In der vorliegenden Arbeit werden dem Leser die Grundlagen der Versicherbarkeit von Naturkatastrophenrisiken aufgezeigt. Dazu wurde die Arbeit in vier Abschnitte unterteilt: Nach der Einleitung folgt im zweiten Abschnitt eine grundlegende Begriffsklärung. Darauf aufbauend folgt im dritten Teil die Analyse der Versicherbarkeit von Naturkatastrophenrisiken. Im vierten Abschnitt wird ein kurzes Fazit gezogen und ein Ausblick auf künftige Entwicklungen gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Einführung in die Thematik
1.2. Ziele und Aufbau der Arbeit
2. Definitionen und begriffliche Grundlagen
2.1. Definitionen von Naturkatastrophen
2.2. Definition von Risiko
2.3. Grundsätze der Versicherbarkeit
3. Versicherbarkeit von Naturkatastrophenrisiken
3.1. Kritische Eigenschaften von Naturkatastrophenrisiken
3.1.1. Kumulrisiko
3.1.2. Risikoausgleich im Kollektiv
3.1.3. Risikoausgleich in der Zeit
3.1.4. Irrtumsrisiko
3.2. Nachfrage nach Versicherungsschutz
3.3. Versicherungsaspekte ausgewählter Naturkatastrophenrisiken
3.3.1. Überschwemmungen
3.3.2. Erdbeben
3.3.3. Stürme
4. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die Arbeit analysiert die Versicherbarkeit von Naturkatastrophenrisiken vor dem Hintergrund ihrer spezifischen versicherungstechnischen Eigenschaften. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, ob und unter welchen Bedingungen marktwirtschaftliche Versicherungslösungen für Extremereignisse wie Überschwemmungen, Erdbeben und Stürme realisierbar sind.
- Grundlagen der Versicherbarkeit und Risikodefinition
- Kritische Analyse von Kumulrisiken und Ausgleichsmechanismen
- Einfluss von Antiselektion und Irrtumsrisiken auf die Prämienkalkulation
- Marktspezifische Nachfrage nach Versicherungsschutz
- Vergleich der Versicherbarkeit ausgewählter Naturkatastrophenarten
Auszug aus dem Buch
3.1.1. Kumulrisiko
Mittelgroße und von einander unabhängige Risiken können von Versicherungsunternehmen theoretisch in beliebiger Höhe gezeichnet werden. Im Idealfall der Unabhängigkeit aller Einzelrisiken untereinander würde jede weitere Vergrößerung des Versicherungsbestands den Risikoausgleich im Kollektiv verbessern. „Ein Kumulrisiko liegt vor, wenn eine Vielzahl von Risikoobjekten derselben objekttypischen Gefahr ausgesetzt ist und der Schaden an den einzelnen Risikoobjekten stets durch ein einziges Ereignis verursacht wird“. Dies trifft auf viele Naturkatastrophenrisiken zu. Dabei gilt, dass je größer die geographische Ausdehnung des Schadensereignisses, desto größer ist die Gefahr eines Kumulschadens. Um die Versicherbarkeit trotzdem zu gewährleisten, dürfen die Abhängigkeiten ein gewisses Maß nicht übersteigen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die verheerenden Auswirkungen von Naturkatastrophen anhand aktueller Beispiele und leitet die Notwendigkeit einer wissenschaftlichen Untersuchung zur Versicherbarkeit ab.
2. Definitionen und begriffliche Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Naturkatastrophen und Risiken und erläutert die grundlegenden Kriterien, die für die Versicherbarkeit von Risiken im Allgemeinen erfüllt sein müssen.
3. Versicherbarkeit von Naturkatastrophenrisiken: Der Hauptteil analysiert die spezifischen Herausforderungen von Naturkatastrophen – insbesondere Kumulrisiken und Ausgleichsprobleme – und prüft die Versicherbarkeit von Überschwemmungen, Erdbeben und Stürmen.
4. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass unter den untersuchten Bedingungen lediglich Sturmrisiken versicherbar sind, und betont die Notwendigkeit der Weiterentwicklung von Risikomodellen.
Schlüsselwörter
Naturkatastrophen, Versicherbarkeit, Kumulrisiko, Risikoausgleich, Kollektiv, Irrtumsrisiko, Versicherungstechnik, Antiselektion, Schadensverteilung, Sturmrisiko, Überschwemmungsrisiko, Erdbebenrisiko, Risikomodelle, Versicherungsökonomie, Extremereignisse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, ob und unter welchen Voraussetzungen Naturkatastrophenrisiken durch Versicherungsunternehmen versichert werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die versicherungstechnischen Kriterien (wie Schätzbarkeit, Zufälligkeit und Gegenseitigkeit) sowie deren Anwendung auf Naturgefahren.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die speziellen Eigenschaften von Naturkatastrophen den klassischen Versicherungsschutz vor große Herausforderungen stellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor führt eine theoretische Analyse auf Basis der versicherungsökonomischen Literatur durch und nutzt empirische Daten zu Großschäden für die Fallbeispiele.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse kritischer Eigenschaften wie Kumulrisiken und untersucht konkret die Sparten Überschwemmung, Erdbeben und Sturm.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den Kernbegriffen gehören Versicherbarkeit, Kumulrisiko, Risikoausgleich, Naturkatastrophen und Antiselektion.
Warum sind Überschwemmungsrisiken laut Autor oft schwer versicherbar?
Aufgrund von Problemen mit der Antiselektion und der Verletzung des Gebots der Gegenseitigkeit ist eine marktwirtschaftliche Deckung häufig problematisch.
Wie unterscheidet sich die Versicherbarkeit von Stürmen von der von Erdbeben?
Stürme erfüllen derzeit noch alle sechs Kriterien der Versicherbarkeit, während bei Erdbeben aufgrund hoher Wertekonzentrationen und negativer Auslese die Versicherbarkeit meist verneint werden muss.
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- Daniel Gussmann (Author), 2007, Eine Analyse der Versicherbarkeit von Naturkatastrophenrisiken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84241