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Betriebliche Gesundheitsförderung - fit im und durch den Berufsalltag

Eine Darstellung von Anforderungen und Ressourcen in der Arbeitswelt sowie ausgewählter Maßnahmen betrieblicher Gesundheitsförderung

Title: Betriebliche Gesundheitsförderung - fit im und durch den Berufsalltag

Thesis (M.A.) , 2007 , 112 Pages , Grade: 1,1

Autor:in: Florian Klug (Author)

Sport - Sport Medicine, Therapy, Nutrition
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Schon der griechische Arzt Herophilos erkannte, dass Gesundheit das höchste Lebensgut eines jeden Menschen ist und sah darin die Voraussetzung für ein erfülltes Leben.

Eine entscheidende Erkenntnis der letzten Jahrzehnte der Medizin und Gesundheitsforschung liegt darin, dass Gesundheit und Gesundheitsverhalten maßgeblich in der Interaktion mit den jeweiligen Lebenswelten geprägt werden. Ein zentraler Bereich dieser Lebenswelten ist die Erwerbsarbeit. Arbeit und Gesundheit sind im Leben eines jeden Menschen nahezu untrennbar miteinander verbunden. Sie stehen in einem ambivalenten Verhältnis zueinander. Dies zeigt sich dadurch, dass sich Arbeit auf die Gesundheit und somit auch auf die Leistungsfähigkeit und auf die gesamten Persönlichkeitseigenschaften sowohl positiv als auch negativ auswirken kann. Arbeit kann dementsprechend sowohl potentiell gesundheitsfördernd als auch gesundheitsgefährdend sein.

Durch die globalen Bedingungen des wirtschaftlichen Wettbewerbs haben sich zudem umfassende Veränderungen für die Unternehmen ergeben. Rasant halten unterschiedliche neue Technologien, Arbeits- und Organisationsformen Einzug. Geschäftsabläufe werden laufend beschleunigt. Hoher Konkurrenzdruck, beschleunigte Reorganisationen und Anpassung an die wirtschaftliche Situation sind nur einige Schlagworte.

Doch es sind nicht nur die Unternehmen selbst, die von diesen Entwicklungen betroffen sind. Diese Gegebenheiten haben enorme Konsequenzen für die Mitarbeiter und deren Lebens- und Arbeitsbedingungen. Neue Arbeitsformen und Beschäftigungsverhältnisse entstehen, der Leistungsdruck auf den einzelnen Mitarbeiter steigt, während dieser mit Kürzungen sozialer Leistungen und der Sorge um den Erhalt des Arbeitsplatzes konfrontiert wird. Flexibilität und hohe Anpassungsfähigkeit im Berufsleben werden heutzutage ebenso vorausgesetzt wie die ständige Bereitschaft sich weiterzubilden. Die steigenden Erwartungen und Anforderungen der Betriebe hinterlassen ihre Spuren und es kommt bei Erwerbstätigen zu erhöhten motorischen, psychischen und sozialen Belastungen. Krankheitsbedingter Arbeitsausfall, eingeschränkte Leistungsfähigkeit, Motivationsdefizite sind mögliche negative Folgen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1 ZIELSETZUNGEN

1.2 AUFBAU DER ARBEIT

2. VON DER GESUNDHEITSERZIEHUNG ZUR GESUNDHEITS-FÖRDERUNG IM BETRIEB

2.1 TRADITIONELLE GESUNDHEITSERZIEHUNG IM BETRIEB

2.2 GRÜNDE FÜR EINE NEUORIENTIERUNG DES GESUNDHEITS-VERSTÄNDNISSES

2.2.1 Veränderung der Arbeits- und Lebensbedingungen

2.2.2 Wandel des Krankheitsspektrums

2.2.3 Wandel des Gesundheits-/ Krankheitsverständnisses

2.3 DAS KONZEPT DER BETRIEBLICHEN GESUNDHEITSFÖRDERUNG

2.3.1 Ziele und Nutzen betrieblicher Gesundheitsförderung

2.3.2 Hemmnisse, Überwindungsmöglichkeiten und Erfolgsfaktoren betrieblicher Gesundheitsförderung

2.3.3 Handlungsprinzipien betrieblicher Gesundheitsförderung

2.4 ZUSAMMENFASSUNG

3. ANFORDERUNGEN UND RESSOURCEN IN DER ARBEITSWELT UND DEREN AUSWIRKUNGEN AUF DIE GESUNDHEIT

3.1 ANFORDERUNGEN IN DER ARBEITSWELT

3.1.1 Psychische Belastungen, Beanspruchungen und Beanspruchungsreaktionen

3.1.2 Physische Anforderungen

3.2 RESSOURCEN AM ARBEITSPLATZ

3.2.1 Personale Ressourcen

3.2.1.1 Kognitive Stile

3.2.1.2 Handlungsbezogene Kompetenzen und Fähigkeiten

3.2.2 Soziale Ressourcen

3.2.3 Organisationale Ressourcen

4. MAßNAHMEN BETRIEBLICHER GESUNDHEITSFÖRDERUNG

4.1 VERHALTENSORIENTIERTE MAßNAHMEN

4.1.1 Stressmanagementmethoden – Zu sich kommen statt außer sich geraten

4.1.1.1 Emotionsorientierte Stressmanagementmethoden

4.1.1.2 Problemorientierte Stressmanagementmethoden

4.1.2 Bewegungsmanagement und Sportprogramme – Wer Leistung fordert, muss Fitness fördern

4.1.3 Ernährungsberatung – Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit durch bewusste Ernährung

4.2 VERHÄLTNISORIENTIERTE MAßNAHMEN

4.2.1 Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung

4.2.2 Gesundheitszirkel – Eigenverantwortlichkeit der Mitarbeiter für ihre Gesundheit

4.2.3 Arbeitsaufgabengestaltung – Möglichkeit zu salutogener und beanspruchungsreduzierender Wirkung

5. SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der betrieblichen Gesundheitsförderung von der traditionellen Gesundheitserziehung hin zu modernen, ganzheitlichen Ansätzen. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Unternehmen durch die gezielte Gestaltung von Arbeitsbedingungen und die Stärkung von Ressourcen sowohl die Gesundheit ihrer Mitarbeiter erhalten als auch deren Leistungsfähigkeit und Motivation nachhaltig fördern können.

  • Wandel des Gesundheits- und Krankheitsverständnisses in der Arbeitswelt
  • Analyse psychischer und physischer Belastungsfaktoren
  • Salutogenetische Perspektive und Ressourcenorientierung
  • Implementierung verhaltens- und verhältnisorientierter Maßnahmen
  • Die Rolle von Führung und Partizipation (Gesundheitszirkel)

Auszug aus dem Buch

Kohärenzsinn

Das Konstrukt des Kohärenzsinns bildet den Mittelpunkt des salutogenetischen Modells und ist laut Antonovsky der zentrale Faktor, der zu einer Bewegung in Richtung des gesunden Pols auf dem Gesundheits-Krankheits-Kontinuum führt. Das Kohärenzerleben ergibt sich aus der Kombination folgender drei Komponenten:

1. Gefühl von Verstehbarkeit (sense of comprehensibility)

Hierbei handelt es sich um die Erwartung bzw. Fähigkeit von Menschen, Stimuli (auch unbekannte) als geordnete, konsistente, strukturierte Informationen verarbeiten zu können und nicht mit Reizen oder Situationen konfrontiert zu werden, die chaotisch, willkürlich und unerklärlich sind. Mit Verstehbarkeit meint Antonovsky dementsprechend ein kognitives Verarbeitungsmuster.

2. Gefühl von Handhabbarkeit (sense of manageability)

Diese Komponente beschreibt die Gewissheit eines Menschen, dass Probleme und Schwierigkeiten lösbar sind. Als Synonym führt Antonovsky den Begriff des instrumentellen Vertrauens an. Hiermit meint er das Ausmaß, in dem eine Person die Anforderungen, die auf sie zukommen, mit den verfügbaren Ressourcen als bewältigbar wahrnimmt. Zudem hebt Antonovsky hervor, dass es nicht nur um Ressourcen geht, die man selbst unter Kontrolle hat, sondern auch um Ressourcen, die von anderen kontrolliert werden, wie zum Beispiel Freunden, Ehepartner, Kollegen. Das Gefühl der Handhabbarkeit betrachtet Antonovsky als kognitiv-emotionales Verarbeitungsmuster. Wer über ein hohes Maß an Handhabbarkeit verfügt, wird in schwierigen Lebenssituationen besser mit ihnen umgehen können.

Hier lassen sich deutliche Parallelen zum Konstrukt der Selbstwirksamkeit erkennen.

3. Gefühl von Sinnhaftigkeit (sense of meaningfulness)

Dieses Element beschreibt das „Ausmaß in, dem man das Leben als emotional sinnvoll empfindet: dass wenigstens einige der vom Leben gestellten Probleme und Anforderungen es wert sind, dass man Energie in sie investiert, (…), dass sie eher Herausforderungen sind, als Lasten, die man gerne los wäre.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Darstellung des ambivalenten Verhältnisses von Arbeit und Gesundheit sowie der Relevanz des Themas in einer modernen, leistungsorientierten Arbeitswelt.

2. VON DER GESUNDHEITSERZIEHUNG ZUR GESUNDHEITS-FÖRDERUNG IM BETRIEB: Erläuterung des Wechsels von pathogenetischen Modellen zu einem salutogenetischen, ressourcenorientierten Verständnis von Gesundheit im Betrieb.

3. ANFORDERUNGEN UND RESSOURCEN IN DER ARBEITSWELT UND DEREN AUSWIRKUNGEN AUF DIE GESUNDHEIT: Analyse der Belastungen aus Arbeitsaufgabe und -rolle sowie der personalen, sozialen und organisationalen Ressourcen zur Bewältigung dieser Anforderungen.

4. MAßNAHMEN BETRIEBLICHER GESUNDHEITSFÖRDERUNG: Vorstellung konkreter Ansätze auf Verhaltens- (Stressmanagement, Sport, Ernährung) und Verhältnisebene (Ergonomie, Gesundheitszirkel, Arbeitsaufgabengestaltung).

5. SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassendes Plädoyer für ein ganzheitliches Gesundheitsmanagement, das Mitarbeiter aktiv in den Mittelpunkt stellt.

Schlüsselwörter

Betriebliche Gesundheitsförderung, Salutogenese, Ressourcen, Belastung, Beanspruchung, Stressmanagement, Arbeitsschutz, Empowerment, Partizipation, Gesundheitszirkel, Arbeitsgestaltung, Arbeitspsychologie, Kohärenzgefühl, Selbstwirksamkeit, Prävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Magisterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie moderne betriebliche Gesundheitsförderung über den klassischen Arbeitsschutz hinausgeht, um Gesundheit in der Arbeitswelt zu erhalten und zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Belastungs-Beanspruchungs-Analyse, der Rolle von personalen und sozialen Ressourcen sowie konkreten Interventionsmethoden im Betrieb.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, gesundheitliche Ressourcen am Arbeitsplatz sowie auftretende Belastungen herauszuarbeiten und Maßnahmen zur Belastungsminderung und Ressourcenförderung darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine theoretische Aufarbeitung und strukturierte Darstellung aktueller arbeitspsychologischer Konzepte und Modelle, basierend auf einer umfangreichen Literaturanalyse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Salutogenese), die Analyse von Anforderungen und Ressourcen (psychisch/physisch) sowie die Vorstellung praktischer Maßnahmen (Verhaltens- und Verhältnisebene).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind betriebliche Gesundheitsförderung, Salutogenese, Ressourcen, Belastung, Stressmanagement, Partizipation und Arbeitsgestaltung.

Was ist der spezifische Mehrwert des Gesundheitszirkels?

Der Gesundheitszirkel ermöglicht es, das Expertenwissen der betroffenen Mitarbeiter direkt in die Ursachenanalyse und Lösungssuche einzubeziehen, was die Akzeptanz von Maßnahmen erhöht.

Warum unterscheidet der Autor zwischen Verhaltens- und Verhältnisebene?

Diese Trennung erfolgt aus analytischen Gründen, um gezielt zwischen der individuellen Kompetenzstärkung der Beschäftigten und der systemischen Gestaltung der Arbeitsumgebung differenzieren zu können.

Welche Rolle spielen kognitive Stile wie der Kohärenzsinn?

Sie sind als personale Ressourcen entscheidend für das Stresserleben und die Bewältigungsfähigkeit (Coping), da sie beeinflussen, wie ein Individuum Anforderungen wahrnimmt und bewertet.

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Details

Title
Betriebliche Gesundheitsförderung - fit im und durch den Berufsalltag
Subtitle
Eine Darstellung von Anforderungen und Ressourcen in der Arbeitswelt sowie ausgewählter Maßnahmen betrieblicher Gesundheitsförderung
College
University of Regensburg
Grade
1,1
Author
Florian Klug (Author)
Publication Year
2007
Pages
112
Catalog Number
V83769
ISBN (eBook)
9783638884280
Language
German
Tags
Betriebliche Gesundheitsförderung Berufsalltag
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Klug (Author), 2007, Betriebliche Gesundheitsförderung - fit im und durch den Berufsalltag, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83769
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