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Frauen und Männer in den Medien

Title: Frauen und Männer in den Medien

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 37 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Maria Benz (Author), Anne Zipplies (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Summary Excerpt Details

„Laura packt ihre Sachen, verabschiedet sich von Tanja und Mike und steigt in ihren Wagen. Sie will den Fürstenhof endgültig verlassen. Erst als Alexander sie auf der Landstraße aufhält und ihr noch einmal seine Liebe gesteht, zweifelt sie an ihrer Entscheidung. Sie erinnert sich an die schöne Zeit mit ihm und beschließt, dass sie ihre große Liebe nicht verlassen kann. Alexander ist in Gedanken ganz bei Laura und entzieht sich weiter seiner Verlobten. Katharina leidet unter der Einsamkeit und stößt mit ihrer Behinderung immer wieder an neue Grenzen. Als sie hört, wie Charlotte Saalfeld ihrem Mann Werner sagt, dass Alexander für Katharina nichts mehr empfinde, steigt sie über die Balkonbrüstung und will in den Tod springen.“ (Quelle: cyberserien.de)

Diese Episode der Telenovela „Sturm der Liebe“ zeigt die Protagonisten in typischen männlichen und weiblichen Rollenbildern. Zwei Frauen lieben den gleichen Mann, die eine begeht wegen ihm sogar einen Selbstmordversuch. Er weiß nicht was er will, aber beide Frauen hoffen darauf, dass er sich für sie entscheidet. Die Frauen werden dabei als schwache und hilfsbedürftige Wesen gezeigt, die darauf warten müssen, von ihrem Märchenprinzen auserwählt zu werden. Ist diese Serie nur eine Ausnahme in der aktuellen Medienlandschaft oder gehört es in der heutigen Zeit noch zur Regel, dass über Medien Geschlechterstereotype transportiert werden.
Wir wollen im Rahmen dieser Arbeit untersuchen, wie Geschlechter in den Medien dargestellt werden und was für Folgen diese Darstellungen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen haben können. Zudem werden wir uns damit auseinandersetzen, was unsere Erkenntnisse über die Medien für die Pädagogik und insbesondere für die Arbeit in der Schule bedeuten muss, bevor wir schließlich auf die schuleigenen Medien selbst zu sprechen kommen. Zunächst werden wir uns aber der Frage widmen, welche Personen für die Herstellung von Medien verantwortlich sind, und ob sich bereits in diesem Bereich ein Unterschied zwischen den Geschlechtern erkennen lässt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Medien in der Gesellschaft

1.1 Studien zum Thema ‚Männer und Frauen in den Medien’

1.2 Der männliche Blick

2. Das Geschlechterbild ändern heißt, bei den Kindern anfangen

2.1 Theorien der Identitätsentwicklung

2.2 Medien als Hilfe auf der Suche nach der Geschlechteridentität

2.3 Untersuchungen zu unterschiedlichen Interessen bei Jungen und Mädchen

2.3.1 Die unterschiedliche Nutzung der Medien bei Jungen und Mädchen

2.3.2 Unterschiedliche Reflexion über die Medien

3. Die Suche nach der Identität im Fernsehen

4. Modelle für die Intensitätssuche in Werbung und Film

4.1 Die Werbung

4.2 Die Trickfilme

4.3 Die Soap-Operas

5. Ausnahmen zu den traditionellen Stereotypen

5.1 Die Buch - AusreißerInnen

5.2 Die Film - AusreißerInnen

6. Medienarbeit in der Schule

6.1 Wieso ist geschlechtersensible Medienpädagogik in der Schule nötig?

6.2 „Jede Menge Leben. Daily soaps im geschlechterdifferenzierten Unterricht“

7. Medien der Schule: Das Schulbuch

7.1 Schulbuchanalysen zwischen 1970 und 1990

7.2 Schulbuchuntersuchung von Lindner/Lukesch (1994)

7.3 Untersuchung von Mathematikschulbüchern (1997)

7.4 Fazit aus den Untersuchungen

8. Situation heute: Analyse aktueller Mathematikbücher durch das Seminar

8.1 Durchführung der Untersuchung

8.2 Ergebnisse

9. Gibt es Genderrichtlinien für die Schulbuchherstellung?

10. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung von Frauen und Männern in verschiedenen Medien, analysiert deren Einfluss auf die Identitätsentwicklung von Kindern und Jugendlichen und reflektiert die Notwendigkeit einer geschlechtersensiblen Medienpädagogik in der Schule. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie Medien Geschlechterrollen vermitteln und ob aktuelle Schulbücher eine Öffnung gegenüber traditionellen Stereotypen aufweisen.

  • Konstruktion von Geschlechterstereotypen im Fernsehen und in der Werbung
  • Einfluss der Massenmedien auf die Identitätsbildung von Kindern und Jugendlichen
  • Geschlechterdifferenzierte Medienpädagogik als Aufgabe schulischer Bildung
  • Analyse der Geschlechterrepräsentation in Mathematikschulbüchern
  • Relevanz von Richtlinien zur Schulbuchherstellung

Auszug aus dem Buch

1. Medien in der Gesellschaft

„Laura packt ihre Sachen, verabschiedet sich von Tanja und Mike und steigt in ihren Wagen. Sie will den Fürstenhof endgültig verlassen. Erst als Alexander sie auf der Landstraße aufhält und ihr noch einmal seine Liebe gesteht, zweifelt sie an ihrer Entscheidung. Sie erinnert sich an die schöne Zeit mit ihm und beschließt, dass sie ihre große Liebe nicht verlassen kann. Alexander ist in Gedanken ganz bei Laura und entzieht sich weiter seiner Verlobten. Katharina leidet unter der Einsamkeit und stößt mit ihrer Behinderung immer wieder an neue Grenzen. Als sie hört, wie Charlotte Saalfeld ihrem Mann Werner sagt, dass Alexander für Katharina nichts mehr empfinde, steigt sie über die Balkonbrüstung und will in den Tod springen.“ (Quelle: cyberserien.de)

Diese Episode der Telenovela „Sturm der Liebe“ zeigt die Protagonisten in typischen männlichen und weiblichen Rollenbildern. Zwei Frauen lieben den gleichen Mann, die eine begeht wegen ihm sogar einen Selbstmordversuch. Er weiß nicht was er will, aber beide Frauen hoffen darauf, dass er sich für sie entscheidet. Die Frauen werden dabei als schwache und hilfsbedürftige Wesen gezeigt, die darauf warten müssen, von ihrem Märchenprinzen auserwählt zu werden. Ist diese Serie nur eine Ausnahme in der aktuellen Medienlandschaft oder gehört es in der heutigen Zeit noch zur Regel, dass über Medien Geschlechterstereotype transportiert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Medien in der Gesellschaft: Dieses Kapitel führt in die Thematik der geschlechtsspezifischen Rollendarstellung in Medien ein und belegt anhand von Studien die männliche Dominanz in medienrelevanten Positionen.

2. Das Geschlechterbild ändern heißt, bei den Kindern anfangen: Es wird erörtert, wie Identitätstheorien und Medien bei der Entwicklung einer Geschlechteridentität im Kindesalter zusammenwirken und welche Rolle das Umfeld dabei spielt.

3. Die Suche nach der Identität im Fernsehen: Dieses Kapitel betrachtet, wie Kinderprogramme Frauen und Männer darstellen und welche Schwierigkeiten sich für Mädchen bei der Suche nach Identifikationsfiguren ergeben.

4. Modelle für die Intensitätssuche in Werbung und Film: Hier wird analysiert, wie Werbung, Trickfilme und Soap-Operas gezielt mit traditionellen Geschlechterstereotypen arbeiten.

5. Ausnahmen zu den traditionellen Stereotypen: Es werden Gegenbeispiele im Buch- und Filmbereich aufgezeigt, die versuchen, traditionelle Rollenbilder aufzubrechen.

6. Medienarbeit in der Schule: Das Kapitel diskutiert die Notwendigkeit einer geschlechtersensiblen Medienpädagogik und stellt pädagogische Ansätze zur kritischen Medienreflexion vor.

7. Medien der Schule: Das Schulbuch: Es erfolgt ein Überblick über historische und neuere Studien zur Darstellung von Geschlechterrollen in Schulbüchern.

8. Situation heute: Analyse aktueller Mathematikbücher durch das Seminar: In diesem Kapitel werden eigene Analysen von vier Mathematikbüchern vorgestellt, die den aktuellen Stand der Geschlechterrepräsentation prüfen.

9. Gibt es Genderrichtlinien für die Schulbuchherstellung?: Die rechtlichen Rahmenbedingungen und Richtlinien für die Schulbuchgestaltung werden kritisch hinterfragt.

10. Literatur: Das Kapitel listet die verwendeten Quellen für die Untersuchung auf.

Schlüsselwörter

Geschlechterstereotype, Medienpädagogik, Identitätsentwicklung, Schulbuchanalyse, Geschlechteridentität, Rollenbilder, Kinder und Medien, Fernsehen, Sozialisation, Geschlechtergerechtigkeit, Medienkompetenz, Mathematikbücher, Genderrichtlinien, Soap-Operas, Identifikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die mediale Darstellung von Frauen und Männern sowie deren Einfluss auf die Geschlechterrollenbilder und die Identitätsentwicklung von Kindern und Jugendlichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit umfasst die mediale Konstruktion von Geschlechterstereotypen in Fernsehen und Werbung, die Bedeutung dieser Inhalte für die kindliche Sozialisation und die Rolle von Schulbüchern als Lernmedien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie tiefgreifend Geschlechterklischees in Medien verankert sind und wie durch geschlechtersensible Medienpädagogik ein kritischer Umgang mit diesen Darstellungen gefördert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse bestehender Studien sowie einer eigenen empirischen Gruppenanalyse aktueller Mathematikbücher durch Seminarteilnehmer.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zur Identitätsentwicklung, eine Analyse verschiedener Medienformate (Werbung, Film, Soaps) und eine vertiefende Untersuchung zur geschlechterspezifischen Darstellung in Schulbüchern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Geschlechterstereotype, Medienpädagogik, Identitätsentwicklung, Schulbuchanalyse und Geschlechtergerechtigkeit.

Wie werden Mädchen und Jungen in den untersuchten Mathematikbüchern dargestellt?

Die Untersuchung zeigt, dass Jungen und Mädchen in neueren Büchern quantitativ eher ausgeglichen repräsentiert sind, jedoch bei den dargestellten Tätigkeiten teils immer noch traditionelle Interessenmuster bedient werden.

Gibt es verpflichtende Genderrichtlinien für die Schulbuchherstellung?

Das Schulgesetz in Baden-Württemberg enthält zwar Richtlinien zur Förderung partnerschaftlichen Verhaltens, diese sind jedoch nicht gesetzlich bindend für die Verlage, was die langsame Umsetzung von Veränderungen erklärt.

Warum spielt das Fach Mathematik eine besondere Rolle bei der Analyse?

Mathematik wurde gewählt, weil das Fach eigentlich als neutral gelten sollte, jedoch bei der Analyse der Aufgabenstellungen und Bildinhalte dennoch stereotype Rollenzuweisungen sichtbar wurden.

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Details

Title
Frauen und Männer in den Medien
College
University of Tubingen  (Institut für Erziehungswissenschaften)
Course
Geschlechterverhältnisse in Schule und Gesellschaft
Grade
1,3
Authors
Maria Benz (Author), Anne Zipplies (Author)
Publication Year
2006
Pages
37
Catalog Number
V84216
ISBN (eBook)
9783638004039
Language
German
Tags
Frauen Männer Medien Geschlechterverhältnisse Schule Gesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maria Benz (Author), Anne Zipplies (Author), 2006, Frauen und Männer in den Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84216
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