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Betrachtung von Sozialbetrieben in Deutschland unter sozialpolitischen und sozialwirtschaftlichen Aspekten

Titre: Betrachtung von Sozialbetrieben in Deutschland unter sozialpolitischen und sozialwirtschaftlichen Aspekten

Dossier / Travail , 2006 , 9 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Simone Böckem (Auteur)

Travail Social
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In der folgenden Ausarbeitung werden kurz strukturiert und gegliedert die allgemein sozialpolitischen und sozialwirtschaftlichen Rahmenbedingungen unter denen Sozialbetriebe in Deutschland zurzeit arbeiten, vorgestellt, indem sie anhand der Verwaltungsmodernisierung erläutert werden. Zunächst werden zwei, sich teilweise widersprüchliche, aber den Aufwendungen für den sozialen Dienstleistungsbereich eingrenzende Strategien erläutert, die die sozialwirt-schaftlichen Moderniesierungstendenzen kennzeichnen. Diese Strategien beziehen sich auf die 1990 ausgelöste Reformbewegung in der deutschen Kommunal-verwaltung und sind Inhalt des „Neuen Steuerungsmodell“, welches man heute allgemein als Verwaltungsmodernisierung bezeichnet (vgl. http://www.efh-bochum.de/homepages/wohlfahrt/pdf/neuepraxissozialwirtschaft%FCberarbeitet1.pdf 2006: 1). Was also macht die Verwaltungsmodernisierung aus und wie arbeiten Sozialbetriebe in ihr?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundzüge der Verwaltungsmodernisierung

2.1 Modernisierungsstrategie des organisierten Wettbewerbs und Kontraktmanagemnet

2.1.1 Modernisierungsstrategie des organisierten Wettbewerbs

2.1.2 Modernisierungsstrategie des Kontraktmanagement

2.1.3 Bezug zur Öffentlichen Verwaltung

2.2 Weitere Grundzüge

2.2.1 Gesamtverantwortung

2.2.2 Budgetierung

2.2.3 Controlling

3 Folge und Optionen der Sozialbetriebe in Bezug auf die Wohlfahrtspflege

3.1 Option 1

3.2 Option 2

3.3 Option 3

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Wandel der sozialpolitischen und sozialwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Sozialbetriebe in Deutschland unter dem Einfluss der Verwaltungsmodernisierung. Dabei wird analysiert, wie sich das Verhältnis zwischen Staat und Wohlfahrtspflege durch neue Steuerungsmodelle verändert.

  • Verwaltungsmodernisierung und das "Neue Steuerungsmodell"
  • Modernisierungsstrategien wie organisierter Wettbewerb und Kontraktmanagement
  • Dezentralisierung der Verantwortung, Budgetierung und Controlling in Sozialbetrieben
  • Implikationen für die zukünftige Gestaltung der Freien Wohlfahrtspflege
  • Wandel von Organisationsbeziehungen zwischen Kostenträgern und Leistungserbringern

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Modernisierungsstrategie des organisierten Wettbewerbs

Vordergründig ist hier die Konzipierung der Angebotssteuerung des Kostenträgers. Dabei wird die Zielsetzung dadurch bestimmt, dass der Markt sozialer Arbeit für alle Anbieter geöffnet wird und demjenigen, der Hilfe braucht und sie sucht, die Wahl zur Hilfestellung freigestellt wird. Der Staat versteht sich nun als einem Staat der Gewährleistung, der zwar die rechtlichen Rahmenbedingungen unterschiedlicher Leistungserbringer ersieht, aber nicht mehr als Investor in eine Angebotsstruktur agiert, womit eine Trennung der Gewährleistungs- und Durchführungsverantwortung erfolgt ist. Hiermit ist die Reduzierung der Leistungstiefe des Staates gegeben, aber zudem soll so die Kontrolle der Leistungsanbieter bezüglich ihrer Leistungserbringung vermehrt sichergestellt werden, so dass sie ihre Aufgaben effektiv und transparent erfüllen. Somit hat eine Verschiebung der Leistungserbringer stattgefunden. Sie gestalten nunmehr nicht die Sozialpolitik mit, sondern sind zu Erbringern von Dienstleistungen geworden.

Da hier der Output, also die Produkte einer Verwaltung in den Vordergrund gestellt werden, die Leistungen, die die Kommunen den Bürgern anbietet, kann man auch von einer Outputorientierung sprechen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die sozialpolitischen und sozialwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein, unter denen Sozialbetriebe in Deutschland arbeiten, und stellt das "Neue Steuerungsmodell" als Ausgangspunkt der Betrachtung vor.

2 Grundzüge der Verwaltungsmodernisierung: Dieses Kapitel erläutert die wesentlichen Strategien der Verwaltungsmodernisierung, insbesondere den organisierten Wettbewerb und das Kontraktmanagement, sowie begleitende Steuerungselemente.

2.1 Modernisierungsstrategie des organisierten Wettbewerbs und Kontraktmanagemnet: Hier wird der strategische Wandel der Organisationsbeziehungen zwischen Kostenträgern und Leistungserbringern durch Wettbewerbs- und Vertragsmodelle detailliert analysiert.

2.1.1 Modernisierungsstrategie des organisierten Wettbewerbs: Es wird die Trennung von Gewährleistungs- und Durchführungsverantwortung sowie die stärkere Outputorientierung staatlicher Leistungen beschrieben.

2.1.2 Modernisierungsstrategie des Kontraktmanagement: Dieses Kapitel beleuchtet das Leitbild der neuen Subsidiarität und den Einsatz von Zielvereinbarungen zur kostengünstigen Steuerung der Leistungserbringung.

2.1.3 Bezug zur Öffentlichen Verwaltung: Hier werden zentrale Maßnahmen wie Deregulierung, Privatisierung und die Einführung privatwirtschaftlicher Managementmethoden in die Verwaltung eingeordnet.

2.2 Weitere Grundzüge: Eine Zusammenfassung weiterer Steuerungselemente wie Gesamtverantwortung, Budgetierung und Controlling wird vorgenommen.

2.2.1 Gesamtverantwortung: Es wird erläutert, wie durch die Zusammenführung von Aufgaben- und Ressourcenverantwortung die Fachebene zur eigenständigen Steuerung befähigt wird.

2.2.2 Budgetierung: Dieses Kapitel beschreibt die finanzwirtschaftliche Zuständigkeit und das Streben nach Kostenbewusstsein auf der Ebene der Leistungserbringer.

2.2.3 Controlling: Es wird die Funktion des Controllings als Frühwarnsystem innerhalb einer dezentralisierten Verantwortungsstruktur dargelegt.

3 Folge und Optionen der Sozialbetriebe in Bezug auf die Wohlfahrtspflege: In diesem Kapitel werden die Auswirkungen des neuen Auftraggeber-Auftragnehmer-Verhältnisses auf die Wohlfahrtspflege und mögliche zukünftige Gestaltungsvarianten diskutiert.

3.1 Option 1: Diese Option beschreibt die drohende Herabstufung der Wohlfahrtspflege zur bloßen Agentur des Sozialstaates bei starker staatlicher Bindung.

3.2 Option 2: Hier wird die zunehmende Marktorientierung und Umwandlung von sozialen Diensten in gewerbliche Unternehmen thematisiert.

3.3 Option 3: Dieser Abschnitt behandelt die Strategie der Stärkung des Wertbezuges und die Einbindung bürgerlichen Engagements bei gleichzeitigem Erhalt einer selbstständigen Rolle.

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die klassische Aufgabenteilung zwischen Staat und Wohlfahrtsverbänden ausläuft und sich das System der Freien Wohlfahrtspflege in seiner traditionellen Form wandelt.

Schlüsselwörter

Sozialbetriebe, Verwaltungsmodernisierung, Neues Steuerungsmodell, Sozialwirtschaft, organisierter Wettbewerb, Kontraktmanagement, Wohlfahrtspflege, Subsidiarität, Outputorientierung, Gesamtverantwortung, Budgetierung, Controlling, Leistungserbringer, Sozialpolitik, Dienstleistungsgesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen moderner Verwaltungsreformen auf die Arbeitsweise und Organisationsstruktur von Sozialbetrieben in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Verwaltungsmodernisierung, das Neue Steuerungsmodell, die veränderten Beziehungen zwischen Staat und freien Trägern sowie die strategische Neuausrichtung sozialwirtschaftlicher Akteure.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie sozialwirtschaftliche Leistungserbringer durch neue Steuerungsinstrumente geformt werden und welche Konsequenzen dies für die Struktur der Freien Wohlfahrtspflege hat.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer strukturierten theoretischen Aufarbeitung aktueller sozialpolitischer und sozialwirtschaftlicher Rahmenbedingungen unter Einbeziehung relevanter Fachliteratur und Online-Quellen zur Verwaltungsreform.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet detailliert die Grundzüge der Verwaltungsmodernisierung (Wettbewerb, Kontraktmanagement, Controlling) und diskutiert anschließend drei Optionen für die zukünftige Entwicklung der Freien Wohlfahrtspflege.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sozialbetriebe, Kontraktmanagement, Verwaltungsmodernisierung, Wohlfahrtspflege und die veränderte Rolle des Staates als Gewährleister geprägt.

Was bedeutet die "Trennung von Gewährleistungs- und Durchführungsverantwortung" in diesem Kontext?

Es bedeutet, dass der Staat primär für die rechtlichen Rahmenbedingungen sorgt, während die tatsächliche Leistungserbringung durch externe Anbieter erfolgt, die nicht mehr als politische Mitgestalter, sondern als Dienstleister agieren.

Welche Bedeutung kommt dem Controlling in der neuen Struktur zu?

Das Controlling dient als dezentrales Frühwarnsystem, das sicherstellen soll, dass die durch Verträge vereinbarten Ziele erreicht werden und Abweichungen frühzeitig korrigiert werden können.

Was ist das Ergebnis der Analyse hinsichtlich der Zukunft der Freien Wohlfahrtspflege?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die klassische Aufgabenteilung zwischen Staat und den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege ein Auslaufmodell ist und das System in seiner bisherigen Form endet.

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Résumé des informations

Titre
Betrachtung von Sozialbetrieben in Deutschland unter sozialpolitischen und sozialwirtschaftlichen Aspekten
Université
Leuphana Universität Lüneburg
Cours
Einführung in die Soziale Administration/Sozialmanagement/Sozialwirtschaft
Note
2,0
Auteur
Simone Böckem (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
9
N° de catalogue
V84031
ISBN (ebook)
9783638001922
Langue
allemand
mots-clé
Betrachtung Sozialbetrieben Deutschland Aspekten Einführung Soziale Administration/Sozialmanagement/Sozialwirtschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Simone Böckem (Auteur), 2006, Betrachtung von Sozialbetrieben in Deutschland unter sozialpolitischen und sozialwirtschaftlichen Aspekten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84031
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