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Soziale Exklusion und Staatsbürgerrechte - Das gegenwärtige Ausgrenzungsproblem in der westeuropäischen Gesellschaft

Title: Soziale Exklusion und Staatsbürgerrechte - Das gegenwärtige Ausgrenzungsproblem in der westeuropäischen Gesellschaft

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 19 Pages , Grade: 2

Autor:in: Chise Onuki (Author)

Sociology - Social System and Social Structure
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Diese Arbeit widmet sich dem gegenwärtigen Phänomen der sozialen Ausgrenzung im Zusammenhang mit Staatsbürgerrechten. Der zentrale Begriff bei der Debatte ist „Exklusion“. Die Forschung der Exklusion setzt sich in Europa in bezug auf andere Gesellschaften fort, weil deren soziale Form je nach den einzelnen nationalen Verhältnissen unterschiedlich entwickelt ist. Im Zentrum stehen besonders die Fragen über die Integrationsfähigkeit der Gesellschaft und die drohende Krise der Demokratie. Da dies gegenwärtig ein sehr relevantes Thema für unsere westeuropäische Gesellschaft darstellt, analysiere ich in dieser Hausarbeit das Phänomen und die Entstehungsgeschichte der Exklusion und den Zusammenhang mit dem Aspekt der sozialen Staatsbürgerrechte. Dabei stütze ich mich vor allem auf die Schriften von Martin Kronauer.

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Inhaltsverzeichnis

I. EINFÜHRUNG

II. WOHLFAHRTSTAAT UND SOZIALE STAATSBÜRGERRECHTE

III. DAS PHÄNOMEN DER SOZIALEN EXKLUSION

IV. SOZIALE EXKLUSION, STAATSBÜRGERRECHTE UND DEMOKRATIE

1. PROBLEMATIK AUF DER THEORETISCHEN EBENE

Problematik der Staatsbürgerrechte

Problematik des demokratischen Mehrheitsprinzips

Problematik der Demokratie und des Individualismus

Problematik des sozialen Rechtsstaats

Problematik des formalen Rechts

2. MÖGLICHE KRISE DER BESTEHENDEN, DEMOKRATISCHEN GESELLSCHAFT

3. LÖSUNGSERWÄGUNG

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit analysiert das Phänomen der sozialen Exklusion in westeuropäischen Gesellschaften und untersucht dessen Zusammenhang mit der Erosion sozialer Staatsbürgerrechte sowie die damit verbundenen Herausforderungen für die demokratische Stabilität.

  • Entstehungsgeschichte und Begriffsbestimmung von sozialer Exklusion
  • Die Entwicklung und Rolle des Wohlfahrtsstaates und der Staatsbürgerrechte
  • Wechselwirkungen zwischen Arbeitsmarktteilhabe und sozialem Ausschluss
  • Problematisierung des demokratischen Mehrheitsprinzips und Individualismusverständnisses
  • Krisensymptome in modernen demokratischen Gesellschaften

Auszug aus dem Buch

Das Phänomen der sozialen Exklusion

Soziale Exklusion bezeichnet sowohl einen Zustand als auch einen dazu führenden Prozess von Einzelphänomenen, der zu einer Spaltung in der Gesellschaft führt, so dass eine bestimmte Gruppe von Menschen von Teilhabe(-möglichkeiten) an Wohlstand, Beschäftigung, Bürgerstatus und somit an gesellschaftlichem Leben im normal anerkannten Niveau ausgeschlossen wird.

Die gesellschaftliche Zugehörigkeit wird normalerweise über Einbindungen in soziale Beziehungen fundiert, die auf wechselseitige Abhängigkeit in geregelten Kooperationsverhältnissen beruhen. Wenn die einen Menschen keinen Gesellschaftsbeitrag wie durch ihre Arbeitskraft mehr leisten können und auch die Anderen demgegenüber mit ihren ausreichenden Ressourcen nicht auf sie angewiesen sind, besteht zwischen den beiden eine einseitige Existenzabhängigkeit der Ersteren (nicht-produktiven) von den Zweiten (den Produktiven). Die Ersten Nicht-Produktiven dabei als „nutzlos“ in der Gesellschaft. Dies führt zur Auflösung reziproker sozialer Bindungen. Denn zwischen den Nicht-Produktiven und den Produktiven gibt es keine Interdependenz mehr. Dies ist ein entscheidender Aspekt des Exklusionsprozesses.

Die Nicht-Produktiven werden im Laufe dieses Prozesses von der gesellschaftlichen Teilhabe in den verschiedensten Teilbereichen ausgeschlossen. Die Gesellschaft besteht aus Teilbereichen wie Ökonomie, Kultur, Politik, soziale Netzwerke usw. In diesen Bereichen verfolgen die Individuen normalerweise durch Interaktionen ihre Interessenvorstellungen in Formen von Konsum, Orientierungen in der materiellen Sicherheit, Interessenvertretung in einem gesellschaftlichen Institut, Sicherung des gesellschaftlichen Status usw. Dadurch werden gesellschaftstypische Regeln und Normen des jeweiligen Handlungsbereichs gebildet. Das heißt für die Teilhaber dieser Bereiche bedeutet die Verfolgung dieser Interessen zugleich Lebenschancen, um mit den Standardnormen in verschiedenen Handlungs-Teilbereichen mitzuhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINFÜHRUNG: Die Einleitung umreißt die Relevanz der sozialen Ausgrenzung in modernen westlichen Gesellschaften und führt in die zentrale Fragestellung der Arbeit ein.

II. WOHLFAHRTSTAAT UND SOZIALE STAATSBÜRGERRECHTE: Dieses Kapitel analysiert die historische Entwicklung sozialer Rechte und die von T.H. Marshall beschriebene Ambivalenz zwischen formaler Gleichheit und ökonomischer Ungleichheit.

III. DAS PHÄNOMEN DER SOZIALEN EXKLUSION: Hier wird der Exklusionsbegriff soziologisch hergeleitet und als prozessualer Abbau sozialer Netze und Interdependenzen dargestellt.

IV. SOZIALE EXKLUSION, STAATSBÜRGERRECHTE UND DEMOKRATIE: Das Hauptkapitel untersucht die theoretischen Probleme des Ausschlusses für Demokratie, Rechtsstaat und das Ideal des Staatsbürgers.

Schlüsselwörter

Soziale Exklusion, Staatsbürgerrechte, Wohlfahrtsstaat, Underclass, Demokratie, soziale Ausgrenzung, Arbeitsgesellschaft, soziale Ungleichheit, Partizipation, Mehrheitsprinzip, sozialer Rechtsstaat, soziale Isolation, gesellschaftliche Spaltung, Interdependenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der sozialen Exklusion in modernen westeuropäischen Gesellschaften und dessen Auswirkungen auf das Konzept der Staatsbürgerrechte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung von Staatsbürgerrechten, den Mechanismen der sozialen Exklusion, den Problemen des demokratischen Mehrheitsprinzips sowie der Krise des Wohlfahrtsstaates.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der Entstehungsgeschichte der Exklusion und dem Aspekt der sozialen Staatsbürgerrechte aufzuzeigen und die daraus resultierende Gefährdung für die demokratische Gesellschaft zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine theoretische, soziologische Analyse, insbesondere auf die Schriften von Martin Kronauer, T.H. Marshall und Georg Simmel.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Problematik der Staatsbürgerrechte, dem demokratischen Mehrheitsprinzip, dem Individualismus, dem sozialen Rechtsstaat sowie dem formalen Recht im Kontext der Exklusion.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die Arbeit ist stark geprägt durch die Begriffe Exklusion, Staatsbürgerrechte, Underclass, soziale Ungleichheit und Integrationsfähigkeit.

Welche Bedeutung kommt der Erwerbsarbeit im Text zu?

Die Erwerbsarbeit wird als zentrale Voraussetzung für die gesellschaftliche Teilhabe in der heutigen "Arbeitsgesellschaft" identifiziert, wobei deren Mangel als Ursprung für Exklusionsprozesse dient.

Warum wird das demokratische Mehrheitsprinzip im Kontext der Exklusion kritisiert?

Das Mehrheitsprinzip wird kritisiert, weil die Mehrheit die Ausgegrenzten ignorieren oder als "überflüssig" betrachten kann, was die Legitimität demokratischer Verfahren untergräbt.

Welche Rolle spielen soziale Institutionen bei der Exklusion?

Institutionen wie das Arbeitslosenversicherungs- oder Sozialhilfesystem tragen laut Autor teils zum Fortbestehen der Exklusion bei, da sie durch ihre Kriterien Bevölkerungsgruppen von der Teilhabe ausschließen.

Was schlägt der Autor zur Lösung des Exklusionsproblems vor?

Als Lösungsweg wird unter anderem die Stärkung der politischen Teilhabe der Betroffenen sowie eine mögliche Trennung von Bürgerstatus und beruflicher Erwerbstätigkeit zur Diskussion gestellt.

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Details

Title
Soziale Exklusion und Staatsbürgerrechte - Das gegenwärtige Ausgrenzungsproblem in der westeuropäischen Gesellschaft
College
Humboldt-University of Berlin
Course
Soziologie der Staatsbürgerschaft
Grade
2
Author
Chise Onuki (Author)
Publication Year
2004
Pages
19
Catalog Number
V84565
ISBN (eBook)
9783638008631
Language
German
Tags
Soziale Exklusion Staatsbürgerrechte Ausgrenzungsproblem Gesellschaft Soziologie Staatsbürgerschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Chise Onuki (Author), 2004, Soziale Exklusion und Staatsbürgerrechte - Das gegenwärtige Ausgrenzungsproblem in der westeuropäischen Gesellschaft , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84565
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