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Xenophons Apologie des Sokrates

Literarische Technik und Sokratesbild

Title: Xenophons Apologie des Sokrates

Term Paper , 2004 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Robert Igel (Author)

Greek Studies - Literature
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Im Zentrum der Analyse stehen, neben einem Überblick über den Aufbau des Werkes, die literarischen Techniken, die Xenophon verwendet, um dem Leser seine Vorstellung des Charakters und der Eigentümlichkeiten des Sokrates zu vermitteln. Am Anfang steht die Frage nach den Absichten, die Xenophon zu seinem Werk veranlassen und ihn dazu bringen, es in der vorliegenden Form dem Leser zu präsentieren. In einer textnahen Interpretation werden die einzelnen Teile der Apologie besprochen und das xenophontische Sokratesbild, das die Apologie zu vermitteln sucht, herausgearbeitet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Absichten Xenophons

3. Der Hermogenesbericht

3.1. Der Dialog zwischen Hermogenes und Sokrates

3.2. Die Rede vor Gericht

3.3. Die Rede nach der Verurteilung

4. Anekdotisches

4.1. Sokrates und seine Umgebung

4.2. Das vaticinium ex eventu

5. Fazit: Das Sokratesbild der xenophontischen Apologie

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht Xenophons "Apologie des Sokrates" primär unter literaturwissenschaftlichen Gesichtspunkten, um das durch das Werk vermittelte Sokratesbild sowie die eingesetzten rhetorischen und narrativen Techniken zu analysieren, anstatt die Schrift als historisches Quellenmaterial zu bewerten.

  • Literarische Analyse von Xenophons Apologie
  • Untersuchung der Absichten und Motive Xenophons
  • Die Rolle von Hermogenes als Vermittler
  • Sokrates’ Haltung zum Tod und sein religiöses Selbstverständnis
  • Darstellung von Charakterzügen durch Anekdoten und fiktive Elemente

Auszug aus dem Buch

3.1. Der Dialog zwischen Hermogenes und Sokrates

Die Frage des Hermogenes, ob Sokrates sich nicht mit der Ausarbeitung einer Verteidigungsrede eher beschäftigen solle, anstatt sich über andere Dinge zu unterhalten, beantwortet dieser damit, dass er sich während seines bisherigen Lebens nichts zu Schulden habe kommen lassen (§3: οὐδὲν ἄδικον διαγεγένημαι ποιῶν) und der Auffassung sei, dass dies die beste Vorbereitung auf seine Verteidigung sei (μελέτην εἶναι καλλίστην ἀπολογίας). Sokrates wird hier also von vornherein als Unschuldiger dargestellt, der meint, eine ausgefeilte Verteidigungsrede nicht nötig zu haben.

Hermogenes wendet dagegen ein (§4), dass es in Athen öfter vorkomme, dass auch Unschuldige zum Tode verurteilt werden, und Sokrates gibt zu, dass er versucht habe, sich Gedanken über die Verteidigung zu machen, daran jedoch von seinem δαιμόνιον gehindert worden sei. Daraus schließt Sokrates (§5), dass von göttlicher Seite bestimmt sei, es sei besser für ihn zu sterben, wo er doch ein frommes und gerechtes Leben gelebt habe. Diese merkwürdig anmutende Auffassung wird im Folgenden (§6-7) etwas klarer: Die Vorteile einer sofortigen Verurteilung zum Tode liegen zum einen darin, dass er den Beschwerlichkeiten des Alters (§6: καὶ ὁρᾶν τε χεῖρον καὶ ἀκούειν ἧττον καὶ δυσμαθέστερον εἶναι καὶ ὧν ἔμαθον ἐπιλησμονέστερον) entgeht, zum anderen, dass ihm ein schneller Tod bevorsteht (§7: ἐξέσται μοι τῇ τελευτῇ χρῆσθαι ἣ ῥᾴστη...κέκριται).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den Forschungsstand zur Apologie des Xenophon und definiert das Ziel der Arbeit, das Werk als literarisches Konstrukt zu untersuchen.

2. Die Absichten Xenophons: Das Kapitel analysiert die Beweggründe Xenophons, Sokrates als jemanden darzustellen, der den Tod gegenüber einem langen, beschwerlichen Leben vorzieht.

3. Der Hermogenesbericht: Dieser Abschnitt unterteilt sich in die Analyse des Dialogs mit Hermogenes sowie die zwei Verteidigungsreden des Sokrates vor und nach dem Urteil.

4. Anekdotisches: Hier wird untersucht, wie Xenophon durch kurze, pointierte Geschichten ein persönlicheres und charmanteres Bild von Sokrates zeichnet.

5. Fazit: Das Sokratesbild der xenophontischen Apologie: Die abschließende Synthese fasst die literarischen Mittel zusammen, mit denen Xenophon Sokrates als religiös fundiertes Vorbild mit einer scheinbaren Überlegenheit charakterisiert.

Schlüsselwörter

Xenophon, Apologie, Sokrates, literarische Technik, Sokratesbild, Hermogenes, Daimonion, Megalegoria, Prozesssituation, Anekdoten, Verteidigungsrede, Götterglaube, antike Literatur, Klassische Philologie, Antike Philosophie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Xenophons "Apologie des Sokrates" als literarisches Werk, um die darin verwendeten Techniken und das spezifische Sokratesbild des Autors herauszuarbeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Absichten Xenophons, die Rolle des Hermogenes als Gewährsmann, die rhetorische Gestaltung der Verteidigungsreden sowie die Einbettung von Anekdoten.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor der Arbeit?

Das Ziel ist eine textnahe Interpretation, die aufzeigt, wie Xenophon mittels literarischer Mittel eine spezifische Vorstellung von Sokrates vermittelt, losgelöst von der Frage nach historischen Fakten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine philologische, textnahe Interpretation angewandt, die den Aufbau des Werkes und die erzählerischen Strategien Xenophons analysiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert schrittweise den Hermogenesbericht, die Verteidigungsreden sowie die anekdotischen Einschübe und die Abrechnung mit Anytos.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die zentralen Begriffe umfassen Xenophon, Apologie, Sokratesbild, literarische Technik und das Daimonion.

Welche Funktion hat die Figur des Hermogenes in Xenophons Darstellung?

Hermogenes fungiert als fiktiver Gewährsmann, der durch seine persönliche Nähe zu Sokrates dem Bericht einen Anschein von Objektivität und Historizität verleihen soll.

Wie erklärt die Arbeit das Phänomen der "Megalegoria" bei Sokrates?

Die Arbeit interpretiert die anmaßende Redeweise des Sokrates als Resultat seines engen Verhältnisses zum Göttlichen und seiner daraus resultierenden, unerschütterlichen Gelassenheit gegenüber dem Tod.

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Details

Title
Xenophons Apologie des Sokrates
Subtitle
Literarische Technik und Sokratesbild
College
University of Freiburg  (Seminar für Klassische Philologie)
Course
Xenophons und Platons Apologie des Sokrates
Grade
1,0
Author
Robert Igel (Author)
Publication Year
2004
Pages
12
Catalog Number
V82832
ISBN (eBook)
9783638889353
ISBN (Book)
9783638889445
Language
German
Tags
Xenophons Apologie Sokrates Xenophons Platons Apologie Sokrates
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Robert Igel (Author), 2004, Xenophons Apologie des Sokrates, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82832
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