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Jugend und Religion in der Postmoderne

Title: Jugend und Religion in der Postmoderne

Seminar Paper , 2002 , 19 Pages , Grade: 1

Autor:in: Petra Fischer (Author)

Sociology - Religion
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Summary Excerpt Details

Für die Arbeit im Seminar "Individualisierung und Disziplinierung, Gesellschaftsentwicklungen und deren Wahrnehmung seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts" wählte ich das Thema "Jugend und Religion in der Postmoderne", weil beide Bereiche, sowohl die Jugend als auch die Religion, im Rahmen der Gesellschaftsentwicklungen in den letzten Jahrzehnten einem starken Wandel unterworfen sind.
Zu Beginn wird der Begriff "Postmoderne", wie er in dieser Arbeit verstanden wird, umrissen. Im zweiten und dritten Teil folgt eine Annäherung an die postmodernen Veränderungen der Jugend und der Religion. Die beiden Themen werden zunächst separat betrachtet. Der Komplex "Jugend" beginnt mit einem knappen historischen Abriss der Adoleszenz als eigene Lebensphase. Danach wird die postmoderne Jugend anhand von Schlagwörtern wie "Rollendiffusionen, Pluralisierung, Verinselung der Lebenswelten, Mediatisierung, Techniserung, Mobilität und Flexibilität" charakterisiert. Im Komplex "Religion" wird vor allem auf die Säkularisierung, Individualisierung und Pluralisierung des Religiösen eingegangen. Erst im vierten und letzten Teil der Arbeit werden die beiden Komplexe zusammengefügt und spezifisch jugendliche Umgangsformen mit Religion in der postmodernen Gesellschaft zu charakterisieren versucht. Von besonderem Interesse ist dabei, inwieweit sich die Fähigkeit oder das Unvermögen, mit postmodernen Gesellschaftsphänomenen umzugehen, auf die Art der Religiosität Jugendlicher auswirkt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Von der Moderne zur Postmoderne

II. Jugend im historischen Wandel

1. Die Entstehung der Jugend

2. Jugend in der Postmoderne

III. Religion in der Postmoderne

IV. Jugend und Religion in der Postmoderne

1. Allgemeine Tendenzen

2. Religiositätsstile Jugendlicher (nach Helsper und Gabriel)

Resumee

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die komplexen Wandlungsprozesse von Jugend und Religion unter den Bedingungen der Postmoderne. Dabei wird analysiert, wie Jugendliche in einer durch Individualisierung, Pluralisierung und den Wegfall traditioneller Bindungen geprägten Gesellschaft ihre Religiosität neu konstruieren und welche Bewältigungsstrategien sie in diesem Kontext entwickeln.

  • Historische Entwicklung der Adoleszenz und die postmoderne Transformation
  • Säkularisierung und die Veränderung religiöser Sinnkontexte
  • Umgang Jugendlicher mit Pluralität und der Verlust an Definitionsmonopolen der Kirche
  • Typologien jugendlicher Religiositätsstile nach Werner Helsper und Karl Gabriel
  • Die Rolle von Individualisierung, Mediatisierung und Konsum im Kontext von Weltbildkonstruktionen

Auszug aus dem Buch

2. Religiositätsstile Jugendlicher

Auf die Frage, was heute an die Stelle der überkommenen monopolistischen Struktur des Religiösen tritt, gibt es unzählige Antworten. Gerade die Jugendlichen sehen sich in Sachen Religion gezwungen, aus einem Angebot von Sinndeutungen, Symbolen und Ritualen auszuwählen, statt ein verbindliches Modell anzunehmen. Es liegen verschiedene Versuche vor, die Unterscheidung jugendlich-religiöser Antworten auf die Modernisierungsfolgen und –paradoxien bestimmten Religiositätsstilen zuzuordnen. Zwei dieser Versuche, die Einteilung nach Helsper und diejenige nach Gabriel, werden einander hier gegenübergestellt.

Werner Helsper analysiert die Religiosität Jugendlicher im Kontext des gesellschaftlichen Umbruchs, aber auch vor dem Hintergrund der adoleszenten Lebenslage: Was bedeutet die (Post)Moderne für das Selbst, was bedeutet sie dann für eine mögliche religiöse Ausrichtung des Selbst? Helsper versucht, psychoanalytische und systemische mit soziologischen Denkansätzen zu verknüpfen. Vor dem Hintergrund empirischer qualitativer Untersuchungen unterscheidet der deutsche Pädagogikprofessor sechs verschiedene Formen jugendlicher Religiosität:

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung umreißt die Themenstellung und erläutert das Vorgehen bei der Untersuchung der komplexen Wandlungen von Jugend und Religion in der Postmoderne.

I. Von der Moderne zur Postmoderne: Dieses Kapitel beschreibt den historischen Übergang zur Postmoderne, der durch die Erosion fester Orientierungsschemata und eine radikale Individualisierung gekennzeichnet ist.

II. Jugend im historischen Wandel: Das Kapitel beleuchtet die Entstehung der Adoleszenz als eigene Lebensphase und charakterisiert die postmoderne Jugend durch Faktoren wie Mediatisierung, Flexibilität und den Trend zur Pluralisierung.

III. Religion in der Postmoderne: Hier wird der Prozess der Säkularisierung und der damit einhergehende Verlust des Definitionsmonopols kirchlicher Institutionen analysiert.

IV. Jugend und Religion in der Postmoderne: Dieses Kernkapitel untersucht die Distanzierung junger Menschen von der Kirche bei gleichzeitig hoher individueller religiöser Selbsteinschätzung und stellt verschiedene Religiositätsstile gegenüber.

Resumee: Das Fazit fasst zusammen, dass Jugendliche heute zunehmend gezwungen sind, eigene Sinnwelten zu konstruieren, wobei sie mit der Pluralität oft souveräner umgehen als frühere Generationen.

Schlüsselwörter

Postmoderne, Jugend, Religion, Individualisierung, Pluralisierung, Säkularisierung, Adoleszenz, Identitätskonstruktion, Religiositätsstile, Lebenswelt, Sinn-Bricolage, Subjektivität, Modernisierung, Wertestudie, Religionspädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Wandel von Jugend und Religion unter den Bedingungen der postmodernen Gesellschaft und untersucht, wie junge Menschen heute ihre Religiosität gestalten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Säkularisierung, der historische Wandel der Jugendphase, Individualisierungsprozesse sowie die Pluralität der Lebenswelten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die spezifisch jugendlichen Umgangsformen mit Religion in einer postmodernen Gesellschaft zu charakterisieren und die Fähigkeit der Jugendlichen zum Umgang mit gesellschaftlichen Umbrüchen zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die soziologische, pädagogische und religionswissenschaftliche Ansätze (insbesondere von Helsper und Gabriel) zusammenführt und analysiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Entstehung der Jugend, die soziologische Definition der Postmoderne, den Wandel religiöser Strukturen und die Typologie verschiedener jugendlicher Religiositätsstile.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich besonders durch Begriffe wie Individualisierung, Postmoderne, Religiositätsstile, Pluralisierung und Identitätskonstruktion charakterisieren.

Wie unterscheidet sich der Religiositätsstil der "Familienzentrierten" von anderen?

Familienzentrierte Jugendliche zeigen eine hohe institutionelle Integration in lokale Gemeinschaften und nutzen kirchliche Symbole als Teil ihrer familiären Lebenswelt.

Was versteht man unter der "Sinn-Bricolage" bei Jugendlichen?

Die Sinn-Bricolage beschreibt den Prozess, in dem Jugendliche aus einem pluralistischen Angebot verschiedener spiritueller, weltlicher und tradierter Elemente ein individuelles, oft offenes und collageartiges Glaubenssystem zusammenfügen.

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Details

Title
Jugend und Religion in der Postmoderne
College
University of Vienna  (Institut für Wirschafts- und Sozialgeschichte)
Course
Individualisierung und Disziplinierung, Gesellschaftsentwicklungen und deren Wahrnehmung seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts
Grade
1
Author
Petra Fischer (Author)
Publication Year
2002
Pages
19
Catalog Number
V8395
ISBN (eBook)
9783638153737
Language
German
Tags
Jugend Religion Postmoderne Individualisierung Disziplinierung Gesellschaftsentwicklungen Wahrnehmung Jahren Jahrhunderts
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Petra Fischer (Author), 2002, Jugend und Religion in der Postmoderne, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8395
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