Frauen und Männer in den Medien


Hausarbeit (Hauptseminar), 2006
37 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Medien in der Gesellschaft
1.1 Studien zum Thema ‚Männer und Frauen in den Medien’
1.2 Der männliche Blick

2. Das Geschlechterbild ändern heißt, bei den Kindern anfangen
2.1 Theorien der Identitätsentwicklung
2.2 Medien als Hilfe auf der Suche nach der Geschlechteridentität
2.3 Untersuchungen zu unterschiedlichen Interessen bei Jungen und Mädchen
2.3.1 Die unterschiedliche Nutzung der Medien bei Jungen und Mädchen
2.3.2 Unterschiedliche Reflexion über die Medien

3. Die Suche nach der Identität im Fernsehen

4. Modelle für die Intensitätssuche in Werbung und Film
4.1 Die Werbung
4.2 Die Trickfilme
4.3 Die Soap-Operas

5. Ausnahmen zu den traditionellen Stereotypen
5.1 Die Buch - AusreißerInnen
5.2 Die Film - AusreißerInnen

6. Medienarbeit in der Schule
6.1 Wieso ist geschlechtersensible Medienpädagogik in der Schule nötig?
6.2 „Jede Menge Leben. Daily soaps im geschlechterdifferenzierten Unterricht“

7. Medien der Schule: Das Schulbuch
7.1 Schulbuchanalysen zwischen 1970 und
7.2 Schulbuchuntersuchung von Lindner/Lukesch (1994)
7.3 Untersuchung von Mathematikschulbüchern (1997)
7.4 Fazit aus den Untersuchungen

8. Situation heute: Analyse aktueller Mathematikbücher durch das Seminar
8.1 Durchführung der Untersuchung
8.2 Ergebnisse

9. Gibt es Genderrichtlinien für die Schulbuchherstellung?

10. Literatur

1. Medien in der Gesellschaft

„Laura packt ihre Sachen, verabschiedet sich von Tanja und Mike und steigt in ihren Wagen. Sie will den Fürstenhof endgültig verlassen. Erst als Alexander sie auf der Landstraße aufhält und ihr noch einmal seine Liebe gesteht, zweifelt sie an ihrer Entscheidung. Sie erinnert sich an die schöne Zeit mit ihm und beschließt, dass sie ihre große Liebe nicht verlassen kann. Alexander ist in Gedanken ganz bei Laura und entzieht sich weiter seiner Verlobten. Katharina leidet unter der Einsamkeit und stößt mit ihrer Behinderung immer wieder an neue Grenzen. Als sie hört, wie Charlotte Saalfeld ihrem Mann Werner sagt, dass Alexander für Katharina nichts mehr empfinde, steigt sie über die Balkonbrüstung und will in den Tod springen.“ (Quelle: cyberserien.de)

Diese Episode der Telenovela „Sturm der Liebe“ zeigt die Protagonisten in typischen männlichen und weiblichen Rollenbildern. Zwei Frauen lieben den gleichen Mann, die eine begeht wegen ihm sogar einen Selbstmordversuch. Er weiß nicht was er will, aber beide Frauen hoffen darauf, dass er sich für sie entscheidet. Die Frauen werden dabei als schwache und hilfsbedürftige Wesen gezeigt, die darauf warten müssen, von ihrem Märchenprinzen auserwählt zu werden. Ist diese Serie nur eine Ausnahme in der aktuellen Medienlandschaft oder gehört es in der heutigen Zeit noch zur Regel, dass über Medien Geschlechterstereotype transportiert werden.

Wir wollen im Rahmen dieser Arbeit untersuchen, wie Geschlechter in den Medien dargestellt werden und was für Folgen diese Darstellungen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen haben können. Zudem werden wir uns damit auseinandersetzen, was unsere Erkenntnisse über die Medien für die Pädagogik und insbesondere für die Arbeit in der Schule bedeuten muss, bevor wir schließlich auf die schuleigenen Medien selbst zu sprechen kommen. Zunächst werden wir uns aber der Frage widmen, welche Personen für die Herstellung von Medien verantwortlich sind, und ob sich bereits in diesem Bereich ein Unterschied zwischen den Geschlechtern erkennen lässt.

1.1 Studien zum Thema ‚Männer und Frauen in den Medien’

Eine 1987 veröffentliche Untersuchung des Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft hat die Situation der Frauen als ‚Ohnmacht’ beschrieben (Mühlen Achs 1995, 14): Frauen haben in Bereichen, die die Redaktion betreffen, oder in anderen inhaltsrelevanten Positionen sehr wenig Entscheidungsgewalt. Die Männer dominieren in den Chefetagen mit 90% gegenüber Frauen.

Bis zum Jahr 1991 hat sich daran noch nicht so viel verändert:

76 männliche Programmdirektoren im Vergleich zu 7 weiblichen à (ca. 9% Frauen),

73 männliche Chefradakteure und 7 weibliche Chefredakteurinnen à (ca. 10% Frauen),

56 Männer entgegen 10 Frauen unter den Fernsehräten à (ca. 20% Frauen).

Damit sind die Aufgaben für die Frauen insoweit bestimmt, als diese in untergeordneten und zuarbeitenden Stellen vertreten sind, ohne das Programm, den Inhalt des Programms oder andere wichtige Punkte mitbestimmen zu können.

Deshalb werden nur die männlichen Bedürfnisse in den Medien befriedigt, da nur von ihrer Wahrnehmung ausgegangen wird und es werden nur männliche Ideale und Interessen berücksichtigt. Daraus folgt, dass das Bild der Frau eigentlich das Bild der Männer von den Frauen ist (Mühlen Achs 1995, 14f.).

Erfreulich ist eine leichte Besserung dieser Zahlen. Die Frauen sind in den Medien in neueren Untersuchungen mit 39% in den neuen, und mit 31% in den alten Bundesländern vertreten. Auch im Rundfunk ist der Frauenanteil gestiegen, indem er von 2% in den 90er Jahren auf 18% in den neueren Untersuchungen gestiegen ist (Rodde 2002, 11).

Es gibt auch leider nicht sehr viele Studien über dieses Thema, aber es lässt sich die Küchenhoff-Studie[1] (1975) nennen und gewisse Graue Literatur, bei der es sich um Abschlussarbeiten von StudentInnen über das Thema ‚Frauen und Medien’ handelt (Mühlen Achs 1995, 16).

Eine neue Küchenhoff-Studie, durchgeführt von Monika Weiderer 1993, zeigt, dass sich leider nicht viel verändert hat. Sie hat 1990 drei Wochen lang Sendungen von ARD, ZDF und RTLplus betrachtet:

- Etwas mehr Frauen treten als berufstätige Frauen in Filmen auf und es erscheinen auch einige Männer, die den Haushalt übernehmen (Mühlen Achs 1995, 17).
- Bei den Nachrichten und Diskussionsrunden gibt es inzwischen einige Frauen, die Moderatorinnen und Nachrichtensprecherinnen sind. Aber Männer sind in politischen Sendungen und Nachrichten immer noch dominant, vor allem in Krisen- und Kriegszeiten (Rodde 2002, 11und Mühlen Achs 1995, 17f.).
- Die Schönheit und Jugendlichkeit der Frauen ist nach wie vor sehr wichtig, wohingegen Männern hier mehr Spielraum zugestanden wird. Es sind durchaus auch alte Männer im Fernsehen zu sehen (Mühlen Achs 1995, 18).
- Männer übernehmen immer noch eher die aktive, aggressive, zupackende Funktion und erscheinen sehr kompetent, während die Frauen oft durch Zurückhaltung, Hilflosigkeit, Freundlichkeit und Unterordnung glänzen (Weiderer 1993, 324).
- Aber die Themen, in denen Frauen eine Rolle spielen haben sich erweitert und Frauen werden zwar immer noch stereotypisiert, aber es existieren inzwischen auch einige Ausnahmen (Mühlen Achs 1995, 17f.).

Die Frau wird also weniger repräsentiert und wenn sie in Medien vorkommt, so wird sie oft als niedriger, schwächer und dem Mann unterwürfig dargestellt (Mühlen Achs 1995, 16). Allerdings gibt es ein paar Ausnahmen. So kommen in Familienserien sogar mehr Frauen als Männer vor und das auch in den Hauptrollen (vgl. Weiderer 1993 und Theunert 1995, 120). Ebenso ist der Krimi für die Frauen stark im kommen und es erscheinen auch erfolgreiche Karrierefrauen in den Serien (Theunert 1995, 121). Als beispielhafte Filme oder Serien, in denen Frauen in ihrer Darstellung eine Ausnahme zu den sonst stereotypen Darstellungen bilden, können Krimiserien wie ‚Rosa Roth’, ‚Bella Block’, oder Filme wie ‚Thelma und Louise’ oder ‚Drei Haselnüsse für Aschenbrödel’ genannt werden (Matthias, 48, Seifert 1995, 53f., Götz 2002, 4 und Rodde 2002, 10). Weitere Ausnahmen werden wir unter Kapitel vier nennen.

Ob diese Frauen allerdings nur die typische Männerrolle im Film übernehmen, oder ob sie als Frauen auftreten dürfen, wäre noch zu beobachten.

1.2 Der männliche Blick

„Männer handeln, und Frauen treten in Erscheinung. Männer sehen Frauen an. Frauen sehen sich, wie sie angesehen werden“ (John Berger 1972).

Die klassischen Filme möchten dem Mann gefallen. Sie zeigen „‚richtige’“ Männer und „‚attraktive’“ Frauen (Forster 1995, 57). Da Frauen nur auf das Aussehen reduziert werden, finden sie hier keine Möglichkeit sich identifizieren zu können, da in den Filmen zwar Frauen mitspielen, diese Personen aber nicht für die Frau, sondern für den Mann gemacht sind (Seifert 1995, 48). Die Frauen werden nämlich eher unauffällig, abwertend oder für den männlichen Blick als erotische Figur gezeigt. Sie nehmen oft die Rolle der Hilflosen an, die von Männern gerettet werden müssen, oder sie sind Hausfrauen (Karig/Stiehler 1995, 97). Dadurch bekommt der Mann ein Gefühl der Herrschaft und Kontrolle (über die Frau), die Frau dagegen hat keine Möglichkeit eine eigene Identität in den Filmen zu finden, außer eine, die diesen stereotypen und männerdominierenden Darstellung entspricht. Durch die Medien bekommt man ein Bild von vorbildlichen Beziehungen, HeldInnen oder Karrierepersonen. Durch sie werden die realen Beziehungen zwischen Männern und Frauen bestimmt oder auch verändert (Forster 1995, 57 und Seifert 1995, 49). Der Kamerablick ist demnach

„nicht bloß mächtig, insofern er strukturierend wirkt, sondern auch machtvoll, insofern er hierarchisiert oder Hierarchien reproduziert, d.h. diejenigen, die der Blick trifft, an ihren Platz stellt“ (Forster 1994, 7).

Der klassische Film kann demnach Kontrolle und falsches Bewusstsein vermitteln (Seifert 1995, 51f.).

2. Das Geschlechterbild ändern heißt, bei den Kindern anfangen

Kindern und Jugendlichen müssen also neue Frauen- und Männerbilder und neue Angebote an möglichen Beziehungen gemacht werden. Dies ist wichtig, da sie ihre eigene Identität und somit auch ihre Geschlechteridentität erst noch entwickeln und nach Modellen Ausschau halten, an denen sie sich orientieren können. Hier spielen die Massenmedien eine große Rolle, da Heranwachsende durch sie überall Geschlechter-identitäten vorgelebt bekommen, die sie als Vorbilder nutzen (Aufenanger 1995, 71).

2.1 Theorien der Identitätsentwicklung

Kinder haben das Bedürfnis, sich selbst in der Gesellschaft einordnen zu können. Sie müssen sich als Mädchen oder Junge erkennen, um eine eigene Identität entwickeln zu können und sich somit in der Gesellschaft eingliedern zu können (Keuneke 2000, 35). Es gibt traditionell drei Theorien der Bildung einer Geschlechteridentität bei Kindern und Jugendlichen: der lerntheoretische Ansatz, die Kognitionstheorie und die Psychoanalyse (vgl. Tillmann 1989 und Aufenanger 1995, 72).

Der lerntheoretische Ansatz geht davon aus, dass Kinder/Jugendliche am Modell lernen. „Durch Imitation und Identifikation (...) übernehmen Jungen und Mädchen das für ihr Geschlecht relevante Verhalten“ (Aufenanger 1995, 72). Vorrausetzung bei dieser These ist allerdings, dass die Kinder und Jugendlichen bereits wissen, welche Modelle sie nachahmen sollen. Es handelt sich hierbei also um ein Verstärkungslernen. Das Modell haben sie bereits von ihren Eltern kennen gelernt (Aufenanger 1995, 72). Dann die später folgende Kognitionstheorie: Kinder ordnen sich selbst einem Geschlecht zu und übernehmen später deren Eigenschaften, ebenfalls von Modellen.

Die Psychoanalyse (von Sigmund Freud ausgehend, er hat sich allerdings nur auf das männliche Kind bezogen): „In der Lösung der ödipalen Krise identifiziert sich der Junge mit seinem Vater und übernimmt in diesem Identifikationsprozess die männliche Rolle“ (Aufenanger 1995, 72). Chodorow (1986) erweitert die Theorie Freuds. Wichtig bei der Identifikationsbildung ist die enge Beziehung der Kinder zur Mutter. Im Heranwachsen treten dann Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen in der Ablösung zur Mutter auf. Der Junge sieht die Andere in der Mutter und kann sich dadurch von ihr als weibliche Identität abgrenzen. Mädchen dagegen bleiben der Mutter als Gleichgeschlechtliche eng verbunden (Keuneke 2000, 33). Weil aber für Jungen der Vater als Identifikationsmodell häufig nicht anwesend ist, da er als Berufstätiger oft nicht zu Hause ist oder sich einfach weniger um die Kinder kümmert, haben die Jungen nur ein abstraktes Modell eines Mannes (Aufenberger 1995, 72f.). Aber auch die Mutter hat in unserer modernen Gesellschaft nicht mehr so viel Zeit für ihre Kinder, zum Beispiel wegen eigener Berufstätigkeit. Daher beginnen Jungen und Mädchen sich auf zwei andere Orientierungshilfen zu fixieren: die Massenmedien und die Gleichaltrigen. (Aufenberger 1995, 72f.)

2.2 Medien als Hilfe auf der Suche nach der Geschlechteridentität

Wie tragen nun aber die Medien zu einer Geschlechteridentifikation bei?

Wichtig ist, zu verstehen, dass die Medienwelt für Kinder und Jugendliche „keine Außenwelt, keine zweite Wirklichkeit, sondern integrierter Teil der Alltagswelt“ darstellt. (Schorb 1995, 102). Medien haben also den gleichen Einfluss auf Kinder wie die Eltern, Lehrer und Gleichaltrigen. Und daher zeigen die Medien den Kindern und Jugendlichen auch geschlechtsspezifische Modelle auf, nach denen sie sich orientieren können, da sie ja noch auf der Suche nach ihrer eigenen Identität und auch nach Vorbildern sind (Schorb 1995, 102f. und Mühlen Achs 1995, 10).

Zu Beginn sind alle Kinder machtlos, schutz- und hilfesuchend. Später kommen Erkenntnisse der Mächtigkeit durch Statur, Größe und Körperbeherrschung auf. Diese Erkenntnisse ergeben sich aus der geschlechtsspezifischen Zuordnung, die Kinder erfahren. Weiblichkeit kann dann auch Schwäche, Machtlosigkeit oder Macht der Erotik und Emotionalität bedeuten, Männlichkeit kann als Macht, Kraft und Selbstbeherrschung verstanden werden (Mühlen Achs 1995, 27). Kommen die Kinder in die Schule, erweitern sich ihre sozialen Kontakte und somit ihre Räume. Sie schauen sich nun nach Modellen um, an denen sie sich orientieren können. Sie werden selbständiger und suchen nach Wegen dorthin. Außerdem suchen sie nach ihrer Stellung in der Welt und somit nach ihrer Geschlechtsidentität und nach Normen, nach denen sie sich richten können. Bei dieser Suche richten sie sich nach ihrem Umfeld und auch nach Medien, hier vor allem das Fernsehen.

Kinder schauen Fernsehen zur Unterhaltung, sie wollen lustige, spannende und interessante Filme anschauen. Auch sie haben schon Vorlieben bei den Angeboten. Allerdings kommt für sie noch ein Aspekt hinzu, sie bekommen Einblicke in andere Welten, zum Beispiel in die Erwachsenenwelt. Dies ist wichtig für die Kinder, da sie hier Orientierungshilfen für ihre Entwicklung finden können (Theunert 1995, 122 und Rathmann, 28). Kinder interessieren Themen über das Groß- oder Erwachsenwerden (die Selbständigkeit, Rationalität und die Kontrolle über ihre Emotionen). Ebenso betrifft das Erwachsenwerden aber auch die Geschlechtsidentität. So beschäftigt Kinder, wie sie aussehen möchten oder aussehen sollten, wie sie sich angemessen verhalten und wie sie mit dem anderen Geschlecht umgehen sollen. Außerdem suchen Kinder nach Lösungen für ihre momentanen Probleme, so wie eine Scheidung, Probleme mit Geschwistern oder Freundschaften. Sie brauchen auch noch Orientierungen für Werte in der Gesellschaft (so zum Beispiel die Durchsetzung eigener Interessen oder ihre Weltbilder) (Theunert 1995, 122f.).

Die Hilfen, die sie hier aus dem Medium Fernsehen erhalten, übertragen sie auf sich und setzten sie zu dem bereits Bekannten in Beziehung. Sie prüfen die Modelle und erweitern ihr eigenes Ich durch die Annahme von passenden Modellen. Bestimmte Vorstellungen über Frauen und Männer existieren bei ihnen also bereits aus der realen Welt, aber natürlich auch aus dem Fernsehen (Theunert 1995, 123,126).

Die Realität der Kinder spielt dabei eine große Rolle. Nur wenn die Fernsehbilder nicht zu weit von der eigenen Realität abweichen, werden sie von den Kindern übernommen, sonst können die Kinder nichts mit ihnen anfangen. Daher sind auch übertrieben dargestellte Figuren, die mit der Realität der Kinder nichts gemein haben, für diese unbrauchbar (Theunert 1995, 123f.).

2.3 Untersuchungen zu unterschiedlichen Interessen bei Jungen und Mädchen

Jungen und Mädchen bedienen sich der Medien unterschiedlich, für sie sind verschiedene Dinge interessant und sie reflektieren unterschiedlich über das Gesehene. Hier die Ergebnisse einiger Studien über die unterschiedlichen Interessen und die unterschiedliche Nutzung der Medienangebote.

2.3.1 Die unterschiedliche Nutzung der Medien bei Jungen und Mädchen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Quelle: Karig/Stiehler 1995, 86).

Diese Abbildung zeigt den unterschiedlichen Besitz an Geräten auf. Jungen sind im Vergleich zu den Mädchen stark bei den teureren Geräten überlegen (PC, Videorekorder und Fernseher). Beim Kassettenrecorder und Walkman dagegen existiert ein ausgeglichener Besitz (Karig/Stiehler 1995, 86f.).

[...]


[1] Die Küchenhoff-Studie 1975 (Mühlen Achs 1995, 16f.):

Es wurden 6 Wochen lang alle Sendungen in ARD und ZDF betrachtet (dabei waren fiktive und nicht-fiktive Programme, Quiz-Shows und Nachrichten). Die Ergebnisse dieser Studie:

- Frauen sind in Hauptrollen unterrepräsentiert (1:3),
- Frauen werden stereotyp dargestellt und oft nur auf äußere Attribute festgelegt (so spielt das Aussehen, die Figur und die Jugendlichkeit bei Frauen im Fernsehen eine große Rolle). Ob eine Frau berufstätig ist, scheint nicht wichtig zu sein.
- Es erscheinen zwei unterschiedliche Frauentypen im Fernsehen: Entweder die junge, gut aussehende, einen männlichen Partner suchende, unabhängige Frau, oder aber die Hausfrau und Mutter, die ohne Sexappeal gezeigt wird.
- Die Rollen der Frauen im Fernsehen sind nicht handlungsrelevant. Sie übernehmen entweder die Nebenrollen, oder die
Assistentinnenrollen oder sie erscheinen nur für eine Programmansage (Mühlen Achs 1995, 16f. und Götz 2002, 4f.).

Ende der Leseprobe aus 37 Seiten

Details

Titel
Frauen und Männer in den Medien
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen  (Institut für Erziehungswissenschaften)
Veranstaltung
Geschlechterverhältnisse in Schule und Gesellschaft
Note
1,3
Autoren
Jahr
2006
Seiten
37
Katalognummer
V84216
ISBN (eBook)
9783638004039
Dateigröße
1603 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frauen, Männer, Medien, Geschlechterverhältnisse, Schule, Gesellschaft
Arbeit zitieren
Maria Benz (Autor)Anne Zipplies (Autor), 2006, Frauen und Männer in den Medien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84216

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