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Emil Heyn. Zum Nachfahren von Adam Ries

Gewidmet dem Nestor zweier Technikwissenschaften Metallkunde und Metallographie

Title: Emil Heyn. Zum Nachfahren von Adam Ries

Elaboration , 2006 , 6 Pages

Autor:in: Dipl.-Ing. (FH), Dipl.-Ing, Dr. Wolfgang Piersig (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
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Die vorliegende Arbeit präsentiert einen kurzen Einblick in die Biographie über Emil Heyn, Nestor der wissenschaftlichen Metallkunde und Metallographie, und nimmt Bezug auf 75 Jahre „Heyn-Denkmünze“ der Deutschen Gesellschaft für Metallkunde (DGM). Erwähnt wird erstmals, dass Heyn ein Nachkomme des deutschen Rechenmeisters und Bergbeamten Adam Ries ist. Gewürdigt werden seine Leistungen der mikroskopischen Metalluntersuchungen, besonders Heyns Befähigung, die Sprache des Kleingefüges von Metallen und Legierungen zu verstehen sowie die Spezifik der Phasenlehre zu kennen. Weiterhin werden seine akribischen Bemühungen um die Lehre, Forschung, Weiterbildung, Praxisbindung, Publikationen, Wissensinstitutionalisierung, Vereinsgründung und -tätigkeit sowie Entwicklung der Technikwissenschaft „Werkstoffwissenschaften“ gewürdigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Emil Heyn

1.1 Nestor der Metallkunde und Metallographie und 75 Jahre „Heyn-Denkmünze“ der DGM

Zielsetzung & Themen der Publikation

Diese wissenschaftshistorische Arbeit würdigt das Leben und Wirken von Professor Dr. Emil Heyn (1867–1922) als bedeutenden Wegbereiter der modernen Metallkunde und Metallographie. Ziel ist es, seine biografischen Wurzeln, seine akademische Ausbildung sowie seine bahnbrechenden wissenschaftlichen Leistungen und institutionellen Verdienste für die deutsche Materialwissenschaft nachzuzeichnen und einzuordnen.

  • Biografische Herkunft als Nachfahre von Adam Ries
  • Akademische Prägung an der Bergakademie Freiberg
  • Pionierarbeit bei der Etablierung mikroskopischer Untersuchungsverfahren
  • Lehrtätigkeit und Reform des technologischen Unterrichts
  • Institutionalisierung der Materialprüfung und Metallforschung

Auszug aus dem Buch

Emil Heyn – der Nestor der Metallkunde und Metallographie

Emil Heyn – der Nestor der Metallkunde und Metallographie, wurde am 5. Juli 1867 als Sohn des Bergmannsschneiders Wilhelm Emil Heyn und seiner Ehefrau Johanna in der 1496 gegründeten sächsischen Bergstadt Annaberg (heute: Berg- und Adam-Riesstadt Annaberg-Buchholz) geboren. Er gehört zu den Nachkommen des deutschen Rechenmeisters und Bergbeamten Adam Ries [3] (auch Adam Riese, um 1492 in Staffelstein (Franken) geborenen, am 30. März 1559 in Annaberg gestorben), der bis etwa 1522 als Rechenmeister in Erfurt tätig war und ab 1523 in Annaberg wirkte, wo er um 1525 eine Rechenschule gründete, unter seinem Sohn Abraham fortbestand. Die schnelle Verbreitung der arabischen Ziffern geht wesentlich auf Ries zurück, der einige Lehrbücher veröffentlichte (u. a. 1518 Rechnung auff der linihen und 1525 Rechenung nach der lenge auff den Linihen und Feldern).

Nach mit Bestnoten am Realgymnasium zu Freiberg abgeschlossen, arbeitete Emil Heyn praktisch in Freiberger Hütten, bevor er am 4. Mai 1886 als 3.440 Student an der 1765 gegründeten Königlich-Sächsischen Bergakademie zu Freiberg inskribiert wurde. Seine Ausbildung als Eisenhüttenkundler erhielt er an dieser ältesten bergbautechnischen Hochschule der Welt beim ersten Ordinarius für Eisenhüttenkunde, Professor Adolf Ledebur, der ihn 1890 mit der ersten Note diplomierte [2].

Danach ging er in die damaligen deutschen Hochburgen des Montanwesens, um alle Verfahrenstechniken vom Eisenerz bis zum Eisen, Stahl, ihren Halbfabriken sowie Fertigprodukten in der Praxis kennen zu lernen. Zuerst war er einige Jahre in einem Labor bei der Friedrich Krupp Aktiengesellschaft im Gussstahlwerk in Essen und folgend arbeitete er als Ingenieur, Chemiker und Konstrukteur wie auch Bauleiter für zwei Hochöfen beim Hörder Bergwerks- und Hüttenverein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Emil Heyn: Dieses Kapitel gibt einen umfassenden Überblick über den Lebensweg von Emil Heyn, von seiner Abstammung über seine akademische Ausbildung in Freiberg bis hin zu seinem praktischen Wirken in der deutschen Schwerindustrie und seiner wissenschaftlichen Lebensleistung.

Schlüsselwörter

Emil Heyn, Metallkunde, Metallographie, Materialprüfung, Bergakademie Freiberg, Eisenhüttenkunde, Martens-Heynsche Einrichtung, Materialforschung, Deutsche Gesellschaft für Metallkunde, Montanwesen, Gefügelehre, Technikgeschichte, Wissenschaftsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine biografische und wissenschaftsgeschichtliche Analyse des Lebens und Wirkens von Prof. Dr. Emil Heyn, einem der bedeutendsten Pioniere der Metallkunde.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Metallographie, die mikroskopische Materialuntersuchung, die industrielle Materialprüfung sowie die Institutionalisierung der metallkundlichen Forschung im frühen 20. Jahrhundert.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Würdigung der Verdienste Heyns, der maßgeblich dazu beitrug, die Materialwissenschaft von einer beschreibenden Lehre hin zu einer wissenschaftlich fundierten Disziplin zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Text nutzt eine historisch-biografische Methode unter Einbeziehung von Fachpublikationen, zeitgenössischen Nachrufen und institutionellen Dokumenten der Metallforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet Heyns Ausbildung, seine Arbeit bei Krupp und im Hörder Verein, seine Forschungskooperation mit Adolf Martens und seine leitenden Funktionen in Materialprüfungsämtern sowie Fachgesellschaften.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Metallographie, Metallkunde, Materialprüfung, Emil Heyn, Gefügelehre und Industriegeschichte.

In welchem verwandtschaftlichen Verhältnis steht Emil Heyn zu Adam Ries?

Emil Heyn war ein Nachkomme des bekannten Rechenmeisters und Bergbeamten Adam Ries, der im 16. Jahrhundert in Annaberg wirkte.

Welche Bedeutung hat die Martens-Heynsche Einrichtung?

Sie markiert einen Meilenstein in der Metallographie, da sie es ermöglichte, das Mikrogefüge von Metallen systematisch zu erfassen und als "Urkunde" der Materialgeschichte zu deuten.

Welche Rolle spielte Heyn bei der Gründung der DGM?

Er war ein Mitbegründer der Gesellschaft und fungierte als deren erster Vorsitzender nach der formalen Gründung im Jahr 1919.

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Details

Title
Emil Heyn. Zum Nachfahren von Adam Ries
Subtitle
Gewidmet dem Nestor zweier Technikwissenschaften Metallkunde und Metallographie
Author
Dipl.-Ing. (FH), Dipl.-Ing, Dr. Wolfgang Piersig (Author)
Publication Year
2006
Pages
6
Catalog Number
V84013
ISBN (eBook)
9783638875882
ISBN (Book)
9783656491798
Language
German
Tags
Emil Heyn Adam-Ries-Nachfahre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Ing. (FH), Dipl.-Ing, Dr. Wolfgang Piersig (Author), 2006, Emil Heyn. Zum Nachfahren von Adam Ries, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84013
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