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Bildung und Migration

Über die Benachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungswesen

Title: Bildung und Migration

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 27 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Natalia Akhabach (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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Die deutsche Gesellschaft steht heutzutage vor nicht wenigen Problemen, bei denen das Feld der Migration eine Rolle spielt. Ein Problemfeld ist die deutsche Bildungssituation, deutlich wurde dies im schlechten Abschneiden bei der PISA- Studie. Weiterhin hat die PISA- Studie gezeigt, dass Kinder mit Migrationshintergrund tatsächlich deutlich schlechter abschneiden als deutsche Kinder. Nun gilt es herauszufinden, wo die Ursachen für das Scheitern dieser Kinder liegen? Ist es das Elternhaus der Kinder, in dem zu wenig Förderung oder vielleicht sogar Abschottung stattfindet; ist es das deutsche Schulsystem, das stark selektiert oder doch ganz allgemein die deutsche Migrationspolitik, welche einer erfolgreichen (schulischen) Integration der Kinder im Wege steht?
In der vorliegenden Arbeit wird auf diese Fragestellungen eingegangen und die entscheidenden Faktoren, welche die schulische Laufbahn von Kindern mit Migrationshintergrund beeinträchtigen, werden herausgefiltert. Dabei liegt der thematische Schwerpunkt auf der Fragestellung, welcher Zusammenhang zwischen dem Migrationshintergrund und der schulischen Leistung der Kinder existiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Teil

1.1 Einleitung

1.2 Bildung und Migration: Ein Blick auf die heutige Situation

2. Teil: Theorien

2.1 Wohnviertel als Bildungssackgasse

2.2 Die Sprache der Migrantenkinder

3. Teil: Qualitative Erhebung

3.1 Die Befragung

3.2 Aussagen der Befragten

3.2.1 Die Aussagen der Gymnasiallehrer

3.2.2 Die Aussagen des MSU-Lehrers mit eigenem Migrationshintergrund

3.2.3 Die Aussagen der Hauptschullehrerin und des Hauptschullehrers

3.3 Auswertung der Aussagen

4. Teil: Fazit

5. Teil: Anhang

5.1 Literaturverzeichnis

5.2 Fragebogen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Ursachen für die schulische Benachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem, wobei der Fokus auf dem Zusammenhang zwischen Migrationshintergrund und schulischer Leistung liegt. Ziel ist es, unter Einbeziehung theoretischer Ansätze sowie qualitativer Interviews mit Lehrkräften Faktoren zu identifizieren, die den Bildungserfolg beeinflussen, und die Ausgangshypothese zu prüfen, dass insbesondere das Bildungsverständnis des Elternhauses sowie strukturelle Gegebenheiten des Schulsystems hierbei eine entscheidende Rolle spielen.

  • Zusammenhang zwischen Migrationshintergrund und schulischer Leistung
  • Einfluss des sozial-ökonomischen Status und Bildungsverständnisses der Eltern
  • Strukturelle Defizite des gegliederten deutschen Schulsystems
  • Bedeutung der deutschen Sprache und Sprachförderung
  • Qualitative Analyse subjektiver Erfahrungen von Lehrkräften

Auszug aus dem Buch

Die Sprache der Migrantenkinder

Als zentrale Vorraussetzung für eine gelungene Integration und somit auch unabdingbar für den erfolgreichen Besuch der Schule ist das Beherrschen der deutschen Sprache. Auch die PISA-Studie hat aufgezeigt, dass die Bildungschancen eines Kindes vor allem von seinen Kompetenzen in der deutschen Sprache abhängig sind. Die Dauer des Aufenthaltes und eine Verbesserung des sozial-ökonomischen Status der Familie tragen zu einer besseren Beherrschung der deutschen Sprache bei und erhöhen somit auch die Wahrscheinlichkeit, einen höheren Bildungsabschluss zu erzielen.

Dabei stellt sich allerdings die Frage, in welchem Ausmaß es Kindern mit Migrationshintergrund möglich ist, die deutsche Sprache zu erlernen. Denn meistens wachsen sie in einem Elterhaus auf, in dem gar nicht oder unzureichend und fehlerhaft deutsch gesprochen wird, so dass weder die eigene noch die deutsche Sprache vollständig gelernt wird. Es besteht die Gefahr, dass diese Kinder in einer „sogenannten doppelten Halbsprachlichkeit“ (Nieke in Lajios 1991, S.19) aufwachsen, d.h. sie lernen weder ihre Muttersprache richtig, noch die deutsche Sprache. Dabei fällt es oft im alltäglichen Gespräch gar nicht auf, dass sie die deutsche Sprache nicht ausreichend beherrschen, viele sprechen die deutsche Sprache fließend und akzentfrei, jedoch wird eine „Begriffsarmut und eine desolate Grammatik der deutschen Sprache“ (Lajios/ Kiotsoukis 1984, S.123) festgestellt, „sobald das Gespräch die Ebene der allgemeinen Redewendungen und Sprachschablonen verließ und persönlicher wurde. Verlegen versuchten diese Kinder hilfesuchend auf die Muttersprache zurückzugreifen. Wenn wir dieser Muttersprache mächtig waren, stellten wir auch hier die gleiche Begriffsarmut mit peinlichen Dysgrammatismen fest“(Lajios/ Kiotsoukis 1984, S.123). Aber genau diese Begriffarmut hemmt den Erfolg in der Schule, denn dort können sich Kinder nicht allein in einer Alltags- oder Umgangssprache verständigen, sondern müssen sich mit einer „an der schriftnahen Standardsprache orientierten Fachsprache im Unterricht“ (Siebert-Ott in Auernheimer 2006, S.148) auseinandersetzen, die sie nicht im Elterhaus gelernt haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Teil: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung ein, präsentiert die PISA-Ergebnisse als Ausgangspunkt und formuliert die zentralen Fragestellungen sowie Hypothesen bezüglich der Bildungsbenachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund.

2. Teil: Theorien: Es werden theoretische Erklärungsmodelle vorgestellt, insbesondere zur residentialen Segregation durch Wohnviertel und den Auswirkungen des Sprachgebrauchs bzw. Sprachcodes auf den Schulerfolg.

3. Teil: Qualitative Erhebung: Dieses Kapitel erläutert die Methodik der durchgeführten Leitfadeninterviews mit Lehrkräften verschiedener Schulformen und präsentiert deren subjektive Einschätzungen und Erfahrungen zu den Themen Sprache, Elternhaus und Schulerfolg.

4. Teil: Fazit: Das Fazit führt die theoretischen Überlegungen mit den Ergebnissen der qualitativen Erhebung zusammen, um die Ausgangshypothesen zu verifizieren und die zentralen Erkenntnisse über die institutionelle Benachteiligung durch das Schulsystem zu resümieren.

Schlüsselwörter

Bildung, Migration, Migrationshintergrund, Bildungsbenachteiligung, PISA-Studie, Schulerfolg, Sprachgebrauch, Segregation, Lehrerinterviews, Elternhaus, Bildungssystem, Integration, Sprachförderung, Sozialer Status, Bildungsferne.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Ursachen für die schlechteren schulischen Leistungen von Kindern mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Einfluss des familiären Hintergrunds, die Auswirkungen der Sprache und Sprachcodes sowie die strukturellen Defizite des gegliederten Schulsystems.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, herauszufinden, welche Faktoren – insbesondere das Bildungsverständnis der Eltern und das Schulsystem – die schulische Laufbahn von Kindern mit Migrationshintergrund maßgeblich beeinträchtigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine Kombination aus einer Literaturanalyse zu theoretischen Konzepten und einer qualitativen Erhebung in Form von Leitfadeninterviews mit Lehrkräften verschiedener Schulformen gewählt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Aspekte wie Wohnviertel als Bildungssackgassen und Sprachcodes nach Bernstein sowie die ausgewerteten Erfahrungen von Lehrern bezüglich der Sprachkompetenz und des Engagements der Eltern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Migrationshintergrund, Bildungschancen, Sprachförderung, Segregation und institutionelle Diskriminierung.

Wie bewerten die befragten Lehrer die Rolle der deutschen Sprache?

Alle befragten Lehrkräfte stimmen überein, dass mangelnde Beherrschung der deutschen Standardsprache eine zentrale Hürde für den schulischen Erfolg darstellt und oft zu einer falschen Einschätzung der tatsächlichen Kompetenzen der Kinder führt.

Welche Rolle spielt das Elternhaus laut der Analyse?

Das Elternhaus wird als sehr engagiert wahrgenommen, jedoch stellt die sprachliche Barriere und fehlende Erfahrung mit dem deutschen Bildungssystem ein Hindernis dar, das eine angemessene Förderung der Kinder erschwert.

Welchen Einfluss hat das Schulsystem auf die Benachteiligung?

Die Arbeit zeigt auf, dass die frühe Selektion nach der Grundschule Kinder mit Migrationshintergrund benachteiligt, da sie diese oftmals auf die Hauptschule verweist, obwohl Potenzial für höhere Schulformen vorhanden wäre.

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Details

Title
Bildung und Migration
Subtitle
Über die Benachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungswesen
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Erziehungswissenschaftliches Institut)
Course
Hauptkurs Bildungssoziologie
Grade
1,3
Author
Natalia Akhabach (Author)
Publication Year
2006
Pages
27
Catalog Number
V84249
ISBN (eBook)
9783638004916
ISBN (Book)
9783638912488
Language
German
Tags
Bildung Migration Hauptkurs Bildungssoziologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Natalia Akhabach (Author), 2006, Bildung und Migration, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84249
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