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Der Einfluss der Reformen auf Löhne in Lateinamerika

Title: Der Einfluss der Reformen auf Löhne in Lateinamerika

Seminar Paper , 2007 , 26 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Milad Safar (Author)

Economics - Case Scenarios
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Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Thema „Der Einfluss der Reformen auf Löhne in Lateinamerika“. Im zweiten Teil der Arbeit wird die politische Lage Lateinamerikas dargestellt, um so eine bessere Vorstellung darüber zu bekommen, unter welchen Umständen die Reformen entstanden und mit welchen Problemen die lateinamerikanischen Länder bis zur Demokratisierung zu kämpfen hatten. Dies soll nur eine Grundlage bilden, damit man erkennt, dass Reformen für Lateinamerika unabdingbar waren und sind. Nach dieser kurzen Einführung werden dann allgemeine wirtschaftliche Reformen
vorgestellt, bei der die Lohnreformen zunächst ausgeschlossen werden, um im Hauptteil gesondert darauf eingehen zu können. Doch es wird jedem auffallen, dass man die allgemeinen Reformen nicht zu sehr vom eigentlichen Thema ausschließen kann. Grund dafür ist, dass sie genau wie die Lohnreformen meist indirekt aber auch direkt auf Löhne und Lohnunterschiede einwirken können. Der Dritte Teil geht explizit auf die Lohnreformen ein. Dazu charakterisiere ich
speziell das Problem der hohen Lohnunterschiede in Lateinamerika. Dafür werde ich vor allem die uns vorliegende Quelle von Behrman, Birdsall und Székely „Economic Policy and Wage Differentials in Latin America“ verwenden. Nach der Darstellung des vorhandenen Lohngefälles werde ich dessen Entstehung versuchen zu begründen. Dabei wird insbesondere die Tatsache der unterschiedlichen Bildungsniveaus zur Begründung hinzugezogen. Nachdem dieses Problem erläutert wurde, werde ich verschiedene Lösungswege betrachten.
Dabei wird sich zeigen, dass nicht nur spezielle Lohnreformen auf Löhne und das Lohngefälle einwirken können, sondern auch die Reformen, die in Abschnitt zwei als allgemein angesehen werden. Als Beweismittel, werde ich, wie oben schon erwähnt, mich auf die Ergebnisse der Untersuchungen von Behrman, Birdsall und Székely beziehen, die es erstmals schafften eine aussagekräftige
Bewertungsstrategie zu entwickeln, die eine starke Korrelation zwischen Reformen und Lohngefälle beziehungsweise (bzw.) Lohnunterschiede zwischen qualifizierten und unqualifizierten Arbeitern bestätigt. Es wird schließlich aufgezeigt, welche Reformen sich positiv und welche sich negativ auf Löhne und Lohngefälle auswirken.

Im letzten Teil der Arbeit werde ich schließlich das Ergebnis zusammenfassen und meine eigene Meinung und eine Lösungsidee vorschlagen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 REFORMEN IN LATEINAMERIKA

2.1 Wirtschaftliche und Politische Lage Lateinamerikas

2.2 Wirtschaftliche Reformen und ihre Ziele

2.2.1 Finanzreformen

2.2.2 Steuerreformen

2.2.3 Privatisierung

3 EINFLUSS DER REFORMEN AUF LÖHNE

3.1 Lohnreformen

3.1.1 Das Lohngefälle

3.1.2 Unterschiedliche Bildungslevel

3.2 Auswirkungen der Lohnreformen

3.2.1 Tatsächlicher Einfluss der Reformen auf Löhne

3.2.2 Auswirkungen der Handelsreformen

3.2.3 Auswirkungen der Privatisierung

3.2.4 Auswirkungen der Finanzreformen

3.2.5 Auswirkungen der Steuerreformen

3.3 Empirischer Beweis

4 FAZIT

5 ANHANG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss verschiedener wirtschaftlicher Reformmaßnahmen auf das Lohnniveau und das Lohngefälle zwischen qualifizierten und unqualifizierten Arbeitern in Lateinamerika, um herauszufinden, ob und inwiefern diese Reformen zur Einkommensungleichheit beigetragen haben.

  • Politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in Lateinamerika
  • Analyse wirtschaftlicher Reformziele und Instrumente (Finanz-, Steuer- und Handelsreformen, Privatisierung)
  • Charakterisierung des Lohngefälles und der Bedeutung des Bildungsniveaus
  • Empirische Untersuchung der Korrelation zwischen Reformgeschwindigkeit und Lohnentwicklung

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Das Lohngefälle

Doch nicht nur im fehlenden Sozialsystem hat Lateinamerika im Sinne der Arbeitsmarktpolitik ein starkes Defizit, sondern auch im Bereich der Löhne. Schon seit zwei Jahrzehnten müssen lateinamerikanische Länder mit Lohnunterschieden kämpfen, die in den letzten Jahren insbesondere zwischen schlecht geschulten und gut geschulten Arbeitern gestiegen sind. Durch neue Reformen, wie eine wirtschaftliche Umstrukturierung und die Öffnung der Märkte, sollte dies verhindert werden. Viele Analysten und Politiker haben vorausgesagt, dass diese Neuerungen genau das Gegenteil bewirken. Das eigentliche Ziel der neuen Reformen war, die Vorteile lateinamerikanischer Länder besser zu nutzen. Durch die Tatsache, dass diese Länder einen vergleichsweise großen Bestand an schlecht geschulten Arbeitern haben, sollte durch die Öffnung der Märkte versucht werden, neue Arbeitsplätze für unqualifizierte Arbeiter zu schaffen, um somit das Lohngefälle zu reduzieren. Damit stellt sich für uns nun die Frage, inwiefern und ob diese Reformen tatsächlich das Lohngefälle verstärkt haben. Denn wenn dies so wäre, würde damit ein Ungleichgewicht im Einkommen einhergehen, weil die Haupteinnamensquelle eben die Löhne sind.

JR. Behrman, N. Birdsall und M. Székely stellen dazu in ihrem Aufsatz “Economic Policy and Wage Differentials in Latin America” 18 lateinamerikanische Länder mit vergleichbaren Informationen bezüglich Löhne in Städten und Bildung in der Zeit von 1977 – 1998 dar. Dabei versuchen sie durch ihre neue Strategie den Einfluss von Reformen auf die Einkünfte der Arbeiter mit unterschiedlichem Bildungslevel zu bewerten. Dafür benutzen sie Daten, die sie durch Haushaltsumfragen erhielten. Diese seien besser als Unternehmensumfragen, weil sie erstens alle städtischen Gebiete abdecken, zweitens legale und illegale Beschäftigung repräsentieren und drittens das ganze Einkommen der Haushalte und nicht nur das Lohneinkommen berücksichtigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Thematik der wirtschaftlichen Reformen in Lateinamerika ein und erläutert die Forschungsfrage bezüglich der Auswirkungen auf Lohngefälle und Einkommensunterschiede.

2 REFORMEN IN LATEINAMERIKA: Dieses Kapitel beleuchtet das politische und wirtschaftliche Umfeld der Region und stellt verschiedene Reformkonzepte, wie Finanz-, Steuer- und Privatisierungsmaßnahmen, vor.

3 EINFLUSS DER REFORMEN AUF LÖHNE: Der Hauptteil analysiert explizit Lohnreformen, die Rolle des Bildungsniveaus sowie die empirischen Zusammenhänge zwischen Reformintensität und Lohngefälle.

4 FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer stärkeren Fokussierung auf das Bildungssystem, um das Lohngefälle langfristig zu reduzieren.

5 ANHANG: Der Anhang enthält die Verzeichnisse der verwendeten Grafiken und Tabellen sowie das Literaturverzeichnis.

Schlüsselwörter

Lateinamerika, Wirtschaftsreformen, Lohngefälle, Einkommensungleichheit, Finanzreformen, Steuerreformen, Privatisierung, Handelsreformen, Bildungssystem, Arbeitsmarktpolitik, Wirtschaftswachstum, Reformgeschwindigkeit, Lohnunterschiede, Qualifikation, Neoliberalismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert den Einfluss, den wirtschaftspolitische Reformen seit den 1980er Jahren auf die Lohnstruktur und das Lohngefälle in lateinamerikanischen Ländern hatten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die wirtschaftliche und politische Ausgangslage, die verschiedenen Reforminstrumente wie Privatisierung und Steueranpassungen sowie deren Auswirkungen auf die Lohnschere.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Untersuchung der Frage, ob und wie ökonomische Reformen, die ursprünglich zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit gedacht waren, das Lohngefälle zwischen unterschiedlich qualifizierten Arbeitskräften beeinflusst haben.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse und wertet empirische Untersuchungen, insbesondere von Behrman, Birdsall und Székely, aus, um Korrelationen zwischen Reformgeschwindigkeit und Lohnentwicklung aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Betrachtung von Lohnreformen, der Rolle der Ausbildung sowie der differenzierten Analyse, wie einzelne Reformbereiche wie Handelsliberalisierung oder Steuerpolitik auf die Einkommensverteilung wirken.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Lateinamerika, Reformökonomie, Lohngefälle, Humankapital, Privatisierung und Bildungsrendite.

Warum spielt das Bildungsniveau bei der Analyse eine so zentrale Rolle?

Der Autor argumentiert, dass das Bildungsniveau in Lateinamerika stark ungleich verteilt ist und dass technischer Fortschritt sowie marktwirtschaftliche Öffnung primär die Nachfrage nach hochqualifizierten Arbeitskräften steigern, was das Gefälle vergrößert.

Wie wirkt sich die Privatisierung laut den Ergebnissen auf die Löhne aus?

Obwohl die Privatisierung anfangs als potenziell positiv für die Lohnentwicklung diskutiert wurde, zeigt die empirische Analyse, dass sie in vielen Fällen mit einer Vergrößerung der Lohnunterschiede einherging, da der Bedarf an hochqualifiziertem Management sank.

Was ist das Hauptergebnis des Fazits?

Der Autor schließt, dass Reformen die Einkommensschere eher vergrößert haben und fordert als primäres politisches Ziel eine nachhaltige Investition in das Bildungssystem, da dies langfristig der einzige Weg zur Verringerung des Lohngefälles sei.

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Details

Title
Der Einfluss der Reformen auf Löhne in Lateinamerika
College
University of Göttingen  (Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Volkswirtschaftstheorie und Entwicklungsökonomik)
Course
Außenwirtschaftliche und makroökonomische Lage Lateinamerikas im 21. Jh.
Grade
1,7
Author
Milad Safar (Author)
Publication Year
2007
Pages
26
Catalog Number
V83029
ISBN (eBook)
9783638890298
Language
German
Tags
Einfluss Reformen Löhne Lateinamerika Wirtschaftskunde Lateinamerika
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Milad Safar (Author), 2007, Der Einfluss der Reformen auf Löhne in Lateinamerika, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83029
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