Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sociology - Relationships and Family

Frauen zwischen Kind und Karriere

Die Vereinbarkeitsproblematik von Familie und Beruf

Title: Frauen zwischen Kind und Karriere

Bachelor Thesis , 2007 , 49 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Simone Bucher (Author)

Sociology - Relationships and Family
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Familie ist seit den 60er Jahren einem enormen Wandel unterworfen, der vor allem durch den Wandel der Rolle der Frau bedingt ist. Die Frauen von heute geben sich nicht mehr mit einem Schattendasein als Mutter, Haus- und Ehe-frau zufrieden. Die Bildungsexpansion brachte den Anstoß. Die jungen Frauen von heute sind oft besser ausgebildet, als ihre männlichen Kollegen und wollen dieses Kapital auch in beruflicher Hinsicht nutzen. Jahrelange Erwerbsunterbrechung, der Familie zuliebe, kommt für viele nicht mehr in Frage. Die Entscheidung zwischen Beruf und Familie fällt nicht selten zugunsten der Karriere aus. Jede dritte deutsche Frau bleibt kinderlos und dies macht sich auf dramatische Weise in einer der niedrigsten Geburtenrate weltweit bemerkbar. Die weitreichenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen einer dauerhaft niedrigen Geburtenrate machen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu einem gesellschaftlichen Problem, das seit Langem heiß diskutiert wird. Bisher ist es jedoch meist bei den Diskussionen geblieben. Doch seit Kurzem scheint sich in der Familienpolitik einiges zu bewegen. Zum 1. Januar ist das neue Elterngeld in Kraft getreten und in den kommenden Jahren soll die Zahl der Krippenplätze enorm erhöht werden.
Vor diesem Hintergrund befasst sich diese Arbeit mit der Problematik der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und damit, was sich ändern muss, um die Vereinbarkeit zu gewährleisten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Wandel der Familie

1.1 Von der vorindustriellen zur bürgerlichen Kleinfamilie

1.2 Demographischer Wandel

1.2.1 Eheschließung und Scheidung

1.2.2 Geburtenentwicklung

1.2.3 Altersaufbau der deutschen Bevölkerung

1.3 Vorläufiges Fazit

2 Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf

2.1 Wandel der Rolle der Frau

2.2 Die Problematik

2.3 Das deutsche Ernährermodell

2.4 Arbeitsmarktpolitik

2.5 Kinderbetreuung in Deutschland, Frankreich und Schweden

2.6 Familienpolitik

2.7 Die wichtigsten familienpolitischen Leistungen im Überblick

3 Theoretische Erklärungsansätze

3.1 Die Individualisierungsthese nach Ulrich Beck

3.2 Die ökonomische Theorie der Familie

4 Bewertung der staatlichen Familienleistungen

4.1 Das Rentensystem

4.2 Das Elterngeld im Vergleich zum Erziehungsgeld

4.3 Die Kinderbetreuung

5 Fazit und Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Problematik der Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Deutschland und untersucht, welche gesellschaftlichen und strukturellen Veränderungen notwendig sind, um diese Vereinbarkeit zu gewährleisten und den Geburtenrückgang zu adressieren.

  • Wandel der Familienstrukturen und demographische Entwicklungen.
  • Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als gesellschaftliches Problem.
  • Theoretische Erklärungsansätze nach Ulrich Beck und Gary S. Becker.
  • Analyse und Bewertung staatlicher familienpolitischer Leistungen.
  • Internationaler Vergleich der Kinderbetreuungssituation.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Individualisierungsthese nach Ulrich Beck

Beck geht davon aus, dass sich innerhalb der Moderne, in allen wohlhabenden, westlichen Industrienationen, ein gesellschaftlicher Wandel vollzogen hat, der bis heute andauert.

„In dessen Verlauf die Menschen aus den Sozialformen der industriellen Gesellschaft – Klasse, Schicht, Familie, Geschlechtslage von Männern und Frauen – freigesetzt werden, ähnlich wie sie im Laufe der Reformation aus der weltlichen Herrschaft der Kirche in die Gesellschaft entlassen wurden.“85

Er knüpft damit an einen Ansatz an, den Georg Simmel, Emile Durkheim und Max Weber bereits Anfang dieses Jahrhunderts beschrieben haben. Diese erste Phase der Individualisierung, die mit dem Einsetzen der Industrialisierung begann und sich bis Mitte des 20. Jahrhunderts fortsetzte, beschränkte sich im Wesentlichen auf die Männer. Frauen dagegen durchliefen in dieser Zeit den gegenteiligen Weg, hin zur „Entindividualisierung“, indem sie zunehmend auf den Haushalt verwiesen und aus dem Arbeitsleben verdrängt wurden.86 Es entstand eine neue Form der gegenseitigen Abhängigkeit. Die Frau war abhängig vom Verdienst ihres Ehemannes, der Mann wiederum war auf die häusliche Versorgung durch seine Ehefrau angewiesen. So setzte sich nach Beck-Gernsheim der „Zwang zur Solidarität, der die vorindustrielle Familie kennzeichnete, […] in modifizierter Form fort.“87

Zusammenfassung der Kapitel

1 Wandel der Familie: Dieses Kapitel beschreibt den historischen Wandel der Familie von der vorindustriellen Zeit bis zur modernen Kleinfamilie und beleuchtet die damit einhergehenden demographischen Entwicklungen wie Geburtenrückgang und verändertes Heiratsverhalten.

2 Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Hier wird die Problematik der Doppelbelastung von Frauen durch den Wandel ihrer Rolle und die anhaltende Orientierung am deutschen Ernährermodell in Politik und Arbeitsmarkt untersucht.

3 Theoretische Erklärungsansätze: Dieses Kapitel liefert einen theoretischen Rahmen zur Erklärung des Familienwandels und des Geburtenrückgangs durch die Individualisierungsthese von Ulrich Beck sowie die ökonomische Theorie der Familie nach Gary S. Becker.

4 Bewertung der staatlichen Familienleistungen: Eine kritische Analyse der Wirksamkeit staatlicher Instrumente wie des Rentensystems, des Elterngelds und der Kinderbetreuung hinsichtlich ihres Einflusses auf die Fertilitätsentscheidung.

5 Fazit und Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit gesamtgesellschaftlicher Reformen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Schlüsselwörter

Vereinbarkeit, Familie, Beruf, Frauen, Geburtenrückgang, Ernährermodell, Kinderbetreuung, Individualisierung, Demographie, Elterngeld, Rentensystem, Humankapital, Geschlechterrollen, Arbeitsmarkt, Lebensformen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen, die Frauen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Deutschland begegnen, und untersucht die Hintergründe für die niedrigen Geburtenraten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Wandel der Familienstrukturen, die Rolle der Frau, familienpolitische Maßnahmen, Kinderbetreuung sowie theoretische Erklärungen für das veränderte generative Verhalten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Problematik der Vereinbarkeit aufzuzeigen und zu untersuchen, welche Maßnahmen notwendig sind, um diese zu erleichtern und den Geburtenrückgang zu stoppen.

Welche wissenschaftlichen Theorien werden verwendet?

Die Arbeit nutzt die Individualisierungsthese nach Ulrich Beck sowie die ökonomische Theorie der Familie nach Gary S. Becker als theoretische Erklärungsansätze.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung der Familie, die aktuelle Vereinbarkeitsproblematik, theoretische Erklärungsmodelle sowie die Bewertung politischer Leistungen wie Rentensystem und Elterngeld.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Vereinbarkeit, Ernährermodell, Geburtenrate, Individualisierung und staatliche Familienleistungen.

Welche Rolle spielt die Kinderbetreuung laut der Autorin?

Die Autorin sieht den Mangel an qualifizierter Kinderbetreuung als wesentlichen Hemmschuh für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Deutschland.

Wie unterscheidet sich die Situation in Deutschland von Schweden oder Frankreich?

Im Gegensatz zu den genannten Ländern, die Kinderbetreuung als staatliche Aufgabe begreifen und entsprechend fördern, ist Deutschland stärker am traditionellen männlichen Ernährermodell orientiert.

Warum wird das Elterngeld als Fortschritt, aber dennoch als unzureichend bewertet?

Es wird als Fortschritt gegenüber dem alten Erziehungsgeld angesehen, da es einen Lohnausgleich darstellt, greift jedoch für hochqualifizierte Frauen zu kurz, wenn gleichzeitig keine ausreichende Betreuungsinfrastruktur existiert.

Excerpt out of 49 pages  - scroll top

Details

Title
Frauen zwischen Kind und Karriere
Subtitle
Die Vereinbarkeitsproblematik von Familie und Beruf
College
University of Constance
Grade
2,5
Author
Simone Bucher (Author)
Publication Year
2007
Pages
49
Catalog Number
V84595
ISBN (eBook)
9783638882514
Language
German
Tags
Frauen Kind Karriere
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Simone Bucher (Author), 2007, Frauen zwischen Kind und Karriere, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84595
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  49  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint