Im Unterkurs der Krankenpflegeschule, genauer gesagt im zweiten Praktikum, arbeitete ich das erste Mal in der Altenpflege. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich erstmalig die Idee über Palliativpflege in der Geriatrie zu schreiben und nun habe ich das wahr gemacht. Meine Arbeit beginnt mit einer "Einführung in die palliative Geriatrie", damit sich jeder vorstellen kann, was damit gemeint ist und was alles mit der Palliativpflege in der Geriatrie zusammenhängt. Dabei habe ich erst bemerkt, wie weitläufig dieses Thema ist und so habe ich auch noch über die Therapien und die Rehabilitation geschrieben und zusätzlich einen kleinen Abstecher in die aktivierende Pflege gemacht. Den Großteil meiner Arbeit habe ich jedoch den psychischen und körperlichen Beschwerden hochbetagter Menschen gewidmet, welche ich durch eigene Beispiele veranschaulichen wollte, was mir hoffentlich gelungen ist. So habe ich die wichtigsten psychischen und körperlichen Symptome beschrieben, denn auf alle konnte ich nicht eingehen, das hätte den Rahmen dieser Arbeit gesprengt. Anschließend finden Sie, liebe Leser, die Auswertung meines Fragebogens zum Thema "Palliativpflege in der Geriatrie", mit welchem ich die Situation in der Praxis darstellen möchte.
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort
2. Gedicht
3. Palliativpflege in der Geriatrie – Was ist das?
3.1 Definition
3.2 Eine Geschichte zum Nachdenken
3.3 Neue Wege in der palliativen Geriatrie
3.3.1 Sind hochbetagte Menschen Palliativpatienten?
3.3.2 Kurative Behandlung
3.3.3 Rehabilitation
3.3.3.1 Kleine Exkursion in die aktivierende Pflege
3.3.4 Palliative Behandlung
4. Methoden der geriatrischen Palliativpflege
4.1 Pflege bei psychischen Beschwerden
4.1.1 Auslöser für Verhaltensänderungen
4.1.2 Pflege bei Aggression und Gewalttätigkeit
4.1.3 Pflege bei Angst
4.1.4 Pflege bei Delir (akuter Verwirrtheitszustand)
4.1.5 Pflege bei Depressionen
4.1.6 Pflege bei Desorientierung
4.1.7 Pflege bei Weglaufen, Laufzwang, ziellosem Umherirren
4.1.8 Zehn Bitten alter Menschen an alle Berufsgruppen
4.2 Pflege bei körperlichen Beschwerden
4.2.1 Pflege bei Atemnot (Dyspnoe)
4.2.2 Pflege bei Exsikkose
4.2.3 Pflege bei Dekubitus
4.2.4 Pflege bei Kachexie (Kräfteverfall)
4.2.5 Pflege bei Schmerzen
4.2.6 Pflege bei Übelkeit und Erbrechen
5. Der Fragebogen
5.1 Forschungsansatz und Methodik
5.2 Der Aufbau des Fragebogens
5.3 Darstellung der Ergebnisse
5.4 Interpretation der Ergebnisse
6. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Fachbereichsarbeit untersucht die Palliativpflege bei hochbetagten Menschen, um Pflegekräften einen Leitfaden für die Begleitung in der letzten Lebensphase an die Hand zu geben und die Situation in der Praxis durch eine empirische Erhebung kritisch zu beleuchten.
- Grundlagen und Definition der palliativen Geriatrie
- Pflegemaßnahmen bei psychischen Belastungen (Angst, Delir, Depression, Desorientierung)
- Umgang mit körperlichen Beschwerden (Schmerzen, Dyspnoe, Kachexie, Dekubitus)
- Methodik der Datenerhebung durch Fragebögen in Altenheimen
- Analyse der pflegerischen Praxis und notwendiger Fortbildungsbedarf
Auszug aus dem Buch
4.1.3 Pflege bei Angst
Angst ist in meinen Augen etwas sehr subjektives. Jeder Mensch hat vor etwas anderem Angst und jeder reagiert anders auf sie. Niemand kann sich so genau vorstellen, weswegen jemand anderes Angst vor Spinnen oder Schlangen hat. Andererseits kann wohl jeder die Angst vor Schmerzen, Krankheiten oder gar dem Tod verstehen.
Ältere Menschen haben allerdings oftmals eine etwas andere Einstellung zu Sterben und Tod. Munnichs (in Falkenstein: 2001, S.52) führte in den 60er Jahren eine Untersuchung zur Einstellung älterer Menschen gegenüber der eigenen Endlichkeit durch. Er konnte dabei charakteristische Einstellungsformen erkennen:
o Annahme der Endlichkeit
o Hinnahme der Endlichkeit
o Ausweichen vor der Beschäftigung mit der Endlichkeit
o Negierung der Endlichkeit
o Flucht vor Gedanken an die Endlichkeit
Es zeigte sich, dass Menschen, die sich bereits im früheren Lebensalter mit der Begrenztheit ihres Lebens auseinandergesetzt hatten, leichter die Endlichkeit ihres Lebens akzeptieren konnten. Auch scheint sich die Konfrontation mit dem Sterben und dem Tod anderer positiv auf die Einstellung zur Endlichkeit auszuwirken.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorwort: Die Autorin beschreibt ihre persönliche Motivation für das Thema, welches aus praktischen Erfahrungen in der Altenpflege entstanden ist.
2. Gedicht: Ein literarischer Beitrag zum Altern und zur Würde, der einen emotionalen Rahmen setzt.
3. Palliativpflege in der Geriatrie – Was ist das?: Dieses Kapitel definiert Palliative Care als ganzheitliche Begleitung und beleuchtet neue Wege sowie die Rolle der Rehabilitation.
4. Methoden der geriatrischen Palliativpflege: Ein umfassender Praxisteil, der spezifische Pflegestrategien für psychische sowie körperliche Symptome detailliert darstellt.
5. Der Fragebogen: Die Autorin legt ihren Forschungsansatz dar, stellt den Fragebogen vor und interpretiert die Ergebnisse der Befragung von Pflegekräften.
6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einem Resümee über den Erkenntnisgewinn und die Bedeutung der Thematik für die zukünftige berufliche Praxis.
Schlüsselwörter
Palliativpflege, Geriatrie, Altenpflege, Sterbebegleitung, Pflegemaßnahmen, Angst, Depression, Schmerztherapie, Lebensqualität, Rehabilitation, Angehörigenarbeit, Fortbildung, Ganzheitliche Betreuung, Hochbetagte, Pflegewissenschaft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Fachbereichsarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die besonderen Anforderungen und Pflegemethoden in der palliativen Betreuung von hochbetagten Menschen in stationären Altenpflegeeinrichtungen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Der Fokus liegt auf der professionellen Begleitung bei psychischen Beschwerden, wie Angst oder Desorientierung, sowie dem Management körperlicher Symptome am Lebensende.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, einen Leitfaden für Pflegekräfte zu erstellen und durch eine Umfrage zu analysieren, wo die Herausforderungen in der täglichen Praxis der geriatrischen Palliativpflege liegen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Datenerhebung verwendet?
Die Autorin führte eine quantitative und qualitative Befragung mittels Fragebögen bei Pflegepersonal in mehreren Altenheimen durch.
Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?
Im Hauptteil werden spezifische Pflegemaßnahmen für diverse psychische Krisen sowie körperliche Schmerz- und Belastungszustände detailliert erläutert.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Palliativpflege, Lebensqualität, Sterbebegleitung, Pflegemaßnahmen und ganzheitliche Betreuung definieren.
Wie bewerten die befragten Pflegekräfte das Thema Fortbildung?
Ein Großteil der Befragten gab an, dass das Angebot an Fortbildungen zum Thema Palliativpflege unzureichend sei, was die Autorin als kritischen Punkt für die Praxis interpretiert.
Warum ist die Kommunikation mit Ärzten in der geriatrischen Palliativpflege laut Arbeit schwierig?
Häufige Faktoren sind Zeitmangel, die Schwerhörigkeit oder Desorientierung der Patienten sowie der Umstand, dass Patienten ihre Beschwerden oft nicht mehr adäquat äußern können.
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- Bakk. Marina Amann (Author), 2005, Palliativpflege in der Geriatrie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83989