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Cicero und die Rhetorik

Divinatio in Quintum Caecilium

Titre: Cicero und die Rhetorik

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 1999 , 20 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Kai-Uwe Heinz (Auteur)

Études latines - Littérature
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Cicero – Staranwalt, gebildet, wortgewandt, selbstbewußt und ein Verteidiger der guten Sache. Als Hüter republikanisch-demokratischer Werte setzt er sich im Fall Verres für die sizilischen Kommunen ein und "sichert sich in der In Q. Caecilium Divinatio das Recht, als Ankläger gegen Verres aufzutreten".
Die In Q. Caecilium Oratio quae Divinatio dicitur ist eine der vielen Gelegenheiten, Ciceros rhetorische Fähigkeiten, seinen Stil, seine virtuose Umsetzung römischer Beredsamkeit, von deren Regeln seine Rede getragen aber nicht beherrscht ist, kennenzulernen.1 Sie gibt uns nicht nur einen Einblick in das juristische Know-how sondern auch in die herausragende Sprachgewalt des "Vollenders der lateinischen literarischen Prosa und Schöpfer ihrer klassischen Form".2 In ihr entdecken wir Typisches für den routinierten Altmeiser Cicero, der so manche Reden zu einem Rundumschlag über seine moralischen Ansichten, seine philosophischen Standpunkte und sein Ideal des Redners nutzte:3 neben einer juristischen Glanzleistung, in der er Q. Caecilius Niger als Kandidat für die Anklageführung erfolgreich aussticht, äußert sich Cicero genauso politisch, wie auch Aussagen zu seinem Rednerideal, das eine Brücke von der Rhetorik zur Philosophie schlägt, immer wieder durchschimmern.
Das macht im Gespräch über die Verrinen die Divinatio in Q. Caecilius so interessant, daß wir ihr im Rahmen dieser Proseminararbeit unsere Aufmerksamkeit widmen wollen. Dabei soll ein für unsere Betrachtung relevanter Textausschnitt übersetzt, mit einigen textkritischen Bemerkungen bedacht und anschließend unter verschiedenen Aspekten besprochen werden, wobei versucht wird, das Augenmerk verstärkt auf Ciceros Verhältnis zur Rhetorik zu richten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Die Textstelle

2.1 Historischer Kontext

2.2 Die Textstelle und ihre Situierung

2.3 Textkritische Merkmale

3. Übersetzung

4. Interpretation

4.1 Das erste Argument der Refutatio – eine exemplarische Betrachtung der ersten fünf Perioden

4.2 Ciceros Rednerideal

4.3 Zur Argumentationweise Ciceros

4.4 Zur Sprache Ciceros in der Divinatio

5. Auswahlbibliographie

5.1 Quelle

5.2 Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die rhetorische Strategie und Argumentationsweise Ciceros in seiner Rede Divinatio in Q. Caecilium, wobei der Fokus auf dem Abschnitt der Refutatio (Kapitel 27-33) liegt. Ziel ist es aufzuzeigen, wie Cicero seinen Kontrahenten Caecilius rhetorisch als ungeeigneten Ankläger disqualifiziert, um selbst die Anklage gegen Verres zu übernehmen.

  • Historischer Kontext der Verrinen und der innenpolitischen Lage Roms
  • Analyse der rhetorischen Beweisführung und Argumentationsstruktur
  • Untersuchung von Ciceros Rednerideal und dessen Verbindung zur Philosophie
  • Sprachstilistische Analyse ausgewählter Passagen (virtuose Beredsamkeit)
  • Textkritische Betrachtung relevanter Handschriftenvarianten

Auszug aus dem Buch

(30) Ich merke nämlich, daß es sehr viele Vorwürfe gibt, die Dich derart mit Verres in Verbindung bringen, daß Du es nicht wagst, in der Anklage an ihnen zu rühren. Ganz Sizilien beklagt, daß G. Verres von den Landwirten, nachdem er für sich die Lieferung von Getreide in seine Depots angeordnet hatte, pro Scheffel – obwohl ein Scheffel Weizen zwei HS kostete – anstatt normalem Weizen zwölf Sesterzen verlangt hätte. Ein großer Anklagepunkt, eine gewaltige Summe, ein schamloser Betrug und unerträgliche Ungerechtigkeit! Allein aufgrund dieses einen Anklagepunktes muß ich jenen verurteilen: Du, Caecilius, was wirst Du tun?

(31) Läßt Du dieses große Verbrechen beiseite oder wirfst Du es ihm vor? Wenn Du es ihm zum Vorwurf machst, willst Du einem anderen das verwerfen, was im selben Zeitraum, in derselben Provinz Du selbst praktiziert hast? Wirst Du es wagen, einen anderen so anzuklagen, daß Du Dich umso weniger weigern könntest, daß man dich verurteilt? wenn Du es beiseite läßt, welcher Art wird diese Deine Anklage sein, die aus Furcht, Dein eigenes Nest zu beschmutzen, nicht nur den Verdacht auf ganz offensichtliche und sehr schwerwiegende Verbrechen, sondern sogar deren bloße Erwähnung scheut?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Cicero begründet seine moralische Verpflichtung, die Anklage gegen Verres zu führen und den ungeeigneten Caecilius als Ankläger zu verhindern.

2. Die Textstelle: Dieses Kapitel erläutert den historischen Kontext der römischen Gerichtsbarkeit, die Einbettung der Rede in Ciceros Werdegang sowie die textkritischen Besonderheiten der vorliegenden Handschriften.

3. Übersetzung: Eine kommentierte Übersetzung der Kapitel 27-33 der Divinatio.

4. Interpretation: Eine detaillierte rhetorische und inhaltliche Analyse der Argumentation Ciceros, seines Rednerideals sowie der sprachlichen Gestaltung der Rede.

5. Auswahlbibliographie: Verzeichnis der verwendeten Primärquellen und der relevanten Sekundärliteratur zur antiken Rhetorik.

Schlüsselwörter

Cicero, Divinatio in Q. Caecilium, Verres, Rhetorik, Prozessführung, Anklage, Senatsgericht, antike Beredsamkeit, historische Kontextualisierung, Argumentationstechnik, Rednerideal, Integrität, juristische Praxis, Refutatio, Sizilien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Divinatio in Q. Caecilium von Cicero, in der er den Prozess führt, um das Recht zur Anklage gegen den ehemaligen Proprätor Verres zugesprochen zu bekommen.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die rhetorische Argumentationstechnik, das Ringen um die Zulassung als Ankläger sowie Ciceros Verständnis von moralischer Integrität eines Redners.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die exemplarische Untersuchung der rhetorischen Überlegenheit Ciceros in den Kapiteln 27-33, um aufzuzeigen, wie er seinen Gegner Caecilius geschickt disqualifiziert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine philologische und rhetorische Analyse angewandt, die sowohl den historischen Kontext als auch textkritische Aspekte und die stilistische Analyse einbezieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Textstelle, deren Übersetzung und eine tiefgehende Interpretation der Argumentationsstruktur und Sprache.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Cicero, Rhetorik, Anklage, Prozessführung, historische Kontextualisierung und Argumentationstechnik.

Wie entkräftet Cicero die Eignung von Caecilius als Ankläger konkret?

Cicero weist auf Caecilius' mangelnde Unbescholtenheit hin, da dieser in die kriminellen Machenschaften des Verres in Sizilien verstrickt war, was ihn befangen und unfähig für eine glaubwürdige Anklage macht.

Welche Bedeutung hat die "Doppelstrategie" in der Divinatio?

Cicero nutzt das Vorverfahren nicht nur, um Caecilius als ungeeignet darzustellen, sondern gleichzeitig, um bereits in diesem Stadium inhaltliche Beweise gegen Verres vorzubringen und so das Verfahren günstig zu beeinflussen.

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Résumé des informations

Titre
Cicero und die Rhetorik
Sous-titre
Divinatio in Quintum Caecilium
Université
University of Heidelberg  (Seminar für Klassische Philologie)
Cours
Cicero - die Reden gegen Verres
Note
1,0
Auteur
Kai-Uwe Heinz (Auteur)
Année de publication
1999
Pages
20
N° de catalogue
V82970
ISBN (ebook)
9783638896832
ISBN (Livre)
9783638904957
Langue
allemand
mots-clé
Cicero Rhetorik Cicero Reden Verres Thema Cicero
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Kai-Uwe Heinz (Auteur), 1999, Cicero und die Rhetorik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82970
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Extrait de  20  pages
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