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Die Geschichte des Föderalismus in Deutschland

Title: Die Geschichte des Föderalismus in Deutschland

Term Paper , 2006 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Bachelor of Science Alexander Fricke (Author)

Politics - History of Political Systems
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Der Föderalismus hat im Laufe seiner Geschichte über die Weimarer Republik, das Dritte Reich und die spätere Bonner Republik bis in die Gegenwart hinein eine Vielzahl an Veränderungen erlebt. Im Folgenden sollen diese Veränderungen näher betrachtet werden, die nie losgelöst vom politischen Zeitgeist zu sehen sind. Die geschichtliche Entwicklung des Föderalismus in Deutschland, im Kontext der äußeren Umstände, sollen Ursachen und Auswirkungen benennen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Merkmale des Föderalismus

3 Föderalismus in der Weimarer Republik

4 Föderalismus zur Zeit des Nationalsozialismus

5 Föderalismus nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges (mit Exkurs: Das Beispiel Niedersachsen)

5.1 Gründung der Länder

Exkurs: Das Beispiel Niedersachsen

6 Föderalismus nach der Wiedervereinigung

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit analysiert die geschichtliche Entwicklung des Föderalismus in Deutschland von der Weimarer Republik über die Zeit des Nationalsozialismus bis hin zur Bundesrepublik nach der Wiedervereinigung, um die strukturellen Veränderungen und deren Ursachen im politischen Kontext aufzuzeigen.

  • Grundlegende Merkmale und Funktionsweisen des Föderalismus
  • Die Entwicklung und Schwächung des föderalen Systems in der Weimarer Republik
  • Die Zerschlagung föderaler Strukturen während des Nationalsozialismus
  • Der politische Wiederaufbau der Länder in der westlichen Besatzungszone nach 1945
  • Anpassungen des föderalen Systems nach der Wiedervereinigung 1990

Auszug aus dem Buch

3 Föderalismus in der Weimarer Republik

Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges 1918 zerbrach neben der Monarchie auch die bundesstaatliche Ordnung in Deutschland. Als die Entscheidung zu Gunsten einer parlamentarischen Demokratie gefallen war, entbrannte ein Streit zwischen Zentralisten und Föderalisten über das zukünftige politische Gewichtungsverhältnis zwischen der Zentralregierung und den Landesregierungen. Die Anhänger des Föderalismus sahen in dem von ihnen präferierten System vor allem die Chance, sich der übermächtigen Position Preußens zu entledigen.

In den Beratungen über die zukünftige Verfassung in Weimar schlug der Abgeordnete und Verfassungsausschussvorsitzende Haußmann den Reichsrat als Kollegium vor, der die deutschen Länder bei der Gesetzgebung und Verwaltung des Reiches vertreten sollte. Dem Reichsrat sollte die verfassungsmäßige Stellung inne wohnen, die Reichsregierung auf der einen Seite unterstützend, auf der anderen Seite allerdings auch hemmend zu flankieren. Diese sollte dem Ziel dienen, bei der Reichsregierung an die jeweiligen einzelstaatlichen Bedürfnisse zu appellieren (vgl. DEUERLEIN 1972, S. 173). Diesem idealistischen Vorschlag folgte die verfassungsmäßige Realität allerdings nicht.

Mit der Annahme der Weimarer Verfassung im Jahr 1919 setzte sich ein Föderalismus durch, der die Kompetenzen der Einzelländer durch folgende Maßnahmen beschnitt: Die Macht der Einzelstaaten wurde empfindlich abgebaut. Gleichzeitig weitete das Reich seine Gesetzgebungsbefugnis zum Nachteil der Länder aus. Parallel dazu wurde der Reichsverwaltungsapparat ausgebaut und seine Zuständigkeiten erweitert. Aber auch im operativen Geschäft des Gesetzgebungsverfahrens wurde die Partizipationsmöglichkeit zur Einflussnahme des Reichsrates, „der den Bundesrat ablöste“ (DEUERLEIN 1972, S. 173), auf ein nur aufschiebendes Vetorecht beschränkt. Damit war die Quasi-Monopolisierung des Gesetzgebungsrechts des Reiches fundamentiert. Dies brachte die Länder in finanzielle Abhängigkeit vom Reich, da sie sich den Gesetzen der Reichsregierung, die in den Zuständigkeitsbereich der Länder fielen, nicht erwehren konnten. Somit hatten sich bei der Ausarbeitung der Weimahrer Verfassung die Unitaristen als Anhänger einer starken Zentralregierung gegenüber den Föderalisten in den wesentlichen Punkten durchgesetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die thematische Untersuchung der geschichtlichen Entwicklung des Föderalismus in Deutschland ein.

2 Merkmale des Föderalismus: Das Kapitel definiert Föderalismus als Organisationsprinzip von Staaten und erläutert die Autonomie sowie das Zusammenspiel von Gliedstaaten und Zentralstaat.

3 Föderalismus in der Weimarer Republik: Es wird die Auseinandersetzung zwischen Zentralisten und Föderalisten nach 1918 sowie die daraus resultierende Schwächung der Länderrechte durch die Weimarer Verfassung beschrieben.

4 Föderalismus zur Zeit des Nationalsozialismus: Dieses Kapitel behandelt die planmäßige Zerschlagung des Föderalismus und die Gleichschaltung der Länder als Instrument der totalitären Diktatur.

5 Föderalismus nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges (mit Exkurs: Das Beispiel Niedersachsen): Hier wird der föderale Wiederaufbau durch die westlichen Besatzungsmächte und die Gründung neuer Länder, exemplarisch am Fall Niedersachsen, beleuchtet.

5.1 Gründung der Länder: Dieser Abschnitt beschreibt detailliert die oft willkürliche Grenzziehung und Neuformierung der deutschen Bundesländer durch die Alliierten.

Exkurs: Das Beispiel Niedersachsen: Der Abschnitt konzentriert sich auf die Entstehung des Landes Niedersachsen nach 1945 und die Rolle der britischen Besatzungsmacht.

6 Föderalismus nach der Wiedervereinigung: Das letzte Kapitel analysiert die Erweiterung des Bundesrates nach 1990 und die darauf folgenden Reformbemühungen zur Kompetenzverteilung.

Schlüsselwörter

Föderalismus, Deutschland, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Bundesrepublik, Zentralismus, Länderautonomie, Besatzungsmächte, Grundgesetz, Wiedervereinigung, Parlamentarischer Rat, Bundesrat, Gesetzgebungskompetenz, Reichsrat, Staatsaufbau

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die geschichtliche Entwicklung und die strukturellen Veränderungen des föderalen Systems in Deutschland über verschiedene Epochen hinweg.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die Ausgestaltung der Länderautonomie, das Machtverhältnis zwischen Zentralregierung und Gliedstaaten sowie die Auswirkungen politischer Umbrüche auf den Föderalismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die geschichtliche Entwicklung des Föderalismus im Kontext äußerer politischer Umstände zu betrachten und die Ursachen sowie Auswirkungen dieser Veränderungen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen und politikwissenschaftlichen Analyse unter Rückgriff auf einschlägige Fachliteratur und verfassungsrechtliche Quellen.

Welche Inhalte umfasst der Hauptteil?

Der Hauptteil behandelt chronologisch die Phasen von der Weimarer Republik, der Zeit des Nationalsozialismus, dem Wiederaufbau nach 1945 bis hin zur Entwicklung nach der Wiedervereinigung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Föderalismus, Zentralismus, Kompetenzverteilung, Verfassungsentwicklung und das Spannungsfeld zwischen Bund und Ländern.

Wie wirkte sich die Weimarer Verfassung auf den Föderalismus aus?

Sie führte zu einer institutionellen Schwächung der Länder durch eine Ausweitung der zentralstaatlichen Gesetzgebungsbefugnisse und eine Beschränkung der Mitspracherechte im Reichsrat.

Welche Rolle spielte die Besatzungsmacht bei der Bildung Niedersachsens?

Die britische Militärregierung ordnete die Gründung des Landes Niedersachsen per Verordnung an, um eine wirtschaftlich und naturräumlich sinnvolle neue Länderstruktur in Norddeutschland zu schaffen.

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Details

Title
Die Geschichte des Föderalismus in Deutschland
College
University of Hildesheim  (Sozialwissenschafen)
Course
Föderalismus und Regionalismus: Politische Systemkonstruktionen im Vergleich
Grade
1,0
Author
Bachelor of Science Alexander Fricke (Author)
Publication Year
2006
Pages
16
Catalog Number
V84544
ISBN (eBook)
9783638008822
ISBN (Book)
9783640111176
Language
German
Tags
Geschichte Föderalismus Deutschland Föderalismus Regionalismus Politische Systemkonstruktionen Vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Science Alexander Fricke (Author), 2006, Die Geschichte des Föderalismus in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84544
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