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Zeitgeschichtliche Entwicklungen des institutionellen Umgangs mit dem Phänomen Klimawandel

Vorbeugen oder Reagieren?

Title: Zeitgeschichtliche Entwicklungen des institutionellen Umgangs mit dem Phänomen Klimawandel

Term Paper , 2006 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Hagen Schönherr (Author)

Geography / Earth Science - Physical Geography, Geomorphology, Environmental Studies
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Diese Ausarbeitung nimmt die aktuellen Ereignisse und Publikationen zum Anlaß, um die
Auseinandersetzung politischer und wirtschaftlicher Institutionen im deutschsprachigen Raum mit dem Phänomen der globalen Klimaerwärmung näher zu betrachten. Grundannahme ist hierbei, dass diese bereits eingetreten ist, und Staat, Wirtschaft und Politik neben der Vorsorge einer weiteren Verschärfung zunehmend den Umgang mit dem Phänomen erlernen müssen. Zum besseren Verständnis wird zunächst die Klimaentwicklung von 1950 bis heute skizziert und die wesentlichen Faktoren des Wandels herausgearbeitet. Klimaprognosen der nächsten 100 Jahre schließen diesen Teil ab. Erst im Kapitel drei, dem Hauptteil, soll dann anhand zweier Exkurse beispielhaft in den institutionellen Umgang mit dem Klimawandel eingeführt werden. Ein
Rückblick auf den sogenannten Hitzesommer 2003 und die darauf folgende Schadensbewältigung wird den Einstieg zur Geschichte des staatlichen Klimaschutzes legen. Dabei soll sowohl auf vergangene Entwicklungen als auch auf die Herausforderungen in der Zukunft eingegangen werden – nicht ohne einen Blick auf die internationalen Zusammenhänge der Klimapolitik zu werfen. Der schwere Orkan Lothar aus dem Jahr 1999 wird dann in den Umgang von Versicherungen als Beispiel wirtschaftlicher Institutionen mit Klimaereignissen einführen. Mit Einblicken in ihre neuen Strategien zur Deckung von Schäden durch klimatische Naturkatastrophen schließt der Hauptteil dieser Arbeit.
Die Schlußbetrachtungen gehen neben einer Zusammenfassung auf die Verbindung aktueller Entwicklungen mit dem Forschungsbeitrag der Environmental History ein.
Die verwendete Literatur enthält neben Studien des IPCC, des Umweltbundesamtes und Monographien von Umwelthistorikern und Klimatologen auch zahlreiche Publikationen der Münchner Rückversicherung. Diese geben zwar einerseits detailliert Auskunft über Trends und erwartete Schäden, es ist aber davon auszugehen, dass diese Schriften nicht frei sind von subjektiven Einschätzungen im Sinne des Unternehmens. Deshalb ist bei der Analyse dieser Aussagen besondere Vorsicht angebracht. Im Text wird gegebenenfalls darauf hingewiesen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Eine neue Warmphase seit 1950?

2.1. Was bedeutet globale Erwärmung?

2.2. Wie macht sich die Erwärmung in Deutschland bemerkbar?

3.Neue Herausforderungen: Staat, Wirtschaft und Gesellschaft leben mit dem Wandel

3.1. Exkurs: Der Hitzesommer 2003

3.2. Reaktionen

3.3. Die Ursprünge der deutschen Umweltpolitik

3.4. Klima macht Politik I: Von der Konferenz zur Enquete-Kommision

3.5. Klima macht Politik II: Von Kioto zum Emmisionsrechtehandel

3.6. Zusammenfassung

3.7. Exkurs: Sturm Lothar 1999

3.8. Reaktionen

3.9. Versicherungen: Ein neues Klima braucht neue Strategien

4. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die zeitgeschichtlichen Entwicklungen des institutionellen Umgangs mit dem Klimawandel im deutschsprachigen Raum. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Staat und Wirtschaft auf die zunehmenden Herausforderungen durch klimatische Veränderungen reagieren und inwieweit zwischen präventiven Maßnahmen und dem reaktiven Umgang mit Extremwetterereignissen differenziert wird.

  • Klimageschichtliche Einordnung der Warmphase seit 1950
  • Analyse des institutionellen Handelns am Beispiel des Hitzesommers 2003 und Sturms Lothar 1999
  • Entwicklung der staatlichen Klimaschutzpolitik und internationale Rahmenbedingungen (Kioto)
  • Rolle der Versicherungswirtschaft und Anpassungsstrategien an neue Klimarisiken

Auszug aus dem Buch

3.1. Exkurs: Der Hitzesommer 2003

3,4 Grad Celsius lag die mittlere Temperatur im Sommer 2003 über dem Durchschnittswert der Jahre 1961-1990. Ein Extremsommer, der so in den letzten 500-1000 Jahren mit großer Wahrscheinlichkeit nicht vorgekommen war. Neben den nackten Zahlen war aber auch die räumliche Dimension dieses Sommers bemerkenswert, denn die Hitzewelle blieb nicht auf wenige Länder beschränkt, sondern war nahezu in ganz Europa spürbar. Wie zu erwarten waren die Temperaturabweichungen in den Mittelmeerländern am Größten, doch selbst in Skandinavien lagen die Temperaturen bis zu zwei Grad über dem langjährigen Mittel. Hinzu kommt, das die Hitzewelle nicht nur den meteorologischen Sommer prägte, sondern im Jahr 2003 auch die Monate Mai und September übermäßig warm waren.

Das Extremereignis machte sich in fast allen Bereichen des mitteleuropäischen Alltags bemerkbar. Die Binnenschiffahrt auf großen Flüssen wie dem Rhein musste aufgrund der niedrigen Pegelstände teilweise eingestellt werden. Betroffen waren dadurch sowohl der Warentransport als auch die Tourismusanbieter. In der Industrie und der Energieversorgung kam es wegen der niedrigen Wasserpegel und der hohen Wassertemperaturen zu Problemen mit der Kühlung von Produktionsanlagen und Kraftwerken. So musste beispielsweise das Kernkraftwerk Fessenheim zusätzlich von außen mit Wasserwerfern gekühlt werden, um den weiteren Betrieb zu sichern. Andere Kraftwerke wurden vorsorglich abgeschaltet. Die Sicherheit der Anlagen war davon nicht beeinträchtigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Einführung in die aktuelle Problematik des Klimawandels und Darlegung der methodischen Vorgehensweise, bei der staatliche und wirtschaftliche Reaktionen in den Mittelpunkt der Betrachtung rücken.

2. Eine neue Warmphase seit 1950?: Wissenschaftliche Einordnung der globalen Erwärmung unter besonderer Berücksichtigung des anthropogenen Einflusses und Darstellung der klimatischen Veränderungen in Deutschland.

3.Neue Herausforderungen: Staat, Wirtschaft und Gesellschaft leben mit dem Wandel: Hauptteil der Arbeit, der anhand von Fallbeispielen wie Hitze- und Sturmereignissen sowie politischer Klimaschutzinstrumente den institutionellen Umgang mit dem Wandel analysiert.

4. Zusammenfassung und Ausblick: Synthese der Ergebnisse zur institutionellen Handlungsweise und Bewertung der Balance zwischen vorsorgendem Klimaschutz und notwendiger Anpassung an die Folgen des Wandels.

Schlüsselwörter

Klimawandel, globale Erwärmung, Environmental History, Klimaschutz, Treibhauseffekt, Hitzesommer 2003, Sturm Lothar 1999, Umweltpolitik, CO2-Minderungsprogramm, Emissionsrechtehandel, Versicherungswirtschaft, Naturkatastrophen, Klimaanpassung, Institutioneller Wandel, Risikomanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung und den aktuellen Strategien staatlicher und wirtschaftlicher Institutionen im deutschsprachigen Raum beim Umgang mit den Auswirkungen des Klimawandels.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören die politische Klimaschutzgesetzgebung, der Umgang mit Wetterextremen sowie die Rolle der Versicherungswirtschaft bei der Kalkulation und Deckung klimabedingter Schäden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Reaktionsmuster von Institutionen zu identifizieren und zu analysieren, ob der Fokus derzeit eher auf vorbeugenden Klimaschutzmaßnahmen oder auf dem reaktiven Umgang mit den bereits eingetretenen Veränderungen liegt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen umwelthistorischen Ansatz, der klimatische Daten mit den historischen politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsfindungen sowie Schadensbewältigungsstrategien in Korrelation setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der Hitzesommer 2003 und der Sturm Lothar 1999 als Fallbeispiele analysiert, gefolgt von einer Untersuchung deutscher Umweltpolitik, der Umsetzung des Kioto-Protokolls und der Entwicklung des Emissionsrechtehandels.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Klimawandel, institutioneller Umgang, staatliche Vorsorge, Versicherungswirtschaft, Emissionsrechtehandel und ökologische Risiken charakterisiert.

Warum spielt die Versicherungswirtschaft für die Autorin/den Autor eine besondere Rolle?

Die Versicherungswirtschaft wird als ökonomischer Akteur betrachtet, der durch neue Analysemethoden und Kooperationen versucht, das durch den Klimawandel steigende, bisher unkalkulierbare Risiko in ein neues Geschäftspotenzial zu verwandeln.

Wie bewertet die Arbeit die Wirksamkeit bisheriger Maßnahmen?

Die Arbeit stellt fest, dass ambitionierte Programme existieren, deren Umsetzung jedoch oft an wirtschaftlichen Interessen oder fehlendem politischen Willen scheitert, weshalb der Erfolg staatlicher Maßnahmen differenziert zu betrachten ist.

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Details

Title
Zeitgeschichtliche Entwicklungen des institutionellen Umgangs mit dem Phänomen Klimawandel
Subtitle
Vorbeugen oder Reagieren?
College
University of Freiburg  (Institut für physische Geographie)
Course
Hauptseminar: Environmental History
Grade
2,0
Author
Hagen Schönherr (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V84288
ISBN (eBook)
9783638002608
Language
German
Tags
Zeitgeschichtliche Entwicklungen Umgangs Phänomen Klimawandel Hauptseminar Environmental History
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hagen Schönherr (Author), 2006, Zeitgeschichtliche Entwicklungen des institutionellen Umgangs mit dem Phänomen Klimawandel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84288
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