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Das Erleben und Verhalten der Controller in der Interaktion mit dem Management

Titel: Das Erleben und Verhalten der Controller in der Interaktion mit dem Management

Masterarbeit , 2007 , 122 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Marion Kellner-Lewandowsky (Autor:in)

Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, ein (bislang fehlendes) psychologisches Grundverständnis der Interaktion zwischen Controller und Managern sowie die dabei spezifischen Elemente des Erlebens und des Verhaltens von Controllern zu ermitteln.

Im Fokus des konkreten Untersuchungsprojektes steht die subjektive Perspektive der Controller auf die Interaktionsbeziehung, da Controller den Konflikt zwischen dem eigenen Wollen und dem Dürfen meist deutlicher wahrnehmen und die Zusammenarbeit mit dem Management häufiger als schwierig empfinden, während Manager häufiger „einfach“ unzufrieden mit dem Controlling sind.

Die Datenaufnahme erfolgte in Interviews. Die wesentlichen Faktoren der Interaktionsbeziehung wurden theoretisch beleuchtet und nach sorgfältiger Auswertung des empirischen Materials beschrieben und mit Zitaten aus den Interviews belegt. Das Ableiten konkreter Schlussfolgerungen für die Ausgestaltung der Controllertätigkeit war eine wichtige Zielstellung im Projekt.

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen deutlich die hohe Bedeutung psychosozialer Aspekte in der Interaktionsbeziehung zwischen Controller und Manager auf. Es werden wichtige Aspekte des Erlebens und Verhaltens der Controller in den Kategorien Klärung des Controllingverständnisses, Interaktion und Kommunikation, Einstellungen und Denkmuster, Emotionalität und Rationalität, Anerkennung und Motivation, Rollen und Rollenbildung, Einfluss und Macht sowie Anforderungen an Controller aufgezeigt. Zum einen bestätigen sich dabei bereits aufgedeckte, aber in der Praxis wenig bekannte Denkmuster und der noch immer vorhandene Mangel an Aktivitäten zum Ausbalancieren der Vorverständnisse mit dem Management. Zum anderen werden hinsichtlich der Abstimmung des Controllingverständnisses und der Rollenerwartungen Defizite sichtbar, die sich wesentlich auf die Ausübung der Controllingfunktion auswirken können. Deutlich zeigt sich die Komplexität der Interaktionsbeziehung im Controlling, welche wesentliche Anforderungen an die sozialen und persönlichen Kompetenzen des Controllers stellt. Bislang werden Controller in ihrer Ausbildung zu wenig auf diese Faktoren und Anforderungen vorbereitet.

Die Ergebnisse der Arbeit und die aufgestellten Hypothesen stellen damit eine wichtige Grundlage für die erfolgreiche Praxis der Zusammenarbeit von Controller und Manager sowie für weitere vertiefende Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet dar.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Grundverständnis Controlling und Controller

2.1.1 Definition und Abgrenzung Controlling und Controller

2.1.2 Die Aufgaben des Controllers

2.1.3 Die Dyade Controller und Manager

2.2 Psychologische Aspekte der Interaktion zwischen Controller und Manager

2.2.1 Allgemeine psychologische Grundlagen des Erlebens und Verhaltens in Interaktionsbeziehungen im Unternehmen

2.1.2 Die Interaktionsbeziehung zwischen Controller und Manager

2.2.3 Ausgewählte Aspekte der Interaktionsbeziehung der Controller zum Management

3 Vorgehensweise im Projekt

3.1 Ausgangslage

3.2 Ziel- und Fragestellungen im Projekt

3.3 Untersuchungsdesign

3.3.1 Vorgehensweise

3.3.2 Untersuchungsbereich

3.3.3 Befragungsmethode

3.3.4 Auswertung und Analyse

3.4 Kritische Bewertung der Vorgehensweise

4 Darstellung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse

4.1 Klärung von Controllingverständnis und Aufgaben der Controller

4.2 Interaktion und Kommunikation im Controlling

4.3 Einstellungen und Denkmuster von Controllern

4.4 Emotionalität und Rationalität im Controlling

4.5 Anerkennung, Wertschätzung und Motivation von Controllern

4.6 Rollen und Rollenbildung im Controlling

4.7 Einfluss und Macht im Controlling

4.8 Anforderungen an die Qualifikation von Controller

5 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit erforscht die psychologischen Dynamiken und psychosozialen Faktoren in der Interaktionsbeziehung zwischen Controllern und Managern, um die Kluft zwischen rational-analytischer Controllinglehre und organisationaler Praxis zu überbrücken. Zentral ist dabei die Untersuchung, wie Controller ihre Rolle, Kommunikation und Einflussnahme in einem oft spannungsgeladenen Umfeld erleben und aktiv gestalten.

  • Psychosoziale Faktoren der Controller-Manager-Dyade
  • Einfluss von Rollenbildern und Erwartungshaltungen
  • Kommunikationsprozesse und deren Empfängerorientierung
  • Anerkennung, Motivation und Arbeitszufriedenheit
  • Umgang mit emotionalen Anforderungen und Machtverhältnissen

Auszug aus dem Buch

Die Interaktionsbeziehung zwischen Controller und Manager

Die Interaktionsbeziehung zwischen Controller und Manager setzt sich gemäß den oben geschilderten Ansätzen vereinfacht aus folgenden Elementen zusammen: den Interakteuren Controller und Manager, der gegenseitigen Beeinflussung, sprich der eigentlichen Interaktion sowie den Umfeldbedingungen, beispielsweise Unternehmen, Situation und systemischen Bedingungen.

Will man das Erleben und Verhalten der in der Interaktion beteiligten Akteure erforschen, so stellen sich gemäß den obigen Darstellungen Fragen nach folgenden Bedingungen des Erlebens und Verhaltens. Intrapersonale Bedingungen umfassen Einstellungen und Denkmuster, Wahrnehmung, Motivation und Identifikation, Emotionen, Qualifikationen, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Anforderungen sowie Persönlichkeitsfaktoren, welche andere Bedingungen beeinflussen. Interpersonale Bedingungen beinhalten Interaktionsprozesse auf Sach- und Beziehungsebene, Kommunikation, Macht, Einfluss und Verantwortung, Rollengefüge und Rollenbildung sowie den Führungsstil des Managers. Apersonale Bedingungen decken Führungskultur und Steuerungsphilosophie des Unternehmens, Aufgaben und Aufgabenverteilung zwischen Controller und Manager, formale Regelungen und Abstimmungen zwischen den Interakteuren, Unternehmenskultur und Unternehmensgeschichte sowie Branche und Branchenumfeld ab.

Da es im vorliegenden Projekt um die Erforschung der Interaktionsbeziehung aus einseitiger Perspektive der Controller handelt, werden die oben genannten Aspekte lediglich aus der subjektiven Sicht der befragten Controller betrachtet. Im Sinne einer Vollständigkeit muss betont werden, dass für eine Gesamtsicht auf die Interaktionsbeziehung Manager – Controller beide Perspektiven zu erforschen und gegenüber zu stellen sind.

Im Folgenden werden ausgewählte Aspekte näher erläutert, auf welche sich das vorliegend Forschungsprojekt konzentrierte. Die Auswahl der Aspekte stellt dabei keine Wertung zur Bedeutung der Faktoren in der Interaktion dar, sondern erfolgte aufgrund zeitlicher Begrenzungen sowie aufgrund der Inhalte des zugrunde liegenden Interviewmaterials.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung ein, wonach die Nähe des Controllers zur Unternehmensführung zu Konflikten zwischen Unabhängigkeit und Mitverantwortung führen kann.

2 Theoretischer Hintergrund: Es werden Controllingverständnisse, die Dyade Controller-Manager und psychologische Grundlagen wie Interaktionsmodelle und Rollentheorien detailliert dargelegt.

3 Vorgehensweise im Projekt: Hier wird das qualitative Forschungsdesign beschrieben, das auf explorativen Interviews mit acht Controllern zur Untersuchung subjektiver Erfahrungen basiert.

4 Darstellung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse: Das Kapitel analysiert empirische Daten zu Controllingverständnis, Kommunikation, Rollenbildern, Emotionen und Machtverhältnissen im Controller-Alltag.

5 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen: Die Arbeit resümiert die hohe Bedeutung psychosozialer Aspekte und leitet praktische Empfehlungen sowie Thesen für die weitere Forschung ab.

Schlüsselwörter

Controlling, Controller, Management, Interaktion, Beziehungsdynamik, Rollenbild, Rollenbildung, Kommunikation, Einflussnahme, Macht, Psychologie, Arbeitszufriedenheit, Emotionskontrolle, Rationalität, Organisationspsychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Erleben und Verhalten von Controllern in der tagtäglichen Interaktion mit dem Management aus einer arbeits- und organisationspsychologischen Perspektive.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen Controllingverständnis, Kommunikation, Rollenbilder, Emotionskontrolle, Motivationsfaktoren sowie Macht- und Einflussstrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, wichtige Dynamiken und psychosoziale Faktoren der Controller-Manager-Beziehung aufzudecken, die über die rein technischen Aspekte der Controllinglehre hinausgehen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin wählte einen qualitativen Forschungsansatz mit leitfadengestützten Interviews, die nach dem Modell der zusammenfassenden qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert empirische Ergebnisse zu Themen wie Konformitätstendenzen, Konfliktbewältigung, Einbindung in Entscheidungsprozesse und dem Umgang mit der Doppelrolle als Dienstleister und Sparringspartner.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Neben Controlling und Management stehen Fachbegriffe wie Rollenkonflikt, interaktionistischer Ansatz (Role-Making), Motivationspotenzial und psychologische Distanz im Fokus.

Wie gehen Controller mit dem Konflikt zwischen Beratung und Kontrolle um?

Die Arbeit zeigt, dass Controller häufiger versuchen, sich als Berater zu positionieren, wobei sie oft auf informelle Netzwerke und Überzeugungskraft zurückgreifen, da formale Macht selten gegeben ist.

Warum ist das Thema Emotionen für Controller so wichtig?

Obwohl Controlling als rationale Tätigkeit gilt, erfordert die Interaktion mit dem Management eine ausgeprägte Emotionskontrolle, um als sachlich wahrgenommen zu werden und die nötige Neutralität zu bewahren.

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Details

Titel
Das Erleben und Verhalten der Controller in der Interaktion mit dem Management
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Institut für Arbeits- und Organisationspsychologie)
Note
1,3
Autor
Marion Kellner-Lewandowsky (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
122
Katalognummer
V84405
ISBN (eBook)
9783638884457
ISBN (Buch)
9783638888745
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erleben Verhalten Controller Interaktion Management
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marion Kellner-Lewandowsky (Autor:in), 2007, Das Erleben und Verhalten der Controller in der Interaktion mit dem Management, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84405
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Leseprobe aus  122  Seiten
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