 Hoffnung und Gift - Grün.............................9
4.2 Das Alter - Braun ....................................10
4.3 Mäßigung und Leiden - Violett ....................11
5. Kostbarkeiten - Die metallischen Farben .......11
5.1 Reichtum und Liebe - Gold .........................12
5.2 Rein und unwirklich - Silber ........................13
6. Chaos und Neugier - Bunt ..........................13
7. Schlusswort.............................................14
8. Literaturverzeichnis ..................................15

Einleitung (Auszug)

Laut Wassily Kandinsky ist Farbe „ein Mittel direkten Einfluss auf die Seele auszu-üben.“ Jede Farbe übt eine andere Wirkung auf den Betrachter bzw. Leser aus. Sie kann positive und negative Emotionen freisetzen, Gefahr signalisieren, Ruhe vermiteln und vieles mehr: Farben sind visualisierte Gefühle. Die Grimmsche Märchensammlung zeichnet sich durch eine sehr sparsam und gezielt eingesetzte Farbgebung aus: Personen, Kleidung, Gegenstände etc. die farbig auftreten, haben immer eine besondere Bedeutung und verweisen auf das Innere, den Charakter.
[...]
Das intuitive Wissen um die Bedeutung einer Farbe ist zum Teil angeboren, zum Teil aber auch kulturell geprägt , weswegen ich mich im Folgenden immer nur auf den europäischen, christlichen Bedeutungskreis und dessen traditionelle Farbsymbolik beziehen werde. Da in der Romantik Goethes Farbentheorie einen großen Einfluss auf die Kunsttheorie ausübte und Goethe fast 20 Jahre lang in persönlichem Kontakt mit den Gebrüdern Grimm stand, die seine Werke wiederum sehr schätzten , halte ich es für sinnvoll, neben der traditionellen Farbsymbolik auch Goethes speziele Theorien zur Bedeutung der Farben in meiner Untersuchung der Märchenfarben mit einzubeziehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Licht und Finsternis - Die Nichtfarben

2.1 Leben und Sterben - Weiß

2.2 Trauer und Tod - Schwarz

2.3 Das Zwischenreich - Grau

3. Aufmerksamkeitsfänger - Die reinen Farben

3.1 Liebe und Gefahr - Rot

3.2 Vernunft und Neid - Gelb

3.3 Ferne und Traumwelten - Blau

4. Seltene Akteure – Die Mischfarben

4.1 Hoffnung und Gift - Grün

4.2 Das Alter - Braun

4.3 Mäßigung und Leiden - Violett

5. Kostbarkeiten – Die metallischen Farben

5.1 Reichtum und Liebe - Gold

5.2. Rein und unwirklich - Silber

6. Chaos und Neugier - Bunt

7. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die gezielte Verwendung von Farbsymbolik in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Farben als bewusst eingesetzte Gestaltungsmittel dienen, um Charakterzüge, emotionale Zustände und handlungsrelevante Signale zu vermitteln, wobei insbesondere die traditionelle europäische Symbolik sowie Goethes Farbentheorie als Interpretationsrahmen herangezogen werden.

  • Die Funktion der Nichtfarben (Schwarz, Weiß) als Ausdruck von Licht, Finsternis und Tod.
  • Die psychologische und symbolische Wirkung reiner Farben wie Rot, Gelb und Blau.
  • Die Rolle seltener Mischfarben und metallischer Töne (Gold, Silber) zur Charakterisierung von Kostbarkeiten und Werten.
  • Die Korrelation zwischen Farbwahl und der Verstärkung von Märchenmotiven wie Erlösung, Gefahr oder Reichtum.
  • Die Verknüpfung von Märchenfarben mit kunsttheoretischen Ansätzen der Romantik.

Auszug aus dem Buch

3.1 Liebe und Gefahr - Rot

Rot ist die natürlichste Farbe des Menschen, da sie beim menschlichen Körper selbst ein starker Stimmungsindikator ist. So verrät etwa ein plötzliches Erröten den Liebenden: Als der Junge in „Die Gänsehirtin am Brunnen“ (KHM 179) die Gänsehirtin ansieht, wird diese „rot wie eine Moosrose“ und das arme Mädchen in „Spindel, Weberschiffchen und Nadel“ (KHM 188) wird „über und über rot“ als der Königssohn sie betrachtet. Auch Zornige und Beschämte werden Rot. Rote Haut signalisiert Gesundheit, Frische und Jugend. Weil „Sneewittchen“ (KHM 53), obwohl sie nach dem Biss in den giftigen Apfel daliegt wie tot, noch rote Wangen hat, wollen die Zwerge sie nicht vergraben.

Die konventionelle Farbsymbolik weist der Farbe Rot schon seit der Antike zwei sehr ambivalente Bedeutungsfelder zu: Liebe und Gefahr. Die rote Rose ist von jeher als Liebesblume bekannt, und Jorinde in „Jorinde und Joringel“ (KHM 69) gelingt es mit der Macht der „blutroten Blume“ ihren Geliebten zu retten. Auch Rot als Zeichen für Gefahr findet sich in vielen Märchen wieder: In „Der Grabhügel“ (KHM 195) wird der Teufel als der „Herr mit der roten Feder“ angekündigt, und in „Hänsel und Gretel“ (KHM 15) heißt es alle „Hexen haben rote Augen“. Erklären lässt sich die Verbindung von Rot mit Gefahr durch das zerstörerische Rot des Feuers und des Blutvergießens. Rot ist dadurch auch Farbe der Grausamkeit und des Todes: die böse Stiefmutter aus „Sneewittchen“ (KHM 53) muss z.B. in rotglühenden Schuhen tanzen, bis sie daran stirbt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Farbsymbolik ein und erläutert die methodische Herangehensweise unter Einbeziehung von Kandinskys und Goethes Farbentheorien.

2. Licht und Finsternis - Die Nichtfarben: Dieses Kapitel analysiert Weiß und Schwarz als kontrastierende Symbole für Leben, Tod, Unschuld und das Böse in den Märchen.

3. Aufmerksamkeitsfänger - Die reinen Farben: Es wird untersucht, wie die Primärfarben Rot, Gelb und Blau eingesetzt werden, um die Aufmerksamkeit des Lesers gezielt auf Emotionen und Signale zu lenken.

4. Seltene Akteure – Die Mischfarben: Hier wird die eher seltene Verwendung von Grün, Braun und Violett beleuchtet, die spezifische Bedeutungen wie Hoffnung, Alter oder Mäßigung tragen.

5. Kostbarkeiten – Die metallischen Farben: Das Kapitel widmet sich der Bedeutung von Gold und Silber als Ausdruck von Reichtum, Wertigkeit und dem Übernatürlichen.

6. Chaos und Neugier - Bunt: Diese Sektion behandelt die farbliche Vielfalt, welche einerseits ein Symbol der Jugend und Neugier darstellt, andererseits jedoch auch Unruhe und Chaos signalisieren kann.

7. Schlusswort: Das Schlusswort resümiert das eingeschränkte Farbspektrum der Grimms und betont die bewusste Funktion der Farben als atmosphärisches Gestaltungsmittel.

Schlüsselwörter

Farbsymbolik, Brüder Grimm, Kinder- und Hausmärchen, Goethes Farbenlehre, Licht, Finsternis, Rot, Weiß, Schwarz, Gold, Silber, Märchenmotive, Romantik, Literaturwissenschaft, Farbwirkung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert, wie die Gebrüder Grimm in ihren Märchen Farben gezielt einsetzen, um Charaktere, Stimmungen und moralische Werte zu transportieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der symbolischen Einteilung in Nichtfarben, reine Farben, Mischfarben und metallische Farben.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Ziel ist es nachzuweisen, dass die Farbgebung in den Märchen nicht willkürlich, sondern ein bewusst eingesetztes Mittel zur inhaltlichen Untermalung ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die traditionelle Symbolik mit Goethes speziellen Theorien zur Bedeutung der Farben verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich nach Farbgruppen und untersucht deren jeweilige symbolische Aufladung an konkreten Beispielen aus zahlreichen Grimm-Märchen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Farbsymbolik, Märchenforschung, Romantik und literarische Gestaltungsmittel definieren.

Warum spielt die Farbe Weiß eine so ambivalente Rolle?

Weiß steht einerseits für Reinheit, Unschuld und Licht, wird aber durch die Assoziation mit Leichenblässe und Geistererscheinungen auch als Todesfarbe gedeutet.

Wie unterscheidet sich die Deutung von Rot laut dem Text?

Rot fungiert als ambivalentes Symbol, das einerseits Vitalität, Liebe und Leben repräsentiert, andererseits durch Feuer und Blut jedoch auch Gefahr, Zorn und Grausamkeit signalisiert.

Inwiefern hat Goethes Farbentheorie Einfluss auf die Analyse?

Goethes Theorien dienen als ergänzender Interpretationsrahmen, um beispielsweise Farben wie Gelb oder Violett über ihre rein traditionelle Bedeutung hinaus psychologisch zu deuten.

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Details

Title
Die Farbsymbolik in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm
College
LMU Munich  (Institut für Deutsche Philologie)
Course
Die Sammlung der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm
Grade
1,0
Author
M.A. Melitta Töller (Author)
Publication Year
2005
Pages
16
Catalog Number
V82786
ISBN (eBook)
9783638898430
ISBN (Book)
9783638908405
Language
German
Tags
Farbsymbolik Kinder- Hausmärchen Brüder Grimm Sammlung Kinder- Hausmärchen Brüder Grimm
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Melitta Töller (Author), 2005, Die Farbsymbolik in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82786
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