Mit dem Ende des Kalten Krieges ist nicht nur ein westliches Feindbild verschwunden, sondern auch eine klar definierte Rolle des Westens, insbesondere die der Amerikaner. Huntingtons Schrift "Kampf der Kulturen" unterstützt die These, dass es insbesondere den Amerikanern schwerfällt die eigene politische Stellung in der Weltpolitik nach dem Zusammenbruch des Ostblocks zu reduzieren und ihre Rolle neu zu definieren. Stattdessen sind die Amerikaner weiterhin auf der Suche nach einem neuen politischen Feindbild. Die islamischen Länder scheinen diese Lücke schließen zu können.
Die Auseinandersetzung mit Samuel Huntingtons Werk und Carl Schmitts „Der Begriff des Politischen“ soll im Mittelpunkt meiner Analyse stehen. In den Fokus der Betrachtung drängt sich vordergründig die Frage, in wie weit der Nahe Osten für die westlichen Staaten politisch brisant wurde.
Innerhalb dieses gegenwertigen kulturellen Konfliktes sollen die Chancen für einen friedlichen Dialog genutzt werden. Deshalb scheint es besonders wichtig, die islamische Sichtweise gleichwertig mit zu betrachten und sie der Sicht des Westens entgegenzusetzen. Erst das westliche Verständnis für die Ursächlichkeit der islamischen Antihaltung kann eine weitere Eskalation des Konfliktes vermeiden. Vielleicht ist der Grund für den Terror weniger ein gewollter Kriegsbeginn als viel mehr eine Abwehrhaltung gegen den aufoktroyierten westlichen Universalismus.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Samuel Huntington
- Die Kultur
- Die Kulturkreise
- Die Religion
- Der Krieg
- Kritische Auseinandersetzung mit Carl Schmitt
- Das Politische
- Der Staat
- Der politische Feind
- Die Bedeutung von Begriffen
- Der Nahe Osten
- Die neuen Kriege
- Die Möglichkeit Des Dialoges der Kulturen
- Kulturelle Globalisierung
- Hybridisierung
- Aussichten auf einen Erfolg des Kulturellen Dialoges
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit analysiert Samuel Huntingtons These des „Kampfes der Kulturen“ und untersucht, ob dieser vermeidbar ist und ein kultureller Dialog zwischen dem Westen und den islamischen Ländern möglich ist.
- Das neue Kräfteverhältnis und die politische Aufteilung der Welt nach dem Kalten Krieg
- Die potentiellen Konflikte und Kriege zwischen den verschiedenen Weltkulturen
- Die Bedeutung des Islam und des Nahen Ostens im Kontext des „Kampfes der Kulturen“
- Die Rolle des Westens im Kontext des „Kampfes der Kulturen“ und die Suche nach einem neuen Feindbild
- Die Möglichkeit eines kulturellen Dialoges zwischen dem Westen und den islamischen Ländern
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Hausarbeit stellt das Thema des „Kampfes der Kulturen“ vor und erläutert den historischen Kontext, insbesondere die Situation nach dem Ende des Kalten Krieges.
- Samuel Huntington: Dieses Kapitel beleuchtet Samuel Huntingtons These des „Kampfes der Kulturen“ und analysiert seine zentralen Argumente. Es wird auf die Rolle der Kultur, der Kulturkreise, der Religion und des Krieges eingegangen.
- Kritische Auseinandersetzung mit Carl Schmitt: Dieses Kapitel untersucht Carl Schmitts Theorie vom „Begriff des Politischen“ im Kontext des „Kampfes der Kulturen“. Es beleuchtet die Rolle des politischen Feindes und die Bedeutung von Begriffen.
- Der Nahe Osten: Dieses Kapitel behandelt den Nahen Osten als zentralen Akteur im „Kampf der Kulturen“ und analysiert die Spannungen zwischen den islamischen Ländern und dem Westen.
- Die neuen Kriege: Dieses Kapitel beleuchtet die neue Form der Kriegsführung im Kontext des „Kampfes der Kulturen“ und untersucht die Ursachen und Folgen dieser Kriege.
- Die Möglichkeit Des Dialoges der Kulturen: Dieses Kapitel untersucht die Möglichkeiten eines kulturellen Dialoges zwischen dem Westen und den islamischen Ländern. Es analysiert die Prozesse der kulturellen Globalisierung und Hybridisierung.
Schlüsselwörter
Die zentralen Themen und Begriffe, die in dieser Arbeit beleuchtet werden, sind „Kampf der Kulturen“, „Kultureller Dialog“, „Islam“, „Westen“, „Naher Osten“, „politischer Feind“, „Terrorismus“, „Globalisierung“, „Hybridisierung“ und „Identität“.
Häufig gestellte Fragen
Ist der "Kampf der Kulturen" nach Huntington unvermeidlich?
Huntington argumentiert, dass kulturelle Identitäten die primäre Quelle für Konflikte nach dem Kalten Krieg sind, die Arbeit untersucht jedoch Chancen für einen friedlichen Dialog.
Welche Rolle spielt Carl Schmitts "Begriff des Politischen" in der Analyse?
Schmitts Theorie wird genutzt, um die Definition des "politischen Feindes" und die Macht von Begriffen in der Weltpolitik zu hinterfragen.
Warum steht der Nahe Osten im Zentrum des kulturellen Konflikts?
Die Arbeit beleuchtet, wie der Nahe Osten nach dem Wegfall des Ost-West-Konflikts als neues politisches und kulturelles Reibungsfeld für den Westen an Bedeutung gewann.
Was versteht man unter "westlichem Universalismus" als Konfliktursache?
Die These besagt, dass islamische Antihaltungen oft eine Abwehrreaktion gegen den aufoktroyierten westlichen Lebensstil und dessen Werteanspruch sind.
Was bedeutet kulturelle "Hybridisierung" im Kontext der Globalisierung?
Es beschreibt die Vermischung von Kulturen, die als Chance für den Dialog gesehen wird, um starre Feindbilder aufzubrechen.
Wie kann eine weitere Eskalation des Konflikts vermieden werden?
Durch ein tieferes Verständnis der islamischen Sichtweise und die Anerkennung kultureller Unterschiede statt der Forderung nach universaler Angleichung.
- Citar trabajo
- Franziska Reinold (Autor), 2007, Ist der Kampf der Kulturen vermeidbar und ein kultureller Dialog zwischen dem Westen und den islamischen Ländern möglich?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83638