Betrachtet und ausgewertet werden in dieser Arbeit die statistischen Werte, die der Polizeilichen Kriminalstatistik für das Berichtsjahr 2003 und den Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes in Bezug auf den Straftatbestand der Luftverunreinigung zu entnehmen sind.
Zu Beginn werden die geltenden gesetzlichen Regelungen des Straftatbestandes der Luftverunreinigung analysiert. Des weiteren werden aktuelle Fallzahlen betrachtet und mit den Fallzahlen der Vorjahre und anderen Umweltdelikten verglichen. Weiter werden bestimmte Tatumstände in bezug auf Motive, Tatorte, Tatzeiten, Tatinstrumente und Ausnahmesituationen betrachtet. Die Person der Täter wird auf Geschlecht, Wohnsitz, Staatsangehörigkeit und Obdachlosigkeit analysiert. Danach wird kurz auf die Person der Opfer eingegangen. Weiter werden Verfahrenseinleitung, Anzeigenhäufigkeit, Ermittlungs-, Abgeurteilten-, Verfolgungs- und Vollstreckungspraxis, Aufklärungs- und Einstellungsquoten betrachtet. Sich aus der Analyse ergebende Präventionskonzepte werden besprochen. Zum Abschluss wird ein Fazit gezogen.
Inhaltsverzeichnis
1.0 Vorwort
2.0 Analyse der geltenden gesetzlichen Regelung
3.0 Fallzahlen / Auswertung anhand von Vergleichszahlen
3.1.1 Aktuelle Zahlen
3.1.1 Absolute Fallzahlen
3.1.2 Kriminalitätsbelastungsziffer
3.2 Vergleichszahlen
3.2.1 Vorjahre
3.2.2 Verhältnis zu anderen Delikten
4.0 Bestimmte Tatumstände
4.1 Motive
4.2 Tatorte
4.3 Tatzeiten
4.4 Tatinstrumente
4.5 Ausnahmesituationen
5.0 Zur Person der Täter
5.1 Geschlecht und Alter der Täter
5.2 Wohnsitz der Täter
5.3 Staatsangehörigkeit bzw. Volkszugehörigkeit der Täter
5.4 Obdachlosigkeit der Täter
6.0 Zur Person der Opfer
7.0 Verfahrenseinleitung / Anzeigenhäufigkeiten
8.0 Ermittlungspraxis / Aufklärungsquoten / Verfolgungspraxis / Einstellungsquoten
9.0 Abgeurteiltenpraxis / Vollstreckungspraxis
10.0 Sich daraus ergebende Präventionskonzepte
11.0 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Straftatbestand der Luftverunreinigung gemäß § 325 StGB auf Basis der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) des Berichtsjahres 2003, um ein besseres Verständnis über die statistische Relevanz, die Täterstruktur und die Wirksamkeit der strafrechtlichen Verfolgung in Deutschland zu erlangen.
- Analyse der gesetzlichen Grundlagen und Tatbestandsmerkmale
- Auswertung statistischer Fallzahlen und Vergleichsdaten
- Untersuchung von Tatumständen und Täterprofilen
- Betrachtung der Ermittlungs- und Verfolgungspraxis
- Diskussion von Präventionsansätzen zur Luftreinhaltung
Auszug aus dem Buch
2.0 Analyse der geltenden gesetzlichen Regelung
Der Straftatbestand der Luftverunreinigung nach §325 ist dann erfüllt, wenn beim Betrieb einer Anlage, einer ortsfesten Betriebsstätte oder ortsveränderlichen Maschine, verwaltungsrechtliche Pflichten in solcher Weise grob verletzt werden, dass Luft in solchem Maße verändert wird, dass außerhalb des zur Anlage gehörenden Bereichs Menschen oder Tiere, Pflanzen oder andere Sachen von bedeutendem Wert geschädigt werden. Der Täter wird in diesem Falle entweder mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe belegt. Auch der bloße Versuch ist strafbar. Jedoch wird dies erst bei Inbetriebnahme der Anlage angenommen. Bei einer stillgelegten Anlage ist der Tatbestand also nicht erfüllt.
Als Grundlage wird die Funktion der Luft als Lebensgrundlage und Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen angenommen. Geschützt werden gegen nachteilige Veränderungen der Luft sollen also das Leben und die Gesundheit von (auch erst werdenden) Menschen, Sachen von bedeutendem Wert und Gewässern.
Zusammenfassung der Kapitel
1.0 Vorwort: Dieses Kapitel erläutert die Datengrundlage der Arbeit, die sich primär auf die Polizeiliche Kriminalstatistik von 2003 stützt, und gibt einen Überblick über den geplanten methodischen Ablauf der Untersuchung.
2.0 Analyse der geltenden gesetzlichen Regelung: Es werden die juristischen Voraussetzungen des § 325 StGB sowie die geschützten Rechtsgüter definiert, um den strafrechtlichen Rahmen der Luftverunreinigung abzustecken.
3.0 Fallzahlen / Auswertung anhand von Vergleichszahlen: Dieses Kapitel vergleicht aktuelle Fallzahlen mit Vorjahresdaten und setzt die Delikte in Relation zu anderen Straftaten gegen die Umwelt.
4.0 Bestimmte Tatumstände: Die Analyse konzentriert sich hier auf Aspekte wie Tatorte, Motive und Instrumente, wobei mangels spezifischer Daten oft auf allgemeinere Statistiken zu Umweltdelikten zurückgegriffen wird.
5.0 Zur Person der Täter: Es wird das Täterprofil hinsichtlich Alter, Geschlecht, Wohnsitz und Herkunft untersucht, wobei die PKS nur allgemeine Täterdaten zu Umweltdelikten bietet.
6.0 Zur Person der Opfer: Dieses Kapitel thematisiert die potenziellen Folgen für Opfer, stellt jedoch fest, dass in der Kriminalstatistik keine spezifischen Daten zu geschädigten Personen vorliegen.
7.0 Verfahrenseinleitung / Anzeigenhäufigkeiten: Es wird erörtert, dass Luftverunreinigungen selten zur Anzeige gebracht werden, was eine hohe Dunkelziffer vermuten lässt.
8.0 Ermittlungspraxis / Aufklärungsquoten / Verfolgungspraxis / Einstellungsquoten: Dieses Kapitel beleuchtet die Schwierigkeiten bei der Ermittlung der Verursacher und die Rolle der Behörden bei der Aufklärung.
9.0 Abgeurteiltenpraxis / Vollstreckungspraxis: Es werden Daten zu Verurteilungen und zur Vollstreckung bei Umweltdelikten aufgeführt, soweit sie statistisch erfassbar sind.
10.0 Sich daraus ergebende Präventionskonzepte: Abschließend werden staatliche Maßnahmen und technische Anforderungen wie Filteranlagen diskutiert, die zur Reduzierung von Emissionen beitragen sollen.
11.0 Fazit: Die Arbeit resümiert, dass aufgrund unklarer Definitionen und lückenhafter Statistiken nur begrenzte Rückschlüsse auf die Deliktsart der Luftverunreinigung möglich sind.
Schlüsselwörter
Luftverunreinigung, § 325 StGB, Polizeiliche Kriminalstatistik, Umweltdelikte, Umweltschutz, Emissionskontrolle, Tatverdächtige, Strafverfolgung, Umweltstraftaten, Präventionskonzepte, Kriminalitätsbelastungsziffer, Dunkelziffer, Anlagenbetreiber, Rechtsvorschriften
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert den Straftatbestand der Luftverunreinigung gemäß § 325 StGB unter Berücksichtigung polizeilicher Statistiken, um die strafrechtliche Behandlung dieses Delikts in Deutschland zu beleuchten.
Welche Themenfelder stehen im Fokus?
Zentrale Themen sind die juristische Definition der Luftverunreinigung, die statistische Erfassung der Delikte, die Täterstruktur sowie die Ermittlungspraxis der Behörden.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Auswertung und kritische Hinterfragung des Umgangs mit dem Straftatbestand der Luftverunreinigung auf Basis der verfügbaren Kriminalstatistiken des Jahres 2003.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin verwendet eine deskriptive statistische Fallanalyse und vergleicht diese mit den geltenden gesetzlichen Regelungen und theoretischen Grundlagen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der rechtlichen Analyse, der statistischen Auswertung von Fallzahlen, den Umständen der Tatbegehung und dem Profil der Täter sowie der Ermittlungs- und Verfolgungspraxis.
Welche Schlüsselbegriffe prägen die Analyse?
Wesentliche Begriffe sind Luftverunreinigung, Umweltstraftaten, Kriminalitätsbelastungsziffer, Aufklärungsquoten und Präventionsmaßnahmen.
Warum gibt es laut der Arbeit eine hohe Dunkelziffer?
Die Arbeit führt aus, dass Luftverunreinigungen selten direkt angezeigt werden und sich die Ermittlung der Verursacher in der Praxis als äußerst schwierig gestaltet.
Welche Rolle spielen Anlagenbetreiber in der Täterermittlung?
Da § 325 StGB primär den Betrieb von Anlagen voraussetzt, stehen meist die Anlagenbetreiber als potenzielle Täter im Fokus der Betrachtung.
- Quote paper
- Bachelor of Arts Kristina Lubahn (Author), 2005, § 325 Luftverunreinigung - statistische Fallanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83843