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Ursachen für die Zunahme von Schönheitsoperationen

Title: Ursachen für die Zunahme von Schönheitsoperationen

Term Paper , 2004 , 16 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Katharina Brenneis (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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In dieser Arbeit soll Bezug auf die gesellschaftlichen und kulturellen Rahmenbedingungen für eine Veränderung im Verständnis des Körpers in einer leistungsorientierten Gesellschaft gelegt werden. Durchleuchtet werden sollen die Ursachen für eine steigende Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper. Durch den gesellschaftlich bedingten Wandel des Gesundheits- und Bewegungsverständnisses und der Veränderung des Mutterbildes resultiert ein stark modifiziertes Selbstbild der Individuen. Dieses kann Ursache für Störungen die eigene Körperempfindlichkeit betreffend sein. Wenn das eigene Selbstbild gestört ist, können Körperbildstörungen und sogar Depressionen damit einhergehen. Zwei dieser psychologisch bedingten Störungen sollen hier nach einer Definition des Körperbildes kurz dargestellt werden und in das Thema einführen. Anschließend soll in einem kurzen geschichtlichen Aufriss - beginnend mit den Worten: „Körpermodifikationen sind keine Erfindung der Neuzeit“ - klargestellt werden, dass der Wunsch nach Veränderungen des Körpers keineswegs erst in den letzten Jahren aufgetreten ist. Nur die Intentionen der Individuen sind neue.

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Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DEFINITION KÖRPERBILD

2.1 Körperbildstörungen

2.1.1 Subklinische Körperbildstörungen

2.1.2 Klinische Körperbildstörungen (body image disorders)

3. GESCHICHTE DER SCHÖNHEITSCHIRURGIE

4. URSACHEN FÜR SCHÖNHEITSOPERATIONEN

4.1 Ursachen für die zunehmende Wichtigkeit des Körpers

4.1.1 Gesellschaftlicher und kultureller Wandel

4.1.1.1 Wandel des Gesundheits- und Bewegungsverständnisses

4.1.1.2 Wandel des Verständnisses von Mutterschaft

5. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die gesellschaftlichen und kulturellen Rahmenbedingungen, die zu einer steigenden Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper führen und somit die Nachfrage nach Schönheitsoperationen in einer leistungsorientierten Gesellschaft fördern.

  • Psychosoziale Auswirkungen von Körperbildstörungen
  • Die historische Entwicklung von Körpermodifikationen
  • Der Einfluss gesellschaftlicher Idealvorstellungen auf das Individuum
  • Der Zusammenhang zwischen Leistungsdruck und Körperoptimierung
  • Die Veränderung traditioneller Rollenbilder und deren Folgen

Auszug aus dem Buch

3. Geschichte der Schönheitschirurgie

„Körpermodifikationen sind keine Erfindung der Neuzeit. Wie Quellen belegen gab es bereits vor 35.000 Jahren das Bedürfnis, Körper nach kulturbedingten Schönheitsvorstellungen zu formen und zu verändern, um den Schönheitsidealen dieser Zeit zu entsprechen“13. Diese Körperkünste hatten aber - anders als die Schönheitsoperationen heute - ethnische, kulturelle und religiöse Hintergründe und symbolisierten beispielsweise Status- und Geschlechterordnungen.

Die heutige kosmetische Chirurgie ist ein sich weiterentwickeltes Teilgebiet der plastischen Chirurgie und ist aus den Erfahrungen, Intentionen und Methoden dieser hervorgegangen. Das medizinische Fachgebiet der plastischen Chirurgie hat sich die Rekonstruktion von Körperteilen „bei angeborenen oder verletzungsbedingten Körperschäden oder die Beseitigung von Verunstaltungen zum Ziel gemacht“14, die eine körperliche oder psychische Beeinträchtigung zur Folge haben können. Die sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelnde kosmetische Chirurgie bedeutet eine Beschäftigung und Veränderung am gesunden Körper, als „Korrektur der Natur“15, wie Ensel (1996) es nennt. Durch den Einsatz neuer Operationstechniken sowie schonender Anästhesie und die damit verbundene Beseitigungsmöglichkeit von gravierenden, durch Kriege verursachten Verletzungen, gewinnt die kosmetische Chirurgie nicht nur die lang verweigerte Achtung in der Medizin, sondern auch Anerkennung in der Öffentlichkeit. Nun besteht sowohl die Möglichkeit als auch die Legitimation, auch am unversehrten Körper Veränderungen vorzunehmen, um individuell, gesellschaftlich und kulturell vorgefertigten Idealen nachzukommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung des Körpers in der modernen Leistungsgesellschaft und führt in die Thematik der Schönheitschirurgie ein.

2. DEFINITION KÖRPERBILD: Dieses Kapitel erläutert den Begriff des Körperbildes, seine Entwicklung sowie die Unterscheidung zwischen subklinischen und klinischen Körperbildstörungen.

3. GESCHICHTE DER SCHÖNHEITSCHIRURGIE: Es wird dargelegt, dass der Wunsch nach Körpermodifikation historisch tief verwurzelt ist, sich die heutige kosmetische Chirurgie jedoch durch den Fokus auf den gesunden Körper unterscheidet.

4. URSACHEN FÜR SCHÖNHEITSOPERATIONEN: Das Kapitel analysiert den gesellschaftlichen Druck, Leistungsnormen sowie den Wandel von Gesundheits- und Mutterbildern als zentrale Treiber für Schönheitsoperationen.

5. FAZIT: Das Fazit kritisiert die zunehmende Reduktion auf das Äußere und reflektiert die Rolle der Wirtschaft bei der Verbreitung von Schönheitsidealen.

Schlüsselwörter

Schönheitsoperationen, Körperbild, Körperbildstörungen, Leistungsgesellschaft, Körpermodifikationen, kosmetische Chirurgie, gesellschaftlicher Wandel, Schönheitsideale, Identität, Körperwahrnehmung, Selbstwertproblematik, Essstörungen, Medien, Optimierung, Selbstgestaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht die soziokulturellen Ursachen für die steigende Zunahme von Schönheitsoperationen im Kontext einer leistungs- und körperorientierten Gesellschaft.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der psychologischen Definition des Körperbildes, der historischen Genese der Schönheitschirurgie sowie dem Einfluss von Medien und gesellschaftlichen Normen.

Was ist das zentrale Ziel dieser Hausarbeit?

Das Ziel ist es, die Beweggründe für die zunehmende Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper und die damit verbundene Inanspruchnahme kosmetischer Eingriffe wissenschaftlich zu durchleuchten.

Welche methodische Herangehensweise wurde gewählt?

Die Autorin nutzt eine literaturbasierte Analyse soziologischer und psychologischer Perspektiven, um die theoretischen Rahmenbedingungen der Thematik aufzuarbeiten.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil behandelt Körperbildstörungen, die historische Einordnung der Chirurgie sowie den Einfluss des gesellschaftlichen Wandels und der Rollenbilder auf das individuelle Streben nach Perfektion.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Schönheitsideale, Identität, Leistungsdruck, Körperbild und gesellschaftliche Normen definiert.

Wie unterscheidet sich die heutige Chirurgie von historischen Körpermodifikationen?

Während historische Modifikationen oft religiöse oder ethnische Hintergründe hatten, dient die moderne kosmetische Chirurgie primär der Korrektur des gesunden Körpers an westliche Schönheitsideale.

Welche Rolle spielt die Mutterschaft in Bezug auf Schönheitsoperationen?

Die Autorin beschreibt, wie ein neues Weiblichkeitsideal, das Karriere und einen schlanken Körper nach der Geburt fordert, Mütter unter massiven Druck setzt und in chirurgische Eingriffe treiben kann.

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Details

Title
Ursachen für die Zunahme von Schönheitsoperationen
College
University of Marburg  (Institut für Erziehungswissenschaften)
Course
Der Körper als Gestaltungsobjekt: Pädagogische und psychosoziale Perspektiven von Körpermodifikationen und (inter)kulturell bestimmte Körperbilder
Grade
1,5
Author
Katharina Brenneis (Author)
Publication Year
2004
Pages
16
Catalog Number
V83176
ISBN (eBook)
9783638898850
ISBN (Book)
9783638928557
Language
German
Tags
Ursachen Zunahme Schönheitsoperationen Körper Gestaltungsobjekt Pädagogische Perspektiven Körpermodifikationen Körperbilder
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Brenneis (Author), 2004, Ursachen für die Zunahme von Schönheitsoperationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83176
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