FRAUENPORTRAITS - Botticelli: Bildnis einer jungen Frau (1475), Raffael: Bildnis Maddalena Doni (1506), Tizian: Bildnis Isabella von Portugal (1548)


Hausarbeit, 2002

28 Seiten, Note: 1,2


Leseprobe

Inhalt

1 Prolog

2 Die Entwicklung des Portraits Von der Antike bis zum Manierismus

3 Sandro Botticelli
3.1 Biographie

4 Raffael
4.1 Biographie
4.1.1 Die Florentiner Periode
4.1.2 Die römische Periode

5 Tizian
5.1 Biographie
5.1.1 Tizians Frühwerk
5.1.2 Tizians Spätwerk

6 Botticelli »Bildnis einer jungen Frau«
6.1 Analyse

7 Raffael »Bildnis Maddalena Doni«
7.1 Analyse

8 Tizian »Bildnis Isabella von Portugal«
8.1 Analyse

9 Bildvergleich

10 Literaturverzeichnis

1 Vorwort

Den Kern dieser Arbeit bilden die Abschnitte 6 bis 9, in denen ich gezielt auf die drei zu behandelnden Werke eingehe. Um darauf vorzubereiten, kläre ich in Abschnitt 2 den damaligen Entwicklungsstand des Portraits. Des Weiteren habe ich mich eingängig mit den Lebensläufen der drei berühmten Künstler beschäftigt und führe in den Abschnitten 3 bis 5 die wichtigsten Fakten auf.

Die teils ausführlichen Erläuterungen zu Personen und Fachbegriffen sollen auch dem Laien ermöglichen, einen Gesamteindruck von Botticellis, Raffaels und Tizians Arbeit und Umwelt zu gewinnen. Diese Fußnoten zu überlesen, beeinträchtigt nicht das Textverständnis.

2 Die Entwicklung des Portraits Von der Antike bis zum Manierismus

Bei den frühesten Portraits handelte es sich um Grabfiguren von Herrschern und Adeligen, die man in altägyptischen Gräbern entdeckte. Die aus dem Alten Reich stammenden Figuren (um 2755 bis 2255 v. Chr.) sind meist stark stilisiert und betonen besonders die Würde des Betreffenden, der in seiner sozialen Funktion und nicht als Individuum wiedergegeben ist. Persönlichere Darstellungen[1] findet man erst in der Zeit des Neuen Reiches (um 1570 bis 1070 v. Chr.).

Bei den Portraitskulpturen aus der griechischen Antike (5. und 4. Jahrhundert v. Chr.) handelt es sich um idealisierte, geglättete Darstellungen eines vorbildlichen Menschentypus’ ohne Anspruch auf individuelle Ähnlichkeit. Die Portraitplastiken der hellenistischen Zeit, insbesondere die zahlreichen Herrscherbildnisse, zeichnen sich dagegen durch eine realistische, oft pathetische Darstellung aus.

Erst die Römer schufen Portraits, die versuchten, individuelle Züge der dargestellten Person einzufangen. Seit dem 1. Jahrhundert v. Chr. schufen sie kunstvoll gearbeitete Stein- und Bronzestatuen und lebensgroße Büsten, besonders als Grabmonumente. Während die Portraits aus der Zeit der Römischen Republik streng wirken, sind diejenigen aus der Kaiserzeit lebendiger und stärker im Ausdruck.

Im Zentrum der Portraitkunst des christlich geprägten Mittelalters standen Bildnisse von Herrschern, Adeligen, Kirchenfürsten und Religionsstiftern, die in typisierter Form ohne ausgeprägte individuelle Züge auf Wappenbildnissen, Grabplastiken oder an Kirchenfassaden, aber auch auf Wandmalereien, Altarbildern, Buntglasfenstern und in der Buchmalerei dargestellt wurden. Die Romanik neigte zu stilisierten Symbolfiguren, in der Gotik setzte eine Entwicklung zur realistischen Darstellung von Individuen ein.

Während der Renaissance kam es zu einer Wiederentdeckung der Antike. Ein neues Selbstbewusstsein und das Interesse am Individuum führten zu einer neuen Blüte der Portraitkunst, deren Schwerpunkt von nun an auf der Entfaltung individueller Züge lag. In der Florentiner Frührenaissance des 15. Jahrhunderts widmete sich der Bildhauer Donatello besonders der Stein- und Bronzeplastik und fand darin zahlreiche Nachfolger. Pisanello fertigte Portraitmedaillen, die die Dargestellten zunächst noch eher streng im Profil zeigten. Eine fortschreitende Entwicklung hin zum realistischeren Individualportrait zeigen die Fresken und Tafelbilder von Renaissancekünstlern wie Benozzo Gozzoli, Ghirlandaio, Sandro Botticelli, Andrea Mantegna, Giovanni Bellini oder Piero della Francesca, wenngleich sie trotz realistischer Ansätze primär repräsentativ und geglättet wirken. Die Meister der Hochrenaissance, wie Leonardo da Vinci, Raffael, Andrea del Sarto, Giorgione oder Tizian, führten diese Entwicklung fort und steigerten den individuellen Ausdruck besonders durch Farbgebung und Lichteffekte.

Erst die Portraits der flämischen und niederländischen Renaissancemaler legten das Hauptgewicht auf eine möglichst realistische Darstellung und Detailgenauigkeit in Physiognomie und Kleidung und zeigten eine zunehmende Tendenz zur psychologischen Durchdringung ihrer Modelle. Die Tafelbilder von Jan van Eyck, Rogier van der Weyden oder Hans Memling und die Zeichnungen und Gemälde Albrecht Dürers oder Hans Holbeins des Jüngeren stellen Höhepunkte der europäischen Portraitmalerei dar.

Die Portraits des Manierismus[2] neigten als Reaktion auf den ausgewogenen Klassizismus der Hochrenaissance zu Übertreibungen bezüglich Farbgebung, Proportionen und Lichtwirkung. Beispiele dafür sind die Werke der Italiener Bronzino und Tintoretto oder die äußerst individuellen, stark übersteigerten Portraitdarstellungen des Spaniers El Greco.[3]

3 Sandro Botticelli

Sein bürgerlicher Name war Alessandro di Mariano Filipepi und lebte von 1445 bis 1510. Er zählt zu den führenden Malern der Florentiner Frührenaissance. Botticelli entwickelte einen äußerst individuellen, sensiblen Stil, der durch eine strenge Formensprache, elegante Linienführung und eine große Wirklichkeitsnähe in der Darstellung gekennzeichnet ist.[4],[5]

3.1 Biographie

Sandro Botticelli wurde als Sohn eines Gerbers in Florenz geboren. Seinen Spitznamen »Botticelli« (italienisch für „Fässchen“), unter dem er später bekannt werden sollte, erhielt er entweder durch seinen älteren Bruder, der Makler war, oder durch den Goldschmied, bei dem er zunächst in die Lehre geschickt wurde. Nachdem man sein außergewöhnliches Zeichentalent entdeckt hatte, erhielt er Unterricht bei Fra Filippo Lippi[6], der ihn stilistisch ebenso stark beeinflusste wie Antonio del Pollaiuolo[7] und Andrea del Verrocchio[8].

Seit etwa 1470 unterhielt Botticelli eine eigene Werkstatt in Florenz und arbeitete den größten Teil seines Lebens für die mächtigen Florentiner Patrizierfamilien, besonders die Medici[9], für die er viele seiner bedeutendsten Werke schuf, darunter zahlreiche Einzelportraits. In seinem für die Kirche Santa Maria Novella geschaffenen Bild »Die Anbetung der Könige« (um 1476 bis 1477, Uffizien, Florenz) zeigen einige der innerhalb der anbetenden Menschenmenge dargestellten Figuren starke Ähnlichkeit mit verschiedenen Mitgliedern der Medici-Familie. Durch seine Beziehungen zu den Medici erhielt Botticelli nicht nur zahlreiche Gemäldeaufträge, sondern kam auch in Kontakt mit dem gebildeten humanistischen Kreis aus Künstlern und Intellektuellen am Hofe Lorenzo de’ Medicis[10], der unter dem Einfluss des alexandrinischen Neuplatonismus[11] eine Verbindung antiken und christlichen Gedankengutes anstrebte. Diese Zusammenfügung findet besonders in seinen beiden poetischen allegorisch-mythischen Tafelbildern »Primavera« (um 1478, »Der Frühling«) und »Die Geburt der Venus« (nach 1482, beide Uffizien, Florenz) ihren Ausdruck, die zu seinen bekanntesten Werken gehören und ursprünglich – wohl als Pendants – für die Medici-Villa di Castello in Auftrag gegeben wurden.

Neben seinen mythologischen Bildern malte er immer wieder religiöse Themen, besonders Madonnenbilder, wie die »Madonna del Magnificat«, die »Maria mit dem Granatapfel« (beide aus den achtziger Jahren des 15. Jahrhunderts) und die »Krönung Mariä« (1490), alle in den Uffizien in Florenz, oder die »Madonna mit Kind und Johannes dem Evangelisten und Johannes dem Täufer« (1485, Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz, Berlin). Weitere Werke mit religiöser Thematik sind sein »Heiliger Sebastian« (1473/74, Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz, Berlin) oder das Fresko »Der heilige Augustinus in seinem Studierzimmer« (1480, in der Kirche Ognissanti, Florenz). 1481 gehörte Botticelli zu einer Gruppe ausgewählter Künstler, die nach Rom geschickt wurden, um die Wände der Sixtinischen Kapelle im Vatikan mit Fresken auszumalen. Dort schuf er u. a. »Die Empörung und Bestrafung der Rotte Korah« und »Die Versuchung Christi«.

Im letzten Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts, als seine ehemaligen Gönner, die Medici, aus Florenz verbannt worden waren und der Dominikanermönch Girolamo Savonarola[12] einen theokratischen Staat errichtete, erlebte Botticelli eine tiefe persönliche Krise. Seine nach dieser Zeit entstandenen Werke, wie die »Pietà« vom Beginn der neunziger Jahre (Museo Poldi Pezzoli, Mailand), die wohl etwa aus derselben Zeit stammende »Geburt Christi« (National Gallery, London) oder die »Heilige Maria Magdalena« (um 1496, Fogg Art Museum, Cambridge, Massachusetts), spiegeln eine tiefe Frömmigkeit und religiöse Ergriffenheit wieder. Er starb am 17. Mai 1510 in Florenz.[13],[14],[15],[16]

4 Raffael

Der italienischer Maler und Baumeister Raffael, eigentlich Raffaello Santi oder Sanzio, lebte von 1483 bis 1520 und ist neben Michelangelo und Leonardo da Vinci wohl der bedeutendste Repräsentant der italienischen Hochrenaissance.

4.1 Biographie

Raffael wurde vermutlich am 6. April 1483 in Sanzio bei Urbino geboren und ging zunächst bei seinem Vater Giovanni Santi in die Lehre. Ab 1499 wurde er in Perugia Schüler Peruginos[17], der ihn mit den Spezifika des lichtdurchfluteten Raumes, einer idealisierten Figurenzeichnung und stimmungsreichen Hintergrunddarstellung vertraut machte. Auch hinsichtlich des harmonischen Kolorits treten im Frühwerk die Prinzipien seines Lehrmeisters deutlich zutage, so im »Traum der Ritter« (um 1501, National Gallery, London), den »Drei Grazien« (um 1501, Musée Condé, Chantilly) und der »Madonna Conestabile« (um 1502, Eremitage, Sankt Petersburg). Selbst in den relativ eigenständigen Hauptwerken der ersten Schaffensphase, wie »Vermählung Mariens« (1504, Galleria Brera, Mailand) und »Der Gekreuzigte mit Maria, Heiligen und Engeln« (um 1503, National Gallery, London), ist dieser Einfluss in der symmetrischen Komposition und der Gestik der Figuren unverkennbar.[18],[19],[20]

[...]


[1] wie die Portraits von König Echnaton und seiner Gemahlin Nofretete

[2] Als Manierismus bezeichnet man die Phase des Übergangs von der Renaissance zum Barock. Er entwickelte sich etwa um 1520 und reichte teilweise bis ins 17. Jh.. Ausgehend von Italien, wurzelt der Manierismus in der Kunst der Hochrenaissance (Raffael, Michelangelo), deren Prinzipien er häufig in ihr Gegenteil verkehrte. Stilmerkmale sind: Streckung, Überlängung, Drehung und Entkörperlichung der Figur, Brechung der Farben, flackernder Wechsel von Hell und Dunkel. Kühler Formalismus (Parmeggianino, A. Bronzino, G. Vasari, I. da Pontormo, B. Spranger) wird mit gesteigertem Ausdruck vereint (Tintoretto, El Greco). In der Plastik (Giovanni da Bologna, B. Cellini, B. Ammanati, A. de Vries) setzte sich die Allansichtigkeit der Figurenauffassung durch, verbunden mit einer künstlich schraubenförmig gewundenen Komposition (›Figura serpentinata‹) und polierter Oberfläche.

[3] Boehm, G. (1985): Bildnis und Individuum. Über den Ursprung der Portraitmalerei der italienischen Renaissance.

[4] was auch in »Bildnis einer jungen Frau« zum Ausdruck kommt

[5] Grömling, A. / Lingesleben, T. (1998): Alessandro Botticelli. S.6ff.

[6] Fra Filippo Lippi lebte von ca. 1406 bis 1469 und gab der florentinischen Malerei des Quatrocento wichtige Impulse. 1421 legte er sein Mönchsgelübde ab. Sein Malstil ist stark von Masaccio beeinflusst, dessen Einführung der Perspektive ein neues Zeitalter in der Malerei eröffnete. Nach 1440 fand Lippi immer mehr zu einem eigenständigen Stil mit schmalen Gestalten in eleganter Linienführung, schwingendem Faltenwurf und poetisch verklärender Farbigkeit. Nachdem er sich von seinem Gelübde hatte befreien lassen, heiratete er 1461 seine Geliebte und Mutter seines Sohnes Filippino, die ehemalige Nonne Lukrezia Buti, in der viele das Modell seiner Maria sehen.

Bekannte Werke von ihm sind u.a. das Fresko »Bestätigung des Karmeliterordens« (1432, Forte di Belvedere, Florenz), »Verkündigung des Todes an Maria« (1437-1438, Uffizien, Florenz), »Maria mit Kind und zwei Engeln« (1465, Uffizien, Florenz) und der Freskenzyklus »Szenen aus dem Leben des heiligen Johannes und des heiligen Stephanus« (1452 bis ca. 1466, Chorkapelle des Domes von Prato). Lippis großer Einfluss ist beispielsweise auch an der Landschaft von Leonardo da Vincis »Madonna in der Felsgrotte« (1483-1486, Louvre, Paris) abzulesen.

[7] Antonio del Pollaiuolo lebte von 1432 bis 1498 und war Bildhauer, Maler und Goldschmied. Auch er erhielt zahlreiche Aufträge der Medici. Seine Figuren zeigen kompliziert verschränkte Bewegungen und klare Umrisse. Er schuf u. a. den Kupferstich »Kampf der nackten Männer«, die Grabmäler für Sixtus IV. und Innozenz VIII. in Rom und auch Fresken wie »Herkules und die Hydra« (1460, Florenz, Uffizien).

[8] Der Bildhauer und Maler Andrea del Verrocchio lebte von 1435 bis 1488. Er war Wegbereiter der Hochrenaissance, führte ab 1465 eine vielseitige Werkstatt in Florenz und war u. a. Lehrherr von Leonardo da Vinci. Er schuf Bronzewerke (Portraitbüsten und die Davidstatue, um 1470), das Grabmal für Piero und Giovanni de’ Medici in San Lorenzo (1472) sowie die Thomas-Gruppe (1483) für Or San Michele. Ab 1486 arbeitete er in Venedig an dem Modell des Reiterdenkmals des Bartolomeo Colleoni. Seine Gemälde wie beispielsweise die »Taufe Christi« (um 1470/80) zeigen niederländische Einflüsse.

[9] Die Medici waren eine florentinische Bankiersfamilie, die ab dem 15. Jahrhundert bis zu ihrem Erlöschen 1737 faktisch Florenz bzw. die Toskana beherrschte. Sie sind seit dem frühen 13. Jahrhundert als Händler und Bankiers in Florenz bezeugt und seit der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts auch in öffentlichen Ämtern der Stadt. Weit reichende Handelsverbindungen und Geldgeschäfte in ganz Europa machten die Medici zu einer der reichsten Familien im Italien des 15. Jahrhunderts.

[10] Der von 1449 bis 1492 lebende Lorenzo de’ Medici war Stadtherr von Florenz und einer der bedeutendsten Förderer von Kunst und der Wissenschaft in der Zeit der Renaissance.

Selbst hervorragend gebildet und ein talentierter Dichter, versammelte Lorenzo die bedeutendsten Künstler und Intellektuellen seiner Zeit an seinem Hof. Zu denen, die in den Genuss seiner Kunstfreundschaft kamen, gehörten neben Botticelli auch Michelangelo, die Philosophen Marsilio Ficino und Giovanni Pico della Mirandola sowie der Humanist und Dichter Angelo Poliziano. Lorenzo baute die Biblioteca Medicea Laurenziana in Florenz aus und prägte als Bauherr das Gesicht seiner Stadt. Sein unübertroffenes Mäzenatentum und sein staatsmännisches Geschick trugen ihm als dem Prototyp des Renaissancefürsten den Beinamen „il Magnifico“ ein.

[11] Der Neuplatonismus ist eine philosophische Richtung der griechischen Spätantike (3. bis 6.)Jh.) mit dem Ziel der Wiederaufnahme der Philosophie Platons in Verbindung mit aristotelischen und stoischen Motiven. Er beginnt mit Ammonios Sakkas (ca. 175 bis 242) und hat seinen Höhepunkt im umfassenden Stufensystem der Welt Plotins. Sein Einfluss auf die christliche Mystik und die Scholastik war groß.

[12] Der Dominikaner und Reformer Girolamo Savonarola (1452 bis 1498) wurde 1491 Prior des Klosters San Marco. Er predigte gegen die laxen Sitten der Stadt und die Entartungen an der Kurie und verkündete das nahe Endgericht und eine Erneuerung der Kirche. Als er 1494 einen theokratischen Staat errichtete und Christus zum König von Florenz ausrief, exkommunizierte ihn Alexander VI. wegen Häresie und ließ ihn erhängen. 1558 wurden seine Schriften jedoch für rechtgläubig erklärt.

[13] Becker, F. / Thieme, U. (Hrsg.) (1910): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler. Von der Antike bis zur Gegenwart. Vierter Band. S.414ff.

[14] Deimling, B. (2001): Sandro Botticelli 1444/45-1510.

[15] Grömling, A. / Lingesleben, T. (1998): Alessandro Botticelli 1444/45-1510.

[16] Kwiatkowski, G. (Hrsg.) (1983): Schüler Duden. Die Kunst.

[17] Perugino (um 1448 bis 1523) war der bedeutendste Maler Umbriens. Zunächst ging er bei Piero della Francesca in Florenz, dann bei Andrea del Verrocchio in die Lehre. Danach war er hauptsächlich in Florenz, Rom und Perugia tätig. Von Peruginos Frühwerk hat sich nur wenig erhalten. Dazu gehört das Fresko mit dem heiligen Sebastian für die Kirche in Cerqueto (1478). Bereits hier zeigen sich die charakteristische weiche Bewegtheit der Figuren und der klare Aufbau der Komposition. Um 1481 erhielt Perugino den Auftrag, eine Reihe von Fresken für die Sixtinische Kapelle im Vatikan anzufertigen. Darunter befindet sich die berühmte »Schlüsselübergabe an Petrus«.

Er malte die »Thronende Madonna mit Heiligen« (1493, Uffizien, Florenz) und die »Grablegung Christi« (1495, Palazzo Pitti, Florenz). Die Empfangshalle der Bankiersgilde in Perugia, den Collegio del Cambio, malte er um 1500 mit Fresken aus, die allegorische und religiöse Szenen zeigen. Eines der schönsten Werke aus Peruginos später Schaffensperiode ist sein Altarbild für die Kirche Sant’Agostino in Perugia (1512 bis 1517). Weitere Werke sind »Vision des heiligen Bernhard« (1489, Alte Pinakothek, München), »Himmelfahrt Mariä« (1500, Galleria dell’Accademia, Florenz) und »Amor kämpft gegen die Keuschheit« (1505, Louvre, Paris). Perugino starb im Februar oder März 1523 an der Pest.

[18] Pentzien, R. (Redakteurin) (1990): Meisterwerke. Malerei kennen und verstehen. Raffael. [Ausgabe 24.]

[19] Vasari, G. (1996): Das Leben von Leonardo da Vinci, Raffael von Urbino und Michelangelo Buonarroti.

[20] Schubring, P. (1926, 2.Aufl.): Die Kunst der Hochrenaissance in Italien. Band IX. S.38ff.

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Details

Titel
FRAUENPORTRAITS - Botticelli: Bildnis einer jungen Frau (1475), Raffael: Bildnis Maddalena Doni (1506), Tizian: Bildnis Isabella von Portugal (1548)
Hochschule
Universität Siegen  (Kunstgeschichte)
Veranstaltung
Malerei der italienischen Renaissance
Note
1,2
Autor
Jahr
2002
Seiten
28
Katalognummer
V8388
ISBN (eBook)
9783638153683
Dateigröße
2367 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Entwicklung des Portraits: Von der Antike bis zum Manierismus. Umfassende Biographien: Botticelli, Raffael, Tizian - sowie deren Zeitgenossen. Ausführliche Analyse und Vergleich der drei Gemälde. Diese Abbildungen sind inklusive.
Schlagworte
FRAUENPORTRAITS, Botticelli, Bildnis, Frau, Raffael, Bildnis, Maddalena, Doni, Tizian, Bildnis, Isabella, Portugal
Arbeit zitieren
René Baldus (Autor), 2002, FRAUENPORTRAITS - Botticelli: Bildnis einer jungen Frau (1475), Raffael: Bildnis Maddalena Doni (1506), Tizian: Bildnis Isabella von Portugal (1548), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8388

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