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Unterstützungsleistungen für Jungfamilien mit Kindern von 0 bis 6 Jahren in Österreich und Schweden

Title: Unterstützungsleistungen für Jungfamilien mit Kindern von 0 bis 6 Jahren in Österreich und Schweden

Seminar Paper , 2007 , 31 Pages , Grade: 2

Autor:in: Mag. (FH) MBA Michael Felfernig (Author)

Politics - Other International Politics Topics
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Summary Excerpt Details

Unterstützungsleistungen u –angebote für Jungfamilien sind in Österreich ein seit vielen Jahren stark diskutiertes Thema. So kam es im Jahr 2002 zu einer Umstellung des Karenzsystems und anstatt des Karenzgeldes wurde das Kindergeld eingeführt. Aber auch das derzeitige System wird immer wieder in Frage gestellt und ist Änderungen unterworfen. So wird im Regierungsprogramm der derzeitigen großen Koalition von SPÖ und ÖVP dem Thema der „Familienpolitischen Maßnahmen“ ein eigener Abschnitt gewidmet, in welchem die Bereiche „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ und „Weiterentwicklung von Kinderbetreuung“ jeweils in eigenen Kapiteln behandelt werden.
Der Grund, dass die Suche nach einer neuen und modernen Sozialpolitik, und damit auch nach einer neuen und modernen Form der Unterstützung für Jungfamilien, auf der Liste der Reformpläne der Wohlfahrtsstaaten ganz oben steht liegt darin, dass vor allem Familien mit Kindern und weibliche Alleinerzieher Opfer der neuen sozialen Bedürfnisse sind. Diese Bedürfnisse entstehen durch die Wegentwicklung vom Industriestaat und der Einstellung, dass der Mann alleine für die finanzielle Versorgung der Familie zuständig ist. Damit verbunden sind Änderungen im Bereich der Familien- und Arbeitsstrukturen, in welchen sich stabile Familienstrukturen auflösen und sich die Rolle der Geschlechter ändert. (Vgl. Häusermann 2006, 5f)
Im Rahmen der vorliegenden Arbeit soll die Frage beantwortet werden, inwieweit die derzeitigen Unterstützungsleistungen und -angebote für Jungfamilien mit Kindern im Alter von 0 bis 6 Jahren in Österreich geeignet sind, um den neuen sozialen Risiken entgegenzuwirken bzw. die neuen sozialen Bedürfnisse abzudecken. Auch soll dargestellt werden, wie sich die derzeitige Konzeption des Kinderbetreuungsgeldes entwickelt hat und welche Änderungen geplant sind. Alternativ zum österreichischen Modell soll das schwedische Modell dargestellt werden und die Frage geklärt werden, ob die schwedischen Unterstützungsleistungen und –angebote für Jungfamilien mit Kindern derselben Altersgruppe besser geeignet sind, um neuen sozialen Risiken entgegenzuwirken.
Es soll grundsätzlich nur auf Standardleistungen eingegangen werden. Die unterschiedlichen finanziellen Zuschüsse für behinderte Kinder, die Zuschüsse für Selbstständige und Bauern und die Zuschüsse aufgrund einer Adoption sollen nicht bearbeitet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Wesentliche Begriffe

2.1 Der Begriff „Kind“ in der österreichischen Gesetzgebung

2.2 Neue soziale Risiken –Definition und Einordnung

3 Österreichische und Schwedische Sozialpolitik

3.1 Unterschiedliche Einstufung der Sozialpolitiken

3.2 Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Sozialpolitik und Sozialsystem

3.3 Vergleich der Sozialausgaben

3.4 Ist das schwedische Modell besser als das österreichische? Eine subjektive Betrachtung

4 Das Österreichische System der Unterstützungsleistungen und -angebote

4.1 Vom Karenzgeld zum Kindergeld

4.1.1 Die politische Lage bei der Einführung des Kindergeldes

4.1.2 Plenarsitzung des Nationalrats am 29. März 2001

4.1.3 Forderung nach Kindergeld bis zum sechsten Lebensjahr

4.1.4 Studie des WIFO

4.1.5 Weitere Meinungen und Stellungnahmen zum Kinderbetreuungsgeld

4.2 Familienunterstützungsleistungen in Österreich

4.2.1 Wochengeld

4.2.2 Familienbeihilfe

4.2.3 Kinderbetreuungsgeld

4.2.4 Kinderbetreuung

4.3 Vorgesehene Reformen

4.4 Zusammenfassung der österreichischen Politik im Bereich der Kinderbetreuung

5 Das schwedische System der Unterstützungsleistungen und –angebote

5.1 Die Reform der 60er und 70er

5.2 Das aktuelle System

6 Auswirkungen der verschiedenen Systeme

6.1 Frauen am Arbeitsmarkt

6.2 Gleichstellung von Mann und Frau

6.3 Väter in Karenz

6.4 Die Geburtenrate

6.5 Zusammenfassung

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit das österreichische System der Unterstützungsleistungen für Familien mit Kindern zwischen 0 und 6 Jahren geeignet ist, auf neue soziale Risiken und Bedürfnisse zu reagieren. Hierzu wird ein Vergleich mit dem schwedischen Modell gezogen, um die Effektivität verschiedener sozialpolitischer Ansätze in Bezug auf Erwerbsbeteiligung und Familienförderung zu bewerten.

  • Vergleich der österreichischen und schwedischen Sozialpolitik
  • Analyse der Transformation vom Karenzgeld zum Kinderbetreuungsgeld in Österreich
  • Untersuchung der Auswirkungen auf Frauenerwerbsquote und Gleichstellung
  • Evaluierung der Geburtenrate und familienpolitischer Maßnahmen
  • Diskussion zukünftiger Reformbedarfe im österreichischen Sozialsystem

Auszug aus dem Buch

3.1 Unterschiedliche Einstufung der Sozialpolitiken

Schweden und Österreich werden in den meisten sozialpolitischen Studien in verschiedene Gruppen eingeordnet. So gehört bei Bonoli Schweden zu den nordischen Staaten, welche im Bereich der Absicherung gegen neue soziale Risiken bereits am weitesten fortgeschritten sind. Österreich zählt hingegen zu den konservativen Wohlfahrtsstaaten, welche erst geringe Schritte in diesem Bereich getätigt haben. (Vgl. Bonoli 2006, 4ff)

Siegel unterscheidet Österreich und Schweden anhand ihrer sozialpolitischen Kennziffern. Er zählt Österreich zu den korporatistisch-zentristischen wohlfahrtsstaatlichen Typen, in welchen das soziale Versicherungsprinzip vorherrscht. Schweden gilt als sozialdemokratisch wohlfahrtsstaatlicher Typ, in welchen die staatliche Sozialpolitik eine allgemein zugängliche Grundsicherung anstrebt, welche unabhängig vom Erwerbsstatus auf einem möglichst hohen Versorgungsniveau sein sollte. (Vgl. Siegel 2006, 292ff)

Schweden und Österreich weisen jedoch, neben vielen Unterschieden in den gesellschaftlichen Werten und politischen Kräfteverhältnissen, viele Ähnlichkeiten in politischen Institutionen und wirtschaftlichen Strukturen auf. Aus diesem Grund kann sich Österreich heute neuerlich ein Beispiel an Schweden für die notwendigen Reformen im Sozialstaat nehmen. (Vgl. Marterbauer 2007, 237)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt das Thema der Familienunterstützung in Österreich vor und definiert den Fokus der Untersuchung auf Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren sowie den Vergleich zum schwedischen Wohlfahrtsmodell.

2 Wesentliche Begriffe: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Begrifflichkeiten „Kind“ und „neue soziale Risiken“ im Kontext der post-industriellen Gesellschaft.

3 Österreichische und Schwedische Sozialpolitik: Hier werden die sozialpolitischen Systeme beider Länder anhand ihrer Typisierung, der Sozialausgaben und einer subjektiven Betrachtung des schwedischen Modells gegenübergestellt.

4 Das Österreichische System der Unterstützungsleistungen und -angebote: Dieses umfangreiche Kapitel behandelt die Historie des Kinderbetreuungsgeldes, die verschiedenen Familienleistungen wie Wochengeld und Familienbeihilfe sowie geplante Reformschritte.

5 Das schwedische System der Unterstützungsleistungen und –angebote: Das Kapitel analysiert die historischen Reformen in Schweden ab den 60er Jahren und beschreibt das aktuelle, auf Gleichstellung ausgerichtete System.

6 Auswirkungen der verschiedenen Systeme: Es werden die Konsequenzen der unterschiedlichen Politikansätze auf die Frauenerwerbsquote, Gleichstellung, Väterkarenz und Geburtenraten untersucht.

7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung des schwedischen Modells als Vorbild für die österreichische Sozialpolitik im Hinblick auf zukünftige Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Familienpolitik, Österreich, Schweden, Kinderbetreuungsgeld, Neue soziale Risiken, Sozialstaat, Karenzgeld, Frauenerwerbsquote, Gleichstellung, Familienbeihilfe, Kinderbetreuung, Väterkarenz, Sozialausgaben, Wohlfahrtsstaat, Geburtenrate.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit analysiert und vergleicht die Unterstützungsleistungen für Familien mit Kindern von 0 bis 6 Jahren in Österreich und Schweden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die soziale Sicherung, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Kinderbetreuungseinrichtungen sowie die politischen Reformen der Familienförderung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu bewerten, inwieweit das österreichische Modell auf die sogenannten "neuen sozialen Risiken" reagiert und ob das schwedische System als effektivere Alternative dienen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die auf Fachliteratur, sozialpolitischen Studien, statistischen Daten (Eurostat, OECD) und Regierungsberichten basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Begriffe, den Vergleich der beiden Sozialstaaten sowie eine detaillierte Betrachtung der spezifischen Leistungen in Österreich und Schweden samt ihrer Auswirkungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Familienpolitik, Kinderbetreuungsgeld, neue soziale Risiken, Frauenerwerbsquote und Gleichstellung.

Wie unterscheidet sich die Finanzierung des Kinderbetreuungsgeldes vom früheren Karenzgeld?

Das Kinderbetreuungsgeld ist im Gegensatz zum Karenzgeld nicht mehr an eine vorherige Erwerbstätigkeit gebunden, was zu einer Ausweitung des Bezieherkreises führte.

Warum wird Schweden im Fazit als Vorbild genannt?

Schweden wird als Vorbild für die notwendige Kopplung von Familienpolitik mit aktiver Arbeitsmarktpolitik und dem Ausbau hochwertiger Kinderbetreuung angeführt, um die Frauenerwerbsquote zu steigern.

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Details

Title
Unterstützungsleistungen für Jungfamilien mit Kindern von 0 bis 6 Jahren in Österreich und Schweden
College
University of Vienna  (Politikwissenschaften)
Course
New Social Risks
Grade
2
Author
Mag. (FH) MBA Michael Felfernig (Author)
Publication Year
2007
Pages
31
Catalog Number
V83004
ISBN (eBook)
9783638889780
ISBN (Book)
9783638889858
Language
German
Tags
Unterstützungsleistungen Jungfamilien Kindern Jahren Schweden Social Risks
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag. (FH) MBA Michael Felfernig (Author), 2007, Unterstützungsleistungen für Jungfamilien mit Kindern von 0 bis 6 Jahren in Österreich und Schweden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83004
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