Im Rahmen des Studienfaches "Methoden der empirischen Wirtschafts- und Sozialforschung" haben wir die Aufgabe gestellt bekommen eine wissenschaftliche Arbeit anzufertigen. Da die Autoren in der Familie beziehungsweise im näheren Bekanntenkreis Verbindungen zum Handel haben, entschied man sich für das Thema "Weg mit dem Ladenschluß - flexible Öffnungszeiten helfen dem heimischen Handel". Durch einen veröffentlichten Kommentar in den Print-Medien zu diesem Thema wurde das Interesse zusätzlich geweckt. Bei intensiveren Gesprächen zeigte ein Geschäft im kaufmännischen Einzelhandel stärkeres Interesse an unserer Untersuchung und zu den entsprechenden Ergebnissen. Das Unternehmen (namentlich nicht genannt aus Gründen des Datenschutzes) möchte auf die Bedürfnisse des Kunden intensiver eingehen können, doch nur durch solche Erhebungen könne man tiefgründiger analysieren - so die Filialleiterin des Geschäftes. Die Kernfrage, auf die zielstrebig durch statistische Methoden hingearbeitet werden soll, wurde somit gemeinsam mit dem Unternehmen beziehungsweise der Filiale in Zwickau formuliert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
1.1 Einleitende Worte
1.2 Themenabgrenzung
2 Datenerfassung / Datenerhebung
2.1 Ziel der Untersuchungsstudie
2.2 Quellen und Methoden der Durchführung
2.3 Pretest : Durchführungsprotokoll (Verbraucher)
3 Auswertung der erhobenen Daten
3.1 Allgemeine Aussagen zur Auswertung
3.2 Ergebnisaufbereitung der beiden Fragebögen (Verbraucher und Handel)
3.3 Fehlerquellen
3.4 Zusammenfassung, kritische Diskussion und daraus resultierende Schlussfolgerungen
4 Allgemeine Zusammenfassung
5 Anhang
5.1 Anlagen
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen flexibler Ladenöffnungszeiten auf den Umsatz im Einzelhandel sowie die Akzeptanz solcher Modelle durch die Verbraucher in Zwickau. Dabei wird analysiert, ob verlängerte Öffnungszeiten tatsächlich zu höheren Einnahmen führen oder lediglich zu einer Verschiebung der Einkaufszeiten, unter Berücksichtigung der unternehmerischen Kostenbelastung.
- Analyse der Kundenbedürfnisse und des Einkaufsverhaltens
- Untersuchung der wirtschaftlichen Auswirkungen auf den Einzelhandel
- Vergleich von Konsumentenerwartungen und unternehmerischen Perspektiven
- Bewertung des Ladenschlussgesetzes im Kontext aktueller Marktentwicklungen
Auszug aus dem Buch
3.4 Zusammenfassung, kritische Diskussion und daraus resultierende Schlussfolgerungen
Das von den Autoren aufgegriffene Thema ist zeitgemäß und steht jedes Jahr wieder in den Medien zur Diskussion. Doch „ an den geltenden Ladenschlusszeiten wird sich vorerst nichts ändern“(5). Es herrschen zu viele gegensätzliche Meinungen. Die derzeitige Regierung und der Verband des deutschen Einzelhandels (HDE) können sich nicht einigen. Es wurden sogar zwei Studien vom Wirtschafts- sowie Arbeitsministerium in Auftrag gegeben, um zu analysieren, ob das Interesse der Verbraucher für die völlige Freigabe der Öffnungszeiten vorhanden ist. Außerdem sollen Faktoren, wie zum Beispiel mehr Arbeitsplätze schaffen, höhere Umsätze für den Handel und so weiter, die in unmittelbarem Zusammenhang stehen, untersucht werden.
Die ganze hervorgerufene Debatte ist aber für die Kirchen weiterhin ein Reizthema. Sie möchte an der Sonntagsruhe beziehungsweise damit verbundenen Normen und Werten für die Gesellschaft festhalten. Als Argumente werden unter anderem angebracht, dass „ Kontakte schwinden, die Familien der Angestellten müssen darunter leiden. Das ist nicht gut für die Gesellschaft“(6). Es wird vermutet, dass es zu verlängerten Arbeitszeiten der Angestellten kommen wird, dies wiederum könnte zu Konflikten innerhalb der Familie führen. Doch schon seit einiger Zeit gibt es zahlreiche Sonderregelungen, wie etwa 4 Sonntage im Jahr als „ verkaufsoffen“ gelten. Es gibt verschiedene Branchen die, die Vorteile der Ausnahmebestimmungen genießen (Tankstellen, Bahnhöfe, Flughäfen, Kinos etc.). Aber es gibt natürlich auch Aspekte die für längere Öffnungszeiten sprechen. Angeblich sollen veränderte Ladenschlusszeiten zu einer optimalen Ausnutzung der Ressourcen und zu einer Entspannung der Spitzenauslastungszeiten führen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Die Einleitung erläutert die Entstehung der Seminararbeit und definiert die Kernfragen sowie die Zielsetzung des Untersuchungsbereichs.
2 Datenerfassung / Datenerhebung: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen, die Stichprobenauswahl und die Durchführung des Pretests für die empirische Datensammlung.
3 Auswertung der erhobenen Daten: Hier werden die Ergebnisse der Fragebögen analysiert, Fehlerquellen diskutiert und die gewonnenen Erkenntnisse kritisch in den wirtschaftlichen Kontext eingeordnet.
4 Allgemeine Zusammenfassung: Die Autoren ziehen ein Fazit, wonach sich für das untersuchte Unternehmen verlängerte Öffnungszeiten aufgrund der Kostenbelastung derzeit nicht als rentabel erweisen.
5 Anhang: Dieser Teil enthält die verwendeten Fragebögen, das Anschreiben an die Probanden sowie ergänzende Materialien.
Schlüsselwörter
Ladenschlussgesetz, Einzelhandel, Öffnungszeiten, Konsumentenverhalten, Umsatzsteigerung, Zwickau, empirische Forschung, Dienstleistungsangebot, Weihnachtsgeschäft, Marktbelebung, Kundenbedürfnisse, Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitspensum, Wirtschaftssoziologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Diskussion um verlängerte Ladenöffnungszeiten und deren Auswirkungen auf den heimischen Einzelhandel sowie das Einkaufsverhalten der Konsumenten.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Im Zentrum stehen die Ladenschlussgesetzgebung, die Erwartungen von Kunden an Öffnungszeiten und die wirtschaftlichen Sorgen der Händler bezüglich steigender Kosten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es zu ermitteln, ob flexiblere Öffnungszeiten in Zwickau zu einer Umsatzsteigerung führen und wie Verbraucher auf solche Änderungen reagieren würden.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Autoren nutzen quantitative empirische Methoden durch Fragebögen, die an Verbraucher und lokale Einzelhändler ausgegeben wurden.
Was ist der Inhalt des Hauptteils?
Der Hauptteil umfasst die Datenerhebung, die Aufbereitung der Ergebnisse in Diagrammform sowie eine kritische Diskussion der gewonnenen Daten.
Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?
Kernbegriffe sind Einzelhandel, Ladenschluss, Konsumentenakzeptanz, Wirtschaftsforschung und Wettbewerb.
Warum war der Rücklauf bei den Händlern so gering?
Die Befragung der Händler fiel in die Weihnachtszeit, weshalb viele Unternehmer aufgrund des hohen Arbeitsaufkommens kein Interesse an der Teilnahme hatten.
Welches Fazit ziehen die Autoren für das Beispielunternehmen?
Sie kommen zu dem Schluss, dass verlängerte Öffnungszeiten die Kosten (Personal, Energie) für das untersuchte Geschäft nicht durch zusätzliche Einnahmen decken würden.
- Quote paper
- Susanne Heinlein (Author), 2002, Weg mit dem Ladenschluss! - Flexible Öffnungszeiten helfen dem heimischen Handel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8380