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Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz im Kontext des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes

Titre: Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz im Kontext des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes

Dossier / Travail , 2007 , 30 Pages , Note: 2

Autor:in: Stefanie Erwig (Auteur)

Travail Social
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Résumé Extrait Résumé des informations

Bei sexueller Belästigung geht es primär um eine sensible gefühlsbetonte Angelegenheit, die eine massive Herabwürdigung des Persönlichkeitsrechts darstellt. Frauen sind überdurchschnittlich von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz betroffen, wenn sie sich beruflich noch nicht etabliert haben und sich in einem Abhängigkeitsverhältnis wie zum Beispiel in einer Ausbildung oder Probezeit befinden. Die Diskussionen zum Thema „sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz“ handeln meist von den Definitionen und Grenzfällen.
Des Weiteren wird darüber debattiert, dass sexuelle Belästigung eine Einzelerscheinung sei und von überempfindlichen Frauen als Mittel zum Zweck missbraucht würde, damit diese sich an Männern rächen könnten. Die Belästigungen werden bagatellisiert, umgedeutet, verleugnet und verniedlichst.
Die Gefühle der Frauen werden als überempfindlich, humorlos oder als prüde herabgewürdigt. In der Wirklichkeit sieht es jedoch anders aus. Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist überall da gegenwärtig, wo Frauen und Männer zusammenarbeiten und es kommt immer noch viel zu häufig vor. Das Problem der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz verschafft sich durch die erstmals 1990 durchgeführte Meinungsforschung des Bundesministerium für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit, mit dem erschreckenden Resultat, dass 72% aller berufstätigen Frauen eine Konfrontation mit sexueller Belästigung am Arbeitsplatz haben oder hatten, eine hohe Brisanz. Es wird eine Materie behandelt, die von Verlegenheit, Unsicherheit, Angst und Scham und folglich auch von Verdrängungen geprägt ist. Viele der betroffenen Frauen meinen, sie müssten damit alleine zu Recht kommen. Im Gegenzug ist häufig Hilflosigkeit und Abwehr eine Reaktion der Personalverantwortlichen auf das Thema.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Begriffsklärung und Grundlagen

1.1. Was ist Belästigung?

1.2. Was ist sexuelle Belästigung?

1.3. Wie häufig sind sexuelle Belästigungen im Arbeitsplatz?

1.4. Personenkonstellation in Belästigungssituationen

1.4.1. Wer sind die Belästiger?

1.5. Welche Ursachen haben sexuelle Belästigungen am Arbeitsplatz?

1.6. Was sind die Folgen sexueller Belästigung?

1.7. Präventive Maßnahmen gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

2. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz

2.1. Historischer Exkurs zur Entstehung des AGG´s in Bezug auf sexuelle Belästigung

2.2. Was ist das AGG und wen schützt es?

2.3. Die Formen der Benachteiligung des AGG´s

2.4. Die Beweislast

3. Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz im Kontext des AGG´s

3.1. Fiktive Fallbeispiele zur sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz

3.2. Definition von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz laut AGG

3.3. Welche Rechte hat ein Mitarbeiter und welche Rechtsfolgen treten in Kraft bei Verstoß gegen § 3 Absatz 4 AGG?

3.4. Welche Rechte und Pflichten hat ein Arbeitgeber nach dem AGG?

3.5. Aktuelle kritische Erfahrungen mit dem AGG

3.6. Ausführungen zur sexuellen Belästigung im internationalen Vergleich

4. Resümee:

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz im Hinblick auf Ursachen, Folgen und die rechtlichen Rahmenbedingungen, die durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) geschaffen wurden. Dabei wird erforscht, wie wirksam das Gesetz den Schutz der Beschäftigten in der Praxis unterstützt und welche rechtlichen Schritte betroffenen Personen offenstehen.

  • Phänomenologie und Ursachen sexueller Belästigung
  • Die Auswirkungen auf betroffene Personen
  • Historische und rechtliche Entwicklung des Diskriminierungsschutzes
  • Analyse der Funktionsweise und Kritik am AGG
  • Internationaler Vergleich von Schutzmaßnahmen

Auszug aus dem Buch

1.4.1. Wer sind die Belästiger?

Belästiger sind primär Männer. Im Allgemeinen sind es nicht gewalttätige Sittenstrolche, Triebtäter oder pervers veranlagte Einzelgänger wie man es klischeehaft annehmen könnte, sondern „ganz normale Männer“. Ebenso das Vorurteil, dass Belästiger allein stehende, ältere, vernachlässigte Männer ohne Anbindung an jegliche soziale Kontakte seien, stimmt nicht. Im Gegenteil, laut der Dortmunder Studie sind es verheiratete oder in fester Partnerschaft lebende Männer (69%). Ein minderer Teil sind Alleinstehende (13%) und Trennung lebende Männer (2%). Die Belästiger sind Kollegen (38%), Vorgesetzte (21%), Kunden, Klienten oder Patienten (14%), meist zwischen 30 und 50 Jahren alt (64%) und arbeiten erfahrungsgemäß bereits 10 Jahre oder noch länger im Betrieb.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema, stellt die Forschungsfragen bezüglich sexueller Belästigung am Arbeitsplatz und skizziert den systematischen Aufbau der Hausarbeit.

1. Begriffsklärung und Grundlagen: Dieses Kapitel liefert eine Definition von Belästigung und sexueller Belästigung, analysiert deren Häufigkeit, identifiziert Täter- sowie Opferprofile und erläutert die Folgen sowie präventive Maßnahmen.

2. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz: Hier wird die historische Entstehung des AGG beleuchtet, das Gesetz in seinen Grundzügen erklärt, die Formen der Benachteiligung definiert und die spezifische Problematik der Beweislast thematisiert.

3. Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz im Kontext des AGG´s: Anhand von Fallbeispielen wird das AGG praxisnah angewendet, die rechtlichen Möglichkeiten für Beschäftigte sowie Pflichten für Arbeitgeber dargelegt und eine kritische Auseinandersetzung mit dem Gesetz sowie ein internationaler Vergleich durchgeführt.

4. Resümee:: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen, konstatiert den Nachholbedarf bei empirischen Analysen zur Anwendung des AGG und fordert eine verstärkte gesellschaftliche Auseinandersetzung sowie Gesetzesverschärfungen.

Schlüsselwörter

Sexuelle Belästigung, Arbeitsplatz, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, AGG, Diskriminierung, Machtmissbrauch, Beschäftigtenschutzgesetz, Prävention, Opferhilfe, Täterprofil, Arbeitsrecht, Gleichstellung, Rechtliche Schritte, Beweislast, Geschlechterkultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik sexueller Belästigung am Arbeitsplatz und untersucht diese unter den Rahmenbedingungen des im August 2006 in Kraft getretenen Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG).

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die Arbeit behandelt die Definition und Ursachen sexueller Belästigung, die psychischen und beruflichen Folgen für die Betroffenen, die juristischen Schutzmöglichkeiten durch das AGG sowie die kritische Reflexion dieses Gesetzes im praktischen Einsatz.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz als soziales und rechtliches Problem in der Sozialen Arbeit zu beleuchten und den betroffenen Personen sowie Arbeitgebern eine Orientierung über die rechtlichen Möglichkeiten und Pflichten nach dem AGG zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Autorin nutzt eine systematische Analyse, die mit der Definition des Phänomens beginnt, den historischen Kontext einbezieht, aktuelle Studien auswertet und die praktische Anwendung der Gesetzgebung sowie deren Kritikpunkte durch Fachliteratur und Expertenquellen aufarbeitet.

Welche Aspekte stehen im Mittelpunkt des Hauptteils?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Definition von sexueller Belästigung laut AGG, den Rechten der Arbeitnehmer, den Pflichten des Arbeitgebers sowie einer kritischen Evaluation des Gesetzes unter Einbeziehung internationaler Vergleiche.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen Sexuelle Belästigung, AGG, Machtmissbrauch, Diskriminierung, Gleichstellung, Rechtsschutz und Prävention am Arbeitsplatz.

Wie werden die fiktiven Fallbeispiele genutzt?

Die Fallbeispiele dienen dazu, die abstrakten juristischen Definitionen des AGG greifbar zu machen und zu veranschaulichen, ab wann eine Handlung als Grenzüberschreitung oder sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz einzustufen ist.

Wie schätzt die Autorin die Wirksamkeit des AGG ein?

Die Autorin äußert sich kritisch: Sie sieht zwar einen Fortschritt bei den Beschwerdestellen, verweist aber auf hohe bürokratische Hürden, die schwierige Beweissituation für Betroffene und vermisst bisher fundierte empirische Langzeitanalysen zur tatsächlichen Wirkung des Gesetzes.

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Résumé des informations

Titre
Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz im Kontext des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes
Université
University of Applied Sciences Hanover
Note
2
Auteur
Stefanie Erwig (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
30
N° de catalogue
V84210
ISBN (ebook)
9783638040198
ISBN (Livre)
9783638936675
Langue
allemand
mots-clé
Sexuelle Belästigung Arbeitsplatz Kontext Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Stefanie Erwig (Auteur), 2007, Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz im Kontext des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84210
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Extrait de  30  pages
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