Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Accounting and Taxes

Goodwill-Bilanzierung nach internationalen Rechnungslegungsstandards

Title: Goodwill-Bilanzierung nach internationalen Rechnungslegungsstandards

Diploma Thesis , 2006 , 114 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Serdar Korkusuz (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

„Der Kauf und Verkauf von Unternehmen bzw. Vermögensgegenständen wird auch in Zukunft unsere Wirtschaft beeinflussen. Die dazugehörigen Bewertungen dienen dabei nicht mehr ausschließlich zur Preis- und Entscheidungsfindung, sondern haben sich zu einem wichtigen Instrument der strategischen Unternehmenspolitik entwickelt.“ Insbesondere die Bedeutung des Geschäftswerts bzw. Goodwills nimmt ständig zu. „Bei zahlreichen Unternehmenszusammenschlüssen gehört er mittlerweile zu den Schlüsselgrößen der Übernahmeverhandlungen.“ Ausschlaggebend für dessen Bedeutungszuwachs ist einerseits die rapide steigende Anzahl von Unternehmenszusammenschlüssen und andererseits fallen Kaufpreis und bilanzielles Eigenkapital beim Unternehmenswerwerb immer mehr auseinander. Die Ursache dafür sind die immer Bedeutsamer werdenden immateriellen Vermögenswerte, „die sich nur teilweise hinreichend objektivieren lassen“ und somit in die Restgröße Goodwill einfließen, da sie nicht einzeln bilanziell abgebildet werden. So ist bspw. bei der Übernahme der Mannesmann AG durch Vodafone ein Goodwill in Höhe von ca. 140 Mrd. Euro entstanden. In vielen Fällen nimmt der Goodwill mehr als die Hälfte der Bilanzsumme ein und übersteigt nicht selten das bilanzielle Eigenkapital. So etwa betrug im Geschäftsjahr 2004 die „Goodwill/Eigenkapital“-Relation bei der TUI AG 126%. Aufgrund dessen investieren immer mehr Unternehmen große Summen in immaterielle Vorteile wie Know-how, Mitarbeiterqualität etc. Wegen seiner zentralen Bedeutung können schon die geringsten Modifikationen in der Bilanzierung des Goodwills die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns dramatisch beeinflussen und somit einem „wünschenswerten Unternehmenszusammenschluss im Wege stehen oder diesen begünstigen.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

1.2. Zielsetzung und Gang der Untersuchung

2. Überblick über die betrachteten Rechnungslegungssysteme

2.1. Rechnungslegung nach nationalen Vorschriften

2.1.1. HGB

2.1.2. DRSC

2.2. Rechnungslegung nach internationalen Vorschriften

2.2.1. US-GAAP

2.2.2. IFRS

3. Goodwill-Bilanzierung nach HGB

3.1. Bilanzieller Charakter des Goodwills nach HGB

3.2. Entstehung und Ansatz

3.3. Folgebewertung des Goodwills nach HGB

3.3.1. Pauschale Abschreibung

3.3.2. Planmäßige Abschreibung

3.3.3. Außerplanmäßige Abschreibung

3.3.4. Verrechnung mit den Rücklagen

3.4. Sonderfall negativer Goodwill

3.5. Angabepflichten

3.6. Goodwill-Bilanzierung nach DRS 4

4. Die neue Goodwill-Bilanzierung nach US-GAAP

4.1. Ausgangspunkt für SFAS 141 und 142

4.2. Die Kaufpreisallokation nach SFAS 141

4.3. Bilanzieller Charakter des Goodwills nach US-GAAP

4.4. Folgebilanzierung des Goodwills gem. SFAS 142: Impairment-Only-Approach

4.4.1. Aufteilung des Goodwills auf Reporting Units

4.4.2. Durchführung des zweistufigen Impairment Tests

4.4.2.1.Ermittlung eines Wertberichtigungsbedarfs des Goodwills

4.4.2.2.Ermittlung und Behandlung der Wertberichtigunghöhe des Goodwills

4.4.2.3.Zeitpunkt des Impairment Tests und testauslösende Indikatoren

4.5. Offenlegunspflichten

5. Goodwill-Bilanzierung nach IFRS 3

5.1. Konzeption und Inhalt von IFRS 3

5.2. Anwendungsbereich

5.3. Die Erwerbsmethode im Rahmen der Erstkonsolidierung

5.3.1. Bestimmung des Erwerbers

5.3.2. Erwerbszeitpunkt

5.3.3. Ermittlung der Anschaffungskosten

5.4. Kaufpreisallokation

5.4.1. Grundüberlegungen

5.4.2. Identifikation von Vermögenswerten und Schulden

5.4.3. Bewertung der Vermögenswerte und Schulden

5.5. Korrektur vorläufiger Erstkonsolidierungen

5.6. Ermittlung des Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung

5.6.1. Goodwill

5.6.2. Negativer Goodwill/Passiver Unterschiedsbetrag

5.7. Folgebilanzierung des Goodwills nach dem Impairment-Only-Approach

5.7.1. Identifizierung der Cash Generating Units

5.7.3. Der Impairment Test nach IFRS 3/IAS 36

5.7.3.1.Ermittlung des Wertminderungsbedarfs

5.7.3.2.Zeitpunkt und Häufigkeit des Impairment Tests

5.7.4. Minderheitenanteile

5.8. Anhangsangaben

6. Schlussbetrachtung

6.1. Zusammenfassender Vergleich

6.2. Kritische Anmerkungen

6.3. Ausblick

Zielsetzung und Forschungsfragen

Diese Arbeit zielt darauf ab, dem Leser einen umfassenden Überblick über die Bilanzierung des derivativen Goodwills sowohl nach nationalen als auch nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften zu vermitteln. Dabei wird insbesondere auf die signifikanten Unterschiede in der Behandlung des Goodwills bei den verschiedenen Standards eingegangen, um die Herausforderungen für deutsche Konzerne bei der Umstellung auf internationale Normen zu verdeutlichen.

  • Grundlagen der Goodwill-Bilanzierung nach HGB, inklusive Sonderfällen und DRS 4.
  • Die neue Goodwill-Bilanzierung nach US-GAAP unter Berücksichtigung von SFAS 141 und 142.
  • Detaillierte Analyse der Goodwill-Bilanzierung nach IFRS 3, insbesondere der Erwerbsmethode und des Impairment-Only-Approach.
  • Kritische Würdigung der internationalen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Rechnungslegung deutscher Konzerne.

Auszug aus dem Buch

1.1. Problemstellung

„Der Kauf und Verkauf von Unternehmen bzw. Vermögensgegenständen wird auch in Zukunft unsere Wirtschaft beeinflussen. Die dazugehörigen Bewertungen dienen dabei nicht mehr ausschließlich zur Preis- und Entscheidungsfindung, sondern haben sich zu einem wichtigen Instrument der strategischen Unternehmenspolitik entwickelt.“ Insbesondere die Bedeutung des Geschäftswerts bzw. Goodwills nimmt ständig zu. „Bei zahlreichen Unternehmenszusammenschlüssen gehört er mittlerweile zu den Schlüsselgrößen der Übernahmeverhandlungen.“ Ausschlaggebend für dessen Bedeutungszuwachs ist einerseits die rapide steigende Anzahl von Unternehmenszusammenschlüssen und andererseits fallen Kaufpreis und bilanzielles Eigenkapital beim Unternehmenswerwerb immer mehr auseinander. Die Ursache dafür sind die immer Bedeutsamer werdenden immateriellen Vermögenswerte, „die sich nur teilweise hinreichend objektivieren lassen“ und somit in die Restgröße Goodwill einfließen, da sie nicht einzeln bilanziell abgebildet werden. So ist bspw. bei der Übernahme der Mannesmann AG durch Vodafone ein Goodwill in Höhe von ca. 140 Mrd. Euro entstanden. In vielen Fällen nimmt der Goodwill mehr als die Hälfte der Bilanzsumme ein und übersteigt nicht selten das bilanzielle Eigenkapital. So etwa betrug im Geschäftsjahr 2004 die „Goodwill/Eigenkapital“-Relation bei der TUI AG 126%.

Aufgrund dessen investieren immer mehr Unternehmen große Summen in immaterielle Vorteile wie Know-how, Mitarbeiterqualität etc. Wegen seiner zentralen Bedeutung können schon die geringsten Modifikationen in der Bilanzierung des Goodwills die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns dramatisch beeinflussen und somit einem „wünschenswerten Unternehmenszusammenschluss im Wege stehen oder diesen begünstigen.“

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Internationalisierung und Globalisierung der Handels- und Kapitalmärkte nehmen internationale Rechnungslegungsvorschriften einen immer größer werden Stellenwert im Jahresabschluss deutscher Konzerne ein. Nach der Verordnung der EU-Ministerrates vom 06.06.2002 und der Verordnung (EG) Nr.1606/2002 des Europäischen Parlaments über die Anwendung internationaler Rechnungs-

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die steigende Bedeutung des Goodwills bei Unternehmenszusammenschlüssen ein und definiert das Ziel, die Bilanzierung nach nationalen und internationalen Vorschriften zu untersuchen.

2. Überblick über die betrachteten Rechnungslegungssysteme: Es werden die Grundlagen der Rechnungslegung nach HGB, DRSC, US-GAAP und IFRS dargelegt, die als Basis für die Goodwill-Bilanzierung dienen.

3. Goodwill-Bilanzierung nach HGB: Dieser Teil behandelt die Bilanzierung des Goodwills nach handelsrechtlichen Vorschriften, inklusive der Ansätze, Folgebewertungen und der speziellen Behandlung negativer Goodwills.

4. Die neue Goodwill-Bilanzierung nach US-GAAP: Hier werden die Standards SFAS 141 und 142 erläutert, insbesondere die Kaufpreisallokation und der Impairment-Only-Approach.

5. Goodwill-Bilanzierung nach IFRS 3: Dieses zentrale Kapitel widmet sich detailliert IFRS 3, der Erwerbsmethode sowie der Folgebilanzierung durch den Impairment-Only-Approach und die Ermittlung des Unterschiedsbetrags.

6. Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel bietet einen vergleichenden Überblick, kritische Anmerkungen zur Bilanzierungspraxis und einen Ausblick auf künftige Neuregelungen.

Schlüsselwörter

Goodwill, Unternehmenszusammenschluss, Rechnungslegung, HGB, IFRS, US-GAAP, Kaufpreisallokation, Impairment-Only-Approach, Reporting Unit, Cash Generating Unit, immaterielle Vermögenswerte, Kapitalkonsolidierung, Fair Value, Bilanzierung, Wertminderung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die verschiedenen Verfahren zur Bilanzierung des derivativen Goodwills, wobei nationale deutsche Standards (HGB) den internationalen Vorschriften (US-GAAP, IFRS) gegenübergestellt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Entstehung, der Ansatz und die Folgebewertung von Goodwill bei Unternehmenskäufen, der Übergang von der planmäßigen Abschreibung zum Impairment-Only-Approach sowie die Unterschiede in der Kaufpreisallokation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, dem Leser ein fundiertes Verständnis über die erheblichen Unterschiede in der Goodwill-Bilanzierung zu vermitteln, die aufgrund der divergierenden Zielsetzungen der verschiedenen Rechnungslegungssysteme existieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Normenanalyse der relevanten Standards (HGB, DRS, SFAS, IFRS/IAS) und vergleicht diese systematisch hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit und Wirkungsweise bei der Goodwill-Bilanzierung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die drei maßgeblichen Systeme: die Goodwill-Bilanzierung nach HGB, die neue Goodwill-Bilanzierung nach US-GAAP und die detaillierte Analyse der Goodwill-Bilanzierung nach IFRS 3.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Goodwill, Unternehmenszusammenschluss, Impairment-Only-Approach, Kaufpreisallokation, Cash Generating Unit, Fair Value und Rechnungslegungsstandards.

Warum spielt der Impairment-Only-Approach eine so wichtige Rolle?

Dieser Ansatz hat die traditionelle planmäßige Abschreibung des Goodwills weitgehend verdrängt, was zu einer erheblichen Entlastung der Jahresergebnisse führt, sofern keine Wertminderungsbedarfe festgestellt werden, aber gleichzeitig dem Management neue Ermessensspielräume eröffnet.

Wie unterscheidet sich die Goodwill-Bilanzierung zwischen HGB und IFRS?

Während das HGB noch Wahlrechte zur Abschreibung und Verrechnung mit Rücklagen gewährt, schreiben die IFRS zwingend die Anwendung der Erwerbsmethode und den jährlichen Impairment-Test auf Basis von Cash Generating Units vor.

Was ist bei der "Kaufpreisallokation" besonders zu beachten?

Die Kaufpreisallokation ist zentral, um den Goodwill als Residualgröße zu identifizieren, nachdem alle identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Fair Value bewertet wurden, wobei internationale Standards strengere Kriterien für die Separierung immaterieller Vermögenswerte setzen.

Excerpt out of 114 pages  - scroll top

Details

Title
Goodwill-Bilanzierung nach internationalen Rechnungslegungsstandards
College
University of Hamburg
Grade
1,3
Author
Serdar Korkusuz (Author)
Publication Year
2006
Pages
114
Catalog Number
V83055
ISBN (eBook)
9783638873819
Language
German
Tags
Goodwill-Bilanzierung Rechnungslegungsstandards
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Serdar Korkusuz (Author), 2006, Goodwill-Bilanzierung nach internationalen Rechnungslegungsstandards, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83055
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  114  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint