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Unternehmensbewertung - Der Equity-Ansatz

Title: Unternehmensbewertung  -  Der Equity-Ansatz

Seminar Paper , 2007 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christian Finck (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Schon 1841 schrieb der Nationalökonom List, dass die Kraft, Reichtümer zu schaffen, ungleich wichtiger ist als der Reichtum selbst. Es ist sicher vermessen zu behaupten, dass er dabei schon an die Bewertung einer Unternehmung dachte. Dennoch drückt dieser Satz die Intuition, die hinter der Methode der Discounted Cashows steht, sehr gut aus. In der Praxis der Unternehmensbewertung in Deutschland finden die in den USA entwickelten DCF-Verfahren immer mehr Anwendung.

Diese Arbeit soll eine Unternehmensbewertung nach dem Netto-Ansatz darstellen und dabei die aktuellen Unternehmen- und Einkommensteuern berücksichtigen. Dabei wird weniger auf die in der Praxis entstehenden Probleme eingegangen. Vielmehr soll der theoretische Hintergrund erläutert und die zu treffenden Annahmen an gegebener Stelle aufgeführt werden. Natürlich können nur einzelne Aspekte, wie die Berücksichtigung von Steuern, die zu treffende Finanzierungsprämisse oder entstehende Zirkularitätsprobleme, diskutiert werden. Abschließend soll ein bewertender Vergleich mit den Entity-Ansätzen APV und WACC gezogen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ein erstes Bewertungskonzept

2.1 Berechnung des Flow to Equity

2.2 Bewertung unter Sicherheit und Unsicherheit

2.3 Der Marktwert einer Unternehmung

3 Verschuldung und Unternehmensteuer

3.1 Unternehmensteuern in Deutschland

3.2 Steuervorteil der Fremdfinanzierung - Tax Shield

3.3 Verschuldung der Unternehmung - Marktwertorientierte Finanzierung

4 Berücksichtigung der Einkommensteuer

4.1 Unterschiedliche Besteuerung von Dividenden und Kursgewinnen in Deutschland

4.2 Bestimmung der Einkommensteuerbelastung

4.3 Die Eigenkapitalkosten nach persönlichen Steuern

5 Vergleich mit den Entity-Verfahren und Bewertung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit setzt sich zum Ziel, eine Unternehmensbewertung nach dem Netto-Ansatz (Equity-Ansatz) darzustellen und dabei die Auswirkungen von Unternehmensteuern sowie der Einkommensteuer auf den Unternehmenswert theoretisch fundiert zu analysieren.

  • Grundlagen des Equity-Ansatzes in Abgrenzung zu Entity-Verfahren
  • Einfluss von Verschuldung und Steuervorteilen (Tax Shield) auf die Bewertung
  • Berücksichtigung persönlicher Steuern auf Ebene der Anteilseigner
  • Zirkularitätsprobleme bei marktwertorientierter Finanzierung
  • Vergleichende Einordnung in verschiedene DCF-Bewertungsmodelle

Auszug aus dem Buch

2.2 Bewertung unter Sicherheit und Unsicherheit

Der einfachste Fall einer Bewertung soll hier kurz dargestellt werden, um den Unterschied zwischen Sicherheit und Unsicherheit der zukünftigen Cashflows zu verdeutlichen. Deshalb wird vereinfachend von einem Ein-Perioden-Fall ausgegangen, bei dem die Zahlung an die Eigenkapitalgeber in Form einer Dividende in Periode t = 1 stattfindet und in der Höhe bekannt ist. Da die Zahlung sicher ist, wird mit dem risikolosen Zins rf diskontiert. Der Wert der Unternehmung beträgt dann

V0 = FCF1 / (1 + rf)

Eine wichtige Annahme, die hier zugrunde gelegt wird, ist die Arbitragefreiheit. Ist der Cash Flow in Periode t = 1 unsicher, so wird mit dem sicheren Zins rf zuzüglich einer Risikoprämie z diskontiert. Die Unternehmung hat dann einen Wert von

V0 = E[FCF1] / (1 + rf + z)

Für die Gleichungen 1 und 2 gilt hier, dass V0 der Unternehmenswert in t = 0, FCF1 der Free Cashflow in t = 1, rf der sicherer Zinssatz und z der Risikozuschlag sind. Entspricht nun der erwartete Cashflow der Gleichung 2 dem Wert in Gleichung 1, also E[FCF1] = FCF1, so ist der Wert der Unternehmung mit der unsicheren Zahlung geringer. Grund hierfür ist eine unterstellte Risikoaversion von Kapitalgebern, die durch eine positive Risikoprämie zum Ausdruck kommt. Nur bei Risikoneutralität wäre eine Diskontierung mit dem sicheren Zins rf gerechtfertigt und die Unternehmenswerte wären gleich. Dies würde einer Risikoprämie von z = 0 entsprechen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Equity-Ansatzes innerhalb der Discounted-Cashflow-Verfahren ein und umreißt den methodischen Fokus der Arbeit.

2 Ein erstes Bewertungskonzept: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen des Flow to Equity und erläutert die Wertermittlung unter Annahmen von Sicherheit sowie Unsicherheit.

3 Verschuldung und Unternehmensteuer: Hier wird der Einfluss von Fremdfinanzierung und der daraus resultierenden Steuervorteile (Tax Shield) in Deutschland analysiert.

4 Berücksichtigung der Einkommensteuer: Dieses Kapitel erweitert die Bewertung um die Perspektive der persönlichen Besteuerung von Anteilseignern in Deutschland.

5 Vergleich mit den Entity-Verfahren und Bewertung: Ein abschließender Vergleich ordnet den Equity-Ansatz in das Spektrum der DCF-Modelle ein und diskutiert praktische Vor- und Nachteile.

Schlüsselwörter

Unternehmensbewertung, Equity-Ansatz, Discounted Cashflow, Fremdfinanzierung, Tax Shield, Kapitalkosten, Einkommensteuer, Zirkularität, Unternehmenswert, Finanzwirtschaft, Cashflow, Eigenkapital, Risikoprämie, Marktwert, Steuern.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die systematische Bewertung von Unternehmen unter Anwendung des Equity-Ansatzes (Netto-Verfahren), wobei insbesondere steuerliche Einflüsse und Finanzierungsstrukturen berücksichtigt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen der Flow to Equity, die Auswirkungen von Unternehmensteuern, das Tax Shield bei Fremdfinanzierung sowie die Einbeziehung der persönlichen Einkommensteuer der Unternehmenseigner.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel der Arbeit ist es, die theoretischen Grundlagen des Equity-Ansatzes darzustellen und zu zeigen, wie aktuelle Steuerrahmenbedingungen in die Wertermittlung integriert werden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit verwendet eine theoretische Herleitung auf Basis von DCF-Verfahren (Discounted Cashflow) und analysiert mathematische Bewertungsformeln unter Berücksichtigung verschiedener Finanzierungsprämissen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil erstreckt sich von den Grundlagen der Cashflow-Berechnung über die Modellierung von Steuern (Unternehmens- und Einkommensteuer) bis hin zur kritischen Abgrenzung des Equity-Ansatzes gegenüber Entity-Verfahren wie APV und WACC.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die zentralen Begriffe umfassen Unternehmensbewertung, Equity-Ansatz, Kapitalkosten, Tax Shield, Zirkularität und steuerliche Belastung.

Was bedeutet "atmende Finanzierung" in diesem Kontext?

Dies bezieht sich auf die Finanzierungsprämisse, bei der der Fremdkapitalanteil einer Unternehmung zeitlich variiert, was eine Anpassung der Finanzierung an den Unternehmenswert notwendig macht.

Warum ist die Zirkularität bei der Bewertung ein Problem?

Zirkularität tritt auf, wenn der Unternehmenswert von den Kapitalkosten abhängt, die wiederum vom Unternehmenswert selbst determiniert werden, was die explizite Berechnung erschwert.

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Details

Title
Unternehmensbewertung - Der Equity-Ansatz
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Betriebswirtschaftslehre)
Course
Seminar Unternehmensbewertung
Grade
1,3
Author
Christian Finck (Author)
Publication Year
2007
Pages
19
Catalog Number
V83919
ISBN (eBook)
9783638001465
ISBN (Book)
9783640204342
Language
German
Tags
Unternehmensbewertung Equity-Ansatz Seminar Unternehmensbewertung Cash Flow Flow to Equity Tax Shield Einkommenssteuer Steuern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Finck (Author), 2007, Unternehmensbewertung - Der Equity-Ansatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83919
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