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Anglizismen und Amerikanismen: Anreicherung oder Bereicherung der deutschen Gegenwartssprache?

Title: Anglizismen und Amerikanismen:  Anreicherung  oder  Bereicherung  der deutschen Gegenwartssprache?

Term Paper , 2002 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Tim Leidecker (Author)

German Studies - Linguistics
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Die Modemacherin Jil Sander im Frankfurter Allgemeine Magazin: "Ich habe vielleicht etwas Weltverbesserndes. Mein Leben ist eine giving-story. Ich habe verstanden, daß man contemporary sein muß, das future-Denken haben muß. Meine Idee war, die Hand-tailored-Geschichte mit neuen Technologien zu verbinden. Und für den Erfolg war mein coordinated concept entscheidend, die Idee, daß man viele Teile einer collection miteinander combinen kann. Aber die audience hat das alles von Anfang an auch supported. Der problembewusste Mensch von heute kann diese Sachen, diese refined Qualitäten mit spirit eben auch appreciaten. Allerdings geht unser voice auch auf bestimmte Zielgruppen. Wer Ladyisches will, searcht nicht bei Jil Sander. Man muß Sinn haben für das effortless, das magic meines Stils." (Hervorhebungen durch den Verfasser); Jil Sander = Deutsche Modemacherin

Liest man Jil Sanders Aussage zum ersten Mal, kommen berechtigte Zweifel auf, dass sie das wirklich so gesagt haben soll. Zu unglaublich, fast schon wie eine Farce, eine Karikatur der deutschen Sprache wirken ihre Sätze. Somit sind sie aber auch ein Paradebeispiel für all die Dinge, die im Moment Kritikwürdig sind an der deutschen Gegenwartssprache, und gießen Öl ins Feuer der Anglizismus-Gegner.

In meiner Abhandlung "Anglizismen und Amerikanismen: "Anreicherung" oder "Bereicherung" der deutschen Gegenwartssprache?" möchte ich untersuchen, ob am "Denglisch" wirklich alles schlecht ist, möchte die historische Entwicklung kurz nachzeichnen, in Presse und Werbung sowie Jugendsprache zwei Hauptgebiete beleuchten und abschließend einen persönlichen Ausblick geben.

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Inhaltsverzeichnis

1.1 Definition Anglizismus

1.2 Einleitung

1.3 Historischer Hintergrund

1.4.1 Anglizismen in Presse und Musik

1.4.2 Anglizismen i. d. Werbung am Bsp. eines T-Mobile-Prospektes

1.4.3 Anglizismen in der Jugendsprache

1.5 Der Verein Deutsche Sprache

1.6 Fazit und Ausblick

1.7 Verwendete Literatur

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Rolle von Anglizismen und Amerikanismen in der deutschen Gegenwartssprache. Ziel ist es, die historische Entwicklung nachzuzeichnen, den Einfluss dieser Fremdwörter in den Bereichen Presse, Werbung und Jugendsprache zu beleuchten und eine differenzierte Bewertung darüber vorzunehmen, ob diese Entwicklung eine Bereicherung oder eine Gefährdung der deutschen Sprache darstellt.

  • Historische Herleitung des Einflusses des Englischen auf das Deutsche.
  • Analyse der Verwendung von Anglizismen in den Medien und der Musikindustrie.
  • Untersuchung der Werbestrategien deutscher Unternehmen am Beispiel von T-Mobile.
  • Darstellung der Integration englischer Begriffe in die heutige Jugendsprache.
  • Diskussion der Positionen des „Vereins Deutsche Sprache“ zum Sprachwandel.

Auszug aus dem Buch

1.4.1 Anglizismen in Presse und Musik

Basierend auf einer kürzlich durchgeführten sprachstatistischen Auswertung von Presseerzeugnissen ist der Anglizismenanteil seit 1945 jedes Jahr stetig angestiegen. Dies verwundert überhaupt nicht, wenn man die Mai-Ausgabe des „Premiere“-Programmheftes aufschlägt und bereits im Editorial/Inhaltsverzeichnis mit „Champions League“, „Top-Qualität“, „live“, „Service“, „Sex and the City“, „TV-Erstausstrahlung“, „TV-Events“, „Sexy Singles“, „Powerfrauen“, „Space Cowboys“, „V.I.P.s“, „Interview“, „Top-Serie“, „Flirt“, „Indy 500“, „Film-Highlights“, „Sport-Highlights“, „Plus-Highlights“, „Premiere Direkt Highlights“, „Premiere Erotik Highlights”, „Movie Guide”, „Erotik Guide”, „Eventreise”, „Premiere Collection”, „Digital-Receiver” und „Premiere Sport Interactive” ganze 26 (!) Anglizismen zählen kann.

Das Problem dabei ist: Viele Leser verstehen diese Anglizismen überhaupt nicht, die Journalisten verwenden sie allerdings trotzdem, ebenso in der Werbung. Der Konsument bekommt also gegen seinen Willen etwas aufgezwängt, mit dem er gar nicht richtig umgehen kann. Trotzdem wird dies nur allzu häufig nicht kritisiert, sondern im Zuge zunehmender Globalisierung (Stichwort: Vereinigtes Europa) als selbstverständlich und sogar wünschenswert betrachtet. Anders als in vielen anderen europäischen Ländern ist in Deutschland der Musikmarkt, ein weiterer sehr umsatzstarker Wirtschaftszweig, ebenfalls größtenteils englischsprachig.

Zusammenfassung der Kapitel

1.1 Definition Anglizismus: Klärung des Begriffs Anglizismus als Übernahme englischer Wörter oder Wendungen in eine andere Sprache.

1.2 Einleitung: Darstellung der Problematik anhand von Beispielen aus der Wirtschaft und Formulierung der Forschungsfrage.

1.3 Historischer Hintergrund: Erläuterung der zunehmenden Dominanz des Englischen ab 1945 durch den kulturellen und politischen Einfluss der Siegermächte.

1.4.1 Anglizismen in Presse und Musik: Analyse der hohen Dichte an englischen Begriffen in Programmheften und der Dominanz englischsprachiger Titel in deutschen Charts.

1.4.2 Anglizismen i. d. Werbung am Bsp. eines T-Mobile-Prospektes: Untersuchung der fragwürdigen Verwendung von Anglizismen in der Werbekommunikation eines Mobilfunkanbieters.

1.4.3 Anglizismen in der Jugendsprache: Analyse der Einflüsse durch Sport, Internet und Medien auf den Sprachgebrauch heutiger Jugendlicher.

1.5 Der Verein Deutsche Sprache: Vorstellung der Ziele und Leitlinien des Vereins sowie dessen Kritik an einer unreflektierten Übernahme von Anglizismen.

1.6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Einschätzung des Sprachwandels und Plädoyer für einen bewussten Umgang mit der eigenen Sprache.

1.7 Verwendete Literatur: Auflistung der im Rahmen der Arbeit zitierten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Anglizismen, Amerikanismen, deutsche Gegenwartssprache, Sprachwandel, Fremdwörter, Jugendsprache, Medien, Werbung, Globalisierung, Verein Deutsche Sprache, Sprachkultur, Sprachverfall, Kommunikation, Soziolinguistik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der zunehmenden Integration englischer Begriffe (Anglizismen) in die deutsche Sprache und diskutiert, ob dies als Bereicherung oder als problematische Entwicklung wahrgenommen werden sollte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung des Einflusses, der Verbreitung von Anglizismen in Presse und Musik, ihrer Verwendung in der Werbung sowie dem speziellen Einfluss auf die Jugendsprache.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Auswirkungen der Anglizisierung auf die deutsche Gegenwartssprache aufzuzeigen und einen kritischen Diskurs darüber anzustoßen, inwiefern eine ungebremste Übernahme fremdsprachiger Begriffe die Qualität und Identität der deutschen Sprache gefährdet.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine Kombination aus sprachstatistischer Analyse, der Untersuchung konkreter Fallbeispiele (wie T-Mobile-Werbung und Hitparaden) sowie der Auseinandersetzung mit fachwissenschaftlicher Literatur und den Positionen des Vereins Deutsche Sprache.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, die Untersuchung der medialen Präsenz von Anglizismen, eine Fallstudie zu Werbestrategien und eine detaillierte Analyse der Jugendsprache inklusive Beispieldialogen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Anglizismen, Amerikanismen, Sprachwandel, Jugendsprache, Medien, Werbung und die Frage nach einer möglichen sprachlichen Identitätsgefährdung.

Warum ist das Beispiel der T-Mobile-Werbung so relevant für die Untersuchung?

Es verdeutlicht, wie Unternehmen durch unverständliche englische Werbeslogans und Tarifbezeichnungen ihre Zielgruppe – insbesondere ältere Konsumenten – teils ausschließen und die Maxime der Verständlichkeit verletzen.

Welchen Standpunkt nimmt der Autor zum Ende der Arbeit ein?

Der Autor plädiert gegen ein blindes Übernehmen von Anglizismen, erkennt aber an, dass Sprache ein lebendiger Organismus ist, der sich wandelt. Er befürwortet eine bewusste Wortwahl und stützt die Bemühungen des Vereins Deutsche Sprache zur Sprachpflege.

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Details

Title
Anglizismen und Amerikanismen: Anreicherung oder Bereicherung der deutschen Gegenwartssprache?
College
University of Potsdam  (Germanistik)
Course
Grundkurs II: Varietäten, Textsorten, Sprachstile
Grade
2,0
Author
Tim Leidecker (Author)
Publication Year
2002
Pages
17
Catalog Number
V8448
ISBN (eBook)
9783638154192
Language
German
Tags
Anglizismus Anglizismen Amerikanismus Amerikanismen Jugendsprache Verein Deutsche Sprache Thema Anglizismen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tim Leidecker (Author), 2002, Anglizismen und Amerikanismen: Anreicherung oder Bereicherung der deutschen Gegenwartssprache?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8448
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