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Medieneffekte und ihr Einfluss auf die politische Einstellung am Beispiel von Medien-Priming

Title: Medieneffekte und ihr Einfluss auf die politische Einstellung am Beispiel von Medien-Priming

Essay , 2007 , 14 Pages

Autor:in: Alexander Mihaylov (Author)

Politics - Political systems in general and in comparison
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Summary Excerpt Details

Die Mediensysteme der Gegenwart sind durch einen großen Strukturwandel, durch enormen
technischen Wandel und die damit verbundene Ausweitung der Informationsquellen
gekennzeichnet. Auf diese Weise kann den Massenmedien ein wesentlicher Einfluss sowohl
auf das politische System eines Landes als auch auf die Meinung der Bürger zugeschrieben
werden.
Schwerpunkt des vorliegenden Essays ist es, den medialen Einfluss auf die politische
Einstellung der Menschen zu untersuchen. Dabei werde ich mich nicht auf die bekannteren
bekannten Konzepte wie Agenda-Setting und Framing konzentrieren. Bewusst werde ich die
Aufmerksamkeit auf das Medien-Priming steuern. Grund dafür ist, dass die drei zweifelsohne
verwandten Konzepte häufig verallgemeinert werden und eine abgegrenzte Untersuchung
vom größeren wissenschaftlichen Interesse ist. Im ersten Teil werde ich in das Thema
Medieneffekte einführen und das Verhältnis zwischen Medien und politischer Einstellung
behandeln. Ziel dabei ist es, einen Überblick über die verschiedenen Medieneffekte zu
gewinnen. Im Hauptteil dieser Untersuchung werde ich versuchen, die Frage zu beantworten,
ob und in welchem Ausmaß Medieneffekte die Einstellung der Bürger zur Politik
beeinflussen. Dabei werde ich mich auf einen bestimmten Effekt konzentrieren, nämlich das
Medien-Priming. Eine Einführung in das Konzept wird zunächst dargestellt, wobei ich
vertieft auf Entstehung und Wirkung eingehen werde. Darauf folgen drei experimentelle
Studien zu konkreten politischen Themen, die die Existenz eines Priming-Effektes
untersuchen. Im Speziellen wird analysiert, wie Priming auf die Einstellung der Bürger
gegenüber politischen Akteuren wirkt und ob die öffentliche Meinung durch Priming
gesteuert werden kann. Im Schlussteil werden die Befunde zusammengefasst und ein
Ausblick gewagt.
Bei der Untersuchung werde ich hauptsächlich Sekundärliteratur benutzen, daher handelt es
sich um eine Sekundärliteraturanalyse.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Medieneffekte und Einfluss der Medien auf die politische Einstellung

3 Second-Level Agenda-Setting: Medien-Priming

3.1 Priming-Effekte bei Wahlen

3.2 Priming am Beispiel der Iran-Contra-Affäre

3.3 Priming am Beispiel des Golfkrieges

3.4 Priming am Beispiel der Bundestagswahl 1990 (Kohl - Lafontaine)

4 Fazit

5 Literatur

Zielsetzung und Themen

Das primäre Ziel dieses Essays ist es, den Einfluss von Medien-Priming auf die politische Einstellung der Bürger zu untersuchen und zu analysieren, ob und in welchem Ausmaß die öffentliche Meinung durch eine gezielte mediale Themensetzung gesteuert werden kann.

  • Wirkungsweise von Medieneffekten auf politische Einstellungen
  • Abgrenzung des Konzepts Medien-Priming von Agenda-Setting und Framing
  • Analyse der Bedeutung von Priming-Effekten im Kontext von Wahlkämpfen
  • Untersuchung experimenteller Studien zu politischen Ereignissen (Iran-Contra-Affäre, Golfkrieg)
  • Rolle der politischen Informiertheit der Rezipienten bei Priming-Prozessen

Auszug aus dem Buch

3.1 Priming-Effekte bei Wahlen

Die Wirkung des Medien-Primings zeigt sich während Wahlkampagnen als sehr relevant. In Wahlkämpfen versuchen Parteien und ihre Kandidaten, die Wähler soviel wie möglich zu beeinflussen, so dass sie am Ende mit Stimmenmehrheit die Wahlen gewinnen können. Aus diesem Grund erscheint es für Parteien und Politiker notwendig, Einfluss auf die Kriterien auszuüben, die für die Bürger bei ihrer Stimmenvergabe von Relevanz sind. Um bei der Wahl möglichst gut abzuschneiden, werden Parteien versuchen, jene Themen in den Vordergrund zu rücken oder zu „primen", zu denen sie in der öffentlichen Meinung ein besonders gutes Image haben. Letztendlich fällt die Entscheidung für oder gegen einen Politiker beziehungsweise eine Partei unter Berücksichtigung solcher Themen, über die in den Medien ausführlich berichtet wird. Themen, die weniger Aufmerksamkeit gefunden haben, spielen vergleichsweise eine untergeordnete Rolle. Deswegen bemühen sich Politiker durch Betonung auf bestimmten Politikfeldern in den Medien Stimmen zu gewinnen. So zum Beispiel wird eine Partei, die als umweltpolitisch engagiert erscheint, versuchen, vor der Wahl bedeutsame Umweltfragen anzudeuten. Während sich eine „Wirtschaftspartei" bezüglich Umweltthemen auf die Dringlichkeit ökonomischer Reformen stützen würde.

Die Forschung hat dabei, mit wenigen Ausnahmen, hauptsächlich die allgemeine Bewertung des amerikanischen Präsidenten untersucht. Als Primes wurden zu diesem Zweck politische Nachrichten mit aktuellen Themen untersucht. Einen guten Urteilsmaßstab stellten Probleme wie Inflation, Arbeitslosigkeit, Immigration, Verteidigung, Außenpolitik u.a. dar. Die Fokussierung der Medienberichterstattung auf bestimmten Aspekten und die Vernachlässigung anderer beeinflussen die Standards, nach denen politische Akteure von der Öffentlichkeit bewertet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in den Strukturwandel der Mediensysteme ein und definiert den Fokus des Essays auf das Medien-Priming als spezifisches Instrument der Einstellungsbeeinflussung.

2 Medieneffekte und Einfluss der Medien auf die politische Einstellung: Es wird das wechselseitige Verhältnis zwischen Medien und Politik beleuchtet und die Agenda-Setting-Funktion der Medien als Grundlage für weiterführende Medieneffekte erörtert.

3 Second-Level Agenda-Setting: Medien-Priming: Dieses Kapitel definiert Medien-Priming als kognitiven Prozess, bei dem mediale Informationen die Bewertung politischer Akteure beeinflussen.

3.1 Priming-Effekte bei Wahlen: Hier wird die strategische Bedeutung von Themenplatzierungen in Wahlkämpfen und deren Einfluss auf die Entscheidungskriterien der Wähler analysiert.

3.2 Priming am Beispiel der Iran-Contra-Affäre: Anhand einer Längsschnittstudie wird aufgezeigt, wie die mediale Berichterstattung über diese Affäre die Bewertungsmaßstäbe der Öffentlichkeit bezüglich der Amtsführung von Präsident Reagan verschob.

3.3 Priming am Beispiel des Golfkrieges: Die Analyse untersucht, wie die Dominanz der Golfkriegsberichterstattung die Bewertung der Kompetenz des amerikanischen Präsidenten gegenüber wirtschaftlichen Themen verdrängte.

3.4 Priming am Beispiel der Bundestagswahl 1990 (Kohl - Lafontaine): Das Kapitel beleuchtet den Einfluss der Fernsehpräsenz und Themengewichtung im deutschen Wahlkampf 1990 auf die Wahrnehmung der Kandidaten.

4 Fazit: Die Arbeit resümiert, dass Medien-Priming ein zentrales, jedoch weiterhin untersuchungsbedürftiges Element der Wirkungsforschung bleibt, insbesondere im Hinblick auf neue Medien.

5 Literatur: Ein Verzeichnis der verwendeten Quellen zur Sekundärliteraturanalyse.

Schlüsselwörter

Medien-Priming, Agenda-Setting, politische Einstellung, Medienwirkung, Wahlkampf, öffentliche Meinung, politische Kommunikation, Themenattribute, Massenmedien, Bewertungsmaßstäbe, Iran-Contra-Affäre, Golfkrieg, Fernsehberichterstattung, politische Kompetenz, Sekundärliteraturanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den medialen Einfluss auf die politische Einstellung von Bürgern, wobei der Fokus gezielt auf dem Konzept des Medien-Primings liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Medieneffekte, das Agenda-Setting, die strategische Themensetzung in Wahlkämpfen sowie die kognitiven Prozesse bei der Bewertung politischer Akteure.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Ziel ist es, die Wirkungsweise des Medien-Primings zu erläutern und durch empirische Fallbeispiele zu belegen, inwieweit Medien die Beurteilungskriterien der Bevölkerung steuern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Der Autor führt eine Sekundärliteraturanalyse durch, in der bestehende experimentelle Studien und empirische Untersuchungen ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Einführung in das Medien-Priming sowie der detaillierten Analyse von Fallbeispielen wie der Iran-Contra-Affäre, dem Golfkrieg und der Bundestagswahl 1990.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit ist maßgeblich durch Begriffe wie Medien-Priming, Agenda-Setting, politische Einstellung, Medienwirkung und Wahlkampfverhalten geprägt.

Welche Rolle spielt die Bildung der Rezipienten bei Priming-Effekten?

Der Autor stellt fest, dass Personen mit geringerem politischem Vorwissen oder niedrigerer Bildung anfälliger für Priming-Effekte sind, da sie die medialen Botschaften weniger kritisch hinterfragen.

Warum wird die Iran-Contra-Affäre als Fallbeispiel herangezogen?

Sie dient als Beleg dafür, wie die Enthüllung eines Ereignisses durch die Medien die Kriterien, nach denen ein Präsident bewertet wird, massiv und kurzfristig verschieben kann.

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Details

Title
Medieneffekte und ihr Einfluss auf die politische Einstellung am Beispiel von Medien-Priming
College
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut)
Course
Politische Einstellungen
Author
Alexander Mihaylov (Author)
Publication Year
2007
Pages
14
Catalog Number
V84330
ISBN (eBook)
9783638005241
ISBN (Book)
9783640711079
Language
German
Tags
Medieneffekte Einfluss Einstellung Beispiel Medien-Priming Politische Einstellungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Mihaylov (Author), 2007, Medieneffekte und ihr Einfluss auf die politische Einstellung am Beispiel von Medien-Priming, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84330
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