Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › History of Germany - World War I, Weimar Republic

Die Regierung Schleicher - Schleichers Versuch der Bildung einer "Querachse"

Title: Die Regierung Schleicher - Schleichers Versuch der Bildung einer "Querachse"

Presentation (Elaboration) , 2004 , 6 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Magister Artium Andre Budke (Author)

History of Germany - World War I, Weimar Republic
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Am 02.12.1932 trug Reichswehrminister Oberstleutnant Ott die Ergebnisse einer Simulation vor. Laut dieser konnte die Reichswehr „…einen Zweifrontenkampf gegen Kommunisten und Nationalsozialisten nicht gewinnen…“ . Papen gab das Ergebnis der Studie an Hindenburg weiter, woraufhin dieser bereit war, Schleicher das Kanzleramt zu überlassen. Dieser wurde daraufhin am 03.12. zum Reichskanzler ernannt, befand sich allerdings von vornherein in einer Zwangslage: Obwohl es ihm selbst bei besagtem Planspiel wohl um die kurzfristige Wirkung gegangen war, wurde von ihm erwartet, dass er die festgestellte Bürgerkriegsgefahr beseitigte und er die für den Staat gefährlichen Gruppen zumindest neutralisierte. Schleicher behielt selbst den Posten des Reichswehrministers, den er seit 1930 innehatte, und tauschte in seinem Kabinett nur zwei Minister aus.
...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Schleichers Versuch der Bildung einer „Querachse“

2. Papens Intrige gegen Schleicher

Zielsetzung & Themen der Ausarbeitung

Die vorliegende Ausarbeitung analysiert das politische Wirken von Kurt von Schleicher während seiner Kanzlerschaft am Ende der Weimarer Republik, insbesondere seinen gescheiterten Versuch, durch die Bildung einer sogenannten „Querachse“ eine stabile parlamentarische Mehrheit gegen den aufkommenden Nationalsozialismus zu formen.

  • Die Ausgangslage und die Zwangslage der Regierung Schleicher
  • Die Strategie der „Querachse“ und der Einbeziehung des linken NSDAP-Flügels
  • Die politische Rolle und die Intrigen von Franz von Papen
  • Die Haltung der traditionellen Machtgruppen wie Großagrarier und Industrie
  • Der politische Niedergang Schleichers und der Übergang zum Kabinett Hitler

Auszug aus dem Buch

1. Schleichers Versuch der Bildung einer „Querachse“

Am 02.12.1932 trug Reichswehrminister Oberstleutnant Ott die Ergebnisse einer Simulation vor. Laut dieser konnte die Reichswehr „…einen Zweifrontenkampf gegen Kommunisten und Nationalsozialisten nicht gewinnen…“¹. Papen gab das Ergebnis der Studie an Hindenburg weiter, woraufhin dieser bereit war, Schleicher das Kanzleramt zu überlassen. Dieser wurde daraufhin am 03.12. zum Reichskanzler ernannt, befand sich allerdings von vornherein in einer Zwangslage: Obwohl es ihm selbst bei besagtem Planspiel wohl um die kurzfristige Wirkung gegangen war, wurde von ihm erwartet, dass er die festgestellte Bürgerkriegsgefahr beseitigte und er die für den Staat gefährlichen Gruppen zumindest neutralisierte. Schleicher behielt selbst den Posten des Reichswehrministers, den er seit 1930 innehatte, und tauschte in seinem Kabinett nur zwei Minister aus.

Dass gegenüber Schleicher eine verhaltene Zustimmung seitens von Bevölkerung und Reichstag bestand, zeigt, dass zu Beginn der Reichstagssession am 06.12. kein Misstrauensantrag gegen seine Kanzlerschaft gestellt wurde. Von Schleicher wurde allgemein erwartet, dass er auf Verfassungsexperimente verzichten würde. Papen hatte im Gegensatz hierzu versucht, einen autoritären Staat zu schaffen. Papen, „…der politische Widerstände notorisch unterschätzte und nicht zuletzt an diesem Unvermögen gescheitert war“², behielt jedoch seine Dienstwohnung und – wichtiger noch – seinen unmittelbaren Zugang zum Reichspräsidenten, da er nach wie vor Hindenburg Vertrauen genoss.

Um seine Politik durchzusetzen, benötigte Schleicher parlamentarische Mehrheiten. Da er im Reichstag über keine Hausmacht verfügte, verkündete er eine Art Burgfrieden und versuchte, die SPD, die freien Gewerkschaften, das Zentrum Hugenberg (DNVP) und Gregor Strasser (NSDAP) für eine Unterstützung der Regierung zu gewinnen, um quer durch die Parteien eine parlamentarisch sichere Basis für die Regierungsarbeit zu schaffen. Gleichzeitig bestünde die Möglichkeit, durch die Einbeziehung des linken Flügels der NSDAP diese zu spalten. Hierfür schien eine gute Ausgangslage zu bestehen, da die NSDAP bei den letzten Reichstagswahlen eine Wahlniederlage hatte einstecken müssen und es infolgedessen Konflikte über den Parteikurs gab.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Schleichers Versuch der Bildung einer „Querachse“: Dieses Kapitel erläutert den Amtsantritt Schleichers, seine prekäre Machtbasis und den gescheiterten Plan, durch die Gewinnung verschiedener politischer Kräfte – insbesondere des linken NSDAP-Flügels – eine stabile Regierung gegen den Bürgerkrieg zu bilden.

2. Papens Intrige gegen Schleicher: Dieses Kapitel beschreibt, wie Franz von Papen nach seiner Absetzung als Kanzler durch gezielte politische Manöver und die Bearbeitung von Hindenburg die Regierung Schleicher stürzte, um selbst an die Macht zurückzukehren oder den Weg für Hitler zu ebnen.

Schlüsselwörter

Weimarer Republik, Kurt von Schleicher, Franz von Papen, Querachse, NSDAP, Reichswehr, Paul von Hindenburg, Reichstag, Koalitionsregierung, Politische Intrige, Machtauslieferung, Gregor Strasser, Reichskanzler, Ende der Demokratie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert das politische Scheitern der Kanzlerschaft von Kurt von Schleicher Ende 1932 und die Umstände, die zum Übergang in das Kabinett Hitler führten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die innenpolitische Instabilität der Weimarer Endphase, die Strategie der "Querachse" sowie die einflussreiche Rolle von Hinterzimmerpolitik und Intrigen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Untersuchung zielt darauf ab, zu erklären, warum Schleichers Versuch einer breiten parlamentarischen Mehrheitsbildung fehlschlug und welche Rolle Franz von Papen dabei spielte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Quellenanalyse und wertet zeitgenössische statistische Daten sowie relevante historische Fachliteratur aus.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Strategie Schleichers, die Analyse der Wahlergebnisse sowie die detaillierte Darstellung der Intrigen Papens gegen seinen Nachfolger.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen unter anderem Weimarer Republik, Querachse, NSDAP, Intrige und die historische Rolle der Reichswehr.

Warum lehnte die SPD die Zusammenarbeit mit Schleicher ab?

Die SPD-Führung, vertreten durch Otto Wels, lehnte Verhandlungen mit dem als autoritär geltenden General Schleicher kategorisch ab, da man das Vertrauen in ihn nicht aufbringen konnte.

Welche Rolle spielte der Reichslandbund beim Sturz Schleichers?

Der Reichslandbund entzog der Regierung Schleicher aufgrund agrarpolitischer Konflikte die Unterstützung und trug durch scharfe öffentliche Kritik maßgeblich zur Schwächung der Regierung bei.

Warum scheiterte die Idee der „Querachse“ konkret an Gregor Strasser?

Die Initiative scheiterte primär am hohen persönlichen Einfluss Hitlers auf die NSDAP, dem Strasser einen Machtkampf um die Parteiführung letztlich nicht gewachsen war.

Excerpt out of 6 pages  - scroll top

Details

Title
Die Regierung Schleicher - Schleichers Versuch der Bildung einer "Querachse"
College
University of Osnabrück
Grade
1,5
Author
Magister Artium Andre Budke (Author)
Publication Year
2004
Pages
6
Catalog Number
V84377
ISBN (eBook)
9783638002738
Language
German
Tags
Schleicher Querachse Weimarer Republik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister Artium Andre Budke (Author), 2004, Die Regierung Schleicher - Schleichers Versuch der Bildung einer "Querachse", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84377
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  6  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint