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Die Entstehung einer „Atlantic Economy“ als Voraussetzung für den Globalisierungsprozess

Title: Die Entstehung einer „Atlantic Economy“ als Voraussetzung für den Globalisierungsprozess

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: René Cremer (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
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Globalisierung – ein Begriff, der seit Ende des 20. Jahrhunderts immens diskutiert wird und
ein „Allheilmittel“ zur Erklärung gegenwärtiger globaler Umstände zu sein scheint. „Wie
auch in vielen anderen sozialwissenschaftlichen Bereichen wird man sich darauf einigen
können, daß es ´eine einzige, überall akzeptierte Definition von Globalisierung [noch, R.C.]
nicht gibt`“. In dieser Hausarbeit werde ich auch keine Globalisierungsdefinition mit einem
allgemeinen Gültigkeitsanspruch liefern können.
Um eine grundlegende Basis für diese vorliegende Arbeit zu schaffen, wird im Folgenden die
Definition der Weltwirtschaft aus zwei Gründen herangezogen. Zum einen legt die Definition
der Weltwirtschaft den Schwerpunkt auf internationale Transaktionen und zum anderen
kommt es dadurch zu Verflechtungen der jeweiligen Akteure. Beide Prozesse – Transaktionen
und Verflechtungen - tragen meines Erachtens dem Prozesscharakter der Globalisierung
Rechnung. Daher möchte ich Globalisierung definieren als einen Prozess steigender
transkontinentaler wirtschaftlicher Verflechtungen, „[…] die durch internationale
Transaktionen (Handel, Bewegung von Faktoren, wie z.B. (Human-)Kapital [in dieser Arbeit
durch Migration umschrieben, R.C.], Arbeit, Wissen) zwischen den Märkten entstehen“.
Ergänzend wirkt in diesem Bezug die Globalisierungsdefinition von Ulrich Menzel, welcher
die Globalisierung auch als Prozess versteht, „[…] nämlich [als, R.C.] Intensivierung und
Beschleunigung grenzüberschreitender Transaktionen bei deren gleichzeitiger räumlicher
Ausdehnung“.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Historischer Kontext

3 Grundzüge der „Atlantic Economy“

3.1 Entstehung der Plantagenwirtschaft im „großen Stil“

3.2 Arbeitskräftemangel in der „neuen Welt“ und die Entstehung des transatlantischen Sklavenhandels

3.3 Europäische Kriege und deren „atlantischen“ Auswirkungen – eine „globale“ Komponente

4 Das Beispiel des Tabakhandels im 17./18. Jahrhundert

5 Wer profitierte von der Atlantic Economy?

6 „Atlantic Economy“ eine „reine“ atlantische Wirtschaftszone?

7 Schlussbetrachtung

8 Quellen- und Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht, inwieweit die Entstehung der „Atlantic Economy“ ab dem 17. Jahrhundert als eine notwendige Voraussetzung für den umfassenden Globalisierungsprozess des 19. Jahrhunderts angesehen werden kann.

  • Die Entwicklung der atlantischen Plantagenwirtschaft und ihre ökonomischen Folgen.
  • Die Rolle des transatlantischen Sklavenhandels als strukturelles Fundament des Wirtschaftssystems.
  • Der Einfluss militärischer Konflikte zwischen europäischen Mächten auf die globalen Handelsstrukturen.
  • Die Analyse von Gewinnstrukturen und der Kapitalakkumulation im atlantischen Handel.
  • Die Untersuchung der Verflechtung von atlantischen und globalen Wirtschaftskreisläufen (Silberstrom).

Auszug aus dem Buch

3 Grundzüge der „Atlantic Economy“

Die Ursprünge der „Atlantic Economy“ lassen sich mit der Errichtung der ersten europäischen Kolonialreiche in Amerika des 15./16. Jahrhunderts finden. Aber erst mit der forcierten Entwicklung des Plantagenwesens, zuerst in Südamerika, später in der Karibik und in Nordamerika ab dem beginnenden 17. Jahrhundert kann man von einer prosperierenden und „gefestigten“ atlantischen Wirtschaft sprechen.

Aus diesem Grund bildet im Rahmen dieser Hausarbeit wie zuvor bereits erwähnt das Jahr 1607 eine Zäsur – die Engländer durchbrachen mit der Gründung der ersten dauerhaften nicht-iberischen Siedlungskolonie in Amerika – Virginia – das seit 1494 existierende und auch vertraglich festgelegte iberische Siedlungsmonopol auf diesem Kontinent.

Einige wichtige Faktoren charakterisierten die „Atlantic Economy“ des 17./18. Jahrhunderts. Lediglich drei dieser wichtigen Faktoren werden nachfolgend näher erläutert: Die Entstehung und Etablierung riesiger Plantagenwirtschaften in zwei recht unterschiedlichen Regionen Amerikas. Der landreiche Norden des Festlandkontinents und die landarme Inselwelt der Karibik. Die Entstehung des atlantischen Sklavenhandels, der für die Plantagenwirtschaften vor allem in der Karibik eine Grundvoraussetzung für das Plantagensystem darstellte. Überseehandel war nur solange sicher, wie die politische Lage stabil war. Daher ist es durchaus wichtig, die Auswirkungen von kriegerischen Konflikten auf die „Atlantic Economy“ darzustellen und aufzuzeigen, dass europäische Konflikte verstärkt ab dem 18. Jahrhundert einen „globalen“ Charakter annahmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert den Begriff Globalisierung im Kontext der Arbeit und erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich der Bedeutung der „Atlantic Economy“ für spätere Globalisierungsprozesse.

2 Historischer Kontext: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Entdeckungsgeschichte Amerikas und die Etablierung der kolonialen Wirtschaftssysteme durch die iberischen Mächte.

3 Grundzüge der „Atlantic Economy“: Der Hauptteil analysiert die Faktoren Plantagenwirtschaft, Sklavenhandel und europäische Kriege als wesentliche Bestandteile des atlantischen Wirtschaftsraums.

3.1 Entstehung der Plantagenwirtschaft im „großen Stil“: Hier wird der Aufstieg des Zuckerrohr- und Tabakanbaus sowie die damit verbundene Notwendigkeit großer Flächen und Arbeitskräfte untersucht.

3.2 Arbeitskräftemangel in der „neuen Welt“ und die Entstehung des transatlantischen Sklavenhandels: Das Kapitel behandelt die demographischen Probleme in den Kolonien und die Etablierung des Sklavenhandels als primäre Arbeitsquelle.

3.3 Europäische Kriege und deren „atlantischen“ Auswirkungen – eine „globale“ Komponente: Hier wird der Zusammenhang zwischen europäischer Außenpolitik, maritimer Dominanz und der Ausweitung regionaler Konflikte zu globalen Kriegen aufgezeigt.

4 Das Beispiel des Tabakhandels im 17./18. Jahrhundert: Diese Fallstudie illustriert anhand der Chesapeake-Region, wie der Tabakhandel zur wirtschaftlichen Integration beitrug.

5 Wer profitierte von der Atlantic Economy?: Es wird untersucht, wie die Gewinne aus Sklavenhandel und Plantagenwirtschaft verteilt waren und welchen Beitrag sie zur Kapitalakkumulation leisteten.

6 „Atlantic Economy“ eine „reine“ atlantische Wirtschaftszone?: Dieser Exkurs erweitert den Fokus auf die globale Dimension durch den Handel mit amerikanischem Silber und dessen Einfluss auf den Asienhandel.

7 Schlussbetrachtung: Die Ergebnisse werden zusammengefasst und die These untermauert, dass die „Atlantic Economy“ als eine frühe Form und Voraussetzung der Globalisierung gelten kann.

8 Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Atlantic Economy, Globalisierung, Plantagenwirtschaft, Sklavenhandel, Kolonialismus, Merkantilismus, Welthandel, Kapitalakkumulation, Industrielle Revolution, transatlantischer Handel, Chesapeake-Region, Plantagen, Weltwirtschaft, Handelskompanien, Silberstrom.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die „Atlantic Economy“ des 17. und 18. Jahrhunderts als ein komplexes Wirtschaftssystem, das als Vorläufer und Wegbereiter der modernen Globalisierung betrachtet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Entwicklung der Plantagenwirtschaft, die Mechanismen des transatlantischen Sklavenhandels und die Auswirkungen europäischer Kriege auf die globale Handelsstruktur.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet, inwieweit die Entstehung der „Atlantic Economy“ eine notwendige Voraussetzung für die Globalisierungsprozesse des 19. Jahrhunderts darstellte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, kombiniert mit Fallbeispielen (z.B. Tabakhandel, Barbados) und einer Synthese bestehender wirtschaftshistorischer Forschungsergebnisse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Kernbereiche: die Etablierung der Plantagenwirtschaft, die Entstehung des Sklavenhandels und die Analyse kriegerischer Konflikte als globale Faktoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind „Atlantic Economy“, Globalisierung, Plantagenwirtschaft, Sklavenhandel, Kapitalakkumulation und die Interaktion mit asiatischen Märkten durch Edelmetallhandel.

Inwiefern spielte Silber eine Rolle bei der globalen Vernetzung?

Silber aus amerikanischen Minen fungierte als Bindeglied zwischen den Kontinenten und ermöglichte den Handel mit Luxusgütern in Asien, was die atlantische Wirtschaft in einen globalen Kontext einbettete.

Welche Bedeutung hatten die europäischen Kriege für die Kolonien?

Europäische Kriege wurden ab dem 18. Jahrhundert aufgrund der kolonialen Besitzungen und der maritimen Kontrolle der Handelsrouten zunehmend als „globale“ Konflikte mit weitreichenden ökonomischen Folgen geführt.

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Details

Title
Die Entstehung einer „Atlantic Economy“ als Voraussetzung für den Globalisierungsprozess
College
Martin Luther University  (Institut für Geschichte)
Course
Die erste Phase der Globalisierung von den 1830er Jahren bis 1914
Grade
1,0
Author
René Cremer (Author)
Publication Year
2007
Pages
26
Catalog Number
V83282
ISBN (eBook)
9783638895484
Language
German
Tags
Entstehung Voraussetzung Globalisierungsprozess Phase Globalisierung Atlantic Economy atlantischer Dreieckshandel 17. Jahrhundert 18. Jahrhundert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
René Cremer (Author), 2007, Die Entstehung einer „Atlantic Economy“ als Voraussetzung für den Globalisierungsprozess, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83282
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