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Alternative Handelssysteme in Finanzmärkten

Title: Alternative Handelssysteme in Finanzmärkten

Diploma Thesis , 2005 , 130 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Emil Vassilev (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Die internationalen Finanzmärkte sind bereits seit vielen Jahren einem nachhaltigen Strukturwandel ausgesetzt, der immer stärker auch deren Handelszentren, die Börsen trifft. Die aktuellen Entwicklungen in diesem Wirtschaftszweig weisen auf eine Neudefinition des Begriffs Börse hin. Das traditionelle Verständnis beschreibt die Handelsplätze als lokale oder regionale Präsenzbörsen mit begrenzten Handelszeiten. Die Geschäftsabwicklung findet auf „dem Parkett“ in noch begreifbare Handelsdimensionen statt. Das neue Geschäftsmodell andererseits ist durch eine Computerisierung, die keine geografische Zuordnung oder zentralisierte Form erlaubt, gekennzeichnet. Die Entwicklungen der Kommunikations- und Computertechnologien haben die komplette Automatisierung und Elektronisierung der Handelssysteme ermöglicht. Dadurch war es möglich Alternative Trading Systems (ATS) zu bilden, die heutzutage eine ernsthafte Konkurrenz für traditionelle Börsen darstellen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Handelsmärkte

2.1 Finanzmärkte

2.2 Kapitalmärkte

2.3 Börsen

2.4 Elektronische Handelssysteme

2.5 Alternative Trading Systems

2.5.1 Allgemeine Definitionsbetrachtung

2.5.2 Spezifische Begriffsbestimmung der ATS in den USA

2.5.3 Spezifische Begriffsbestimmung der ATS in Europa

3 Marktmikrostrukturtheorie von Finanzmärkten

3.1 Marktteilnehmer in den Kapitalmärkten

3.2 Marktstruktur eines Handelsmarktes

3.2.1 Markttyp

3.2.1.1 Handelsfrequenz

3.2.1.2 Marktorganisation

3.2.1.3 Automatisierungsgrad

3.2.2 Markttransparenz

3.2.3 Orderformen

3.3 Funktionen von Börsen

3.4 Marktmikrostrukturtheorie

3.4.1 Einführung in die Theorie der Marktmikrostruktur

3.4.2 Modelle der Marktmikrostrukturtheorie

3.4.3 Informationsbasierte Modelle der Mikrostrukturtheorie

3.4.3.1 Modelle mit symmetrischer Informationsverteilung (vollständige Markttransparenz)

3.4.3.2 Modelle mit asymmetrischer Informationsverteilung (unvollständige Markttransparenz)

3.4.4 Implikationen des elektronischen Handels auf die Marktstrukturen

4. Erklärung der Entstehung von ATS

4.1 Faktoren des Strukturwandels

4.1.1 Globalisierung

4.1.2 Informations- und Kommunikationstechnologien

4.1.3 Institutionalisierung und Professionalisierung

4.1.4 Securitization

4.1.5 Disintermediation

4.1.6 Deregulierung

4.2 Vorteile und Gründe zur Entstehung und Benutzung von ATS

4.2.1 Effizienz

4.2.2 Kosten

4.2.3 Liquidität

4.2.4 Transparenz

4.2.5 Technologie

4.2.6 Marktzugang

4.2.7 Anonymität

4.2.8 Fairness

4.2.9 Diensleistungen

5 Derzeitige Formen institutioneller Ausgestaltung

5.1 Geschichtliche Entwicklung

5.2 Kategorisierung der ATS

5.2.1 Auktionssysteme

5.2.2 Marktmachersysteme

5.3 ATS in den USA

5.3.1 ECNs

5.3.1.1 Hit-or-Take-Systems

5.3.1.2 Auction-Based-Systems

5.3.1.3 ITS

5.3.2 Crossing-/Matching-Systems

5.3.3 Automated-Internal Systems

5.3.4 Dealer Systems

5.3.5 SORT

5.4 ATS in Europa

5.4.1 Bulletin-Boards

5.4.2 ECNs

5.4.3 Proprietary-Trading-Systems (PTS)

5.4.4 Crossing-Systems

5.4.5 Auction-Based-Systems

5.4.6 Day-Trading-Center

6. Zukunftsperspektiven

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Diplomarbeit hat zum Ziel, alternative Handelssysteme (ATS) definitorisch und exemplarisch zu erfassen und deren Rolle in den internationalen Finanzmärkten zu beleuchten. Dabei wird insbesondere untersucht, wie die Marktmikrostrukturtheorie dazu beitragen kann, die Funktionsweise und das Erfolgspotenzial dieser elektronischen Handelsplattformen im Vergleich zu traditionellen Börsen zu erklären, unter Berücksichtigung technologischer, regulatorischer und geografischer Unterschiede zwischen den USA und Europa.

  • Grundlagen der Handelsmärkte und Funktionsweise traditioneller Börsen
  • Marktmikrostrukturtheorie und deren Bedeutung für die Preisbildung
  • Strukturwandel der Finanzmärkte durch Digitalisierung und Globalisierung
  • Regulatorische Rahmenbedingungen für ATS in den USA und Europa
  • Kategorisierung und Praxisbeispiele alternativer Handelsplattformen

Auszug aus dem Buch

3.4.3.1 Modelle mit symmetrischer Informationsverteilung (vollständige Markttransparenz)

Bei der Theorie über die symmetrische Informationsverteilung geht es um Bestandshaltemodelle, auch als Lagerhaltungsmodelle bekannt, die den Handelsprozess als „matching problem“ definieren. Es wird dabei die Beziehung zwischen dem Handelsbestand eines Marktmachers und die von ihm gestellten An- und Verkaufskurse, auch als Geld- und Briefkursen bekannt, untersucht.

Das Lagerhaltungsproblem entsteht durch die Tatsache, dass die Marktmacher nur dann alle Kaufaufträge annehmen können, wenn sie die entsprechende Menge an Handelsobjekte besitzen und andererseits erfordern alle Verkaufsaufträge die entsprechende Menge an Zahlungsmittel. Wenn aber die Anzahl der Verkaufsaufträge die Anzahl Kaufaufträge übersteigt, müssen dann die zusätzlichen Wertpapiere solange gehalten werden bis sich die Nachfrage wieder erhöht. Sowohl der Zeitpunkt und die Höhe der Nachfrage als auch die zukünftige Preisentwicklung können nicht vorausgesehen werden. Daher sind die Aktien auf Lager ein potentielles Risiko für den Marktmacher. Diese Unsicherheit findet ihre Berücksichtigung in der Preisspanne zwischen den An- und Verkaufspreisen. Die Lagerhaltungsmodelle beschäftigen sich vorwiegend mit der Lagerhaltungsfrage der Marktmacher und den daraus resultierenden Optimierungskalkülen, weil er Handelsbestände hält, die von seiner optimalen Portefeuillestruktur abweichen.

Nach SMIDT (1971) ist die Differenz zwischen den Geld- bzw. Briefpreisen und dem wahren Wert der Handelsobjekte eine Prämie für die Bereitstellung von Liquidität und stellt eine Entschädigung des Market Makers dafür dar, dass er wegen seines Sofortigkeitsservices keine optimale Bestandhaltung hat. Zudem argumentiert er, dass die Marktmacher nicht nur passiv Sofortigkeit anbieten, wie DEMSETZ sagt, sondern aktiv die Spanne nach den Schwankungen in den Bestandshöhen anpassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Diese Einleitung skizziert den durch technologischen Wandel getriebenen Umbruch im Finanzmarktsektor und definiert das Ziel der Arbeit, ATS theoretisch und praktisch einzuordnen.

2. Handelsmärkte: In diesem Kapitel werden grundlegende Definitionen von Finanz- und Kapitalmärkten erläutert, die Struktur traditioneller Börsen analysiert und die Entstehung elektronischer Handelssysteme beschrieben.

3 Marktmikrostrukturtheorie von Finanzmärkten: Das Kapitel bietet eine tiefgehende theoretische Auseinandersetzung mit der Marktstruktur, Akteuren und Preisbildungsmechanismen in Finanzmärkten, um das Handeln in ATS wissenschaftlich zu fundieren.

4. Erklärung der Entstehung von ATS: Hier werden die treibenden Faktoren für den Strukturwandel wie Globalisierung und Digitalisierung sowie die spezifischen Wettbewerbsvorteile von ATS detailliert analysiert.

5 Derzeitige Formen institutioneller Ausgestaltung: Dieser Teil kategorisiert ATS-Formen, vergleicht regulatorische Ansätze in den USA und Europa und beleuchtet verschiedene operative Modelle wie ECNs oder Crossing-Systems.

6. Zukunftsperspektiven: Das Kapitel reflektiert über Konsolidierungstrends, die weitere technologische Vernetzung und die Rolle der Regulierung für die künftige Bedeutung alternativer Handelsplattformen.

7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der ATS als integraler Bestandteil moderner, global vernetzter Kapitalmärkte.

Schlüsselwörter

Alternative Trading Systems, ATS, ECN, Marktmikrostrukturtheorie, Finanzmärkte, Wertpapierhandel, Börsenwettbewerb, Preisbildung, Liquidität, Transparenz, elektronische Handelssysteme, Market-Maker, institutionelle Investoren, Order-Flow, Informationseffizienz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse alternativer Handelssysteme (ATS) als neue, technologisch getriebene Handelsplattformen, die als Konkurrenz zu traditionellen Börsen aufgetreten sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Marktmikrostrukturtheorie, die technologische und regulatorische Entwicklung des Wertpapierhandels sowie der Vergleich zwischen unterschiedlichen Marktmodellen wie Auktions- und Marktmachermärkten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, das Phänomen der ATS definitorisch zu klären, ihre Vorteile gegenüber klassischen Börsen aufzuzeigen und die Auswirkungen dieser Systeme auf die Marktstruktur zu evaluieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender theoretischer Modelle der Marktmikrostruktur, verknüpft mit einer empirischen Betrachtung von Marktstrukturen und regulatorischen Entwicklungen in den USA und Europa.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird der theoretische Rahmen (Marktmikrostrukturtheorie) erarbeitet, die Ursachen für den Strukturwandel (Globalisierung, IT) beleuchtet sowie eine detaillierte Kategorisierung verschiedener ATS-Modelle und deren Funktionsweise vorgenommen.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind ATS, Marktmikrostruktur, Finanzmärkte, Wertpapierhandel, ECN, Liquidität und Preisbildung.

Warum sind ATS für institutionelle Investoren besonders attraktiv?

Sie bieten oft niedrigere Transaktionskosten, eine hohe Anonymität bei großen Blocktransaktionen sowie moderne, technologische Lösungen für ein effizientes Order-Management.

Welche Rolle spielt die Regulation ATS in den USA?

Die Regulation ATS schuf einen regulatorischen Rahmen, um elektronische Handelssysteme in das nationale Marktsystem zu integrieren und bestimmte Transparenz- sowie Kapazitätsstandards zu gewährleisten.

Wie unterscheidet sich die Situation in Europa von der in den USA?

In Europa sind ATS weniger dominant als in den USA, da traditionelle Börsen hier früher mit der Modernisierung und Elektronisierung ihres Handels begonnen haben.

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Details

Title
Alternative Handelssysteme in Finanzmärkten
College
University of Stuttgart  (Betriebswirtschaftliches Institut)
Grade
2,0
Author
Emil Vassilev (Author)
Publication Year
2005
Pages
130
Catalog Number
V84522
ISBN (eBook)
9783638894470
ISBN (Book)
9783638894609
Language
German
Tags
Alternative Handelssysteme Finanzmärkten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Emil Vassilev (Author), 2005, Alternative Handelssysteme in Finanzmärkten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84522
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