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Jugendliche und mediale Gewalt

Titre: Jugendliche und mediale Gewalt

Mémoire pour le Diplôme Intermédiaire , 2005 , 45 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Roxana Krüger (Auteur)

Travail Social
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Résumé Extrait Résumé des informations

De facto nehmen Straffälligkeit und Gewalttaten Jugendlicher zu, während die Häufigkeit und die Intensität der Gewaltdarstellung in den Medien steigt. Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Frage der Auswirkungen medialer Gewalt auf das Verhalten Jugendlicher auseinander. Um sich diesem Thema zu nähern, ist vorab eine Vertiefung des Gewaltbegriffes notwendig. Anschließend wende ich mich den Medien, deren Entwicklung und heutigem Stellenwert sowie Formen und Faktoren medialer Gewalt zu.
Um zu verstehen, ob und in welcher Art Gewaltdarstellung Einfluss auf Jugendliche hat, werde ich im vierten Kapitel die schwierige Entwicklungsphase der Adoleszenz mit ihren besonderen Problemen näher betrachten.
Außerdem halte ich es für beachtenswert, zu erläutern, was die besondere Faszination von Gewaltdarstellungen für Jugendliche ausmacht.
Im sechsten Kapitel arbeite ich heraus, wie Jugendliche mediale Ereignisse wahrnehmen, erleben und verarbeiten.
Den Schwerpunkt dieser Arbeit bildet die Auseinandersetzung mit der Wirkung medialer Gewaltdarstellungen. Ich werde verschiedene Ansätze der Medienwirkungsforschung und einige gängige Thesen zur Wirkung von Gewaltdarstellungen diskutieren. Danach erfolgt ein Überblick der bedingenden Faktoren für Straffälligkeit und abschließend führe ich eine kritische Schlussbetrachtung durch.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gewalt

2.1 Formen der Gewalt

2.1.1 Personale Gewalt

2.1.2 Strukturelle Gewalt

2.1.3 Mediale Gewalt

3. Medien

3.1. Definition

3.2. Medienkonsum

3.2.1. Entwicklung des Medienkonsums

3.2.2. Alltagsfunktion der Medien für Jugendliche

3.2.3. Formen medialer Gewalt

3.2.4. Faktoren des Konsums medialer Gewalt

4. Pubertät und Adoleszenz

5. Motive für Faszination von Gewalt

5.1. Angstlust

5.2. Ohnmachtgefühl und Sexuelle Konfliktspannung

5.3. Medien als Spiegel

5.4. Abgrenzung von Erwachsenen

6. Erleben und Verarbeiten

7. Wirkung

7.1. Medienwirkung

7.1.1. Stimulus-Response-Modell

7.1.2. Erweitertes Wirkungsmodell

7.1.3. Lasswell-Formel

7.1.4. Two-Step-Flow of Communication

7.1.5. Knowledge-gap-Hypothese

7.1.6. Agenda-Setting-Hypothese

7.1.7. Uses-and-gratification-approach

7.1.8. Schweigespirale

7.2 Wirkung von medialer Gewalt

7.2.1 Katharsishypothese

7.2.2. Stimulationshypothese

7.2.3 Habitualisierung

7.2.4 Lerntheorie

7.2.5 Suggestionsthese

7.2.6 Wirkungslosigkeit

8. Bedingungen für Straffälligkeit

8.1 Ungünstige Sozial- und Milieubedingungen

8.2 Individuelle Faktoren

8.3 Gesellschaftliche Hintergründe

9. Zusammenfassung

10. Quellen- und Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen medialer Gewaltdarstellungen auf das Verhalten Jugendlicher und analysiert, inwieweit diese als Ursache für Straffälligkeit fungieren können. Im Fokus steht dabei die komplexe Wechselwirkung zwischen medialen Inhalten, der Entwicklungsphase der Adoleszenz sowie individuellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

  • Entwicklung und Bedeutung medialer Gewalt
  • Faszination von Gewaltdarstellungen in der Adoleszenz
  • Medienwirkungsforschung und theoretische Ansätze
  • Bedingungsfaktoren für jugendliche Straffälligkeit

Auszug aus dem Buch

5. Motive für Faszination von Gewalt

Faustkämpfe, wilde Schießereien, abgehackte Gliedmaßen, literweise spritzendes Blut – solche oder ähnliche Inhalte findet man üblicherweise in Medien aller Art. Für die meisten Menschen sind das Situationen, denen sie in ihrem Leben nicht ausgeliefert sein möchten. Daher empfinden es einige als eine Art Perversion, sich visuell solchen Gewaltdarstellungen auszusetzen. Jedoch sind die Konsumenten von gewaltdarstellenden Medien in der Regel nicht sadistisch oder masochistisch veranlagt und hegen keinen Wunsch, das Gesehene auch in der Wirklichkeit zu erleben. Trotzdem sind unzählige Jugendliche von brutalen Filmen, Videospielen etc. fasziniert. Ist es wirklich eine Perversion oder nicht vielleicht doch ganz normal? Was macht diesen Reiz aus?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Problematik von zunehmender medialer Gewaltdarstellung und Erläuterung des Aufbaus der Arbeit.

2. Gewalt: Definition der Begriffe personale, strukturelle und mediale Gewalt sowie Einordnung in den theoretischen Kontext.

3. Medien: Definition von Medien und Analyse der Entwicklung des Medienkonsums bei Jugendlichen sowie eine Betrachtung der Formen medialer Gewalt.

4. Pubertät und Adoleszenz: Beschreibung der entwicklungspsychologischen Phase des Übergangs vom Kind zum Erwachsenen und deren zentraler Herausforderungen.

5. Motive für Faszination von Gewalt: Untersuchung der psychologischen Reize für den Konsum gewalthaltiger Medien, einschließlich Angstlust und Identitätsbildung.

6. Erleben und Verarbeiten: Analyse der Wahrnehmungsprozesse und der Verarbeitung von medialen Inhalten durch Jugendliche.

7. Wirkung: Kritische Diskussion der verschiedenen Theorien der Medienwirkungsforschung in Bezug auf mediale Gewaltdarstellungen.

8. Bedingungen für Straffälligkeit: Erörterung von sozialen, individuellen und gesellschaftlichen Faktoren, die die Entstehung von Straffälligkeit bei Jugendlichen begünstigen.

9. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse und Fazit zur Rolle der Medien im Kontext realer Gewalt.

10. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Literatur.

Schlüsselwörter

Mediale Gewalt, Jugendforschung, Medienwirkung, Adoleszenz, Sozialpädagogik, Straffälligkeit, Medienkonsum, Aggression, Gewaltforschung, parasoziale Interaktion, Medienkompetenz, Identitätsbildung, Lerntheorie, Sozialisation, Medienalltag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen und medialen Gewaltdarstellungen sowie deren möglichen Einfluss auf das reale Verhalten und die Entwicklung von Straffälligkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die verschiedenen Gewaltbegriffe, die Medienwirkung auf Jugendliche in der Adoleszenz, die psychologischen Motive für den Medienkonsum sowie die sozialen Bedingungen, die eine Tendenz zu gewalttätigem Verhalten begünstigen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Einfluss medialer Gewalt auf Jugendliche kritisch zu beleuchten und einzuordnen, ob Medien als alleinige Ursache für Gewalt zu sehen sind oder lediglich als Verstärker wirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Internetrecherche, die verschiedene medienwissenschaftliche und sozialpädagogische Theorien zusammenführt und diskutiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben der Definition von Gewalt und Medien der Konsum und die Wirkung von Medien, die Entwicklungsphase der Adoleszenz, die Faszination für Gewalt sowie verschiedene Medientheorien ausführlich erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Medienwirkung, mediale Gewalt, Adoleszenz, Sozialisation, Aggression und Medienkompetenz.

Warum ist die Adoleszenz für das Thema so bedeutend?

Die Adoleszenz ist eine Phase der Identitätsfindung und Grenzerfahrung, in der Medien eine wichtige Rolle als Spiegel oder Ventil spielen können, um eigene Emotionen und soziale Rollen auszutesten.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin zur Gewaltentstehung?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass mediale Gewalt kein isoliertes Jugendproblem ist, sondern ein gesellschaftliches. Medien dienen oft als Alibi für tiefer liegende Probleme wie Armut, Perspektivlosigkeit und mangelnde gesellschaftliche Integration.

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Résumé des informations

Titre
Jugendliche und mediale Gewalt
Université
Dresden Technical University  (Erziehungswissenschaften)
Note
1,0
Auteur
Roxana Krüger (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
45
N° de catalogue
V82880
ISBN (ebook)
9783638898522
Langue
allemand
mots-clé
Jugendliche Gewalt
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Roxana Krüger (Auteur), 2005, Jugendliche und mediale Gewalt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82880
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Extrait de  45  pages
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