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Leistungsbewertung im Deutsch- und Geschichtsunterricht

Title: Leistungsbewertung im Deutsch- und Geschichtsunterricht

Term Paper , 2007 , 26 Pages

Autor:in: Dr. G. (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Innerhalb einer immer öfter als ‚Leistungsgesellschaft’ deklarierten Umwelt sind auch die Schulen gemäß ihres Bildungsauftrages zur Schülerbewertung angehalten. Die tradierte Notengebung ist allerdings nur offenkundige Prozedur einer komplexeren Urteilsfindung. Bohl sieht in den ‚neuen Formen’ der Leistungsbeurteilung ein „drin-gendes Anliegen für eine zeitgemäße Weiterentwicklung des Unterrichts“ . Dass die konventionelle Notengebung und die als willkürlich empfundenen, vielleicht aufgrund der Arbeitsbelastung der Lehrer vereinzelt wirklich beliebig ausfallenden Schülerbe-wertungen schon seit längerer Zeit unter Kritik stehen, ist bekannt. Doch nach wel-chen Kriterien werden im Deutsch- und Geschichtsunterricht Schülerbeurteilungen gefällt, wie findet dieser Prozess statt, was ist der schulische Leistungsbegriff, Be-zugsrahmen und Unterschied zwischen beiden Fächern? Gibt es hier überhaupt ver-schiedene Kriterien für die Notengebung?
In einem vom Leistungsgedanken geprägten Schulalltag, in dem Menschen anhand von Bewertungen kategorisiert werden, stellt sich die Frage nach den Grundsätzen dieser Bewertung. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich zunächst mit den allgemei-nen Problemen der Leistungsmessung in der Schule, wobei verschiedene Faktoren erwähnt werden, die neben den objektiv erbrachten Leistungen in die Bewertung miteinfließen. Zusätzlich wird die Problematik von subjektiven Entscheidungen der Lehrkräfte und der Notengebung an sich besprochen. Anschließend wird auf die mündlichen Leistungen und deren Beurteilung im Unterricht eingegangen. Auch hier sollen zunächst generelle Probleme der Bewertung und der Beobachtung von Schü-lerverhalten angesprochen werden, bevor die Gegenüberstellung dieser Thematik im DU und GU erfolgt. Dasselbe Verfahren kommt bei der Betrachtung von schriftlichen Leistungen zum Einsatz, wobei diese noch in die Bereiche der Schulleistungsüber-prüfungen, der Notenaufteilung und der dafür verantwortlichen Bezugsnormen aufge-teilt werden. In Kapitel 5 soll ein kurzer Blick auf curriculare Verordnungen geworfen werden, die Hilfestellungen bei der Schülerbewertung bieten. Zu diesen Unterstüt-zungsmöglichkeiten gehört auch die Evaluation, die dazu befähigen kann, auch den Leistungsanspruch der Lehrer und deren Unterricht kritisch zu hinterfragen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1: Einleitung

2: Probleme der schulischen Leistungsmessung

2.1) Generelle Beurteilungsprobleme:

2.2) Leistungsbewertung oder Schubladendenken?

2.3) Notengebung:

3. Mündliche Leistungen

3.1) Generelle Probleme bei der Bewertung mündlicher Leistungen:

3.2) Beobachtungen im Unterricht:

3.3) Bewertung mündlicher Leistungen im DU und GU

4: Schriftliche Leistungen

4.1) Generelle Probleme bei der Bewertung schriftlicher Leistungen

4.2: Bewertung schriftlicher Leistungen im DU und GU

4.2.1) Schulleistungsüberprüfungen:

4.2.2) Aufteilung der Noten:

4.2.3) Bezugsnormen:

5: Die amtlichen Verordnungen für den DU und GU

6: Evaluation

7: Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die grundlegenden Probleme der schulischen Leistungsbewertung und hinterfragt, wie diese Prozesse im Deutsch- und Geschichtsunterricht unter Berücksichtigung spezifischer Kriterien und fachlicher Unterschiede objektiviert werden können.

  • Allgemeine Problematik der schulischen Leistungsmessung und Notengebung
  • Herausforderungen bei der Bewertung mündlicher Leistungen
  • Methoden und Kriterien zur Bewertung schriftlicher Leistungen
  • Vergleich der Leistungsbewertung im Deutsch- und Geschichtsunterricht
  • Rolle curricularen Verordnungen und die Bedeutung der Evaluation

Auszug aus dem Buch

3.1) Generelle Probleme bei der Bewertung mündlicher Leistungen:

Redebeiträge spielen eine sehr große Rolle bei der Leistungsbeurteilung, aber oft fließt der subjektive Eindruck der mündlichen Leistung stärker in die Notengebung ein als das Ergebnis der schriftlichen. Da es sich im normalen Unterrichtsalltag nicht um eine Prüfungssituation handelt, ist der Stressfaktor gering, aber redegewandte Schüler sind generell im Vorteil. Die Unterrichtsbeobachtung setzt dabei drei Dinge voraus: jede Äußerung muss wahrgenommen und kritisch überprüft, der dabei gewonnene Eindruck festgehalten und schließlich ein abschließendes Urteil zu den sonstigen Leistungen des Schülers im Vergleich zu seinen Mitschülern getroffen werden.

Dieses Verfahren bleibt jedoch Theorie und wird durch selektive Wahrnehmung auffälliger Schüler überschattet. Die schweigende Mehrheit wird dann im Mittelfeld angesiedelt, oder stärkeren Schülern wird gegen Ende der Befragung das Wort erteilt. Damit haben sie den Vorteil, vorher abgegebene Kommentare entweder zusammenzufassen oder in ihren Vortrag einzubauen, was wiederum die Qualität ihres Beitrages und dessen Wirkung verfälscht. „Zudem bekommen im meist recht statischen Klassengefüge die leistungsfähigen Schülerinnen und Schüler dauernd gute Rückmeldungen und die leistungsschwächeren laufend negative, solange sie im Strom der Klasse mitschwimmen.“7 Amstutz und Imstepf fordern deshalb zu Recht, dass bei zumindest mündlichen Leistungen möglichst nicht die Klasse als Bezugsnorm gelten soll. Individuell erzielte Erfolge und deren Bewertung wirken hingegen viel motivierender.

Zusammenfassung der Kapitel

1: Einleitung: Die Einleitung stellt die kritische Rolle der Notengebung in der Leistungsgesellschaft dar und umreißt die Fragestellung nach Kriterien für eine gerechte Schülerbeurteilung in Deutsch und Geschichte.

2: Probleme der schulischen Leistungsmessung: Dieses Kapitel thematisiert Beurteilungsfehler wie den Halo-Effekt sowie die psychologische Belastung durch Notendruck und selektive Wahrnehmung bei der Leistungsmessung.

3: Mündliche Leistungen: Es wird die Problematik der Subjektivität bei der Bewertung mündlicher Beiträge erläutert und Möglichkeiten zur Objektivierung durch Beobachtung und strukturierte Bewertungsbögen diskutiert.

4: Schriftliche Leistungen: Das Kapitel analysiert die verschiedenen Formen schriftlicher Leistungskontrollen und diskutiert Ansätze zur gerechten Notenfindung unter Berücksichtigung fachspezifischer Anforderungen.

5: Die amtlichen Verordnungen für den DU und GU: Hier wird untersucht, inwieweit curriculare Vorgaben Hilfestellungen bei der Leistungsbewertung bieten und wo die Grenzen dieser allgemeinen Richtlinien liegen.

6: Evaluation: Die Evaluation wird als Instrument zur kritischen Selbstreflexion und zur Optimierung des eigenen Lehrerhandelns sowie der Unterrichtseffektivität vorgestellt.

7: Schluss: Das Kapitel fasst die gemeinsamen Prinzipien der Leistungsbewertung in beiden Fächern zusammen und betont die Notwendigkeit kontinuierlicher Evaluation trotz individueller Ermessensspielräume der Lehrkräfte.

Schlüsselwörter

Leistungsbewertung, Notengebung, Deutschunterricht, Geschichtsunterricht, Leistungsmessung, Unterrichtsbeobachtung, Schulleistungen, Lernziele, Evaluation, Objektivität, Subjektivität, Notenaufteilung, Bezugsnormen, Kompetenzkatalog, Schulsystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen und Verfahren der schulischen Leistungsbewertung im Fachunterricht, insbesondere mit Blick auf die Fächer Deutsch und Geschichte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Problematik der Notengebung, der Bewertung von mündlichen und schriftlichen Leistungen sowie dem Einfluss von Lehrplänen und der Bedeutung von Evaluation.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Prozesse der Schülerbeurteilung zu hinterfragen und zu verdeutlichen, welche Faktoren – neben der objektiven Leistung – die Notengebung in der Praxis beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender fachdidaktischer Konzepte und vergleicht diese mit den offiziellen curricularen Rahmenvorgaben für den Unterricht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung allgemeiner Beurteilungsprobleme sowie in eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Bewertung mündlicher und schriftlicher Leistungen in Deutsch und Geschichte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Zentrale Begriffe sind Leistungsbewertung, Notengebung, Objektivität, Selbstevaluation und didaktische Kriterien.

Warum wird der Deutschunterricht ausführlicher behandelt als der Geschichtsunterricht?

Der Autor stellt fest, dass die Rahmenlehrpläne für das Fach Deutsch im Vergleich zum Geschichtsunterricht deutlich umfangreichere und detailliertere Vorgaben für die Leistungsbeurteilung enthalten.

Welche Rolle spielt die Evaluation für den Lehrer?

Die Evaluation dient als Werkzeug, um das eigene Lehrerhandeln zu reflektieren, den Lernerfolg objektiv zu prüfen und die Qualität des Unterrichts kritisch zu hinterfragen.

Inwiefern beeinflusst der soziale Hintergrund die Bewertung?

Die Arbeit weist darauf hin, dass soziale Faktoren und Stereotype bei der Lehrerbeobachtung zu einer selektiven Wahrnehmung führen können, was die Objektivität der Notengebung beeinträchtigt.

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Details

Title
Leistungsbewertung im Deutsch- und Geschichtsunterricht
College
Humboldt-University of Berlin
Author
Dr. G. (Author)
Publication Year
2007
Pages
26
Catalog Number
V83613
ISBN (eBook)
9783638000444
Language
German
Tags
Leistungsbewertung Deutsch- Geschichtsunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. G. (Author), 2007, Leistungsbewertung im Deutsch- und Geschichtsunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83613
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