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Interpretation einer literarischen und einer epigraphischen Quelle

Title: Interpretation einer literarischen und einer epigraphischen Quelle

Seminar Paper , 2000 , 11 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Kai-Uwe Heinz (Author)

World History - Early and Ancient History
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Ein Textabschnitt aus den Historiae Romanae von Velleius Paterculus, einem römischen Geschichtsschreiber des 1. Jahrhunderts, wird ebenso wie eine epigraphische Quelle interpretiert.

Velleius, aus dem Munizipialadel, hatte als Offizier unter dem späteren Kaiser Tiberius in Germanien und Pannonien gedient und war insofern befangen, als er der Schicht von homines novi angehörte, die unter Augustus und Tiberius zu politischer Geltung gelangten. Er erweist sich in seinem Geschichtsurteil als Repräsentant der neuen, dem Kaiserhaus treu ergebenen Offiziers- und Beamtenschicht, der Ruhe, Ordnung und Sicherheit des Reiches als der Idealzustand erscheinen. Wir dürfen ihn, seine politische Einstellung und seine Geschichtsschreibung als streng optimatisch und kaisertreu bezeichnen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. LITERARISCHE QUELLE

1. Literarische Quelle

2. Interpretation

2.1 Zum Autor und seiner politischen Einstellung

2.2 Übersetzung des unterstrichenen Textabschnitts

2.3 Die politische Tradition, in der das Verhalten des Augustus gegenüber Iulus Antonius stand

2.4 Warum das Vergehen Iulias besonders schlimm für Augustus war (persönliche und politische Gründe)

II. EPIGRAPHISCHE QUELLE

1. Epigraphische Quelle

2. Interpretation

III. LITERATUR

1. Benutzte Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, sowohl eine literarische als auch eine epigraphische Quelle aus der Zeit des römischen Kaisers Augustus zu analysieren und in ihren historisch-politischen Kontext einzuordnen. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie politisches Fehlverhalten und dynastische Krisen die Selbstdarstellung des Augustus sowie die Karrierewege von Beamten im frühen Prinzipat widerspiegelten.

  • Die literarische Darstellung des Skandals um Iulia und Iulus Antonius.
  • Die Analyse des Konzepts der „Clementia Caesaris“ als politisches Instrument.
  • Die Untersuchung des „cursus honorum“ anhand epigraphischer Zeugnisse.
  • Die kaiserliche Legitimation durch Sittengesetzgebung und Apotheose.
  • Die Rolle der Statthalter in der Provinz Gallia Narbonensis.

Auszug aus dem Buch

1. Zum Autor und seiner politischen Einstellung

Der Text stammt von Velleius Paterculus, einem römischen Geschichtsschreiber des 1. Jahrhunderts (aus dessen Werk Historiae Romanae). Velleius, aus dem Munizipialadel, hatte als Offizier unter dem späteren Kaiser Tiberius in Germanien und Pannonien gedient und war insofern befangen, als er der Schicht von homines novi angehörte, die unter Augustus und Tiberius zu politischer Geltung gelangten. Er erweist sich in seinem Geschichtsurteil als Repräsentant der neuen, dem Kaiserhaus treu ergebenen Offiziers- und Beamtenschicht, der Ruhe, Ordnung und Sicherheit des Reiches als der Idealzustand erscheinen. Wir dürfen ihn, seine politische Einstellung und seine Geschichtsschreibung als streng optimatisch und kaisertreu bezeichnen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. LITERARISCHE QUELLE: Dieses Kapitel behandelt die Interpretation eines Textabschnitts von Velleius Paterculus über den Skandal um Iulia und Iulus Antonius. Dabei werden die politische Tradition der Milde sowie die schwerwiegenden persönlichen und staatspolitischen Folgen für Augustus untersucht.

II. EPIGRAPHISCHE QUELLE: Hier erfolgt eine detaillierte Auswertung einer Ehreninschrift für Gn. Pullius Pollio, um dessen Aufstieg im „cursus honorum“ zu dokumentieren. Ergänzend werden weitere Statthalter der Provinz Gallia Narbonensis im 1. Jahrhundert n. Chr. vorgestellt.

III. LITERATUR: In diesem Teil wird das für die Arbeit herangezogene wissenschaftliche Quellenverzeichnis aufgeführt.

Schlüsselwörter

Augustus, Iulia, Iulus Antonius, Velleius Paterculus, Clementia Caesaris, cursus honorum, Gallia Narbonensis, epigraphische Quelle, Sittengesetzgebung, römische Geschichte, Prinzipat, Statthalter, Apotheose, senatorische Laufbahn, honoratioren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Hausarbeit widmet sich der Interpretation einer literarischen Quelle über den Skandal um Iulia sowie einer epigraphischen Quelle zur Karriere des Gn. Pullius Pollio im Kontext des augusteischen Prinzipats.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die politische Ideologie des Augustus, den Umgang mit dynastischen Krisen, die Konzepte römischer Tugenden (speziell Clementia) und die Struktur senatorischer Laufbahnen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die historische Einordnung der Quellen, um aufzuzeigen, wie Augustus seine Macht durch moralische Gesetzgebung festigte und wie Beamte seiner Zeit in diese politischen Strukturen integriert wurden.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Der Autor nutzt die philologische Quellenkritik für den literarischen Text und die epigraphische Analyse von Inschriften, um den Lebenslauf von Amtsträgern zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Interpretation von Velleius Paterculus bezüglich des Augustus-Hauses sowie in eine detaillierte prosopographische Untersuchung von Statthaltern der Gallia Narbonensis.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Wichtige Begriffe sind Augustus, Clementia Caesaris, cursus honorum, homines novi und Gallia Narbonensis.

Warum war der Skandal um Iulia politisch so brisant für Augustus?

Der Skandal traf Augustus direkt in seiner Inszenierung als „pater patriae“ und als Bewahrer der „mos maiorum“. Da er die Sittengesetzgebung propagierte, untergrub das Fehlverhalten seiner Tochter seine eigene politische Glaubwürdigkeit.

Was lässt sich aus der Inschrift des Gn. Pullius Pollio über die römische Beamtenstruktur lernen?

Die Inschrift belegt, dass auch Männer aus dem Ritterstand oder aus bescheideneren Verhältnissen („homines novi“) durch Loyalität und kaiserliche Protektion eine glanzvolle Karriere bis hin zur Statthalterschaft in einer senatorischen Provinz erreichen konnten.

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Details

Title
Interpretation einer literarischen und einer epigraphischen Quelle
College
University of Heidelberg  (Seminar für Alte Geschichte)
Course
Einführung in die römische Geschichte
Grade
1,5
Author
Kai-Uwe Heinz (Author)
Publication Year
2000
Pages
11
Catalog Number
V82966
ISBN (eBook)
9783638896757
ISBN (Book)
9783638904926
Language
German
Tags
Interpretation Quelle Einführung Geschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kai-Uwe Heinz (Author), 2000, Interpretation einer literarischen und einer epigraphischen Quelle, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82966
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