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Hitlers ideologische Ansätze in "Mein Kampf" und seinem "Zweiten Buch"

Title: Hitlers ideologische Ansätze in "Mein Kampf" und seinem "Zweiten Buch"

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 39 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christoph Seifferth (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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Untersuchung der Ideologie Hitlers anhand seiner beiden Bücher "Mein Kampf" und dem unveröffentlichten "Zweiten Buch"

1. Einleitung:
Es ist schwer festzustellen, wann man das Weltbild Hitlers als abgeschlossen betrachten kann und wann sich der Entschluss bildete, sein Weltbild und seine Ansichten in einem Buch niederzulegen. Werner Maser vertritt die Ansicht, dass dieser Entschluss bereits 1919 in ihm reifte. „Nicht unwesentlich ist in diesem Zusammenhang, dass seine [!Hitlers] mehrfach wiederholte Behauptung, dass seine „Weltanschauung“ bereits 1913 im wesentlichen „fertig“ und komplett gewesen sei, auch durch die Übereinstimmung von Ausführungen über „die Juden“ aus dem Jahre 1919 mit den entsprechenden Feststellungen in „Mein Kampf“ als tatsächlich zutreffend bezeichnet werden darf.“
Othmar Plöckinger widerspricht dieser These, da das Konzept Masers nicht klar zuzuordnen und zu datieren sei und Hitlers Entschluss zu einem Buch nach Plöckingers Meinung erst viel später gefasst worden wäre. Er macht den wahrscheinlichen Arbeitsbeginn im Jahr 1922/1923 unter anderem an den Titeln der Reden Hitlers fest: „Hitlers Reden aus dem Jahre 1923 ähneln in ihren Titeln auffallend der genannten Kapitelüberschrift.“
Wann Hitler nun genau den Entschluss zum Verfassen eines Buches gefasst hat, das ist aber wohl ohnehin nicht eindeutig zu klären. Die Grundzüge seiner Weltanschauung sind aber auf jeden Fall bereits spätestens in seinen Reden des Jahres 1920 ganz deutlich erkennbar. In der Rede am 13. August 1920 in München „Warum sind wir Antisemiten?“ legt er seine Weltsicht schonungslos offen: „Diese Rassen nun, die wir als Arier bezeichnen, waren in Wirklichkeit die Erwecker all der späteren großen Kulturen, die wir in der Geschichte heute noch verfolgen können.“
(...gekürzt)
Man kann also feststellen, dass bereits 1920 das Weltbild Hitlers, welches er dann vier Jahre später in „Mein Kampf“ niederschrieb, gefestigt war und die Ähnlichkeiten dieser Rede mit dem elften Kapitel in mein Kampf lassen zwei Schlüsse zu: entweder Hitler hatte bereits 1920 mit den Überlegungen zu einem Buch begonnen, oder er nutzte Jahre später, beim Verfassen des Buches, diese Rede als eine der Grundlagen für das elfte Kapitel. Eine genaue Klärung ist jedoch nicht Thema dieser Arbeit, sondern es sollen nun die politischen und ideologischen Ansätze Hitlers, niedergeschrieben in „Mein Kampf“ und seinem unveröffentlichten zweiten Buch, herausgearbeitet und dargestellt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entstehungsgeschichte von „Mein Kampf“ und „Hitlers zweitem Buch“

2.1. „Mein Kampf“

2.2. „Hitlers zweites Buch“

3. Hitlers Weltanschauung und Ideologie in seinen Büchern

3.1. Aussagen in „Mein Kampf“

3.1.1. Kapitel 10: „Ursachen des Zusammenbruchs“

3.1.2. Kapitel 11: „Volk und Rasse“

1. Die Rassenfrage und ihre Bedeutung

2. Der Arier

3. Der Jude

3.2. Fazit: Hitlers Weltanschauung und Ideologie in „Mein Kampf“

3.3. Aussagen in „Hitlers zweitem Buch“

3.4. Fazit: Hitlers Weltanschauung und Ideologie in seinem „Zweiten Buch“

4. Hitlers Ideologie

4.1. Das allumfassende Gesellschaftsbild

4.2. Das revolutionäre Subjekt

4.3. Das Feindbild

4.4. Das Ziel: der konfliktfreie Zustand

4.5. Die Pseudowissenschaft

4.6. Die Pseudoreligion

5. Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die ideologischen Ansätze Adolf Hitlers in seinem Hauptwerk "Mein Kampf" sowie seinem sogenannten "Zweiten Buch" kritisch zu analysieren und deren Auswirkungen auf sein außenpolitisches Denken aufzuzeigen. Dabei wird insbesondere untersucht, inwiefern diese Schriften als Ausdruck einer totalitären Ideologie zu bewerten sind, die durch Rassenhass, Sozialdarwinismus und den Drang nach gewaltsamer Raumgewinnung geprägt war.

  • Analyse der Entstehungsgeschichte von "Mein Kampf" und "Hitlers zweitem Buch".
  • Untersuchung der zentralen Weltanschauung in Kapiteln 10 und 11 von "Mein Kampf".
  • Interpretation von Hitlers totalitärer Ideologie und deren Kernmerkmalen.
  • Untersuchung der außenpolitischen Strategien und Ziele im Kontext der Rassentheorie.
  • Dekonstruktion von Hitlers Pseudowissenschaft und Pseudoreligion.

Auszug aus dem Buch

3.1.2. Kapitel 11: „Volk und Rasse“

Hitler nähert sich der Rassenproblematik über die Natur: es ist in der Natur ein unumstößliches Gesetz, dass diese „der inneren Abgeschlossenheit der Arten sämtlicher Lebewesen dieser Erde“ folgt. Prinzipiell beruhen Zeugung und Vermehrung auf einer Paarung innerhalb derselben Art „Meise geht zu Meise, Fink zu Fink“ Nur unter außergewöhnlichen Umständen werden die Artenschranken durchbrochen, was aber gegen den Willen der Natur geschieht. Daher folgt die Rache der Natur umgehend, indem die Nachkommen in der zweiten oder dritten Generation infertil werden oder so geschwächt, dass sie im Überlebenskampf unterliegen müssen. Das Gesetz dient dem Ziel der Natur, der „Hochzüchtung des Lebens überhaupt“. „Der Stärkere hat zu herrschen und sich nicht mit dem Schwächeren zu verschmelzen, um so die eigene Größe zu opfern.“

Der nächste Schritt Hitlers lässt jedoch jeden wissenschaftlichen Anspruch in sich zusammenfallen: um nun auf den Menschen zu kommen, setzt er die Art mit der Rasse gleich. Ein Blick auf jedes biologische Klassifikationsschema entlarvt Hitlers Theorie als wissenschaftlichen Unsinn. Der Versuch, aus den Naturgesetzen seine Ideologie herzuleiten, scheitert bereits an der Methodik wissenschaftlicher Arbeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung diskutiert die Entstehung des Weltbildes Hitlers und die kontroversen Thesen über den Beginn seiner schriftstellerischen Tätigkeit.

2. Die Entstehungsgeschichte von „Mein Kampf“ und „Hitlers zweitem Buch“: Dieses Kapitel erläutert die Umstände und politischen Hintergründe der Niederschrift beider Werke, inklusive der Gründe für die Verzögerung oder Nicht-Veröffentlichung.

3. Hitlers Weltanschauung und Ideologie in seinen Büchern: Es wird der Kern der Ideologie in "Mein Kampf" und dem "Zweiten Buch" analysiert, mit Fokus auf Rassenlehre und das politische Programm.

4. Hitlers Ideologie: Dieses Kapitel systematisiert die totalitären Züge des Nationalsozialismus anhand spezifischer Kriterien wie dem Kampfprinzip, Feindbildern und der Pseudowissenschaft.

5. Schluss: Der Schlussteil reflektiert die Singularität und Brutalität der totalitären Ideologie Hitlers und deren katastrophale Umsetzung in die Realität des Zweiten Weltkriegs.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Mein Kampf, Zweites Buch, Rassenideologie, Antisemitismus, Totalitarismus, Lebensraum, Arier, Sozialdarwinismus, Weltanschauung, Außenpolitik, Ideologiekritik, NS-Propaganda, Rassenkampf, Weltjudentum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit analysiert die ideologischen Grundlagen des Nationalsozialismus, wie sie von Adolf Hitler in seinen Schriften "Mein Kampf" und dem "Zweiten Buch" dargelegt wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Entstehungsgeschichte der Schriften, die rassenideologischen Grundannahmen, die außenpolitischen Ziele sowie die systematische Ausgestaltung der nationalsozialistischen Weltanschauung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den ideologischen Kern der Schriften freizulegen und zu zeigen, wie Hitler seine pseudowissenschaftlichen Annahmen nutzte, um politische Handlungen wie den Rassenkampf zu rechtfertigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der ideologiekritischen Textanalyse, um Hitlers Argumentationsmuster, seine Verdrehung historischer Fakten und die totalitären Züge seiner Gedankenwelt nachzuvollziehen.

Welche zentralen Aspekte behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil behandelt die Rassenproblematik, das Feindbild des Judentums, die Bedeutung des Krieges als Instrument der Politik und die Außenpolitik als Mittel zur Lebensraumgewinnung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich diese Publikation am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Totalitarismus, Rassenideologie, Antisemitismus, Lebensraumpolitik und nationalsozialistische Weltanschauung charakterisieren.

Welche Rolle spielt das „Zweite Buch“ im Vergleich zu „Mein Kampf“?

Das „Zweite Buch“ ergänzt „Mein Kampf“ primär um außenpolitische Konkretisierungen, zeigt jedoch keine grundlegenden inhaltlichen Neuerungen, sondern die praktische Anwendung der bereits formulierten Ideologie.

Wie bewertet der Autor Hitlers Versuch einer wissenschaftlichen Begründung?

Der Autor stellt fest, dass Hitler wissenschaftliche Fakten verdreht und Naturgesetze unzulässig auf den Menschen überträgt, um so eine "Scheinwissenschaft" zu konstruieren, die sein totalitäres Weltbild untermauern soll.

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Details

Title
Hitlers ideologische Ansätze in "Mein Kampf" und seinem "Zweiten Buch"
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt  (Lehrstuhl für Mittel- und Osteuropäische Zeitgeschichte)
Course
Totalitäre Ideologien
Grade
1,3
Author
Christoph Seifferth (Author)
Publication Year
2007
Pages
39
Catalog Number
V83348
ISBN (eBook)
9783638899277
ISBN (Book)
9783638905213
Language
German
Tags
Hitlers Ansätze Mein Kampf Zweiten Buch Totalitäre Ideologien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Seifferth (Author), 2007, Hitlers ideologische Ansätze in "Mein Kampf" und seinem "Zweiten Buch", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83348
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