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Über die Ästhetik in der Kunst zur Erkennbarkeit Gottes? Sören Kierkegaard

Das Antlitz Gottes - Zur Theologie der Bildlosigkeit

Titre: Über die Ästhetik in der Kunst zur Erkennbarkeit Gottes? Sören Kierkegaard

Dossier / Travail de Séminaire , 2006 , 20 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Margarete Roewer (Auteur)

Théologie - Théologie systématique
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In dieser Arbeit soll es um die Erörterung des Verhältnisses von Religion und Ästhetik bei Sören Kierkegaard gehen. Dabei geht es in der Ästhetik um die Frage, ob das Sinnliche Erkenntnismittel des Menschen ist und ob sich über das Sinnliche Gott erkennen lässt. Im Besonderen soll hier der Punkt diskutiert werden, ob sich Gott durch die Ästhetik in der Kunst erfassen lassen kann.
Der Begriff Ästhetik leitet sich ab vom Griechischen aisthesis und bedeutet u.a. Wahrnehmung. Diese ursprüngliche Wortdeutung von Wahrnehmung liegt den folgenden Ausführungen zugrunde; es geht also um die Frage, wie groß der Einfluss der Sinnlichkeit des Menschen für den Erkenntnisprozess ist.
Es wird deutlich werden, dass die Ästhetik ein wichtiger Bestandteil Kierkegaards Anthropologie ist, denn sie ist ein Stadium der Menschwerdung und somit Grundvoraussetzung für den Erkenntnisprozess in Form von Selbsterkenntnis des Menschen und unabdingbar für die damit verbundene Gotteserkenntnis. Die Ästhetik wird also aufgegriffen als „Wahrnehmungslehre“, als erörternde Frage, ob der Mensch das, was seine Sinne aufnehmen, für „wahr“ nehmen kann.
Wenn Gott in seinem Sohn Jesus Christus Fleisch wird, die Gestalt eines Menschen annimmt, dann ist zu prüfen, wie sich diese Bewegung Gottes zum Menschen hin für das Leben der Christen auswirkt. Da Jesus Christus in seiner Menschwerdung auch die Leiblichkeit des Menschen erlöst hat, spielt diese Leiblichkeit für die Frage des Glaubens und für die Anthropologie eine besondere Rolle und kann keinesfalls ausgeklammert werden. Im Prinzip könnte man sagen, dass im Folgenden die sinnliche Wahrnehmung von geistiger/idealistischer und irdischer/materieller Welt gegenübergestellt, bewertet und analysiert wird.
Es wird zu fragen sein, inwiefern die Offenbarung Gottes, also die „Verkörperlichung des Geistigen“ und somit auch Absoluten, als Argumentationspunkt für eine Darstellung des Göttlichen in der Kunst gelten kann. Zumal sich die Kunst u.a. auch an dem Materiellen orientiert und auch heranziehen muss. Kann es überhaupt möglich sein, dass sich Kunst allein in geistigen Sphären bewegt, völlig unabhängig von der „irdischen Wahrheit“?
Ist das irdisch Schöne in der Lage, die Sinne des Menschen anzusprechen und zu verzaubern und kann es einen Bezug zu Gott herstellen, oder nimmt das irdisch Schöne den Menschen derart gefangen, so dass der Mensch den Blick darüber hinaus nicht mehr auf Gott zu lenken vermag?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Methodischer Zugang

2. Hauptteil

2.1 Die Anthropologie Kierkegaards

2.2 Die Ästhetik und Ethik oder das Innere und das Äußere bei Kierkegaard

2.3 Die Position der Ästhetik in der Kunst

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Religion und Ästhetik bei Sören Kierkegaard mit dem Ziel zu klären, inwiefern das Sinnliche als Erkenntnismittel dient und ob sich Gott durch die Ästhetik in der Kunst erfassen lässt.

  • Anthropologische Grundlagen und Existenzstadien bei Kierkegaard
  • Das Spannungsfeld zwischen Ästhetik, Ethik und Religion
  • Die Bedeutung von Innerlichkeit und Subjektivität für die Gotteserkenntnis
  • Die Grenzen der Kunst als Medium religiöser Kommunikation
  • Kritische Analyse der direkten versus indirekten Mitteilung

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Anthropologie Kierkegaards

In der Anthropologie Kierkegaards geht es um die Frage, wie der einzelne Mensch sein Leben angesichts der vorgegebenen Bedingungen gestaltet und entfaltet. Allerdings geht er davon aus, dass das menschliche Leben nicht einfach fertig vorliegt und dass das Sein des Menschen nicht bereits abgeschlossen ist, sondern der Mensch befindet sich in seinem Werden in einem Prozess. Der Mensch entwickelt aus eigenem Antrieb heraus sein Selbst.

Dies tut der Mensch, indem er eine bewusste Synthese von Endlichkeit und Unendlichkeit bildet, welche sich zu sich selbst verhält und deren Aufgabe es ist, sie selbst zu werden, was sich wiederum nur durch das Verhältnis zu Gott verwirklichen lässt. Wird dagegen das Selbst nicht es selbst, so ist es verzweifelt, ob es etwas davon weiß oder nicht. Ein Verhalten, dass sich zu sich selbst verhält, ist folglich ein reflektiertes Sich-verhalten.

Das Mensch-sein ist folglich nicht abgeschlossen und kann somit nicht vom Denken überblickt werden, denn menschliches Leben ereignet sich und ist vom Handeln des Menschen geprägt. Der Mensch handelt, indem er sich zu sich selbst und zu Gott verhält. Das Werden des Menschen spiegelt deshalb eine Dynamik und Bewegung wieder. Die Entschiedenheit des Handeln-Wollens bestimmt also die Intensität des Selbstseins, weil in ihm ein bewusstes Verhalten zum eigenen Handeln vorliegt, und damit ein Selbstwollen impliziert ist, das wiederum den Grad des Selbstbewusstsein bestimmt. Selbstbewusstsein meint hier also nicht direkt Selbstbetrachtung, sondern eher die im selbstbestimmten Handeln mitvollzogene Selbstgewissheit. Wobei zu einer Selbsterkenntnis sicherlich auch eine gewisse Selbstbetrachtung von Nöten ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problemstellung des Verhältnisses von Religion, Ästhetik und Gotteserkenntnis ein und skizziert den methodischen Zugang über die Anthropologie Kierkegaards.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert Kierkegaards Stadienlehre, beleuchtet das Verhältnis von Ästhetik und Ethik als Bedingung für das Selbstwerden und diskutiert die Möglichkeiten sowie Grenzen der Ästhetik in der Kunst.

3. Schluss: Der Schluss fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Kunst zwar Horizonte eröffnen kann, Gotteserkenntnis jedoch eine persönliche, existenzielle Erfahrung voraussetzt, die über die bloße ästhetische Darstellung hinausgeht.

Schlüsselwörter

Sören Kierkegaard, Theologie, Ästhetik, Religion, Anthropologie, Existenzstadien, Selbst, Gotteserkenntnis, Kunst, Subjektivität, Innerlichkeit, Ethik, Offenbarung, Kommunikation, Verzweiflung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit erörtert das komplexe Verhältnis von Religion und Ästhetik im Denken von Sören Kierkegaard, insbesondere im Hinblick auf die Erkennbarkeit Gottes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf Kierkegaards Anthropologie, seiner Stadienlehre (Ästhetik, Ethik, Religion) und der Frage, ob Kunst ein geeignetes Medium zur Vermittlung religiöser Erfahrungen ist.

Welches ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage untersucht, ob das Sinnliche als Erkenntnismittel dienen kann und inwiefern sich Gott durch die Ästhetik in der Kunst erfassen lässt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Untersuchung erfolgt durch eine systematische Analyse von Kierkegaards existenzphilosophischen Werken, wobei die existenzielle Anthropologie als Basis für die Einordnung der ästhetischen Stadien dient.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Selbstseins (Anthropologie), die Abgrenzung und Ergänzung von Ästhetik und Ethik sowie eine kritische Reflexion über die Rolle der Kunst als Kommunikationsmittel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben Kierkegaard insbesondere Ästhetik, Religion, Selbst, Existenzstadien und Gotteserkenntnis.

Wie definiert Kierkegaard laut Arbeit das "Selbst"?

Das Selbst ist laut Kierkegaard keine statische Einheit, sondern ein fortwährender Prozess des Werdens, der durch eine bewusste Synthese von Endlichkeit und Unendlichkeit in Beziehung zu Gott konstituiert wird.

Warum lehnt Kierkegaard laut Autorin die Ästhetik als alleiniges Mittel zur Gotteserkenntnis ab?

Weil die Ästhetik an das Äußere gebunden ist und oft zur Oberflächlichkeit führt, während wahre Gotteserkenntnis eine existenzielle Innerlichkeit und eine persönliche Entscheidung erfordert, die durch rein ästhetische Betrachtung nicht vermittelt werden kann.

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Résumé des informations

Titre
Über die Ästhetik in der Kunst zur Erkennbarkeit Gottes? Sören Kierkegaard
Sous-titre
Das Antlitz Gottes - Zur Theologie der Bildlosigkeit
Université
Free University of Berlin  (Seminar für Katholische Theologie)
Cours
Das Antlitz Gottes – Zur Theologie der Bildlosigkeit
Note
2,0
Auteur
Margarete Roewer (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
20
N° de catalogue
V82929
ISBN (ebook)
9783638906975
ISBN (Livre)
9783638907019
Langue
allemand
mots-clé
Kunst Erkennbarkeit Gottes Sören Kierkegaard Antlitz Gottes Bildlosigkeit Ästhetik Theologie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Margarete Roewer (Auteur), 2006, Über die Ästhetik in der Kunst zur Erkennbarkeit Gottes? Sören Kierkegaard, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82929
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Extrait de  20  pages
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