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Computer Literacy als Bestandteil moderner Bildung II: Software und Internet

Title: Computer Literacy  als Bestandteil moderner Bildung II:    Software und Internet

Seminar Paper , 2001 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Daniela Thielepape (Author)

Pedagogy - Job Education, Further Education
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Durch eine sich immer weiter ausbauende Informations- und Kommunikationstechnik und dem immer lauter werdenden Ruf nach Schlüsselqualifikationen, insbesondere der Medienkompetenz, hat auch im Bereich des Lernens ein neues Zeitalter der Wissensvermittlung begonnen. In meiner vorliegenden Seminararbeit zum Thema "Computer Literacy, als Bestandteil moderner Bildung, Software und Internet" soll insbesondere auf das Medium Lernsoftware/Edutainment für Schüler in allgemeinbildenden Schulen eingegangen werden.
Die in diesem Zusammenhang immer wieder auftauchende Frage ist, ob schon Kinder im Kindergarten und den Grundschulen den Umgang mit dem PC erlernen sollten. Thomas Feibel brachte diese Bedenken von Eltern und Lehrern in seinem 1997 erschienen Buch so zum Ausdruck: "Noch herrschen bei uns sehr viele Ängste: Der Computer mache einsam, läute das Ende der Lesekultur ein, hemme die Kreativität oder behindere die geistige und körperliche Beweglichkeit des Kindes und überhaupt gäbe es ja nur "Schrott" . In einer Veröffentlichung "Von der Lochkarte in den Cyberspace (Teil IV): Zu den gesellschaftlichen Auswirkungen der Computerentwicklung" steht auch Hans G. Helms diesem Problem sehr kritisch gegenüber. Er kritisiert die sich immer weiter ausbauende Computer Literacy, also die Fähigkeit mit einem Computer umzugehen, wie folgt: "Sofern wir noch den Mut besessen haben, Kinder in die Welt zu bringen, in diese Welt der mikroelektronischen Umwertung aller Werte, müssen wir erleben, wie unsere Nachfahren mit massivem ökonomischen Druck auf Computer Literacy getrimmt werden, wie sie trainiert werden, mit Computern selbstverständlichen und selbstverständlich unkritischen Umgang zu pflegen." Helms geht in seinem Essay sogar soweit, dass er Menschen, die aktiv mit dem Computer umgehen, Persönlichkeitsschrumpfungen und Exsozialisation vorwirft.
Diese Ängste und Vorwürfe werde ich in meiner vorliegenden Arbeit genauer beleuchten.
Abschließend werde ich, als praktisches Beispiel einer Lernsoftware, "Addy Kids, Deutsch, Klasse 1+2" der Firma Havas Interactive Europe S.A. vorstellen und diese anhand von verschiedenen Kriterien beurteilen.

Excerpt


Gliederung

1 Einleitung

2 Lernpartner Computer

3 Lernsoftware

3.1 Drill-and-practice Programme

3.2 Edutainment

4 Bewertungskriterien für Lernprogramme

5 Lernsoftware Addy Deutsch Klasse 1 und 2

5.1 Allgemein zur Software

5.2 Grundlegende Informationen

5.3 Inhaltliche Kriterien

5.4 Gestaltung

6 Fazit/Stellungnahme

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle von Lernsoftware und Edutainment als Bestandteil moderner Bildung in allgemeinbildenden Schulen, reflektiert dabei kritische gesellschaftliche Diskurse zum Thema Computer Literacy bei Kindern und bewertet exemplarisch die Software "Addy Deutsch Klasse 1 und 2" anhand pädagogischer Kriterien.

  • Bedeutung von Medienkompetenz und Schlüsselqualifikationen im modernen Wissenserwerb.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Computernutzung im frühen Kindesalter.
  • Klassifizierung von Lernsoftware (Drill-and-practice vs. Edutainment).
  • Entwicklung und Anwendung pädagogischer Bewertungskriterien für Lernmedien.
  • Praktische Evaluation eines Lernprogramms sowie technologische Voraussetzungen an Schulen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Drill-and-practice Programme

Drill & Practice-Programme gehen auf die Grundgedanken des behavioristischen Modells zurück, welches mit kleinen Lernschritten und häufigem Feedback (Lob und Tadel) arbeitet. „Obwohl das behavioristische Lernkonzept eigentlich längst überholt ist, erlebt es, dank der Verbreitung der PCs eine anscheinend unaufhaltsame Renaissance.“ Diese Form des Lernens ist vor allem in Trainings- und Übungsprogrammen wie z.B. Vokabellernprogrammen oder Rechentrainern vorzufinden. Bei dieser Art von lernender Software wird durch multiple choice oder ähnliche Formen des Abfragens festgestellt, ob der Stoff gelernt wurde. „Bei der weitaus am meisten heute erhältlichen Lernsoftware in Form sogenannter Tutorials, handelt es sich um nichts anderes, als um multimedial aufgepeppte Varianten der programmierten Instruktion.(....) Lernen mit dieser Software bleibt also auf das Niveau von Training bzw. Üben durch Repetition beschränkt.“

Meiner Meinung nach kann es durch diese Software leicht passieren, dass Schüler oder allgemein Anwender, durch stures Pauken, schnell die Lust verlieren und dadurch das angestrebte Lernziel so nicht erreicht werden kann. Allerdings muss beachtet werden, dass solche Lernprogramme, nicht eine dementsprechend hohe technische Ausstattung, wie Edutainment Programme erfordern.

Schulen besitzen häufig nicht die beste PC-Ausstattung. Hier wäre also an einen gelegentlichen Einsatz mit dieser Software zu denken. Im Privatbereich, nach der Schule, zum Lernen und Vertiefen würde ich diese Software eher nicht einsetzen, da die Schüler schnell die Lust am puren Lernen verlieren und deshalb „abschalten“ werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Medienkompetenz ein und reflektiert kritische Positionen zur frühen Computernutzung von Kindern.

2 Lernpartner Computer: Dieses Kapitel thematisiert die zunehmende Verbreitung von Informationstechnologie in Haushalten sowie die Herausforderungen der Ausstattung an Schulen.

3 Lernsoftware: Hier erfolgt eine Differenzierung zwischen verschiedenen Softwarearten, insbesondere Drill-and-practice-Programmen und Edutainment-Ansätzen.

4 Bewertungskriterien für Lernprogramme: Das Kapitel entwickelt einen Katalog aus pädagogischen und technischen Kriterien zur qualitativen Beurteilung von Lernsoftware.

5 Lernsoftware Addy Deutsch Klasse 1 und 2: Anhand des gewählten Praxisbeispiels wird eine detaillierte Pro-und-Contra-Analyse bezüglich der Gestaltung und inhaltlichen Qualität durchgeführt.

6 Fazit/Stellungnahme: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und plädiert für einen kontrollierten, didaktisch sinnvoll gestalteten Einsatz von Lernsoftware in Bildungseinrichtungen.

Schlüsselwörter

Computer Literacy, Medienkompetenz, Lernsoftware, Edutainment, Grundschule, Drill-and-practice, Wissensvermittlung, Pädagogik, Informatische Bildung, Softwarebewertung, Addy, Medienpädagogik, moderne Bildung, Wissenserwerb, Informationsgesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit befasst sich mit dem Einsatz von Lernsoftware als Bestandteil moderner Bildung und untersucht, wie Computerprogramme den Wissenserwerb von Schülern unterstützen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Entwicklung von Medienkompetenz, die kritische Diskussion über Computer im Unterricht, die Kategorisierung von Software und deren praktische Evaluation.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Nutzen und die Grenzen von Lernsoftware in der Grundschule zu analysieren und Kriterien für deren pädagogische Bewertung aufzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zu theoretischen Grundlagen sowie eine fallbasierte, qualitative Bewertung einer konkreten Softwarelösung (Addy Deutsch Klasse 1 und 2).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einordnung verschiedener Software-Typen, die Festlegung von Evaluationskriterien und die konkrete pro/contra-Analyse eines Softwarebeispiels.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Computer Literacy, Medienkompetenz, Lernsoftware, Edutainment und Pädagogische Evaluation.

Wie bewertet die Autorin den Einsatz von Drill-and-Practice-Software?

Die Autorin sieht diese Programme eher kritisch, da sie stures Pauken fördern können, räumt ihnen aber aufgrund geringerer Hardwareanforderungen einen Platz als gelegentliches Übungsmittel in Schulen ein.

Welche Rolle spielt das Internet bei der Lernsoftware "Addy"?

In neueren Versionen ermöglicht das Internet einen Austausch mit Klassenkameraden in einem virtuellen Klassenzimmer, wobei die Nutzung durch die Eltern gesteuert werden kann.

Was ist das Hauptargument gegen den massiven Einsatz von Edutainment an Schulen?

Ein wesentliches Hindernis ist die oft unzureichende technische Ausstattung der Schulen, da moderne, multimediale Software hohe Systemanforderungen an die Hardware stellt.

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Details

Title
Computer Literacy als Bestandteil moderner Bildung II: Software und Internet
College
University of Frankfurt (Main)  (Pädagogik)
Course
Bildung und Wissenserwerb in der Informationsgesellschaft
Grade
2,0
Author
Daniela Thielepape (Author)
Publication Year
2001
Pages
16
Catalog Number
V8369
ISBN (eBook)
9783638153522
Language
German
Tags
computer literacy lernsoftware edutainment drill and practice Addy
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Thielepape (Author), 2001, Computer Literacy als Bestandteil moderner Bildung II: Software und Internet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8369
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